Prototyp eines Solar-Traktors

Open Energy, ein Verein zur Förderung von Technologien im Bereich erneuerbarer Energien in Niederösterreich, zeigt mit dem Solar-Traktor eine landwirtschaftliche Arbeitsplattform, die ausschließlich durch Elektromotoren und Strom aus Sonnenlicht angetrieben wird.

Der Solar-Traktor kann im Gegensatz zu herkömmlichen landwirtschaftlichen Maschinen ganzjährig zur Stromerzeugung, z.B für Netzeinspeisung oder Bewässerung verwendet werden. Auftraggeber und erste Kunden für den Solar-Traktor sind Bio-Landwirte und Gemüsebauern. Die 26 m2 große sonnennachgeführte Solarfläche liefert um 40% mehr Leistung als statische Anlagen. Eine satellitengestützte Steuerung ermöglicht außerdem ein genaues, schnelles und vielseitiges Arbeiten in der Landwirtschaft. Das für zwei und mehr Personen ausgelegte Fahrzeug wurde bereits zum Patent angemeldet. An einer selbstfahrenden Version wird ebenfalls gearbeitet. Die Markteinführung erfolgt ab 2010. Derzeit finden Gespräche sowohl mit Gemeinden und Ländern als auch mit Investoren statt. Ziel ist es, bis Ende November einen geeigneten Standort in NÖ zu finden, wo ein Kompetenzzentrum für Elektrofahrzeuge entstehen soll. (Quelle: Electric Mobility News)

Neu: Schokolade aus Kamelmilch!

Die Zeitung «Gulf News» berichtete, einige Teilnehmer der ersten Verkostung am Mittwoch in Dubai hätten die neue Leckerei etwas zuckrig gefunden, andere hätten einen intensiven Nachgeschmack festgestellt. Doch alle Schoko-Fans hätten das neue Geschmackserlebnis ungewöhnlich und interessant gefunden. Die Präsentation der neuen Schokolade passt gut in die aktuellen Bestrebungen der Regierung der Emirate, die eigene Kultur und die Traditionen der arabischen Halbinsel zu bewahren, was angesichts einer Ausländerquote von rund 80 Prozent nicht immer einfach ist. Kamelmilch und Datteln gehörten einst zu den Grundnahrungsmitteln der Araber in dieser Region. Ausserdem heisst die Schokolade, auf deren Verpackung ein kleines Kamel zu sehen ist, «Al-Nassma», womit auf arabisch eine leichte, angenehm kühle Brise bezeichnet wird, also etwas, worauf die Wüstenbewohner einst in ihren Zelten und Lehmhäusern sehnsüchtig warteten. An der Herstellung und Vermarktung der Kamelmilchschokolade sind Experten aus Österreich und Deutschland beteiligt. Kamelmilch enthält übrigens doppelt soviel Vitamin C und 50% weniger Fett als Kuhmilch. (Bild: iStockphoto)

Mein Polaroid-Portfolio

Wenn Ihr Lust habt, könnte Ihr mein Polaroid-Portfolio anschauen, wo ich die meisten meiner frühen Kreationen vorstelle. Bevor die elektronischen Kameras aufkamen, war das Polaroid das einzige Medium, um spontan und sofort ein Resultat zu sehen, und das hat mich fasziniert. Beim Klicken auf die Bilder im Portfolio erscheinen sie vergrössert. Viel Spass!

Schweiz: Solaranlagen sollen mehr gefördert werden

Ein Programm für Gebäudesanierungen, eine CO2-Reduktion im Inland und eine stärkere Förderung der Solarenergie: Dies fordert der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse. Damit könnten auch Zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden, hält er fest. Mit Gebäudesanierungen könnten der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoss rasch und wirksam gesenkt werden, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern. Bereits aus der laufenden CO2-Abgabe stünden rund 200 Mio. Franken zur Verfügung, die sofort dafür eingesetzt werden könnten. Mit einem Gebäudesanierungsprogramm im Sinne des bundesrätlichen Aktionsprogramms zur Energieeffizienz könne der Wirtschaft bereits im Verlauf des nächsten Jahres ein Impuls gegeben werden. Das sei angesichts der drohenden Rezession dringend notwendig.

In der anstehenden Revision des CO2-Gesetzes sei eine Reduktion des CO2-Ausstosses in der Schweiz vorzusehen. Auch sei die «Förderblockade» bei der Solarenergie aufzuheben, lautet eine weitere Forderung von Travail.Suisse. Im Moment seien wegen einer mangelhaften Umsetzung der kostendeckenden Einspeisevergütung für erneuerbare Energien 500 Mio. Franken an Investitionen in Fotovoltaikanlagen blockiert. Travail.Suisse-Präsident Martin Flügel ist überzeugt, dass sowohl das Gebäudesanierungsprogramm als auch die Förderung der Solarenergie positive Auswirkungen auf den Werkplatz Schweiz hätten: Schaffung von Arbeitsplätzen in Entwicklung, Herstellung und Montage von technischen und baulichen Installationen. Dazu käme als weitere indirekte Wirkung die Einsparung von mehreren Milliarden Franken für Erdölimporte. (Quelle: sda/news.ch)

Der Weltenergieplan von Greenpeace

Klimaschutz könnte in der jetzigen Krise als Konjunkturmotor dienen. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute in Berlin vorgestelltes Weltenergieszenario von Greenpeace und dem Europäischen Dachverband der Erneuerbare Energien Industrie (EREC). Demnach würde sich die für den weltweiten Klimaschutz notwendige Umstellung auf Erneuerbare Energien lohnen. Allein im Strombereich würden bis 2030 über 18 Billionen Dollar Brennstoffkosten für Kohle, Gas und Öl eingespart werden. Die Erneuerbaren Energien würden bis dahin ihren jährlichen Umsatz von derzeit 70 Milliarden Euro auf 360 Milliarden Euro verfünffachen und dann die Hälfte des weltweit benötigten Strombedarfs decken. „Der Klimaschutz ist eine Chance für die Weltwirtschaft,“ sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International. „In den letzten Wochen sind gigantische Geldmengen durch die globale Finanzkrise regelrecht verdampft. Die Klimakrise trat dabei in den Hintergrund. Notwendig wären jedoch Investitionen von 9 Billionen Dollar in Erneuerbare Energien. Diese Energierevolution könnte die Wirtschaft in Schwung bringen.“ Die notwendigen Investitionen in Erneuerbare Energien und effiziente Kraft-Wärme-Kopplung stellen zudem keine Mehrausgaben dar. Allein die Einsparungen der Brennstoffkosten der weltweiten Kohlekraftwerke bis 2030 würden die Ausgaben decken. Die Erneuerbaren Energiequellen würden dann weit über das Jahr 2030 hinaus Strom ohne zusätzliche Brennstoffkosten erzeugen. Kohle und Gas würden die Weltwirtschaft hingegen weiter belasten. „Die Industrie der Erneuerbaren Energien kann bis 2050 weiter mit zweistelligen Zuwachsraten rechnen und dann der fossilen Industrie den Rang ablaufen“, sagt Oliver Schäfer, Policy Direktor von EREC. „Zurzeit verdoppeln sich die Erneuerbaren Energien alle drei Jahre. Windkraftanlagen sind an guten Standorten bereits heute günstiger als konventionelle Kraftwerke. Die Industrie ist bereit, die Energierevolution zu realisieren. Es gibt keine technischen und ökonomischen Hürden, sondern nur politische.“

Der Report „Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick“ wurde von Greenpeace und EREC beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Auftrag gegeben. Der Masterplan zeigt, wie der steigende Energiebedarf der Welt gedeckt werden kann, ohne den lebenswichtigen Klimaschutz zu gefährden. So wird berechnet, wie der weltweite Kohlendioxid-ausstoß bis 2050 halbiert werden kann und dabei berücksichtigt, wie sich das weltweite Wirtschaftswachstum insbesondere  auch in den Boomregionen China und Indien entwickelt. “Mit Effizienzstandards kann der Anstieg des weltweiten Energiebedarfs gebremst werden. Die Energie, die so gespart wird, kann den wachsenden Energiehunger von Entwicklungsländern in etwa kompensieren. Wenn gleichzeitig die Erneuerbaren Energien vervierfacht werden, können wir den jährlichen Kohlendioxidausstoß reduzieren – von heute circa vier Tonnen jährlich pro Kopf auf etwa eine Tonne bis 2050 – und das bei gleichem Wirtschaftswachstum“, so Teske. (Quelle: oekonews.at)

Leonard Cohen im Zürcher Hallenstadion

Über zweieinhalb Stunden spielte Leonard Cohen am letzten Samstag im Zürcher Hallenstadion für die 6000 anwesenden Fans, zögert den Abschied, den wohl endgültigen, witzig mit «I Tried To Leave You» nochmals hinaus. Und trotz seiner gebrechlichen Haltung geht er mehrmals in die Knie, um seinen Worten noch mehr Nachdruck zu verleihen, verneigt sich gar vor seinen Sängerinnen und Musikern, als er sie vorstellt. Die Begleitband hüllt seine Worte einmal mehr in einen trügerisch lieblichen, zuweilen religiös-rein wirkenden Sound. Es sind ja die Worte eines ewigen Zweiflers, der oft lange um sie gerungen hat und nicht nur an sich selbst verzweifelt ist. Im Schneesturm der Welt würden die Dinge in alle Richtungen schlittern, singt Leonard Cohen bereits im zweiten Stück «The Future» von 1992. Wir müssten uns bewusst sein, dass wir privilegiert seien, ermahnt er später das Publikum aus gegebenem Anlass zwischen zwei Songs; jetzt, da die Welt ins Chaos stürze. Böser denn je muss klingen, als er singt: «Democracy is coming to the USA, sail on, sail on, o mighty ship of state, to the shores of need, past the reefs of greed.» Doch letztlich bleibt Leonard Cohen für die meisten Fans in erster Linie der melancholische «Ladies‘ Man». Am meisten Anklang finden folkige Balladen wie «Suzanne» und «So Long, Marianne». (Quelle: NZZ/Foto Karin Hofer)

Kampf gegen Atomkraftwere in der Schweiz

Die Grünen haben ihrer Kampagne gegen Atomkraftwerke am Samstag in Baden (Schweiz) eine Delegiertenversammlung gewidmet. Mit einer Kundgebung vor dem Sitz des Stromkonzerns Axpo lancierten sie den Widerstand gegen Gesuche für neue AKW. Rund 100 Personen begaben sich am Morgen in einem friedlichen Umzug mit Transparenten vom Bahnhof Baden zum Sitz der Axpo. Dort wurden sie von rund 30 Axpo-Angestellten in grünen T-Shirts zu einem Apero empfangen. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Familien.

Der CEO des Stromkonzerns, Heinz Karrer, nahm den offenen Brief der Partei gegen die Atomkraft entgegen. Jedes Gesuch für ein neues Kraftwerk werde mit dem Referendum bekämpft, schreibt die Partei darin. Axpo kündigte an, noch vor Ende 2008 mit der BKW Gesuche für neue Atomkraftwerke in Beznau und Mühleberg zu stellen. «Resolut gegen Atomkraftwerke sein, heisst auch, entschlossen für grünen Strom zu kämpfen», sagte Parteipräsident Ueli Leuenberger laut Redetext vor den Delegierten. Investitionen in umweltfreundliche Energie würden von den Bürgerlichen aber noch immer zu Gunsten der AKW verhindert. Dazu kündigt der Genfer Nationalrat eine «Gegenoffensive» an. Leuenberger bringt die Energiepolitik auch mit der gegenwärtigen Finanzkrise in Verbindung: Es seien die gleichen Kreise, welche die Verantwortung für die Krise und für die «Raubwirtschaft gegenüber unserem Planeten» trügen. Die Grünen kämpften sowohl gegen den Klimawandel als auch gegen die Atomkraft.

Als «veraltet, teuer und gefährlich» bezeichnete die Berner Nationalrätin und Vize-Präsidentin Franziska Teuscher die Atomenergie. Teuscher beschwor den Widerstand gegen AKW, bei dem die Grünen schon vor 30 Jahren zugegen gewesen seien. Der Ausstieg aus dem Atomstrom sei machbar, halten die Grünen in einer an der Versammlung verabschiedeten Resolution fest. Das Papier mit dem Titel «Schweiz erneuerbar» beschreibt Massnahmen für mehr Energieeffizienz und fordert den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien. Mit den zehn Massnahmen wie etwa verbesserte Isolation oder effizientere Beleuchtung könne die Stromproduktion der AKW kompensiert werden, sagte Nationalrat Bastian Girod (ZH) gemäss Redetext. Die Kosten für die Massnahmen seien ausserdem billiger als neue AKW. Zuvor hatten sich die Delegierten mehrere Reden zur Atomkraft angehört. Ausserdem stellten kantonale Vertreter eingereichte Initiativen und Vorstösse vor, welche die Förderung erneuerbarer Energie zum Ziel haben. (Quelle: SDA/20minuten)

Wir befinden uns in der Metall-Zeit (bis 30. November)

So alt und exotisch das System der 5 Elemente sein oder auf uns wirken mag, so praktisch und leicht zu verstehen ist es. Das System ist ein wichtiger Teil der chinesischen Philosophie.Die Elementenlehre unterscheidet fünf Gefühlsbereiche oder Grundgefühle. Ein Übermaß oder Mangel an einer der Grundkräfte wirkt sich sofort sehr deutlich auf unsere körperliche Gesundheit und unser Wohlbefinden aus. Den fünf Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser werden u.a. die Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Spätsommer, Herbst, Winter), die Tageszeiten, der Lebenslauf (Geburt, Kindheit, Erwachsen, Weise, Tod), Entwicklungsstufen (Idee, planen, realisieren etc.), Emotionen (Angst, Wut, Freude Trauer, Kummer) zugeordnet. Auch das Klima, Gerüche, Farben, Sinnesorgane, Verhaltensweisen und Vieles mehr werden in den 5 Elementen abgebildet. Werden die Gesetzmässigkeiten über längere Zeit missachtet, z. B. jemand, der immer nachts wach ist und am Tag schläft, oder häufige Reisen in andere Klimazonen in kurzer Zeit macht, schadet längerfristig seiner Gesundheit.

Momentan befinden wir uns im ELEMENT METALL (28. September – 30. November). In der Metall-Zeit wird die Energie noch dichter und zentrierter. Die Säfte des Baumes ziehen sich in die Wurzeln zurück, die Blätter trocknen aus und fallen zu Boden. Die ausgleichende Metallenergie zeichnet sich durch Ordnung, Klarheit, Ruhe, Exaktheit und Standhaftigkeit aus. Es gilt in dieser Zeit, Dickdarm, Lunge und Bindegewebe zu unterstützen. Optimale Reinigungskuren der Haut, Darm (Pilze!) und Bronchien sind angezeigt. Hauptaufgabe des Elementes Metall ist die Ausscheidung und Entgiftung. In dieser Zeit muss die Darmflora wieder gekräftigt werden, damit die Schleimhäute sich stabilisieren können, um einen wirksamen Schutz vor den herbstlichen und winterlichen Infektionen aufbauen zu können. Die Schleimhäute stellen – gekoppelt mit der Lunge und der Haut – unsere Abgrenzung nach Aussen dar.

Erfindung aus Dänemark: Wandelndes Oeko-Haus

Das «Walking House» ähnelt von aussen einer Bienenwabe, die schwarz eingefärbt und zünftig in die Länge gezogen wurde. Es wiegt gerade mal 1,2 Tonnen und ist dank der seitlich angebrachten Stelzen in der Lage, eine Strecke von 60 Metern innerhalb einer Stunde zurückzulegen. Der Innenraum ist in Küche, Toilette, Wohn- und Schlafzimmer aufgeteilt. Bläst draussen ein eisiger Wind, sorgt ein integrierter Holzofen für ein wohlig warmes Ambiente. Den Strom bezieht das schlaue Haus dank Solarzellen und einem kleinen Windrad. Der Prototyp soll laut Informationen der Tageszeitung Daily Telegraph knapp 56 000 Franken kosten.

Auf 20minuten online kann man noch weitere Photos und ein Video dieses neuartigen Hauses finden.

Meditations-Workshop in Zürich

Das Sri Chinmoy Centre Zürich organisierteinen ganz besonderen Workshop mit dem Thema „Meditation – Inneres Erwachen“ in Zürich. Ashirvad Zaiantchick kommt extra aus Brasilien und wird eine Einleitung in folgende Themen geben: Visualisation und Atemtechnik, Spirituelle Musik und Mantras, Leben in Harmonie, Konzentration und Intuition, Die Kraft des Herzens, Energie und Vitalität sowie Meditations-Lifestyle. Im Rahmen des Workshops ist auch ein kleines Konzert und ein Abendessen vorgesehen. Wie alle Veranstaltungen des Sri Chinmoy Centres ist auch dieser Anlass kostenlos; eine Anmeldung ist jedoch erforderlich auf www.srichinmoycentre.org/ch, wo man auch den genauen Kursort und die Daten erfahren kann.

Dieser Workshop will neuen Suchern die Gelegenheit geben, unverbindlich die Geheimnisse der Meditation und die positiven Auswirkungen für das Alltagsleben kennenzluernen. Da wir uns in einer Zeit starken Umbruchs befinden, kannst Du hier lernen, wie einfach es ist, ein bewusstes Leben zu führen. Das Seminar ist zweisprachig: Original in Englisch mit deutscher Uebersetzung.

Achill Moser: Zu Fuss durch die Sahara

Mit seinem Vollbart erinnert Achill Moser ein wenig an Reinhold Messner. Wie der Bergsteiger die welthöchsten Gipfel gestürmt hat, hat Moser fast alle Wüsten der Erde durchwandert, mehr als 17.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Erst war es nur die Lust auf Abenteuer, Einsamkeit und spannende Begegnungen, die ihn trieb. Dann entdeckte er, dass man von den Entdeckungsreisen auch leben kann. An Hochglanzmagazine verkauft er seine Fotos und Reisereportagen, geht mit Diashows auf Tour. 24 Bücher hat er über seine Reisen bislang geschrieben. Seine Leidenschaft für die Einöde entdeckte Achill Moser als 16-Jähriger. Mit dem Zug fuhr er auf eigene Faust bis Marokko: „Ich zog mit einer Beduinen-Karawane von Marrakesch in die Sahara, saß abends am Lagerfeuer, sog die Landschaft in mich auf.“ Er blieb damals zwei Wochen länger als geplant. „Das gab mächtig Ärger in der Schule“, erinnert er sich. Mit dem Anpassen hatte er damals Schwierigkeiten: Siebenmal flog er von der Schule. Sein Abitur machte er dennoch, studierte dann Wirtschaftswissenschaften, Afrikanistik, Ethnologie und Arabisch. Achill Moser ist ein Mann, der zwei Leben lebt. Eines als einsamer Wüstenwanderer, eines als Großstadtbürger und Familienvater.

„Kein Mensch hat je diese nordafrikanische Längsdurchquerung der Sahara zu Fuß und per Kamel geschafft“, sagt Moser. Seit Mai ist er nun schon unterwegs, oft zu Fuß und allein, teilweise auf dem Kamel und mit einem einheimischen Begleiter. Vier Länder hat bisher durchquert: Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen. Hinter ihm liegen Gewaltmärsche durch die hochsommerliche Sahara: Bis zu 70 Kilometer pro Tag zu Fuß, mit 15 Kilogramm Gepäck im Rucksack, bei sengender Sonne und nachts unterm Sternenhimmel. Beim Laufen und in der Einöde findet er zu sich selbst. „Zu Fuß kann auch die Seele Schritt halten“, ist Moser überzeugt. „Hier kann ich nachdenken, habe unendlich viel Zeit und bin nicht von materiellen Dingen abgelenkt.“ Die Einsamkeit hat für ihn etwas Meditatives. Nicht umsonst hätten die drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam ihren Ursprung in der Wüste. „Viele Menschen geraten in unserer rasanten, hochtechnisierten Zeit irgendwie aus dem Takt“, sagt Moser. Er selber findet zwischen Sand, Felsen und Geröll seinen Rhythmus wieder. „Die Wüste birgt alles, legt alles in dir frei, wenn du dich nur darauf einlässt: Von größten Glücksgefühlen bis zu dunklen Angstzuständen.“

Die Sahara-Durchquerung hat Achill Moser jahrelang vorbereitet. Es ist seine weiteste und teuerste Tour, die Krönung all seiner Reisen, wie die Everest-Bezwingung für einen Bergsteiger. Er hat gelesen über die alten Karawanenwege, über versunkene Handelsstädte und Kultstätten. Dem Abenteurer geht es bei der Tour weniger um die sportliche Extremleistung. Er will die Faszination der Landschaft erleben und davon erzählen und die Vergangenheit der Region ein Stück weit lebendig machen. Die alte Karawanenstraße von Marokko nach Ägypten, die „Trans-Sahara-Route“, ist schon seit langem vergessen und verwaist. „Da, wo ich langgehe, ist heute nichts. Meist nicht einmal eine Piste.“

Derzeit wandert Achill Moser auf der letzten Etappe seiner Sahara-Tour durch Ägypten. Wenn er Anfang November wieder daheim ist, muss er Dias entwickeln, sichten und sein Buch schreiben. Pläne für eine neue Wüstenexpedition hat er keine. Nicht ausgeschlossen aber ist, dass sein Sohn Aron irgendwann in die Fußstapfen des Vaters tritt. Er hat die Herbstferien für einen Flug an den Nil genutzt. Schon zum dritten Mal begleitet er seinen Vater auf einer Etappe durch die Wüste. Das letzte Wegstück gehen beide auch auf dieser Reise gemeinsam. (Quelle: Spiegel online/Jan Dube, dpa)

England: Klimagas-Reduktion um 80 Prozent bis 2050

Grossbritannien will bis zur Mitte des Jahrhunderts den Ausstoss von klimaschädlichen Treibhausgasen um 80 Prozent reduzieren. Dies kündigte der neu ernannte Energie- und Klimaschutz-Minister Ed Miliband am Donnerstag im Unterhaus in London an. Bisher hatte sich die britische Regierung auf eine Reduzierung von 60 Prozent bis zum Jahr 2050 verpflichtet. Miliband betonte, die Finanzkrise sei keine Entschuldigung, bei der Verpflichtung zum Klimaschutz «zurück zu rudern». Das neue Ziel schließt allerdings nicht Ausstösse im Flug- und Schiffsverkehr ein. Mit dem Versprechen reagierte Miliband auf eine Empfehlung des Ausschusses für den Klimawandel. Dieser hatte vergangene Woche vorgeschlagen, dass sich das Königreich basierend auf die Werte von 1990 auf eine Reduzierung von 80 Prozent aller Treibhausgase in allen Sektoren verpflichten soll. (Quelle: news.ch)

Initiative verlangt striktes Rauchverbot in der Schweiz

Die Schweizer Lungenliga hat die 6000 Unterschriften, die für ihre Initiative «Schutz vor dem Passivrauchen» nötig sind, eingereicht. «Um die Symbolkraft zu erhöhen, werden wir die Unterschriftensammlung aber weiter fortsetzen», sagt Jürg Barben, Präsident des Initiativkomitees. Die Lungenliga fordert ein striktes Rauchverbot ohne die heutigen Ausnahmen für «Raucherbeizen», während unbediente Fumoirs weiterhin gestattet sein sollen.