Gestern war Vollmond und ich war inspiriert die Stimmung in der Nähe meines Wohnortes in der Schweiz zu verewigen… Weitere Videos 24 h am Tag auf meinem Internet-Livestream-Kanal „Moments of Silence“.
Gestern war Vollmond und ich war inspiriert die Stimmung in der Nähe meines Wohnortes in der Schweiz zu verewigen… Weitere Videos 24 h am Tag auf meinem Internet-Livestream-Kanal „Moments of Silence“.
Ende Juli fand auf dem Zürichsee das 22. Internationale Self-Transendence Marathon-Schwimmen statt, organisiert vom Sri Chinmoy Marathon Team. Solo-Schwimmer und Stafetten versuchten die 26.4 km lange Strecke in bestmöglicher Zeit zu bewältigen. Das Wetter war herrlich, die Stimmung der Teilnehmer aus aller Welt ebenso. Ich hatte die Gelegenheit, den ganzen Tag dabei zu sein und habe die Stimmung in diesem Video eingefangen. Viel Spass!
Die zwei kunstvoll verflochtenen Spiralen, die am Wochenende in Schweizer Dörfchen Hörhausen entdeckt wurden, haben einen Durchmesser von 120 Metern, das Korn ist auf einer Länge von über 900 Metern gleichmässig umgeknickt. «Es ist der schönste Kornkreis, den ich je in der Schweiz gesehen habe», sagt Kornkreisforscher Beni Sidler, der die mysteriösen Zeichen vor Ort ausgemessen hat. Der schlaue Bauer hat das Feld abgesperrt und ein Kässeli aufgestellt. (Quelle: 20minuten)
Photo: Beni Sidler
Auf Quevita finden Benutzer erfahrene Gleichgesinnte, so genannte Mentoren, welche bei der Suche und Umsetzung des gewünschten neuen Lebensstils Unterstützung anbieten. Doch auch Profis aus Bereichen wie Ernährungsberatung, Lebensmittel, Wellness, Massage, Yoga oder Fitness Coaching sind bei Quevita auf dem Marktplatz präsent. «Erste Unternehmen haben schon via Quevita die Fitness ihrer Mitarbeiter positiv beeinflusst», berichtet Ettore Weilenmann. Firmen fördern die Gesundheit ihrer Belegschaft aktiv über firmenweite Aktivitäten und gesponserte Quevitaler (ähnlich wie Reka-Checks), die jeder Besitzer dann nach eigenem Gusto ausschliesslich für gesunde Produkte und Dienstleistungen ausgeben kann. Quevita hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von drei Jahren mindestens eine Million Menschen zu gewinnen, die dem Trend zu immer weniger Bewegung, mehr Negativstress oder ständig mehr Fast- und Fertig-Food etwas entgegen halten wollen. Hinter Quevita stehen Investoren wie der Venturefonds Redalpine, dessen Partner bereits bei Erfolgsgeschichten wie XING oder StudiVZ mit von der Partie waren. Ebenfalls als Aktionäre dabei sind die Zürcher Kantonalbank, der Gründer Christian Jost, die Unternehmer Ettore Weilenmann, Peter Schüpbach und Giacomo Rusconi sowie weitere Privatinvestoren.
Quevita lanciert auch ein Web-Phone in Zusammenarbeit mit der Zürcher Firma e-fon. Es ist nach Aussagen der beiden Unternehmen die erste Webtelefon-Anwendung, auf der sich ohne vorherige Installation einer Software sofort mit jedem gängigen Browser wie Internet Explorer oder Firefox per Mausklick telefonieren lässt. Das Angebot ist bis auf weiteres gratis für Anrufe ins Schweizer Festnetz von bis zu 20 Minuten. Das Quevita Web-Phone funktioniert auf allen gängigen Windows-, Linux- und Mac-Computern, auf denen Java nicht deaktiviert ist.
Vor kurzem habe ich an der „Art of Life“ Messe in der Schweizer Hauptstadt Bern den Therapeuten Peter Neubauer getroffen, der seit einem Jahr mit seiner Frau Anna in Lanzarote lebt und dort Seminare zum Erleben der 4 Grundelemente Wasser, Erde, Feuer und Luft leitet. Diese 20. Ausgabe meiner monatlichen Interview-Serie „LIVE Voices“ stellt ihn und seine inspirierenden Landschaftsaufnahmen aus Lanzarote vor. Es lohnt sich, für fünf Minuten auszuspannen und das Video anzuschauen – hier auf dem Blog, auf vimeo oder in 3 Grössen auf srichinmoy.tv.
Am Samstag war es endlich soweit. Insgesamt 15 Teams aus neun Nationen (Schweiz, Deutschland, Belgien, Großbritannien, Mazedonien, Neuseeland, Japan und Island) traten zum 8. Clau Wau – der Weltmeisterschaft der Nikoläuse an. Und Samnaun war an diesem Wochenende wie für die Nikoläuse geschaffen. Ein weisses Winterwunderland präsentierte sich den Nikoläusen. Von Freitag bis Sonntag wurde erstmals ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie geboten. Das „ClauWau Dorf“, der Samnauner Weihnachtsmarkt lud mit zahlreichen Buden ebenso zum Entdecken ein. Am Freitag wurde der Clau Wau mit einem Ball eröffnet bei dem das Tschirgant Duo für Stimmung sorgte. Das ganze Wochenende stand zudem im Zeichen der roten Nase. Gesammelt wurde für die Theodora Stiftung. Bei der Tombola am Freitag und der Versteigerung der selbstgestalteten Lebkuchenherzen der Teams am Samstag kamen insgesamt CHF 2515 zusammen. Am Samstag ging es dann um den Weltmeistertitel: Zu den Disziplinen in der Vorrunde zählten die Santa Parade, das Santa Travel, das Lebkuchen verzieren, das Esel-Trekking mit Kaminklettern und die Gestaltung eines Schneebildes. Den in 4er-Teams angetretenen Mannschaften wurde denn auch alles abverlangt. Angespornt von den zahlreichen Zuschauern und den immer wieder treffenden und süffisanten Kommentaren von Moderator „Lupo“ aus St. Moritz, mussten die Teams durch die harte Schule der Qualifikation, die ab 13.00 Uhr auf dem neuen Wettkampfgelände „Pragrond“ in Samnaun Dorf abgehalten wurde.
Im Finale ab 19:30 ging es dann richtig los. 12 Teams konnten sich für das Finale qualifizieren. Beim „Santa Biathlon“ war neben Schnelligkeit auch Zielgenauigkeit verlangt. Nicht jeder Nikolaus hatte sein Gleichgewicht beim „Flying Santa“ im Griff, wobei er hüpfend versuchen musste, möglichst viele Geschenke in seinen Sack zu packen. Beim „Santa Biathlon“ war neben Schnelligkeit auch Zielgenauigkeit verlangt. Neu präsentierte sich auch die Santa Show. Die Teams hatten die Möglichkeit sich einen deutschen, englischen oder flämischen Song auszusuchen, den sie mittels Karaoke und Choreographie dem Publikum darbieten durften. Jury und Zuschauer bewerteten die Darbietungen mit Applaus und Punkten. So ging der Nikolaus-Weltmeister-Titel an das Team der „Balsthaler Turnerkläuse“ aus der Schweiz. Den Rang 2 erkämpfte sich der „TV Bassersdorf“, auch aus der Schweiz. Platz 3 teilten sich „Uh la la“ (Schweiz) und die Chlausisten des Vatikan.

Wer heute Geothermie studieren will, kann dies nur in der isländischen Hauptstadt Reykjavik tun. «Island liegt aber geologisch gesehen auf der Grenze zwischen Amerika und Europa», sagt François-David Vuataz, der Direktor des Forschungszentrums für Geothermie (CREGE) in Neuenburg. Deshalb gebe es eigentlich keinen einzigen kompletten Lehrgang für Geothermie in Europa. In Neuenburg etwa stehen für die Studierenden der Hydrogeologie ein paar Kurstage Erdwärmeforschung auf dem Programm. Das sei viel zu wenig, wenn die Erdwärme im Jahr 2020 Teil des Strommixes sein solle, sagt Vuataz.
Das CREGE, eine nicht gewinnorientierte Organisation, hat nun die Universität Neuenburg davon überzeugen können, einen separaten Studiengang für Geothermie aufzubauen. Anfang nächsten Jahres wird die 38-jährige Deutsche Eva Schell die neu geschaffene Professur antreten. 2010 soll der neue Lehrgang erstmals angeboten werden. Die erste Geothermie-Professorin der Schweiz soll aber nicht nur lehren sondern auch forschen: Vor allem die tiefen Schichten des Mittellands müssen besser ergründet werden. Wegen der dichten Bevölkerung ist hier die Nutzung der Erdwärme am effizientesten. Bis zu einer Tiefe von etwa 200 Metern wird die Geothermie bereits heute breit eingesetzt: Erdwärmesonden für Privathaushalte gibt es in der Schweiz rund 50′000 Stück, es ist das weltweit dichteste Netz überhaupt. Mit dieser Art der Wärmegewinnung kann zwar geheizt werden, für die Stromproduktion aber ist die tiefe Geothermie notwendig. Bei dieser Tiefengeothermie wird eine Bohrung von drei bis fünf Kilometern gemacht, meist in eine wasserführende Schicht oder in heisses Gestein. Die Flüssigkeit, die in der Bohrleitung zirkuliert, kann sich in solchen Tiefen auf über 100 Grad Celsius erhitzen. (Quelle: news.ch)
Ein Programm für Gebäudesanierungen, eine CO2-Reduktion im Inland und eine stärkere Förderung der Solarenergie: Dies fordert der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse. Damit könnten auch Zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden, hält er fest. Mit Gebäudesanierungen könnten der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoss rasch und wirksam gesenkt werden, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern. Bereits aus der laufenden CO2-Abgabe stünden rund 200 Mio. Franken zur Verfügung, die sofort dafür eingesetzt werden könnten. Mit einem Gebäudesanierungsprogramm im Sinne des bundesrätlichen Aktionsprogramms zur Energieeffizienz könne der Wirtschaft bereits im Verlauf des nächsten Jahres ein Impuls gegeben werden. Das sei angesichts der drohenden Rezession dringend notwendig.
In der anstehenden Revision des CO2-Gesetzes sei eine Reduktion des CO2-Ausstosses in der Schweiz vorzusehen. Auch sei die «Förderblockade» bei der Solarenergie aufzuheben, lautet eine weitere Forderung von Travail.Suisse. Im Moment seien wegen einer mangelhaften Umsetzung der kostendeckenden Einspeisevergütung für erneuerbare Energien 500 Mio. Franken an Investitionen in Fotovoltaikanlagen blockiert. Travail.Suisse-Präsident Martin Flügel ist überzeugt, dass sowohl das Gebäudesanierungsprogramm als auch die Förderung der Solarenergie positive Auswirkungen auf den Werkplatz Schweiz hätten: Schaffung von Arbeitsplätzen in Entwicklung, Herstellung und Montage von technischen und baulichen Installationen. Dazu käme als weitere indirekte Wirkung die Einsparung von mehreren Milliarden Franken für Erdölimporte. (Quelle: sda/news.ch)
Im August hatte ich die Gelegenheit, den Schweizer Solar-Pionier Martin Vosseler zu interviewen, nachdem er während 7 1/2 Monaten den amerikanischen Kontinent zu Fuss bezwungen hat. Sein ehrgeiziges Projekt hiess „Sunwalk 2008″ und brachte ihn von Los Angeles bis Boston. Schon ein Jahr zuvor überquerte der
ehemalige Arzt mit seinem Solarboot „sun21″ zusammen mit vier weiteren Abenteuern und Wissenschaftlern den Atlantik und dies einzig mit elektrischer Kraft aus Solarzellen. Im Interview spricht Martin Vosseler auch über seine meditativen Momente auf seinen Expeditionen und seine Ansichten zu den dringend benötigten Alternativen in der Energiebeschaffung. Hier im Blog das Video in der englischen Originalfassung.
Guido Hufschmid aus Nesselnbach (Schweiz) hat den grössten Kürbis: Mit seinem 365,5 Kilogramm schweren Prachtsexemplar ging er an der Schweizer Meisterschaft im Kürbiswiegen in Seegräben ZH als Sieger hervor. Elf Riesenkürbisse aus diversen Schweizer Gärten standen im Wettstreit, wie es in einer Mitteilung der Veranstalter heisst. Es gab keinen neuen Schweizer Rekord. Diesen hält immer noch der Aargauer Urs Schwegler, der 2006 einen 468,2 kg schweren Riesenkürbis auf die Waage brachte. Guido Hufschmid hat sich mit seinem Kürbis für die Teilnahme an der Europameisterschaft im Kürbiswiegen in Ludwigsburg in Deutschland qualifiziert. Dort werden Züchter von Riesenkürbissen aus ganz Europa am 12. Oktober gegeneinander antreten. Den zweiten Platz holte sich Roger Rüegger aus Brittnau AG mit seinem orangen Giganten, der ein Gewicht von 353,5 Kilogramm bot, also nur wenige Kilos weniger als der Siegerkürbis. Den dritten Platz ergatterte sich Beni Meier aus Pfungen ZH. Sein „Baby“ brachte es auf 308 Kilogramm. (Quelle: sda/Photo: Keystone)

Vom 11.-17. Oktober findet in Wildhaus (Schweiz) ein buddhistisches Meditationsretreat statt. Es wird geleitet von Jigme Rinpoche, zusammen mit den beiden westlichen Lamas Drime und Irene. Jigme Rinpoche wurde 1949 in Kham, Osttibet geboren. Mit 6 Jahren kam er nach Tsurphu, dem Hauptsitz der Karmapas in Tibet. Nachdem er 1959 zusammen mit dem 16. Gyalwa Karmapa Rangjung Rigpe Dorje Tibet verliess, lebte er in Rumtek, Sikkim, und erhielt dort seine Ausbildung vom 16. Karmapa. Seit 1974 lebt er in Frankreich und ist der Vertreter Gyalwa Karmapas in Europa. Er zählt zu den grossen buddhistischen Lehrern unserer Zeit und versteht es, Meditation zu leben und dies anderen zu vermitteln. Die Lamas werden jeden Morgen um 10 Uhr gemeinsam zum Thema unterrichten und mit den Teilnehmern meditieren. Am Nachmittag trifft man sich in Kleingruppen, um das Thema und die Praxis weiter zu vertiefen. Während der ganzen Woche wid mehrmals täglich die Praxis der Weissen Tara geübt, die eine Manifestation der Weisheit aller Buddhas ist. Sie hat die Kraft, uns ein langes Leben, Glück und Weisheit zu schenken. Wenn wir uns mit aufrichtigem Vertrauen auf sie verlassen, kann sie uns auch vor Krankheiten und anderen Gefahren beschützen. Die Praxis der Weissen Tara dient insbesondere dem Erlangen eines langen Lebens, dem Heilen von Krankheiten und der Beseitigung von Hindernissen. Interessenten können sich an diese Webseite wenden.
Beim Bundesamt für Energie hat Swisswinds eine Eingabe für insgesamt 166 Windturbinen gemacht. Das Ziel der Firma sei, bereits nächstes Jahr erste Anlagen aufzustellen. Das zweite Ziel sei, bis in vier Jahren rund 100 Windturbinen im Oberwallis zu erstellen. Swisswinds konnte gestern mit Coop bereits den ersten grossen Partner präsentieren: In einem ersten Schritt unterstützt Coop Windmessungen der Firma Swisswinds mit zwei Millionen Franken. Swisswinds prüft insgesamt sechs Standorte für Windparks: Am weitesten fortgeschritten sind die Abklärungen auf dem Grimselpass. Dort führt die Firma seit knapp einem Jahr Messungen durch, die zeigen sollen, inwiefern der Grimselpass geeignet ist als Standort für Windturbinen. Schon in den nächsten Wochen will Swisswinds an vier weiteren Standorten Messungen durchführen: Auf dem Nufenen-, Furka- und dem Griespass sowie auf einem Gebiet bei Bourge St.Pierre. Ebenfalls in Abklärung sei ein Standort in Freiburg. Die 100 bis 2013 vorgesehenen Windturbinen könnten die Haushalte im ganzen Oberwallis mit Strom versorgen. Im Gegensatz zu Deutschland wird die Windenergie in der Schweiz bis jetzt so gut wie nicht genutzt; in Deutschland stehen bereits 19′000 Windturbinen. (Quelle: Berner Zeitung)
Heute Mittag wurde im kleinen Schweizer Dörfchen Geroldswil ein neuer Weltrekord aufgestellt. Die Feuerwehren von Geroldswil und Oetwil a.d.L. haben eine 22.9 m hohe Finnenkerze zum Brennen gebracht und sich damit einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde gesichert. Wie der Versuch aufgebaut wurde, kannst Du auf ihrer Webseite lesen.
Der neue Bericht des OcCC präsentiert die wichtigsten Ergebnisse des 4. Wissensstandsberichtes des IPCC, mit ihrem Bezug zur Schweiz. Welche Veränderungen sind gegen Ende des Jahrhunderts zu erwarten? Welche Auswirkungen ergeben sich für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft? Aufgezeigt wird aber auch wie sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den Herausforderungen stellen können und welche Optionen heute bestehen und ergriffen werden sollten, um den negativen Folgen des Klimawandels zu begegnen. Je nach Szenario muss bis Ende des 21. Jahrhunderts global mit einer Zunahme zwischen 1,1 und 6,4 °C gerechnet werden (bezogen auf 1990). Auf regionaler Ebene zeigt sich die Klimaerwärmung im Alpenraum besonders deutlich. Der Anstieg ist im Vergleich zum globalen Trend rund doppelt so stark. In der Schweiz sind die mittleren Temperaturen seit 1970 um rund 1,5 °C angestiegen. Bis 2100 muss mit einer Zunahme der Sommertemperaturen von 3,5 bis 7 °C gerechnet werden. Ein Durchschnittssommer wird dann in etwa dem Hitzesommer 2003 entsprechen. Dazu wird es im Sommer deutlich trockener, im Winter hingegen feuchter werden.
In der Schweiz werden diese Veränderungen massive Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Wirtschaft haben. Mehr als die Hälfte des heute noch vorhandenen Gletschervolumens in den Alpen wird wahrscheinlich bereits um die Jahrhundertmitte geschmolzen sein. Die Wasserverfügbarkeit in den trockenen Sommermonaten wird damit reduziert. Dies hat Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Schifffahrt und die Energieproduktion. Im Winter dürften, ohne geeignete Schutzmassnahmen, im Mittelland und Jura Hochwasser vermehrt Schäden an Infrastrukturen und Gebäuden anrichten. Dies hat Konsequenzen für die Versicherungsbranche. Der Tourismussektor muss sich ebenfalls mit veränderten Bedingungen auseinandersetzen. So wird der klassische Wintersport in Höhen unter 1500 Meter wegen der fehlenden Schneebedeckung nicht mehr rentabel sein. Um die globale Erwärmung auf 2,0 bis 2,5 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen (dies bedeutet in der Schweiz rund 4 bis 5 °C), müssen die globalen CO2-Emissionen bis 2050 um 50 bis 85 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 reduziert werden. Langfristig ist eine Reduktion auf 1 Tonne CO2 pro Kopf gefordert. Dies bedingt einen langfristigen Totalumbau der globalen Volkswirtschaft und eine Abkehr von der Nutzung fossiler Energieträger. Für die Schweiz empfiehlt das OcCC daher eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 20 Prozent bis 2020 und um mindestens 60 Prozent bis 2050.
Das OcCC empfiehlt den Entscheidungsträgern dringend, alles daran zu setzten, dass die Schweiz rasch den Weg zu einem nachhaltigen Umgang mit Umwelt, Klima und Ressourcen einschlägt. Dazu gibt es letztlich keine Alternative. Weitere Informationen hier.
Thomas Stocker, Klimaforscher und Professor an der Universität Bern, wird künftig als Ko-Vorsitzender die Arbeitsgruppe des IPCC leiten, welche sich mit den wissenschaftlichen und technischen Aspekten der Klimaerwärmung befasst. Die 29. Vollversammlung des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC), die vom 31. August bis zum 4. September 2008 in Genf tagte, hat Stocker zusammen mit dem chinesischen Professor Qin dahe in dieses Amt gewählt. Es sei für die Schweiz eine Ehre, einen ihrer Bürger in dieser verantwortungsvollen Position zu wissen, kommentierte Bundesrat Moritz Leuenberger die Wahl. Der Weltklimarat (IPCC) ist das wichtigste wissenschaftlich-technische Organ zur Beurteilung der weltweiten Klimaänderungen. Alle fünf bis sechs Jahre veröffentlicht das IPCC einen Evaluationsbericht, in dem sämtliche Aspekte des Klimawandels (Wissenschaft, Auswirkungen auf die Ökosysteme, Emissionsminderungsmassnahmen und -techniken) erörtert werden. Die Arbeiten des IPCC haben massgeblich zur Entstehung der UNO-Klimakonvention und des Kyoto-Protokolls beigetragen.
Der 2007 erschienene 4. Bericht des IPCC hat wichtige Impulse für die Tätigkeiten des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen und insbesondere der Vertragsparteienkonferenz vom Dezember 2007 auf Bali gesetzt. An dieser Konferenz hatten sich die Regierungen auf die sogenannte Bali-Roadmap geeinigt, welche einen Fahrplan für die Verhandlungen über das internationale Klimaregime ab 2012 vorgibt. Im Dezember 2007 wurde dem IPCC zusammen mit dem früheren US-amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore der Friedensnobelpreis verliehen. Am vergangenen Sonntag fand in Genf die offizielle Feier zum 20-jährigen Bestehen des IPCC statt, an der neben dem UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon und dem IPCC-Vorsitzenden Rajendra K. Pachauri auch Bundesrat Moritz Leuenberger teilnahm. Thomas Stocker wird zusammen mit dem chinesischen Professor Qin dahe den Vorsitz der Arbeiten der IPCC-Arbeitsgruppe I im Hinblick auf den für 2013 erwarteten 5. Evaluationsbericht führen. Wie bei den früheren Berichten wird je eine weitere Arbeitsgruppe die Auswirkungen der Klimaänderung beziehungsweise die sozioökonomischen Dimensionen des Klimawandels beleuchten. Jede Arbeitsgruppe wird von zwei Persönlichkeiten – je eine aus einem Industriestaat und einem Entwicklungsland – geleitet.
Thomas Stocker hat als Autor und Mitautor mehr als 140 wissenschaftliche Artikel publiziert. Seit 2006 ist er Mitglied des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds für Wissenschaftliche Forschung, und seit 2008 leitet er den Nationalen Forschungsschwerpunkt Klima (NFS Klima / NCCR Climate). Stocker ist ausserdem seit 1997 in führender Rolle im Zwischenstaatlichen Sachverständigenausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) der UNO tätig. Für die Zustandsberichte der Arbeitsgruppe I, die 2001 und 2007 vom IPCC veröffentlicht wurden, hat der die Kapitel «Physical Climate Processes and Feedbacks» sowie «Global Climate Change Projections» koordiniert. Für seine Arbeiten wurde er 1993 mit dem Nationalen Latsis-Preis und 2006 mit der Ehrendoktorwürde der Universität Versailles ausgezeichnet. (Photo: Bettina Jakob)