Schweizer sind gegen Atomenergie

Die Atomenergie wird derzeit von der Schweizer Bevölkerung klar abgelehnt. In einer Isopublic-Umfrage stellen sich 73,9 Prozent gegen den Bau neuer AKW. 77 Prozent wollen mittelfristig aus der Atomenergie aussteigen. Dies geht aus der Umfrage hervor, die von der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» in Auftrag gegeben wurde. Befragt wurden zwischen letztem Donnerstag und Samstag 506 Wahlberechtigte in der Deutsch und Westschweiz. Die Fehlermarge liegt bei 4,5 Prozent. Auch die Führungsleute der Schweizer Stromkonzerne machen sich Gedanken über einen Strategiewechsel in der Kernkraftnutzung. Für den Chef des Stromkonzerns Axpo, Heinz Karrer, sind neue AKW zurzeit undenkbar. Dafür fehlt aus seiner Sicht die Mehrheit im Volk. «Ich glaube, dass der Schock so gross ist, dass niemand in nächster Zeit daran denkt, die Planung für Ersatzkernkraftwerke wieder aufzunehmen», sagte Karrer in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Zuerst müssten die Lehren aus der Katastrophe in Japan gezogen werden. Die für 2013 vorgesehene Abstimmung über AKW werde es «garantiert» nicht geben. «Das ist vom Tisch.» Zumindest diskutieren über einen Strategiewechsel im Umgang mit der Atomkraft will der Präsident der BKW, Urs Gasche. Da die Akzeptanz in der Gesellschaft gelitten habe, «müssen wir den Ausstieg aus der Atomenergie planen und vollziehen, sobald dieser möglich ist», sagte er der «SonntagsZeitung». Bei einem Ausstieg brauche es Alternativen, fügte der frühere Berner BDP-Regierungsrat an. Wasserkraft könnte eine Möglichkeit sein – doch müsse dort die Linke und die Grünen den Widerstand wegen des Umweltschutzes aufgeben.

Eine weitere Partei wendet sich nach der Katastrophe in Japan von der Atomkraft ab: Für BDP-Präsident Hans Grunder ist «der Zeitpunkt gekommen, das Projekt Ausstieg anzugehen – ohne Wenn und Aber». Er fordert aber Konzessionen, etwa beim Landschaftsschutz. Damit der Umbau zu einer Energieversorgung ohne Atomstrom schneller realisiert wird, muss aus Grunders Sicht vor allem die Wasserkraft gefördert werden. Die Schweiz sei dazu prädestiniert. (Quelle: news.ch)

Kritisches Schweizer Privatfernsehen macht von sich reden

Der Schweizer Privat-Fernsehsender schweiz5 (vorher U1) ist seit einem halben Jahr auf Sendung. Neben einer Vielzahl von esoterischen Schaltungen mit Kartenlesern, Beiträgen zu den Geschäften im Bundeshaus sowie sportlichen und religiösen Themen  ist vor allem das tägliche Abenprogramm “Time to do” mit Moderator Norbert Brakenhagen zu erwähnen, das jeweils um 20 Uhr während einer Stunde ausgestrahlt wird – am Montag, Dienstag und Donnerstag sogar live. Norbert macht zeitkritisches Fernsehen, lädt dazu auch Gäste ins Studio ein und schafft damit eine echte Alternative zu den Main-Stream-Medien. Am Montag steht die Sendung unter dem Motto “Seele, Geist und Körper”, am Dienstag geht es um Alternativen in der Wirtschaft und am Donnerstag  kommen Studiogäste aus allen Richtungen zu Woert. An den übrigen Tagen sind Wiederholungen und Übernahmen von Jo Conrads Interviews auf bewusst.tv zu sehen. Es ist erfreulich, dass endlich eine Fernsehstation die brennend wichtige Aufklärung über Themen der Zeit, gesunde Ernährung, bewusstes Leben, zeitgemässe Erziehung und alternative Formen des Geldverkehrs übernimmt. Finanziert wird die Sendung mit Werbung und Spenden. Wer sich angesprochen fühlt, sollte unbedingt mal reinschauen: jeden Abend um 8 Uhr auf schweiz5, das digital über satellit oder als Webstream angesehen werden kann.

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