IKEA will grün werden und auch Solar-Panels verkaufen

Wie die Agenur pressetext schreibt wird der schwedische Möbelkonzern Ikea künftig mit einer eigenen Investmentgruppe die Entwicklung umwelt- und klimafreundlicher Produkte unterstützen. Ikea GreenTech wird in Unternehmen investieren, die innovative und billige ökologische Produkte herstellen. Diese sollen zugleich über einen Zeithorizont von vier bis fünf Jahren auch Chancen auf Erfolg am Massenmarkt haben. Der Schwerpunkt der Investmentaktivitäten liegt dabei auf Produkten aus den Bereichen Solarpanels, Lichtressourcen und Wasseraufbereitung, heißt es aus dem Unternehmen auf Nachfrage von pressetext. Absatzwege für die Produkte bieten sich unter anderem in Ikea-Filialen oder bei Zulieferbetrieben.

In den kommenden zwei Jahren will man bereits mit fünf bis sechs Unternehmen zusammenarbeiten. Als Ziel gibt die Investmentgruppe an, in den nächsten drei bis vier Jahren erste Produkte auf den Markt zu bringen. Rund 50 Mio. Euro sollen allein in den nächsten fünf Jahren für Investments eingeplant sein, berichtet der Industrieverband Cleantech Group. Je nach geografischer Lage könnten dann unterschiedliche Produkte in das Sortiment der Ikea-Häuser aufgenommen werden. „Natürlich wären beispielsweise Solarpanels für Kunden in Spanien oder Kalifornien interessanter als für Schweden“, zitiert der Verband John Stenebo, Managing Director bei Ikea GreenTech.

Die Investmentgruppe wurde laut Cleantech Group vor acht Monaten gegründet und beschäftigt derzeit vier Mitarbeiter. In den nächsten ein bis zwei Jahren soll sich die Mitarbeiterzahl jedoch verdoppeln. Ikea GreenTech werde laut Stenebo voraussichtlich noch in diesem Jahr seine erste Investition tätigen. In den nächsten fünf Jahren wolle man mit insgesamt fünf bis zehn Unternehmen zusammenarbeiten. Gewinne aus einem späteren Exit werden wieder in den Investmentfonds zurückgeführt.

Solarpanels sind auf jeden Fall unter den Produktgruppen, in die Ikea GreenTech investieren wird. Das Unternehmen will Herstellern dabei helfen, Produktionskosten deutlich zu senken und die Produktentwicklung weiter zu verbessern. Zudem plant der Investmentarm des Einrichtungshauses auch in die Entwicklung alternativer Lichtressourcen zu investieren. Schon seit langem forciere man den Verkauf von Energiesparlampen, wird betont. „Außerdem können wir mit mehr als 250 Geschäften der Ikea-Gruppe und über einer halben Mrd. Kunden pro Jahr alle potenziellen Verkaufswege für zumindest einen Teil der Produkte anbieten“, sagt Stenebo. Zudem deutet er an, dass auch bei Ikeas Lieferanten diverse Produktentwicklungen eingesetzt werden könnten.

Ikea will nicht nur in die Entwicklung umweltschonender Produkte investieren, sondern setzt wie viele andere Unternehmen im eigenen Konzern auf die Reduktion von Emissionen und die Steigerung der Energieeffizienz. Langfristig wolle man letztere auf Basis des Jahres 2005 um 25 Prozent senken. Zudem sollen Energiesparlampen überall eingesetzt werden, wo dies möglich ist. Alle Autos des Konzerns sollen bis 2010 „grün“ werden, die Distributoren sollen dies bereits 2009 erfüllen. In Deutschland beziehen alle Ikea-Niederlassungen seit Anfang 2008 den gesamten Strom aus Wasserkraft, in Augsburg und Oldenburg werden zudem Solarthermie für die Wassererhitzung sowie Holzpellets für Wärmeerzeugung eingesetzt.

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