Vermehrt Hybridmodelle am Pariser Autosalon 2008

Peugeot stellt mit dem Konzeptfahrzeug Prologue die Idee eines künftigen Hybrid-Crossover-Fahrzeug vor, das auch rein elektrisch fahren kann.

Wie der Tages-Anzeiger heute in seiner online-Ausgabe berichtet, schreitet die Elektrifizierung des Antriebs immer weiter voran. Auf dem diese Woche beginnenden Autosalon in Paris (4.-19. Oktober) wird man deshalb mehr Hybridfahrzeuge und Elektroautos sehen als auf jeder anderen Messe zuvor. Erstmals sind die meisten Hybrid- und Elekroautos keine Studien und Absichtserklärungen mehr. Sondern im Rampenlicht stehen Serienmodelle, die man sofort oder zumindest in sehr naher Zukunft kaufen kann. Natürlich werden Stromer trotz allem in den nächsten Jahren noch in der Minderheit bleiben. Aber auch bei ihren konventionellen Neuheiten beweisen die Autohersteller eine gewisse Bodenhaftung: Nicht Luxuslimousinen und Spitzensportler, sondern Cityflitzer und Kompaktwagen geben an der Seine den Ton an. Gespannt ist man auch auf die Serienfassung des Chevrolet Volt, der als erstes Elektroauto in zwei Jahren auf den Markt kommen soll und den Kunden mithilfe eines eingebauten Notstromaggregates die Angst vor der Ebbe im Akku nehmen will. Er ist zwar das wichtigste, aber beileibe nicht das einzige Elektroauto auf der Messe. Bei Mercedes steht der neue Smart mit Lithium-Ionen-Akku für den Flottenversuch in Berlin, auf den Mini womöglich mit einem vergleichbaren Konzept reagiert. Und selbst der Reifenhersteller Michelin hat gemeinsam mit Sportwagenhersteller Venturi einen City-Stromer angekündigt.

Wo es noch nicht ganz für die Abkehr vom Verbrennungsmotor reicht, greift die Elektrik den Benzinern und Dieseln zumindest immer öfter unter die Arme: Hybrid-Antrieb heisst noch immer das Zauberwort, das die schleichende Abkehr vom Mineralöl vorantreibt. Während man bei Hybrid-Pionier Toyota noch immer auf den neuen Prius wartet und Honda als ewiger Zweiter mit dem Entwurf für einen preisgünstigen «Volkshybriden» einen neuen Anlauf auf die Führungsposition nimmt, setzten die Europäer jetzt endlich zum Befreiungsschlag an und zeigen selbst eine ganze Reihe von Hybrid-Modellen bis hinauf in die Oberklasse. So wollen Mercedes und BMW mit fertig entwickelten oder zumindest beinahe serienreifen Teilzeitstromern in der S-Klasse und im 7er beweisen, dass der sparsame Umgang mit Kraftstoff kein Privileg von Kleinwagen mehr ist. VW zeigt den Golf als «TwinDrive», und bei Peugeot, Citroën oder Renault gibt es kaum eine Designstudie, die nicht mit einem Hybridkonzept – vorzugsweise in Kombination mit einem Diesel – bestückt wäre.

Peter Diethelm – ein leidenschaftlicher Vulkanologe

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In dieser Ausgabe von LIFE Voices stelle ich den Schweizer Vulkanologen Peter Diethelm vor, der seit vielen Jahren jede freie Minute auf der Suche nach Abenteuern auf Vulkanen ist. Zu Hause türmen sich Dias, Video-Aufnahmen und vulkanische Gesteinsstücke, die ihn alle an bestimmte Reisen erinnern. Am meisten besucht hat er den Aetna auf Sizilien und dort hat er auch die faszinierendsten Aufnahmen gemacht. Ich hatte Gelegenheit Peter Diethelm zu interviewen und durfte sogar Ausschnitte aus seinen Originalbändern einbeziehen. Lass Dir das Interview nicht entgehen! (English gesprochen).

Weltweit mehr erneuerbare Energien gefordert

Die Internationale Energie Agentur (IEA) hat heute in Berlin eine Analyse verschiedener Politiken zur Förderung Erneuerbarer Energien vorgestellt. Dabei appelliert die IEA an die Regierungen weltweit, den Ausbau von Wind- und Solarenergie, Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie mit effektiven Förderinstrumenten zu beschleunigen. Erneuerbare Energien könnten einen deutlich höheren Beitrag zum Klimaschutz und zur Versorgungssicherheit leisten.  „Die Branche der Erneuerbaren Energien teilt die Analyse der IEA, nach der verlässliche Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind“, so Björn Klusmann, Geschäftsführer des deutschen Bundesverbandes Erneuerbare Energie. „In Deutschland dürfen wir uns deshalb nicht auf dem bisherigen Erfolg des EEG ausruhen, sondern müssen die Erkenntnisse der IEA auch im Wärme- und Kraftstoffsektor umsetzen“, fordert Klusmann. Auch für diese Bereiche seien dauerhaft wirksame und verlässliche Förderinstrumente erforderlich.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Deutschland setzt die von der IEA ermittelten Anforderungen an effektive Förderinstrumente vorbildlich um. Es führt bei niedrigeren Kosten zu einem deutlich schnelleren Ausbau der Stromerzeugung mit Erneuerbaren Energien, als beispielsweise Quotenregelungen. Die IEA warnt jedoch davor, nur das eigentliche Förderinstrument in den Blick zu nehmen. Die Fähigkeit, des gesamten Energieversorgungssystems, einen hohen Anteil Erneuerbarer Energien aufzunehmen, sei ebenfalls zentral. „Ein vorbildliches EEG bringt nichts, wenn das Stromnetz den Strom aus Erneuerbaren Energien nicht aufnehmen kann“, so Björn Klusmann. Er fordert deshalb Nachbesserungen am Entwurf des Energieleitungsausbaugesetzes. „Es muss Erdkabel auch auf der Ebene der regionalen Verteilnetze ermöglichen, damit Engpässe vermieden werden, bevor sie den Ausbau Erneuerbarer Energien bremsen“. Während die Entwicklung im Stromsektor in vielen Ländern bereits recht erfolgreich verläuft, gibt es laut IEA insbesondere im Bereich der Wärmenutzung erheblichen Nachholbedarf. Hier bleiben die meisten Staaten weit hinter ihren Potenzialen zurück. Die IEA beklagt, dass häufig verlässliche wirtschaftliche Anreize fehlten. „Das Wärmegesetz in Deutschland ist daher ein wichtiger, aber nur ein erster Schritt“, so Klusmann. Das Gesetz schreibt einen Mindestanteil Erneuerbarer Energien für Neubauten vor. „Die Regelungen für den Gebäudebestand sind aus unserer Sicht vor dem Hintergrund der IEA-Erkenntnisse jedoch nicht ausreichend.“

Bis 2020 kann nach Erkenntnissen der IEA der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromproduktion in den untersuchten Ländern auf über 40 Prozent mehr als verdoppelt werden.  „Die Regierungen müssen mehr tun und dringend Maßnahmen ergreifen“, so Nobuo Tanaka, Exekutivdirektor der IEA. (Quelle. oekonews.at)

Grösstes Puzzle entstand gestern in Ravensburg

Mehr als 10 000-Puzzle-Fanatiker haben sich am gestern in Ravensburg das bisher grösste Puzzle gemacht. Innerhalb von fünf Stunden setzten die Teilnehmer aus rund 1,15 Millionen Teilen auf einer Gesamtfläche von 600 Quadratmetern das Rekordpuzzle zusammen. Der Spielehersteller Ravensburger AG  feiert in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen… (Quelle: Bildstrecke 20minuten/AP)

Marathon-Weltrekord für Haile Gebrselassie: 2:03:59 h

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Beim Berlin-Marathon 2008 stellte Gebrselassie heute den neuen Weltrekord von 2:03:59 auf. Damit übertraf der Äthiopier seine eigene Bestmarke von 2:04:26, die er im vergangenen Jahr ebenfalls in Berlin aufgestellt hatte. «Ich bin so glücklich, alles war perfekt heute, alles hat gepasst, das Wetter, die Zuschauer. Seit ich laufe, ist Berlin mein Glück. Das ist meine Spezialstrecke», sagte Gebrselassie nach dem Rennen. Für den 35-jährigen Doppel-Olympiasieger über 10’000 m, der auf einen Start beim Olympia-Marathon in Peking verzichtet hatte, war es bei seiner neunten Marathon-Teilnahme der sechste Sieg. In Berlin gewann er nach 2006 und 2007 zum dritten Mal in Folge und sicherte sich die Siegprämie von 50’000 Euro sowie einen Weltrekordbonus in gleicher Höhe. Zudem kassierte er geschätzte 250’000 Euro Antrittsgage. Zweiter wurde in 2:05:35 der Kenianer James Kwambai vor seinem Landsmann Charles Kamathi (2:07:48). Bei den Frauen siegte die Deutsche Irina Mikitenko in 2:19:19. Der Berlin-Marathon ist der viertgrösste Marathon der Welt und zählt neben New York, London, Chicago und Boston zu den World Marathon Majors (WMM). (Quelle: TA/Video: Reuter)

Rauchverbot in allen Zürcher Gaststätten

Im Kanton Zürich ist das Rauchen in Gaststätten künftig nur noch in abgetrennten Räumen möglich. Das Stimmvolk hat heute der Initiative «Schutz vor Passivrauchen» gegenüber dem milderen Gegenvorschlag des Parlaments den Vorzug gegeben. Die Initiative «Schutz vor Passivrauchen» der Lungenliga wurde bei einer Stimmbeteiligung von 37,5 Prozent mit 168’780 Ja gegen 129’534 Nein angenommen. Dies entspricht einem Anteil von 56,6 Prozent Ja-Stimmen. Der Gegenvorschlag des Kantonsrats dagegen wurde mit 142’709 Nein- gegen 140’173 Ja-Stimmen verworfen (49,6% Ja). In der Stichfrage entschieden sich die Stimmenden mit 158’209 gegen 129’881 ebenfalls für die Initiative. (Quelle: AP)

Bogenschiessen in Japan – Exklusiv-Interview mit Mamie Mayanaki

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Als ich das letzte Mal in Japan war, genauer gesagt in Kamakura, der Stadt mit der grössten Buddha-Statue, genannt Daibutsu, habe ich auch nach kulturellen Rosinen Ausschau gehalten. Und in einem Tempelgarten wurde ich fündig. In einer kleinen Halle übte sich Jung und Alt in der Kunst des Bogenschiessens. Der Fachbegriff heisst Kyudo. Darunter versteht sich eine alte traditionelle Form der Martial Arts, die nur in Japan vorkommt. Es geht den Schülern dabei um eine meditative Annäherung an die Kunst des Bogenschiessens, für die man 30 Jahre oder mehr Training braucht, bis man sich der Perfektion nähert. Wen man den Schülern zuschaut, sieht man wie stark Konzentration, Disziplin und Meditation im Mittelpunkt stehen. Ich durfte sie beim Training filmen und konnte auch die Kyudo-Schülerin Mamie Mayanaki interviewen. Du kannst Dir das inspirierende Video hier auf dem Blog, auf vimeo oder srichinmoy.tv ansehen. Es ist Teil der monatlichen Podcast-Serie LIFE Voices.

Prof. Wilenius: Die Dekade des Wandels

Zur Einleitung der 4th European Futurists Conference Lucerne, die vom 26.-28. Oktober in Luzern stattfindet,  schreibt Prof. Markku Wilenius, Senior Vice President Allianz SE und Mitglied des Club of Rome über die Dekade des Wandels:

„In den nächsten zehn Jahren wird der demografische Wandel Europa wie ein Hammer treffen. Aufstrebende Länder wie Indien und China finden neue Rollen in der globalen Szene, und der Klimawandel zwingt uns zu neuen Energie-Infrastrukturen. Die Welt wartet auf Lösungen – und diese sollten besser heute als morgen auf den Tisch kommen. Ich bin der Ansicht, dass zukünftige Generationen diese anstehende Ära als eine Zeit des Wandels bezeichnen werden. In den kommenden zehn Jahren wird sich das Gleichgewicht der globalen Systeme verschieben. Wir werden darüber hinaus in ein Zeitalter der Knappheit geführt werden. Die steigenden Lebensmittelpreise sowie auch die in die Höhe schnellenden Energiepreise werden uns zur Teilnahme an einem neuen Spiel aufrufen, das uns deutlich machen wird, dass ein vollkommen neues Verständnis globaler Kräfte von Nöten ist. Die Kreditrestriktion hat uns gezeigt, wie verwundbar unsere Finanzmärkte inzwischen sind. Sie hat bewiesen, dass wir letzten Endes die Systeme, die wir nutzen, verstehen müssen. In diesem speziellen Fall haben sich die Instrumente der Risikoumverteilung auf den finanziellen Märkten in eine äußert undurchsichtige Richtung entwickelt.

Natürlich werden die Herausforderungen wie immer sehr unterschiedlich sein – je nachdem, welchen Teil der Welt wir näher betrachten. In den nächsten zehn Jahren wird der demografische Wandel Europa wie ein Hammer treffen. Die immer älter werdende Bevölkerung wird Regierungen bei deren Suche nach Möglichkeiten, das Problem Humankapital in Angriff zu nehmen, enorm unter Druck setzen. Auf der anderen Seite übernehmen sich schnell entwickelnde Länder wie China und Indien in der globalen Szene vollkommen unterschiedliche Rollen. Während China sich in der Rolle einer globalen Wirtschaftsmacht übt, wird Indien in rasantem Tempo zu einem globalen Back-Office wissensintensiver Dienstleistungen.

Kurz gesagt: vier unterschiedliche Veränderungen greifen genauso schnell an, wie wir auf das nächste Jahrzehnt zueilen. Zusätzlich zum demografischen Wandel wird uns der Klimawandel – ein Zeichen dafür, dass die Menschheit die Kapazität unserer Biosphäre überlastet – zu neuen Energieinfrastrukturen führen. Schneller als wir es uns gegenwärtig womöglich vorstellen können, werden uns diese in Richtung einer Welt nach dem Kohlezeitalter lenken. Dieser Wandel erschüttert – zusammen mit einer technologischen Revolution, die wirklich erneuerbare Energien auf den Markt bringen wird – unser Verständnis der Art von Infrastruktur, die für das langfristige Überleben unserer Spezies erforderlich ist. Alle diese Veränderungen verlangen Unmengen an Innovationen. Regierungen werden diese mit sämtlichen verfügbaren Mitteln durchsetzen. Nichtstaatliche Organisationen werden ihr Fachwissen in steigendem Maße zur Lösungsfindung einbringen. Und nicht zuletzt werden Privatunternehmen eine entscheidende Rolle bezüglich der Investitionen in neue Produkte und Dienstleistungen, die das System in eine zukunftsfähigere Richtung steuern werden, tragen. Ein gewisses Gefühl der Dringlichkeit ist unabdingbar. Die Welt wartet auf neue Lösungen – und diese sollten besser schnell auf den Tisch kommen. Das derzeitige Wirtschaftsparadigma muss durch ein Modell ersetzt werden, in dem externe Effekte zu internen Effekten werden. Da viel auf dem Spiel steht, gibt es ebenso neue Möglichkeiten, die es zu erkennen gilt. Aus diesem Grund heißen wir Sie alle willkommen mitzumachen und neue Lösungen und Landschaften zu finden, um für die kommenden 10 Jahre unseren Pfad zu ebnen – einen Pfad, der nicht nur grüner sondern auch menschlicher ist. Seien Sie herzlich willkommen zur Teilnahme an unserer Konferenz, um den Fahrplan in unsere Zukunft zu diskutieren.“

Raketenmann schafft den Aermelkanal mit Flügeln und 4 Düsenantrieben

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Der Schweizer Pilot Yves Rossy sprang am heute Nachmittag über der französischen Stadt Calais in rund 2300 Meter Höhe aus einem Flugzeug und zündete seine vier Miniaturtriebwerke. Mit einem Tempo von über 200 Stundenkilometern erreichte der 49-jährige ehemalige Kampfjetpilot gut zehn Minuten später die englische Stadt Dover auf der anderen Kanalseite, wo er mit einem Fallschirm landete. „Es war großartig“, sagte Rossy mit einem breiten Grinsen, nachdem er mit seinem selbstgebauten Fluggerät auf einem Feld hinter den Klippen von Dover aufgesetzt hatte. Für ihn sei ein Traum wahrgeworden. „Ich hoffe, dass viele Menschen die Gelegenheit haben werden, so zu fliegen.“ Rossys Helfer Stéphane Marmier sagte, es habe keinerlei Probleme bei dem Flug bei stahlend blauem Himmel gegeben. „Es gab ein paar Turbulenzen, aber ansonsten war es ein perfekter Flug.“ Rossy, der für die Schweizer Fluggesellschaft Swiss als Linienpilot arbeitet und sich selbst „FusionMan“ nennt, hatte den Flug diese Woche wegen schlechter Wetterbedingungen zwei Mal verschieben müssen. Als nächstes möchte Rossy die Schluchten des Grand Canyon überfliegen! (Video: National Geographical Channel/BBC)

Paul McCartney begeistert Israel

Paul McCartney hat sich in die Herzen seiner israelischen Fans gespielt. 44 Jahre nach einem Auftrittsverbot der Beatles präsentierte der 66-jährige Musiker am Donnerstagabend in Tel Aviv eine Mischung aus alten Klassikern wie „Hey Jude“ und „Let It Be“ sowie neueren Songs. McCartney ließ vor 45.000 begeisterten Fans seinen ganzen Charme spielen und sagte einige der über 30 Titel in Hebräisch an. „Vielen Dank, dass Ihr in dieser wunderbaren Nacht gekommen seid und mit mir die Botschaft von Frieden und Liebe teilt“, rief McCartney unter dem tosenden Beifall der Menge. Das nach israelischen Medienangaben größte Konzert in der Geschichte Israels war von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Militante Islamisten hatten McCartney wegen seines Auftritts in Israel mit dem Tod gedroht. Sir Paul reagierte gelassen und begrüßte gleich am Anfang des Konzerts das Publikum auf Hebräisch und Arabisch.

Als McCartney in Erinnerung an seinen toten Band-Kollegen John Lennon dessen Lied „Give Peace A Chance“ spielte, war die Menge aus dem Häuschen. „Ihr wollt es. Gebt dem Frieden eine Chance“, feuerte McCartney die mitsingenden Fans an. Nach zwei Stunden und zehn Minuten verabschiedete sich der Ex-Beatles mit dem Versprechen: „Wir werden uns wiedertreffen“. Ursprünglich wollten die Beatles bereits vor mehr als vier Jahrzehnten in Israel spielen. Damals lehnte jedoch ein Parlamentsausschuss den Auftritt der vier Pilzköpfe mit der Begründung ab, sie besäßen keinen künstlerischen Wert und sorgten nur für Hysterie und Chaos unter Jugendlichen. Der israelische Botschafter in Großbritannien, Ron Prosor, hatte sich Anfang des Jahres bei den „Four Fab“ entschuldigt und die beiden noch lebenden Beatles, Paul McCartney und Ringo Starr, zu den Feierlichkeiten anlässlich der Staatsgründung Israels vor 60 Jahren nach Tel Aviv eingeladen. (Quelle: Kurier)

Aeltester Fels der Erde

Mit Hilfe von Isotopen-Analysen des Elements Neodymium datierten die Forscher von der McGill Universität in Montreal einzelne Proben aus dem sogenannten Nuvvuagittuq-Grünsteingürtel auf ein Alter von 4,28 Milliarden Jahren. Sie gehen davon aus, dass diese Proben am östlichen Ufer der Hudson Bay vulkanische Ablagerungen sind, wie sie im Wissenschaftsmagazin «Science» berichten. Bisher galt der Avasta-Gneiss in den kanadischen Nordwest-Territorien mit 4,03 Milliarden Jahren als älteste Gesteinsformation. Noch früheren Datums ist das im Westen Australiens gefundene Mineral Zirkon, das aber nur in Form einzelner isolierter Körner auftritt und auf ein Alter von rund 4,36 Milliarden Jahre datiert wird. Weil die Erde nach dem heutigen Wissensstand vor rund 4,6 Milliarden Jahren entstanden war, erhoffen sich die Geologen von deem neuen Fund Aufschlüsse über die Entstehung der Erdkruste, der äussersten festen Schicht der Erde.

Natscha Badmann startet in Hawaii

Wie der TA heute berichtet, wird Natascha Badmann am 11. Oktober an der Ironman-WM auf Hawaii starten. Dies entschieden die sechsfache Hawaii-Siegerin sowie ihr Trainer und Lebenspartner Toni Hasler. Badmann war vor elf Monaten an der letzten Ironman-WM auf Big Island als eine der Topfavoritinnen angetreten. Doch ein schlimmer Sturz im Radfahren zerstörte die Ambitionen der zweifachen Schweizer Sportlerin des Jahres. Zwei Schulter-Operationen und ein bis heute noch nicht abgeschlossener Wiederaufbau waren die Folge. In den letzten Wochen konnte die 41-jährige Küngoldingerin erste Wettkämpfe bestreiten, in denen sie gegen Nicht-Profi-Konkurrenz standesgemäss siegte. Doch der Bewegungsapparat im Oberkörper ist nach wie vor eingeschränkt. Das Ausholen für die Crawl-Züge im Schwimmen, länger anhaltendes Verbleiben in der tiefen Zeitfahr- Position auf dem Karbonrennrad oder die ökonomische Armhaltung im Laufen – die Ausübung aller drei Triathlon-Disziplinen ist nicht mehr mit dem Bewegungsradius früherer Tage möglich. «Doch Natascha klagt nicht. Sie betrachtet es als Chance, durch die Aneignung neuer Bewegungsmuster besser zu werden», sagt Toni Hasler. Badmann betont zwar, dass «ich nicht nach Hawaii gehe, um einfach nur ins Ziel zu kommen, sondern um im Profi-Feld so gut wie möglich abzuschneiden.» Es wäre aber als mittlere Sensation zu werten, wenn die Schweizerin zum 30-Jahr-Jubiläum des berüchtigsten und prestigesträchtigsten Triathlons der Welt die Top 10 und damit zum insgesamt zehnten Mal die Preisgeld-Ränge erreichen sollte.

Badmann hatte 1996 auf Hawaii über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen als Überraschungs-Zweite debütiert. Mit Ausnahme von 1999 (Konzentration auf die olympische Distanz) war sie seither in Kailua-Kona immer an den Start gegangen (sechs Siege, zwei zweite Plätze, Rang 10 im Jahr 2006 sowie zwei Aufgaben aus gesundheitlichen Gründen). Bis im Vorjahr, als Rookie Chrissie Wellington (Gb) siegte, war Badmann auch die einzige europäische Siegerin an der Ironman-WM gewesen.

Schwacher Sonnenwind lässt Schutzschicht schrumpfen

Der Sonnenwind hat den niedrigsten Wert seit Beginn der wissenschaftlichen Auswertung in den 1960er Jahren erreicht. Das könnte den natürlichen Schutz vor der Weltraumstrahlung verringern, berichtet die Europäische Raumfahrtagentur ESA. Der Sonnenwind schwankt vermutlich mit Änderungen des Magnetfeldes der Sonne. Mit der Abnahme des Sonnenwinds schrumpft die Heliosphäre, der mehrere Milliarden Kilometer dicke „Schutzgürtel“ des Sonnensystems, der wie ein Schirm gegen die kosmische Strahlungen wirkt. Dadurch könnte mehr Strahlung ins Sonnensystem eindringen. Bisher seien jedoch keine Auswirkungen der Strahlung auf die Erde bekannt, erklärten Forscher der NASA. Allerdings müssten Astronauten und Weltraumtechnik besser gegen die Strahlung aus dem All geschützt werden. Der Einfluss der Strahlung auf das Erdklima muss noch erforscht werden. Die Abnahme des Sonnenwinds wurde von der Weltraumsonde „Ulysses“ gemessen, die gemeinsam von der ESA und ihrem US-Partner NASA betrieben wird. Die Sonde „Ulysses“ wurde im Oktober 1990 gestartet und hat mehrfach die Sonne umrundet. Sie sendet entgegen den Erwartungen immer noch auswertbare Daten. (Quelle: sda/.ch)

Mit einem Bergbach meditieren

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Im Rahmen meiner Videoserie „Moments of Silence“ habe ich eine neue Episode publiziert: Water Meditation. Wenn Du einen Moment Ruhe brauchst, dann schau doch mal rein. Während 3 1/2 Minuten kannst Du die Frische eines Bergbachs geniessen… Wie immer im Blog direkt anzusehen oder in HD-Qualität in vimeo.

Bryan Adams eröffnet Fotoausstellung «Hear the World» in Zürich

Bryan Adams, Rockmusiker und offizieller Fotograf der Phonak-Initiative Hear the World, eröffnete am Dienstagabend in Zürich die Fotoausstellung «Hear the World Ambassadors».  Adams hat Weltstars wie Mick Jagger, Annie Lennox oder Rod Stewart exklusiv für Hear the World in einer typischen Hörpose fotografiert. Zahlreiche Schweizer Persönlichkeiten aus Showbusiness, Wirtschaft und Kultur waren unter den rund 500 geladenen Gästen am exklusiven Opening im Zürcher PULS 5. Nach grossen Erfolgen in New York und Berlin ist die Ausstellung vom 24. – 28. September 2008 im PULS 5 in Zürich-West zu sehen. Hear the World ist eine weltweite Initiative von Phonak, die das Bewusstsein für das Thema Hören und Hörverlust fördert. Weltweit sind rund 500 Millionen Menschen von Hörverlust betroffen. «Als Musiker liegt mir diese Initiative, die Menschen dazu ermutigt, ihr Gehör zu schätzen und zu schützen, besonders am Herzen. Ich hoffe, dass unsere Ausstellung einen Beitrag leistet, den Menschen den unschätzbaren Wert ihres Gehörs bewusst zu machen», so Bryan Adams.

Der Schweizer Hear the World Botschafter Kurt Aeschbacher moderierte die Eröffnung und kommentierte: «Vor einem Jahr erlitt ich selbst einen Hörsturz. Von einem Moment auf den anderen fast nichts mehr zu hören, war ein Schock. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass ich Hear the World unterstütze.» Bryan Adams setzt sich seit dem Start der Initiative als offizieller Fotograf für Hear the World ein. So fotografierte er die Botschafter der Initiative – darunter auch Weltstars wie Harry Belafonte, Plácido Domingo und Joss Stone – mit der für Hear the World typischen Geste der Hand hinter dem Ohr, Symbol für bewusstes Hören. Entstanden sind faszinierend komponierte, sinnliche Portraits, die nach New York und Berlin nun in Zürich zu sehen sind. Die Originalfotografien von Bryan Adams, welche in der Zürcher Ausstellung gezeigt werden, können erworben werden. Der Erlös aus dem Verkauf der Bilder geht an die Hear the World Foundation. Die Foundation unterstützt weltweit Projekte zum Thema Hören mit finanziellen Mitteln sowie durch die Bereitstellung von Technologie und Informationsmaterial. Die Stiftung ist rechtlich und organisatorisch unabhängig von Phonak. So wurden seit der Gründung 15 Projekte in der Schweiz und Afrika wie auch in Russland und Kanada unterstützt. Darunter beispielsweise das Projekt «Eritrea», wo in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Unterstützungskomitee für Eritrea Hörsysteme für 29 Kinder gespendet wurden. Weiter werden auch universitäre Forschungsprojekte mitfinanziert: Forscher der Université de Montréal und der University of Western Ontario werden im Rahmen einer Studie ergründen, weshalb viele von Hörverlust Betroffene diese Beeinträchtigung am Arbeitsplatz verschweigen. Sie wollen die Konsequenzen aufzeigen, welche die Stigmatisierung von Hörverlust am Arbeitsplatz hat.