Erneuerbare Energien: USA auf der Überholspur

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Der 14. Österreichische Biomassetag unter dem Motto „Biomasse in der Energiewende“, der am 25. und 26. November im VAZ Manglburg im oberösterreichischen Grieskirchen stattfinden wird, wartet mit einer Reihe hochkarätiger Referenten aus dem In- und Ausland auf. Besonders stolz sind die Veranstalter vom Österreichischen Biomasse-Verband darauf, dass US-Senator Marc Pacheco für den Eröffnungsvortrag gewonnen werden konnte. Pacheco, der nach enger Zusammenarbeit mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore vor einigen Jahren die Gründung eines Senatskomitees für Klimaschutz forcierte und schließlich dessen Vorsitz übernahm, gilt als einer der Vordenker für die „grüne Wende“, die sich in den USA zusehends vollzieht. Galt die einstige Supermacht bis vor einigen Jahren noch als Saulus in Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes, auf den man insbesondere in Europa mit erhobenem Zeigefinger blickte, so ist der Umstieg auf Erneuerbare Energien mittlerweile voll im Gange – und das in einem geradezu atemberaubenden Tempo.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat man erkannt, dass den unbegrenzt vorhandenen, weil erneuerbaren Energien die Zukunft gehört. Gerade die amerikanische Autoindustrie, die – bevor sie die Zeichen der Zeit erkannt hat – kann ein Lied davon singen, dass Ressourcen verschwendende Produkte, die so genannten Spritfresser, bei den Konsumenten wegen höherer Treibstoffpreise einerseits und einer großen Sensibilität gegenüber dem Klimawandel andererseits schlicht ins Hintertreffen gelangt sind und die Nachfrage nach umweltfreundlichen Alternativfahrzeugen drastisch gestiegen ist.

Wenn Europa es nicht riskieren möchte, seitens der Amerikaner schon sehr bald – zurecht – als Klimasünder bezeichnet zu werden, dann muss es den eingeschlagenen Weg hin zur Energiewende von fossil zu erneuerbar unbeirrt weiter beschreiten. Der aktuellen Finanzkrise droht nämlich neben den Banken, für die es zumindest Staatshaftungen gibt, insbesondere der Klimaschutz zum Opfer zu fallen. In schier unglaublicher Kurzsichtigkeit versuchen europäische Industrielle und Teile der Politik das Projekt Klimaschutz wegen angeblicher Unfinanzierbarkeit zu torpedieren – auch in Österreich. Dabei ist das europäische Klimapaket, etwa die verbindliche Richtlinie für erneuerbare Energien, die im Dezember verabschiedet werden soll, nichts anderes als ein gigantisches Investitionsprojekt in die Zukunft – und zwar in ökologischer wie auch ökonomischer Hinsicht. Und auch was die Gegenwart angeht, wäre es wirtschaftspolitischer Humbug, auf die Forcierung von erneuerbaren Energien verzichten zu wollen, zumal eine brandaktuelle Studie des WIFO belegt, dass die Umwelttechnologie die rot-weiß-rote Wachstumsbranche und der Jobmotor schlechthin darstellt, wobei zwei Drittel der Erlöse aus dem Export von österreichischen Produkten und Know-how lukriert werden.

Beim 14. Österreichischen Biomassetag wird man sich eingehend mit den globalen, den europäischen und ganz besonders denösterreichischen Fragen einer versorgungssicheren, leistbaren und Klima schonenden Energieversorgung auseinandersetzen. Das detaillierte Vortrags- und Exkursionsprogramm findet sich unter http://www.biomasseverband.at, Anmeldungen können noch entgegengenommen werden. (Quelle: oekonews.at)

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