Sonnenkollektoren in der Schweiz weiterhin im Trend

Die Verkäufe von Sonnenkollektoren für Warmwasser und Heizung lagen im ersten Halbjahr 2008 bei rund 65% des Vorjahres. Wenn sich der Trend fortsetzt, erwartet Swissolar im 2008 ein Marktwachstum von rund 30 Prozent – deutlich mehr als im Vorjahr (25%). An der vom Solarenergie-Fachverband Swissolar initiierten Markterhebung beteiligten sich 15 Hersteller und Importeure, womit der schweizerische Solarwärmemarkt praktisch vollständig abgedeckt ist. Vor allem die grösseren Firmen verzeichnen ein starkes Wachstum. Sonnenkollektoren für Warmwasser und Heizung sind schon bald eine Selbstverständlichkeit, vor allem bei Einfamilienhäusern, immer öfter aber auch auf Mehrfamilienhäusern. Auf etwa jedem fünften neu erstellten Einfamilienhaus wird heute eine Sonnenkollektoranlage installiert.. Geschäftsleiter David Stickelberger freut sich über das Marktwachstum im fünften Jahr in der Folge: „Immer mehr Hausbesitzer sehen die eigene Solaranlage als eine Unabhängigkeitserklärung, denn die Sonne scheint gratis, auch wenn der Öl- und Gaspreis weiter ansteigt.“

Sonnenkollektoren für Warmwasser und Heizung lassen sich mit allen anderen Energiequellen kombinieren. Eine Kompaktanlage liefert mindestens 60% des Warmwassers, grössere Anlagen liefern mindestens 25% des gesamten Wärmebedarfs, und dies während einer Lebensdauer von mindestens 20 Jahren. Der nachträgliche Einbau kann von der Steuer abgezogen werden, und Beiträge von Kanton oder Gemeinde senken vielerorts die Investitionskosten markant. Der von Swissolar in Zusammenarbeit mit dem WWF Schweiz neu erstellte Solardach-Rechner auf http://www.swissolar.ch liefert interessierten Bauherren alle nötigen Informationen zur Planung einer Solaranlage auf dem eigenen Dach.

Solarzellen für LCD-Fernseher

Wie vor kurzem auf der Gadget-Seite von news.ch zu lesen war, hat der Elektronikhersteller Sharp einen 26-Zoll-LCD-Fernseher vorgestellt, der nur ein Viertel jener Leistung aufnimmt, die ein klassischer Kathodenstrahlbildschirm mit 28-Zoll-Diagonale und vergleichbarer Bildfläche benötigt. Dank dieses geringen Energiebedarfs könne das LCD-Gerät ohne Anschluss ans Stromnetz mit einem Solarmodul betrieben werden, das etwa so gross ist wie die Bildschirmfläche. Der Prototyp des Geräts wurde anlässlich des G-8-Gipfels auf der japanischen Insel Hokkaido vorgestellt. Das TV-Gerät ist Teil einer Reihe von umweltfreundlichen Produkten und Technologien. Der LCD-Fernseher ist, so das Unternehmen, nicht nur deutlich energieeffizienter als Kathodenstrahlbildschirme, auch im Vergleich zu existierenden LCD-Geräten betrage die Leistungsaufnahme nur rund ein Drittel. Die daraus resultierende Möglichkeit, den Fernseher mittels eines dem Bildschirm annähernd flächengleichen Solarmoduls zu betreiben, verspricht Sharp zufolge nicht nur ökologische Vorteile. Geschätzte 1,6 Mrd. Menschen weltweit, die keinen Anschluss an ein Stromnetz haben, könnten mithilfe des Geräts Zugang zu Fernsehangeboten bekommen. Im «Zero Emission House» präsentierte Sharp einen weiteren LCD-Fernseher. Der 65-Zoll-Prototyp verspricht höchste Bildqualität dank eines Kontrastverhältnisses von 100’000:1. Der jährliche Energieverbrauch wird mit 200 Kilowattstunden als halb so hoch wie bei konventionellen LCD-Fernsehern ausgewiesen.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 97 Followern an