Schweizer Eisblockwetten: die Resultate

Das übriggebliebene Eis in Zürich

Letzten Freitag haben die Städte Aarau, Baden, Winterthur und Zürich ihre Eisblockwetten aufgelöst, die Eisblöcke gewogen und die WettsiegerInnen ermittelt. Nach 22 Tagen Dauertest blieben zwischen 40 und 50 Prozent Eis übrig. In allen Städten stiess die Aktion auf sehr gutes Echo.  Erst am 16. Oktober aufgelöst wird die Vergleichswette Basel/Riehen. Mit feierlichem Zeremoniell und unter Anwesenheit von Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft haben Aarau, Baden, Winterthur und Zürich ihre Eisblockwetten aufgelöst. In Baden war ein Eisbär zu Gast, um sich symbolisch mit Rest-Eis für abschmelzendes Polareis einzudecken; in Aarau schnitzte ein Eisskulpteur ein – leider – vergängliches Kunstwerk, und in Zürich machten sich Stadtrat Robert Neukomm und Stadträtin Kathrin Martelli persönlich ein Bild von der Leistungsfähigkeit von Minergie P-Bauten.

Gestartet worden war das Experiment am 4. September. In Aarau, Baden, Winterthur und Zürich sowie Basel und Riehen waren an prominenten Standorten ein Minihaus mit modernster Wärmedämmung (Standard Minergie-P, U-Wert: 0.13 W/m2K) und einem Eisblock von 1 Tonne Gewicht aufgestellt worden. Die Eisblockwette drehte um, was wir kennen: Innen soll es für einmal kalt bleiben, auch wenn draussen die Sonne brennt. Klappt das gut? Wenn Ja, funktioniert natürlich auch: «Draussen ist’s kalt. Innen bleibt’s warm: Wenig Energieverbrauch»! Können optimal gedämmte Gebäude Energie sparen und das Klima schützen? Die Eisblockwette lud die Bevölkerung ein, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und einen Tipp abzugeben, wieviel Eis nach 22 Tagen Härtetest übrigbleibt. Tausende hatten sich für die Eisblockwette interessiert und mit einem Wett-Talon mitgewettet. Auch die Online-Wette stiess auf ansprechendes Echo: Fast 2’500 Energie- und Klimaschutz-Interessierte haben übers Internet einen Tipp abgegeben – darunter auch ein Heimweh-Schweizer aus Australien! Die Bilder der webcam Baden wurden in einem Zeitraffer-Film zusammengefasst: die Eisschmelze in Baden im Zeitraffer! In Baden machten die «Klimawochen» Klimawandel und Energiefragen während dreier Wochem zum Stadtgespräch und gut besucht waren in Zürich sämtliche, im Rahmen des Begleitprogramms «Ist ihr Haus fit für die Zukunft?» angebotenen Veranstaltungen.

Hier die Resultate. Nach 22 Tagen blieben noch folgende Anteile des Eisblocks übrig: Aarau: 45,35 %, Baden: 43,65 %, Zürich: 48,45 %, Winterthur: 49,2 %.

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