8.8.08

Was hat es mt der 8 auf sich. Der lateinische Ausdruck octo mit der Ordnungszahl oktavus (der achte) findet sich in Fremdwörtern wie Oktett (Ensemble), Oktober (ursp. der 8. Monat), OktaveOktant. Der deutsche Ausdruck Heute in acht Tagen, mit dem ein Zeitraum von einer Woche gemeint ist, stammt von der römischenen quinze jours” = in zwei Wochen, quinze = fünfzehn). Zählweise, bei welcher erster und letzter Tag mitgezählt werden (vgl. frz. ” (Intervall),

In der chinesischen Kultur gilt Acht (chin. 八, bā) als Glückszahl wegen des Gleichklangs mit „voran“ (chin. 發 / 发, fā).

Alle Spinnentiere (Arachnida) haben acht Laufbeine. Die Gattung Octopus gehört wie alle Kraken zur Unterordnung der Achtarmigen Tintenfische. Die Alcyonaria, die früher 8-strahlige Blumentiere (Octocorallae) genannt wurden, haben acht meist gefiederte Tentakeln und auch innerlich einen achtstrahligen Aufbau.

Hier noch ein paar weitere Verbindungen zur Zahl 8:

  • Es gibt acht Hauptrichtungen der Windrose.
  • Das Sonnensystem hat in der astronomischen Auffassung seit 2006 acht Planeten.
  • Fast alle Elemente streben nach der so genannten Oktettregel eine Valenzelektronenzahl von acht an, was das Element stabil macht.
  • Das Oktogon (griechisch für Achteck) ist eine wichtige Bauform der christlichen sakralen Architektur. Es folgt der christlichen Bedeutung der Acht als heiliger Zahl (s. u.). Nach dem Vorbild von San Vitale in Ravenna und des (islamischen) Felsendoms wurden viele wichtige Kirchen, z. B. die Pfalzkapelle des Aachener Doms um ein zentrales Oktogon entworfen. Auch Baptisterien finden sich häufig in achteckiger Form. Ein besonderer Fall ist das Castel del Monte in Apulien, das in der Zeit Kaiser Friedrichs II. errichtet wurde und bei dem die Acht als Symbol für den Kaiser gedeutet wird.
  • Der Morgenstern, Symbol für die antike Göttin Ischtar oder Venus wurde achtstrahlig dargestellt.
  • Nach der Achtheit von Hermopolis, der Götterlehre des ägyptischen Hermopolis herrschten vor der Entstehung der Welt acht Gottheiten als personifizierte Urkräfte.
  • Die Etrusker sprachen von 8 Weltzeitaltern, christliche Gnostiker von 8 Himmelssphären.
  • Der hinduistische Gott Vishnu hat 8 (weltumspannende) Arme.
  • Auch in Mythos, Sage und Märchen spielt die Acht eine Rolle (z. B. Sleipnir, das 8-füßige Pferd Odins).
  • Acht Menschen werden in Noahs Arche gerettet (1 Mos 6,18).
  • In der christlichen Zahlensymbolik des Mittelalters ist die Acht die Zahl des glücklichen Anfangs, des Neubeginns, der geistigen Wiedergeburt oder der Taufe und der Auferstehung, Symbol des Neuen Bundes und Symbol des Glücks.
  • Mit dem 8. Tage beginnt eine neue Woche, eine neue Zeit – bei den Kirchenvätern Symbol für den Tag der Auferstehung des Herrn (resurrectio Domini) und der Neuschöpfung in der Taufe; die oktogonale Form altchristlicher Baptisterien greift bewusst diese Sinngebung auf.
  • Im Buddhismus führt der achtfache Pfad aus Samsara heraus zur Befreiung – aus ihm besteht die vierte der vier edlen Wahrheiten. Sein Symbol ist das Dharmachakra, ein achtspeichiges Rad.
  • Die Acht Unsterblichen sind Heilige der chinesischen Mythologie und des Daoismus.
  • Die daoistische Göttin Doumu wird meist mit acht Armen dargestellt.
  • Das altchinesische Buch der Wandlungen (Yijing) kennt Acht Trigramme (sie Abb. oben).
  • Durch Unterteilung des Achsenkreuzes entsteht das Achtspeichenrad: achtspeiches Rad antiker Kampfwagen, zumeist von vier Pferden gezogen
  • Quadriga – Jahresrad germanischer Völker, Glücksrad der Fortuna im Mittelalter.
  • Acht ist als verdoppelte Vier Zahl des Kosmos.
  • In Terry Pratchetts Scheibenwelt stellt die Acht die Zahl der Magie dar. Sie darf nie von einem Zauberer laut ausgesprochen werden.

Eine Antwort zu “8.8.08”

  1. 08.08.08 « Feng Shui und Astrologie Sagt:

    [...] August 8, 2008 von Maria Ruhl Einen schönen Artikel zur 8 hat Kedar’s geschrieben. [...]


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