Meine Mutter hat das ganze Leben Gelegenheiten des Alltags benutzt, um ihre persönlichen Gedanken dazu in Gedichtform zu kleiden. Dieser neue Blog Hilda’s Gedichtblumen bringt regelmässig Auszüge aus ihrem Tagebuch. Viel Spass beim Lesen.
Meine Mutter hat das ganze Leben Gelegenheiten des Alltags benutzt, um ihre persönlichen Gedanken dazu in Gedichtform zu kleiden. Dieser neue Blog Hilda’s Gedichtblumen bringt regelmässig Auszüge aus ihrem Tagebuch. Viel Spass beim Lesen.
Am 4. Januar feierte der in eine Musikerfamilie geborene Nordengländer John Mc Laughlin seinen 70. Geburtstag. Während sein Stil im Laufe der Jahrzehnte häufig wechselte, blieb eines stets konstant: sein Status als hochvirtuoser Stargitarrist, der sein Instrument perfekt beherrscht. Bis heute trat John McLaughlin auf den ganz großen Bühnen auf, etwa im vergangenen Juli, als er in der Schweiz gemeinsam mit Carlos Santana das Montreux-Jazz-Festival eröffnete. Als junger Mann spielte der Engländer bereits mit Jimi Hendrix (1942-1970). „Ich traf Jimi ein paar Mal“, erzählte er unlängst. „Er brachte frischen Wind in die Welt, besonders in die Gitarrenwelt.“ McLaughlin beschreibt sich selbst als „Kind der Sechziger“, das unter verschiedenen musikalischen Einflüssen aufwuchs. Sein erstes Soloalbum, „Extrapolation“, nahm er im Jahr 1969 auf, sein bisher letztes, „To the One“, vor zwei Jahren. Am bekanntesten ist McLaughlin bis dato aber wohl für sein Wirken Anfang der Siebzigerjahre mit seinem Mahavishnu Orchestra. Die Band wurde von McLaughlins frühem Mentor Miles Davis mitbegründet. Die Musik des Mahavishnu Orchestra zeichnete sich durch einen technisch komplexen Stil sowie indische Rhythmen und spirituelle Elemente aus. Die Spiritualität jener Phase ging einher mit McLaughlins Hinwendung zum Hinduismus. 1972 berichtete der „Spiegel“, der Musiker habe von Guru Sri Chinmoy belehrt, Drogen, Alkohol, Fleisch und Tabak abgeschworen und den indischen Namen Mahavishnu angenommen. „Gott ist der höchste Musiker; ich bin nur das Instrument, auf dem er spielt“, sagte McLaughlin einmal. Kurz darauf spielte er mit der Band Shakti ausschließlich ohne elektronische Verstärkung. Diese Musik war eine Verbindung aus Orient und Okzident und gilt als Vorläufer der Weltmusik. Sie erinnerte stark an klassische indische Musik – und so war der aus Yorkshire stammende Ausnahmemusiker einer der Ersten, die indische Musik im Westen populär machten. Viele weitere Gemeinschaftsarbeiten zieren McLaughlins musikalischen Weg. Man kann ihm sicher nicht vorwerfen, sich je mit dem Erreichten zufriedengegeben zu haben, da er stets neue Wege beschritt. Das gilt auch für die Zukunft: Demnächst startet der Gitarrist eine „Remember Shakti“-Tournee durch Indien. In Europa ist der 70-Jährige dieses Jahr mit „The 4th Dimension“ auf Tour. „Ich bin sehr beschäftigt, aber das ist schon in Ordnung“, sagte McLaughlin. „Das mag ich mehr als Däumchen drehen.“ (Quelle: Sandra Wosk/merkur-online-de/Photo © by dpa)
Aphorismen zum Thema Glücklichsein des spirituellen Autors und Meditationsmeisters Sri Chinmoy (1931-2007) als Slideshow mit Bildern von Bijoy und Pavitrata.
Seite einem Jahr wurde daran gearbeitet, jetzt ist sie endlich geboren: die neue Webseite MEDITATIONS-VIDEOS, die sich mit einem Startvolumen von zur Zeit 65 Videos präsentiert und die Themenbereiche: Meditation, Naturfilme, Musikvideos, Meditative Kunst, Ferne Länder, Sport und Meditation, Rezitationen, Interviews, Rekorde, Sri Chinmoy auf Reisen und Diverses. Diese neue Seite wird Dich inspirieren, die Welt der Meditation kennenzulernen, die gerade in der heutigen Zeit des steten Wandels von grosser Bedeutung ist. Neben Meditationsvideos des Meisters Sri Chinmoy (1931-2007) werden auch Sucher vorgestellt, die durch das Meditieren im täglichen Leben weitergekommen sind, und mit Naturvideos kannst Du den Kontakt mit Mutter Erde intensivieren. Alle Videos kannst Du mit einem Klick auch bildschirmfüllend anschauen. Jede Woche werden neue Videos aufgenommen, es lohnt sich also regelmässig reinzuschauen! Hier nochmals der Link: http://www.meditation-videos.com/
Die Flugzeuge kommen ohne Vorwarnung. Sie versprühen eine Flüssigkeit, die „wie verrückt stinkt“, wie eine Plantagenarbeiterin erzählt. Man rieche sie aus 500 Metern Entfernung. Die Arbeiter auf den Bananenplantagen ziehen sich dann ihre Hemden über den Kopf und bedecken Nase und Mund. Schutzkleidung gegen die Chemikalien aus der Luft hat kaum jemand. Die Schilderungen stammen von Plantagenarbeitern in Ecuador. Die Hilfsorganisation Oxfam hat die Arbeitsbedingungen der wichtigsten Produzenten des Landes untersuchen lassen.Der Bericht knöpft an die Oxfam-Studie „Endstation Ladentheke“ von 2008 an. Die Entwicklungshelfer haben geprüft, ob sich die Arbeitsbedingungen in Ecuador verbessert haben und welche Rolle deutsche Supermarktketten übernehmen. Das wichtigste Ergebnis: Immer noch gefährden Plantagenbesitzer die Gesundheit ihrer Arbeiter. „Obwohl das ecuadorianische Gesetz dies verbietet, werden gefährliche Pestizide von Flugzeugen aus auf die Felder gesprüht“, kritisiert die Autorin der Studie, Franziska Humbert. Meistens geschehe dies, während die Arbeiter auf den Plantagen seien. Eingesetzt werden laut Oxfam die Chemikalien Calixin, Bravo, Mancozeb und Tilt – alle vier sind in Deutschland als gesundheitsgefährdend eingestuft und stehen unter Verdacht, krebserzeugend zu sein. Calixin ist in der Europäischen Union sogar verboten. Die Bezahlung der Erntehelfer nennt Humbert „untragbar und ausbeuterisch“. Der monatliche Nettolohn liege bei den befragten Arbeitern im Schnitt bei rund 237 Dollar, weniger als zehn Dollar pro Tag. Zu wenig, um eine Familie zu versorgen, sagt Humbert, und auf jeden Fall weniger als das staatlich definierte Existenzminimum für eine Familie. Diese sogenannte Überlebensgrenze beträgt in Ecuador 390 Dollar. 83 Prozent der befragten Plantagenarbeiter gaben an, dass ihr Familieneinkommen unter dieser Grenze liegt. Oxfam hat für den Bericht das ecuadorianische Institut SIPAE beauftragt, eine unabhängige Einrichtung, die regelmäßig Gesetzesverstöße in der Agrarwirtschaft des Landes aufdeckt. Die Forscher sprachen mit mehr als hundert Arbeitern auf Plantagen der wichtigsten drei Produzenten sowie deren Zulieferbetrieben. Auch die Exporteure selbst kommen in der Studie zu Wort. Und diese schieben die Schuld an den Bedingungen für die Arbeiter den Handelspartnern zu – unter anderem den deutschen Supermarktketten Aldi, Edeka, Rewe, Lidl und Real.
„Das Einkaufsvolumen der Ketten ist inzwischen so groß geworden, dass sie den Preis bestimmen können“, sagt ein Exporteur. Die Mehrheit der deutschen Importeure sage ihm: „Verkauf mir Bananen zum Aldi-Preis minus oder plus ein Prozent.“ Aldi mache den Preis, „er unterliegt nicht den Gesetzen des Marktes“. Ein Vertreter des Verbandes kleiner Bananenproduzenten sagt in dem Oxfam-Bericht: „Die Macht in Deutschland haben die Supermärkte, die immer das Billigste kaufen wollen, wie Aldi und Lidl, zu Preisen, die so niedrig sind, dass kleine Produzenten nicht mithalten können.“ Die Ketten würden morgens per Fax sehen, welches Angebot das niedrigste sei, und das nähmen sie dann. „Sie kümmern sich um nichts anderes.“
Eine prächtige Grünlilie im Wohnzimmer, ein paar Benjamini im Büro – Grünpflanzen, das haben wir schon in der Schule gelernt, sorgen für gute Luft. Ein für Nichtchemiker nur schwer verständlicher Vorgang namens Fotosynthese ist dafür verantwortlich. Was im Kleinen mit Zimmerpflanzen funktioniert, erfüllt auch im Großen seinen Zweck: Bäume verbessern die Luft in Städten. Wie viel ein Baum zur guten Luft beitragen kann, hängt vor allem vom Durchmesser seiner Krone ab. „Wenn die Krone mächtig genug ist, kommen bei einem fünfzehn bis zwanzig Meter hohen Baum schnell 100 bis 150 Quadratmeter Grundfläche zusammen. Da kann auch der Stamm schmal sein“, sagt der Freiburger Biologe und Pflanzenphysiologe Edgar Wagner. „Ist diese Krone dann auch noch dicht beblättert, sind 1.200 bis 1.500 Quadratmeter Absorptionsfläche keine Seltenheit.“ Eine alte Buche kann so zum Beispiel 1,7 Kilogramm Sauerstoff pro Stunde produzieren – damit können 50 Menschen eine Stunde lang atmen. Der Baum selbst atmet durch kleine Spaltöffnungen, die sich an der Unterseite der Blätter gut erkennen lassen. Diese Spalten können sich öffnen und schließen, ganz nach Bedarf. Hat der Baum wenig Wasser, schließen sich die Spalten automatisch. Steht er prall im Saft, öffnen sie sich. Mit diesem fein justierten Instrument können sich die Bäume an verändernde Umweltbedingungen anpassen und flexibel reagieren. Diese Eigenelastizität kann jedoch beschädigt werden, zum Beispiel durch Schadstoffe in der Luft. „Geht den Spalten diese Fähigkeit verloren, bleiben sie offen und geben unentwegt das Wasser aus den Blättern ab,“ sagt Wagner. Der Baum vertrocknet, ganz gleich, ob er genug Wasser mit den Wurzeln aufnehmen kann oder nicht. Hauptsache Baum lautet die Devise, wenn Stadtplaner für eine grüne Lunge inmitten von Hochhäusern und Straßenkreuzungen sorgen wollen. Und je mehr von ihnen, desto besser. Es gibt keine bestimmte Baumart, die sich durch besonders intensives Luftsäubern von den anderen abhebt. Zwar variieren die aufgenommenen CO2-Mengen durchaus abhängig von der Art, aber andere Faktoren, wie Lichtintensität, Bodenbeschaffenheit, Alter oder Holzdichte, wiegen viel schwerer. Ein und derselbe Baum nimmt in Mitteleuropa zum Beispiel weniger Kohlendioxid auf, als wenn er in den Tropen stünde.
Kurzum: Aktiv sind sie alle. Zwischen 30.000 und 40.000 Kubikmeter Luft verarbeitet ein Baum in unseren Breitengraden täglich. Dabei nimmt er Kohlendioxid auf, gibt Sauerstoff ab, feuchtet die Luft an und filtert sie von Schadstoffen. Möglich wird das durch die innere Struktur der Blätter, die einem Schwammgewebe gleicht und alles aufnimmt – Bakterien, Sporen, Feinstaub. „Sie müssen sich das vorstellen wie die Dunstabzugshaube in Ihrer Küche“, sagt Wagner. „Da strömt die Luft auch durch, und im Filter bleiben die Duftstoffe hängen.“ Ist der Filter voll, wird er ausgetauscht. Laubbäume wechseln ihre Filter im Herbst, die Blätter fallen ab. Nadelbäume haben eine weniger große innere Oberfläche, die Nadeln werden meist bis zu zehn Jahre alt und fallen dann ab, während gleichzeitig neue nachwachsen. Das passiert allerdings ganzjährig und fällt von außen betrachtet nicht auf. Viele Baumarten geben flüchtige Substanzen ab, die zum Beispiel dazu dienen, sich vor Mikroorganismen zu schützen. Wer einmal in einem Fichtenwald tief Luft geholt hat, wird eine sehr charakteristische Duftnote wahrgenommen haben: Das Atmen der Bäume kann man riechen. (Quelle: zeitonline)
Vor sieben Jahren spülte der verheerende Tsunami ein kleines indonesisches Mädchen fort. Ihre Eltern dachten, die Tochter sei tot. Nun ist sie als Teenager in ihr Heimatdorf zurückgekehrt. Das Ehepaar Yusniar und Yusuf Yulanda war mit seinen drei Kindern im Dorf Ujong Baroh unterwegs, als die Wassermassen kamen. Es war der 26. Dezember 2004, das Datum sollte in die Geschichte eingehen als der Tag einer der schlimmsten Naturkatastrophen seit Menschengedenken. Meterhohe Wellen überrollten den Ort im Westen der indonesischen Provinz Aceh. Mutter und Vater versuchten, ihre Kinder zu retten, an einen sicheren Ort zu bringen. Doch das Wasser war zu schnell und zu stark für Meri Yulanda, von allen nur Wati genannt. Das kleine Mädchen verlor den Griff um den Arm seiner Mutter, die Wassermassen rissen sie fort. So berichtet es die indonesische Nachrichtenagentur Antara. Sieben oder acht Jahre war sie alt, die Angaben der Nachrichtenagenturen sind nicht einheitlich. Die Eltern konnten Wati auch in den folgenden Tagen nicht finden. Sie dachten, sie sei tot. Ihre Leiche wurde nie entdeckt, vielen Eltern ging es damals so: Tote wurden von den Wellen kilometerweit davon getragen, oder die Strömung zog sie auf das Meer hinaus. Bei den Körpern, die geborgen werden konnten, war eine Identifizierung oft nicht mehr möglich.
Fast auf den Tag genau sieben Jahre später ist Wati wieder mit ihrer Familie vereint, sieben Jahre, in denen die Familie die Hoffnung verlassen hatte. Am Mittwoch kehrte die Teenager nach Meulaboh zurück, so erzählte es der Großvater laut Antara. Auf der Suche nach ihrer Familie war sie demnach in einem Café gestrandet. Dort saß sie laut Antara zunächst einige Zeit herum, ohne ein Wort zu sagen. Schließlich versuchten Personal und Gäste, mit ihr ins Gespräch zu kommen – und Wati erzählte ihre Geschichte. Sie erinnere sich nur an den Namen des Großvaters: Ibrahim. Ein Bekannter berichtete dem Mann davon, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat. Ibrahim dachte laut eigenen Angaben sofort an seine Enkelin – und informierte die Eltern des Mädchens. Yusniar Yulanda konnte ihre Tochter anhand eines Muttermals am Bauch und einer Narbe im Gesicht identifizieren, die sich das Kind im Alter von sechs Jahren zugezogen hatte. „Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin“, sagte die Mutter. „Ihr Gesicht sieht genauso aus, wie das ihres Vaters“, sagte die Tante des Mädchens, Dede Nurmi, der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Wie Wati den Tsunami überleben konnte und wo genau sie sich in den vergangenen sieben Jahren aufgehalten hat, ist noch unklar. Das Mädchen sei von einer alleinstehenden Frau aufgenommen worden, sagte ihr Großvater Ibrahim am Freitag. Wati habe die Frau, die sich Fatimah nannte, mehrfach darum gebeten, nach Hause zu dürfen, doch ihr seien immer nur falsche Versprechen gemacht worden, so die Tante des Mädchens. Erst kürzlich habe Wati fliehen können oder sei von der Frau freigelassen worden. Anschließend sei sie per Bus von Banda Aceh in Richtung Meulaboh gefahren, berichtete das Mädchen laut Antara. Ein Taxifahrer half ihr schließlich, nachdem sie ihm den Namen ihres Heimatorts genannt hatte. So kam sie zurück nach Meulaboh, erst ins Café, dann zu ihrer Familie. (Quelle: Spiegel online/Foto © by AFP)
Sri Chinmoy hat sich sein ganzes Leben lang für den Frieden eingesetzt und dabei vor allem mit dem Medium Musik sein Licht verbreitet. Das waren nicht nur Dutzende von Konzerten in aller Welt sondern auch Musikdarbietungen für seine Schüler, wie z.B. dieses Sitarstück, das im Jahre 2004 im New Yorker Stadtviertel Queens – seiner Wahlheimat – entstand. Viel Spass beim Zuhören!
Diesen Film habe ich im Sommer 2011 in Island realisiert. Es besteht aus Einzelaufnahmen und Videoclips, mit Musik von Parichayaka Hammerl kombinuiert. Viel Spass!
Im abgelegenen Bündner Safiental kommt es diesen Winter zu einer Premiere: Der erste Solar-Skilift weltweit nimmt seinen Betrieb auf. Er steht oberhalb des kleinen Walser Dorfes Tenna, ist 450 Meter lang und mit 82 «Solarwings» ausgerüstet. Die über 100 Kilogramm schweren «Solarwings» mit je drei Panels sind an Tragseilen einige Meter über dem Skilift montiert. Sie liefern pro Jahr etwa 90’000 Kilowattstunden Strom, wobei für den Skilift-Betrieb rund 25’000 Kilowattstunden benötigt werden. Die überschüssige Energie geht ins öffentliche Netz. Die Solarmodule erzielen einen hohen Wirkungsgrad, weil sie sich automatisch nach der Sonne drehen. Und grosser Schneefall ist kein Problem. Die Module können fast senkrecht gestellt werden, damit der Schnee abfällt. Obschon der Lift nur 450 Meter lang ist, erschliesst er 4,5 Kilometer an präparierten Pisten. 1,35 Millionen Franken investierte die Genossenschaft Skilift Tenna. Finanziert wurde der Solarlift aus eigenen Mitteln, aus Zuwendungen von Gemeinden, Organisationen und von privaten Spendern, wie Genossenschaftspräsident Edi Schaufelberger der Nachrichtenagentur sda sagte. Offiziell eröffnet wird der Solar-Skilift am 17. Dezember mit einem Fest. Zur Feier des Tages kann der Lift gratis benutzt werden. Das Skigebiet des 110-Seelen-Dorfes Tenna gehört auch danach mit 25 Franken für eine Tageskarte zu den sehr günstigen. (Quelle: news.ch)
Sri Chinmoy hat wie kein anderer spiritueller Meister innere und äussere Stärke kombiniert. Diese kraftvolle Orgelimprovisation habe ich während eines Friedenskonzertes in Nürnberg aufgenommen. Viel Spass!
Ich sitze gerade in Rishikesh und schaue auf den Ganges, während ich über den heiligsten Fluss Indiens schreibe. Der Ganges entspringt im westlichen Himalaya, etwa 18 km von Gangotri und da der Gletscher in früheren Zeiten die Form eines Kuhmauls hatte, wird diese Stelle als Gaumukh bezeichnet. Nach 2,5 km mündet der Fluss in den “Bay of Benga”. In Rishikesh ist der Ganges noch sauber und es ist einfach phantastisch einen Sprung ins kalte Nass zu machen und sich gereinigt von den Sünden der Meditation zu widmen. Die indische Mhytologie besagt, dass ein Bad im Ganges von alle Sünden befreit. Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die mein spiritueller Lehrer Sri Chinmoy über die Befreiung von Sünden durch ein Bad im Ganges geschrieben hat:
„Ich möchte jetzt etwas über Glauben sagen. Ich bin sicher, dass ihr alle schon etwas über den Ganges gehört habt, Indiens heiligsten Fluss. Es wird erzählt, dass jeder, der ein Bad im Ganges nimmt, von allen seinen Sünden befreit wird. Das ganze Jahr über kannst du alle möglichen Sünden begehen und wenn du dann nur in den Fluss eintauchst, werden alle diese Sünden verschwinden. Das ist unser indischer Glaube. Wie dumm wir sind, das weiß nur Gott. Parvati, die Gemahlin des Gottes Shiva, fragte einmal Shiva: ‘Ist es wahr, dass wenn ein Mensch nur einmal ein Bad im Ganges nimmt, alle seine Sünden im Handumdrehen weg gewaschen werden? Haben die Leute so einen Glauben?’ Er sagte zu seiner Gattin: ‘Gut, das beste ist es für mich, dir das zu demonstrieren. Schau, wir beide werden eine menschliche Form annehmen und uns ans Ufer des Ganges setzten. Ich werde ein sehr alter Mann sein und du eine alte Frau. Du wirst in deinem Schoß ein Baby halten und ich werde dem Kind das Leben nehmen. Du wirst dann sofort bitterlich zu weinen anfangen und ausrufen, dass wir unser einziges Kind verloren haben. Viele werden kommen, um uns zu trösten, und du wirst ihnen sagen: ‘Wenn mein Sohn von jemanden gesegnet wird, der fühlt, dass er ohne Sünde ist, dann wird er wieder zum Leben erwachen.’
So nahmen sie eine menschliche Form an und setzten sich an das Ufer des Ganges. Hunderte waren gekommen, um im Fluss zu schwimmen und zu baden. Parvati sagte: “Alle von euch hier wissen, dass in dem Moment wo ihr in den Ganges geht, all eure Sünden zu existieren aufhören werden. Geht, nehmt ein Bad und segnet dann mein Kind und es wird wieder zum Leben erweckt.” Hunderte gingen vorbei, aber niemand wollte es tun. Sie waren bereit zu schwimmen, sie waren bereit unterzutauchen und stundenlang im Ganges zu baden, aber sie wussten, das es keine Auswirkung auf das Kind haben würde. Sie würden das Kind berühren, aber es würde nicht wieder zum Leben erweckt. Das ging einige Stunden lang so, bis die Zuschauer schließlich einen Mann mittleren Alters auf die Frau, die ihr Kind verloren hatte, zugehen sahen. Dieser Mann kam gerade aus einer Bar. Er roch sehr unangenehm und nach indischen Beurteilungskriterien, war er das, was ihr als ‘charakterlos’ bezeichnen würdet. Der Mann
kam zu ihr und fragte: “Warum weinst du?” Sie sagte: “Ich weine, weil niemand kommt, um mein Kind zu segnen, obwohl jeder hier weiß, dass in dem Moment, in dem sie im Ganges baden, alle ihre Sünden sie verlassen und sie dann mein Kind wieder zum Leben erwecken können.” “Du weinst wegen deswegen? Ich habe Glauben; lass mich gehen.” So sprang er in den Ganges und in einigen Minuten kam er zurück und berührte das Kind. Sofort erwachte das Kind wieder zum Leben. Lord Shiva sagte daraufhin: “Schau! Von den Tausenden hatte nur eine einzige Person Vertrauen in den Ganges!” Und damit verschwanden Shiva, Parvati und das Kind.“
Die Moral der Geschichte ist, dass sehr viel Ritual und Aberglaube ist und es gibt nur wenige die in den Ganges gehen und wirklich an die dem Ganges zugeschriebene Kraft glauben. Und wenn wir wirklichen Glauben haben, dann kann er viel bewirken.
In Rishikesh findet man viele Ashrams und Sadhus, die sich der Meditation widmen und dementsprechend, ist die Umgebung auch geladen, mit einer heiligen, meditativen Atmosphäre, die zum Meditieren inspiriert. Einige Kilometer südlich den Ganges hinunter befindet sich Haridwar, wo alle 12 Jahre eine große Khumba Mela (Zusammenkunft von Tausenden von Sadhus und Yogis) stattfindet. Und je weiter man dem Fluss in den Süden folgt, umso schmutziger wird er. In Benares heißt er “Kala Ganga” (schwarzer Ganges), da er hier nur mehr eine fließende Flüssigkeit von schwarzer Farbe ist. Der Ganges gehört zu den fünf schmutzigsten Flüssen der Welt, mit einer Kolibakterien-Verschmutzung, die das 100-fache der erlaubten Konzentration – der offiziellen Obergrenze, festgelegt durch die indische Regierung – überschreitet. Leider ist diese Verschmutzung nicht nur eine Gefahr für die Menschen, sondern auch für mehr als 140 verschiedene Fischarten und den höchst gefährdeten Gangesfluss-Delfin. Ein Reisender hat mir erzählt, dass er in Benares einen Priester gesehen hat, der einen Becher Wasser aus dem Fluss geschöpft hat und ihn in völliger Andacht getrunken hat.
Von Rishikesh sind es 270 km bis Gangotri, ein sauberer, kleiner Pilgerort am Ganges (3000 m hoch) und gleichzeitig, das letzte Dorf vor der Gangesquelle. Das Zentrum des Dorfes bildet ein Tempel, der der Göttin Ganga gewidmet ist und im frühen 18. Jahrhundert vom nepalesischen General, Amar Singh Thapa erbaut wurde. Jeweils zu Diwali, einem indischem Festtag, wird der Tempel geschlossen und die Statue aus dem Tempel nahe Harsil gebracht. Es ist eigentlich nicht ganz richtig zu sagen, dass man hier schon vom Ganges spricht. Bhagirathi ist die richtige Bezeichnung, da der Name Ganges erst weiter unten, nach dem Zusammenfluss mit dem Fluss Alakananda in Devprayag, geführt wird. Da Bhagirathi aber größer ist als Alakandana, spricht man vom Gaumukh als der Quelle des Ganges. Die Form des Gletscherendes bei der Quelle hat in früheren Jahren die Form eines Kuhmaules gehabt und aus diesem Grund wird die Gangesquelle bis heute Gaumukh (Kuhmaul in Hindi) genannt. Der Pilgerstätte Gangotri ist nur von Anfang Mai bis Diwali (Lichtfest im Oktober) geöffnet und ist im Winter ganz geschlossen. Nur zehn Leute bleiben völlig abgeschlossen von jeglicher Zivilisation zurück und die Sadhus, die entlang des Ganges leben. Die Anreise von Rishikesh ist eine eigene Geschichte wert. Murenabgänge, vor allem in der Regenzeit und Steinschläge, lassen ganze Hänge und Häuser abstürzen. Die Straßen sehen auch dementsprechend aus und auf unserer Fahrt haben wir einen Lastwagen gesehen, der abgestürzt war und von einem Bus gehört, der hinter uns abgestürzt ist. Auf der Autofahrt macht man am besten die Augen zu und betet.
In Gangotri gibt es sehr viele Sadhus, die in Ashrams, oder in Höhlen und kleinen Hütten, entlang des Ganges leben. Die meisten Sadhus sind sehr gastfreundlich und sie servieren ihren Gästen “Chai”, indischen Schwarztee mit Gewürzen. An beiden Ufern des Flusses befindet sich ein “Promenade”, zum Wandern und Assimilieren der heiligen Atmosphäre. Wir treffen einige Sadhus und tauschen uns aus und wie überall gibt es auch hier Sadhus mit unterschiedlichem Niveau. Einem Sadhu haben wir den Namen “Euro-Sadhu” gegeben, da es in jedem zweiten Satz um Geld, speziell um Euros ging und ganz besonders hat ihn meine coole Sonnenbrille interessiert. Wir haben aber auch Sadhus und Yogis getroffen, die einen bleibenden Eindruck auf uns gemacht haben und uns spirituell bereichert haben. Die Mythologie besagt, dass König Bhagirath in Gangotri Buße getan und gebetet hat, so dass der Fluss, der nur im Himmel floss, nun auf die Erde fließt und seine Ahnen von den Sünden befreit.Da die Gewalt des Flusses zu stark für die Erde gewesen wäre, musste Gott Shiva gewonnen werden, die Gewalt des Flusses zu mildern, um den Ganges zuerst auf seinem Haupt aufzufangen. Noch heute erinnert ein Ganges-Tempel in Gangotri an den Platz, wo König Bhagirath, gesessen hat.
Ausflüge von Gangotri
Kedartal: Von Gangotri kann man auch einen Mehrtagestrip in das Kedartal machen. Ein Wanderweg, der märchenhaft schön ist. Birkenwälder sind hier bis auf eine Höhe von 3800 m zu finden. Bei uns in Europa liegt die Baumgrenze bei um die 2000 m).
Gaumukh und Tapovan: Von Gangotri geht man 18 km bis zur Gangesquelle (Gaumukh). Da Gangotri bereits auf 3000 m liegt, spürt man auf dem Weg nach Gaumukh die dünne Luft. Rund 4000 m hoch liegt die Gangesquelle und man genießt hier die wohlverdiente Pause. Ein herrlicher Anblick auf den Gletscher und den Himalaya entschädigen uns für den harten Anstieg. Ein Schluck aus der eiskalten heiligen Quelle erfrischt die Geister und für die, die nicht genug bekommen können, geht es dann noch weiter nach Tapovan. Auf dem Weg nach Tapovan muss man den Gangotri-Gletscher überqueren und gelangt auf ein Platteau (4230 m) mit einer Wiese und einem wunderschönen Ausblick auf die schneebedeckten Gipfel.
Höhle der Pandavas: In dieser Höhle sollen die Pandavas, die Helden des bekanntesten indischen Epos mit dem Namen „Mahabharata“, eine Zeit verbracht haben. Ungefähr drei Kilometer vom Zentrum von Gangotri enfernt, liegt diese Höhle inmitten eines Waldes und mit einem wunderschönen Ausblick in die Bhagirathi-Schlucht. Mein spiritueller Meister Sri Chinmoy liebte die Mahabharata. Schon in seiner frühen Kindheit las im seine Mutter Yogamaya aus der Mahabharata vor. Er pflegte sie des öfteren in verfilmter Form anzuschauen. Sri Chinmoys Einschätzung zufolge ist die beste Verfilmung, diejenige von B. R. Chopra und Ravi Chopra. Sie produzierten die Mahabharata in der Fassung einer indischen Fernsehserie, die von Indiens nationalem Fernsehsender ‘Doordarshan’ vom 2. Oktober 1988 bis 24. June 1990 in 94 Episoden mit je 45 Minuten Länge erstmals ausgestrahlt wurde. Die Straßen in Indien wurden damals zur Sendezeit leer. Diejenigen indischen Familien, die keinen Fernseher besaßen, wurden meist von ihren Nachbarn, die im Besitz eines Fernsehers waren, dazu eingeladen, die Episoden anzuschauen. Selbst vorbeigehende Passanten fanden zur Sendezeit einer Mahabharata-Episode Platz in den Wohnzimmern mit TV. Die Verfilmung ist heute als 16-teiliges DVD-Set mit englischen Untertiteln erhältlich und gibt uns einen spannenden, tiefen Einblick in den Hinduismus.
- Smarana
Die Schweizerin Joy Maurer (19), die einen Grossteil ihrer Jugend- und Schulzeit in Thailand verbracht hat, konnte nicht tatenlos zusehen, wie schlimm die Situation in Bangkok und Thailand ist. Sie setzte sich ins nächste Flugzeug und kam gestern in Bangkok an. Sie wird in den nächsten 19 Tagen selbst Hand anlegen, helfen und dazu noch in einem täglichen Blog ihre Erlebnisse schildern; hier ist der Link zum Blog, der in Englisch verfasst ist: http://floodrelief19thailand.tumblr.com/ Wenn Du auch spenden möchtest, dann ist hier eine besonders effiziente Möglichkeit: Im Gegensatz zu den meisten Hilfsorganisationen, die bei weitem nicht alle Spendengelder den Notdürftigen zukommen lassen, ist Joy’s Mutter besorgt, dass jeder Franken innert 24 Stunden an Ort und Stelle zum Einsatz kommt. Dies läuft über die buddhistische Hilfsorganisation von Dhammalkaya, die seit Tagen selbstlos im Einsatz ist. Hier ist das Spendenkonto für Schweizer: Postscheckkonto PC 85-93016-7 Dhammayaka Support Schweiz, c/0 Elsbeth Maurer, Zürich.