Hilfe für den Regenwald in Sabah

Wie vielerorts in Südostasien wurden auch in Sabah, dem malaysischen Teil Borneos, in den 1970er und 80er Jahren die Wälder schonungslos abgeholzt. Wie die FAZ in ihrer OnlineAusgabe berichtet, will dieser botanischen Wüstenei ein vom Möbelkonzern Ikea finanziertes Projekt neues Leben einhauchen: In Zusammenarbeit mit der Holzfirma Innoprise Corporation sollen die verlorenen Baumarten auf 140 km2 wieder aufgestockt werden. „Es ist unser erklärtes Ziel, der Natur ihre Vielfalt zurückzugeben“, sagt Alloysius, der das Projekt leitet. Es entstand, als der schwedische Forscher Jan Falck, der auf Borneo den nachhaltigen Holzschlag erkundete, auf den Ikea-Gründer Ingvar Kamprad traf. Jenen interessierten die Nöte der Urwaldriesen, auch wenn die Firma kein Holz aus der Region verwendet. Mit einem Startkapital von 750 000 Dollar, gestiftet von schwedischen Ikea-Kunden, begann 1998 die Wiederaufforstung. Das Aufforstungsprojekt leistet Schützenhilfe, indem es die verlorenen Schösslinge ersetzt. „Die Idee ist es, die natürliche Erholung des Regenwalds zu beschleunigen“, sagt Jan Falck. Diese Methode heißt Anreicherungsanpflanzung („Enrichment Planting“) und ist von den Förstern der Region abgeschaut, die damit seit langem ihre Produktionswälder für einen späteren Holzschlag aufstocken. Bisher wurden 8200 Hektar aufgestockt, das entspricht etwa der Fläche des deutschen Chiemsees.

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