Mini E: 204 PS mit Elektromotor

Wie der Tages-Anzeiger gestern in seiner online-Ausgabe berichtete, plant BMW einen 100% auf Elektrokraft basierenden Mini. 500 Mini E werden im Rahmen eines Pilotprojekts ausgewählten Privat- und Firmenkunden vorerst in den US-Bundesstaaten Kalifornien, New York und New Jersey zur Verfügung gestellt. Während General Motors beim Chevrolet Volt, der 2010 in Serie an den Start geht, dieses Problem mit einem benzinbetriebenen Generator überbrückt und die rein elektrische Reichweite so von 60 auf zirka 500 Kilometer erhöht, geht man beim Mini E andere Wege: Der Kleinwagen wird von einem 204 PS starken Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus einem leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku bezieht und seine Kraft nahezu lautlos und emissionsfrei über ein einstufiges Getriebe an die Vorderräder überträgt. Die speziell für die Anwendung im Auto entwickelte Batterietechnik soll laut BMW eine Reichweite von 200 Kilometern ermöglichen. Dabei soll die von BMW propagierte «Freude am Fahren» auch im Mini E nicht zu kurz kommen: Ein Drehmoment von 220 Newtonmeter sorgt dafür, dass der Stromer Tempo 100 nach 8,5 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 152 km/h limitiert. Limitiert ist allerdings auch der Nutzwert des Mini E: Denn wo im aktuellen Serienauto zwei Sitze für den Nachwuchs und die Einkäufe parat stehen, ist der Platz für den Lithium-Ionen-Akku reserviert. Dieser verfügt über eine Gesamtkapazität von 35 Kilowattstunden (kWh) und setzt sich aus 5088 Batteriezellen zusammen, die in 48 Modulen zusammengefasst sind. Diese Module werden in Form von drei Batterieelementen im Innenraum des Mini E angeordnet. Das hat allerdings auch zur Folge, dass der ohnehin kleine Kofferraum des Minis von normalerweise 160 auf nur noch 60 Liter schrumpft.

Obwohl der Mini E an jeder konventionellen Steckdose aufgeladen werden kann, wird den Kunden eine so genannte Wallbox mitgeliefert. Die Wallbox wird in der Garage des Kunden installiert, lässt eine höhere Stromstärke zu und ermöglicht so schneller Ladezeiten. «Nach zweieinhalb Stunden an der Box ist der Mini E wieder voll geladen», verspricht BMW. Für zusätzliche Spannung unterwegs sorgt die Rekuperation – hier wird die Bremsenergie wie bei einem Dynamo vom Elektromotor in die Fahrzeugbatterie zurückgespeist. So kann die Reichweite im besten Fall um 20 Prozent erhöht werden.

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