Antike Stadt Seuthopolis soll freigelegt werden

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Die antike Stadt Seuthopolis liegt im Tal der thrakischen Könige und wurde versehentlich überschwemmt. Mit einer spektakulären Methode wird sie nun trockengelegt. Seuthopolis ist sehr gut erhalten und war die Residenzstadt des thrakischen Königs Seuthes III. Dieser gründete die Ortschaft im heutigen Mittelbulgarien im Jahr 323 vor Christus. Heute liegt sie auf dem Grund eines Stausees. Bei Bauarbeiten zum Damm für den Stausee war die Stadt 1948 erst entdeckt worden. Die Archäologen konnten einige Teile davon ins Museum und somit in Sicherheit bringen. Denn auch der spektakuläre Fund hielt die Kommunisten nicht davon ab, das Tal 1954 zu fluten. Dieser Fehler soll nun rückgängig gemacht werden. Dazu hat der bulgarische Architekt Scheko Tilew ein spektakuläres Projekt entworfen. Ein 20 Meter hoher Betonring wird um die Stadt gelegt, der schliesslich das Wasser abhält und die Stadt trockenlegt. Touristen werden zu diesem Ring transportiert und können dort dann die Ruinen begutachten. Der Ring hat insgesamt einen Durchmesser von 420 Metern. Die Regierung hat laut «Welt» bereits grünes Licht gegeben. Finanziert wird der runde Staudamm im Stausee unter anderem von der EU. Das Projekt soll mehr als 150 Millionen kosten.

Die Motive des Architekten Tilew ist klar: «Seuthopolis gehört zur Schatzkammer des Weltkulturerbes.» Wann die Bauarbeiten beginnen, ist noch nicht bekannt.

Olivenöl und Gemüse schützen vor frühzeitiger Alterung

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Eine aktuelle amerikanische Studie bietet gute, neue Argumente für eine mediterrane Ernährung: Olivenöl, Gemüse & Co. wirken dem mit dem Alter einher gehenden Abbau der geistigen Leistungen entgegen und verzögern sogar den Ausbruch der Alzheimer-Erkrankung. „Es handelt sich hier um eine wichtige Studie mit hoher Alltagsrelevanz“, kommentiert Prof. Dr. Matthias Endres von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie die Arbeit. Bereits seit längerem ist bekannt, dass eine mediterrane Diät positive Effekte auf das Herz- und Kreislaufsystem hat. Im Alter steigt das Risiko an Alzheimer zu erkranken. Eine Vorstufe (genannt: Mild cognitive impairment“, kurz: MCI) bringt Vergesslichkeit, aber auch Einschränkungen der Aufmerksamkeit und der Körperkontrolle mit sich. Offenbar vermag die richtige Ernährung das Risiko zu senken, wie Ärzte um den Neurologen Nikolas Scarmeas vom Medical Center der Columbia University in New York feststellten. Als positiv erwies sich die so genannte mediterrane Diät, das bedeutet den Verzehr von Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, ungesättigten Fetten, zumeist Olivenöl, Fisch und den moderaten Konsum von Alkohol, sowie gleichzeitig den Verzicht auf tierische Fette und Fleisch.

„Diese Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass eine mediterrane oder ähnliche Diät das Risiko beeinflusst, dass sich MCI manifestiert oder MCI zur Alzheimer-Erkrankung fortentwickelt“, folgern die Ärzte um Nikolas Scarmeas. Alles in allem seien die positiven Effekte einer gesunden Ernährung auf MCI aber keinesfalls ausreichend untersucht, vor allem die möglichen biologischen Mechanismen, die der Schutzwirkung zu Grunde liegen. „Auch wenn ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der mediterranen Diät und möglicher Demenzentwicklung hier nicht bewiesen wurde, handelt es sich doch um eine wichtige Studie mit hoher Alltagsrelevanz“, meint Prof. Dr. Matthias Endres, Leiter des Centrum für Schlaganfallforschung und Direktor der Klinik für Neurologie an der Charité in Berlin. „Fest steht: Eine mediterrane Diät ist auf jeden Fall eine gute Empfehlung, um Herz und Hirn auf Dauer Gutes zu tun.“ Weitere Details der Studie: Die Ergebnisse sind im renommierten Fachjournal „Archives of Neurology“ [1] veröffentlicht. Die Forscher untersuchten 1875 Personen im durchschnittlichen Alter von 76,9 Jahren und ermittelten per Fragebogen auf einer Skala von Null bis Neun, ob sich diese wenig (null) oder stark (neun) an eine mediterrane Diät hielten. Nach einem Beobachtungszeitraum von 4,5 Jahren wiesen 275 der 1393 gesunden Freiwilligen Symptome der MCI auf. Das Risiko dafür korrelierte eindeutig mit der Ernährungsweise. Unter den 482 Patienten mit MCI erkrankten 106 nach 4,3 Jahren an Alzheimer. Wieder stand das Risiko in Zusammenhang mit der Ernährungsweise.

Komet „Lulin“ nähert sich der Erde

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Ein grüner Komet mit dem Namen «Lulin» nähert sich der Erde. Am 24. Februar wird der Schweifstern die erdnächste Position erreichen. Dann wird er mit blossem Auge zu sehen sein – bei klaren Wetterverhältnissen. Ein chinesischer Student hat den Kometen zuerst beobachtet. Es ist eine Seltenheit, dass ein Komet im Anflug auf die Erde für den Menschen sichtbar ist. Laut US-Raumfahrtbehörde kommt der Schweifstern «Lulin» der Erde immer näher. Dabei wird er am nächsten Dienstag den erdnächsten Punkt seiner Bahn erreichen, wobei Nähe relativ zu verstehen ist; 60 Millionen Kilometer wird Komet C/2007 N3 – wie er auch genannt wird – von der Erde entfernt sein. Bei optimalen Bedingungen könnte man ihn am Dienstag mit blossem Auge beobachten. Dann erreicht er seine maximale Helligkeit. Er wird dann am südlichen Himmel das Sternbild Löwe besuchen. Mit einem Fernglas ist er jetzt schon gut zu sehen. Lulin wird oft auch der grüne Komet genannt. Für die Farbe sorgt vor allem der giftige Stoff Zyan im Kometenschweif, sowie der Kohlenstoff von Valenz 2 in seiner Atmosphäre, der auch grün erscheint. Ein chinesischer Student hat den Kometen im Juli 2007 zuerst entdeckt.

Die Bahamas – vom Weltall aus aufgenommen

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Türkisblaues Wasser, kilometerlange Strände – selbst vom Weltall aus gesehen erscheinen die Bahamas wie ein Traum. Die Entstehung der flachen Gewässer der Inselgruppe können Geologen nur grob rekonstruieren. Auf den ersten Blick möchte man gar nicht glauben, dass es sich um ein Satellitenfoto handelt. Die scharfen Übergänge zwischen türkis schillerndem Wasser und dunklen einfarbigen Flächen erscheinen so unwirklich, als hätte man die Inseln und angrenzende Gewässer aus einer Aufnahme ausgeschnitten und auf einen dunkelblauen Hintergrund gelegt. Doch es handelt sich um ein echtes Bild, aufgenommen am 12. Februar 2009 vom Nasa-Satelliten „Aqua“ mit dessen Instrument Modis. Zu sehen sind Teile der Bahamas, jener zwischen Kuba und Florida gelegene Inselstaat, der schon als Kulisse für mehrere James-Bond-Filme gedient hat. Gut zu erkennen sind die Inseln Andros (Mitte) und New Providence, die ein Stück weiter östlich liegt, und auf der sich auch Nassau befindet, die Hauptstadt des Inselstaates. Weiter östlich in der rechten Bildhälfte schließen sich Eleuthera, Cat Island und Long Island an.

Die verschiedenen Blaufärbungen repräsentieren unterschiedliche Wassertiefen. Die Aufnahme verdeutlicht, dass sich rund um die Inseln gigantische Unterwassergebirge mit Wassertiefen von weniger als zehn Metern erstrecken. Doch die unterseeischen Bänke fallen an ihren Rändern schroff ab: Dort, wo das Wasser dunkelblau erscheint, erreicht es eine Tiefe von bis zu 4000 Metern. Über die geologische Vergangenheit der Bahamas ist wenig bekannt. Man weiß zumindest, dass sich die Unterwasserbänke vor etwa 200 Millionen Jahren gebildet haben. Ursache waren Bewegungen der Erdkruste. In den flachen und warmen Gewässern siedelten sich viele Meeresbewohner an. Ihre Kalkspat-reichen Überreste sanken als Sedimente zu Boden. Als in der Ära des Pleistozäns auf der Erde massenhaft Gletscher entstanden und in der Folge der Meeresspiegel sank, ragten die so entstandenen Sedimentschichten plötzlich zum Teil aus dem Wasser heraus – die Kalksteinlandschaft verwitterte. Weil das Gestein so porös ist, entspringen heute auf den Inseln der Bahamas viele Flüsse und Bäche. (Quelle: Spiegel-online/Photo: NASA)

Images of New Zealand – Ein neuer Filmbeitrag auf dem Videokanal Vimeo

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Dieses wunderbaren Landschaftsfilm über Neuseeland habe ich auf vimeo entdeckt. Er stammt vom Christian Fletcher, die Musik hat Hans Zimmer komponiert. Christian arbeitete mit der Canon XH A1, zusammen mit dem Letus 35 Extreme Aufsatz und einem 24mm Weitwinkelobjektiv.

Urzeit-Code ermöglicht bessere Ernte

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Bringt Getreide dank elektrostatischen Feldern tatsächlich mehr Ertrag? Ja! Zum ersten Mal überhaupt fanden 2008 grossflächige Freilandversuche mit entsprechend behandeltem Saatgut in Bayern statt. Resultat: 38 Prozent Mehrertrag bei Mais und 20 Prozent Mehrertrag bei Weizen. Seit Jahren engagiert sich Daniel Ebner aus dem Schweizer Kanton Basel-Landschaft für den Urzeit-Code. Nun trägt seine Arbeit endlich Früchte: Dank dem Interesse und der finanziellen Unterstützung einer bayerischen Agrargenossenschaft konnte der Schweizer Biologe 2008 mit Bauern in Deutschland auf drei Feldern verschiedene Getreidesorten ausbringen lassen. Die Samen waren von ihm zuvor in einem italienischen Labor temporär einem starken elektrostatischen Feld ausgesetzt worden. Resultat: Im Fall von Weizen und Mais fiel die Erntemenge deutlich höher aus. Konkret: Der elektrostatisch behandelte Weizen erbrachte im Vergleich zur Kontrollfläche einen Freiland-Mehrertrag von 20 Prozent, und das ohne jeglichen Pestizideinsatz. Angesät wurde Ende März 2008, geerntet Ende Juni. Die beiden Anbaufelder waren je rund eine halbe Hektare gross. Der Wuchs der E-Feld-Pflanzen war insgesamt geringer als derjenige der unbehandelten Kontrollgruppe, der Ertrag pro Pflanze jedoch deutlich höher.

Beim E-Feld-Mais konnte der Mehrertrag im Vergleich zur Kontrollgruppe nach der Ernte gar auf 38 Prozent beziffert werden. Auch in diesem Fall waren die E-Feld-Pflanzen kleinwüchsiger, aber der Ertrag pro Stengel deutlich höher. Teilweise bildeten die einzelnen Pflanzen auch mehrere Stile aus. Zudem zählte man bei den E-Feld-Sprösslingen im Durchschnitt drei bis fünf Kolben pro Pflanze, in Einzelfällen gar bis zu neun Stück! Die Grösse der beiden Anbauflächen entsprach in etwa derjenigen des Weizens. Angesät wurde anfangs Mai, geerntet Ende September. Im Gegensatz zum Weizen wurden beim Mais wegen Schädlingsbefalls Pestizide eingesetzt, sowohl im E-Feld, als auch im Kontrollfeld. Die Ergebnisse zeigen, dass Ebner auf dem richtigen Weg ist: Die Resultate erscheinen mir umso interessanter als die Bedingungen für den Anbau nicht gerade optimal waren, weil wir ja ein ziemlich feuchtes Jahr hatten. Kam dazu, dass wir die E-Feld-Saatgutproben von Italien nach Bayern transportieren mussten, was die Sache ebenfalls komplizierte. Dass bei den Agrarmaschinen im Fall der bereits gequollenen E-Feld-Samen für die Aussaat eine breitere Lochgrösse eingestellt werden musste, habe die Arbeit ebenfalls nicht vereinfacht. Die unbehandelten Kontrollproben waren kleiner und konnten auf den Feldern in höherer Dichte ausgesät werden, was ihren Wuchs eher bevorteilt haben dürfte. Die deutlichen Mehrerträge bei den E-Feld-Proben seien somit wohl eher noch höher zu bewerten als offiziell beziffert.

Entdeckt hatte den erstaunlichen Bio-Effekt Daniel Ebners Vater Guido. Zusammen mit Heinz Schürch untersuchte er innerhalb seiner Forschungstätigkeit beim Chemiekonzern Ciba- Geigy bis in die 90er-Jahre das Verhalten von biologischen Organismen, die starken elektrostatischen Feldern ausgesetzt wurden. Dabei stellte man im Rahmen beobachtender Studien überrascht fest, dass Pflanzensamen und Fischeier nach Behandlung in einem Spannungsfeld schneller wuchsen und teilweise auch mehr Ertrag brachten. In einigen Fällen entwickelten sich die Organismen gar zu einer Art „Urform“ zurück.

Ob des Erfolgs experimentiert Daniel Ebner in Bayern derzeit mit Winterweizen, der im Frühjahr 2009 geerntet werden soll. Parallel dazu wurde er kürzlich nach La Réunion eingeladen, einer zu Frankreich gehörenden Insel im Indischen Ozean, um seine Ergebnisse dort interessierten Wissenschaftlern vorzustellen. Mit dabei auch der Soziologe Raoul Oudraogo, langjähriger Assistent von Professor Jean Ziegler, Berater des UNO-Menschenrechtsrats. Ebner: „Speziell gefreut hat mich, dass ich auch dem Präsidenten von La Röunion vorgestellt wurde, der sich sehr für unsere Experimente interessiert.“ Auf Vorschlag des Schweizer Nobelpreisträgers Professor Werner Arber sollen nun Inhaltsanalysen der Getreideproben aus Bayern folgen, um das Vorhandensein allfälliger Giftstoffe auszuschliessen. Die Tests dürften insgesamt rund 7000 Euro kosten, rechnet Daniel Ebner vor, der die Experimente mit viel Idealismus auf eigene Kosten vorantreibt. Für diese Analysen suche ich deshalb noch einen Sponsor.

Neues Mitsubishi-Elektroauto ist alltagstauglich

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Das innovative Elektroauto i-MiEV von Mitsubishi erweist sich als alltags-tauglich und reif für eine breite Erprobung der Elektromobilität, wie die Bernischen Kraftwerke AG (BKW) mitteilen. Dîes ist das Hauptfazit der Tests, welche die Spezialisten der Fachhochschulen Biel und Luzern im Auftrag der BKW FMB Energie AG (BKW) im Hinblick auf den bevorstehenden Genfer Automobilsalon durchgeführt haben.Das Fahrzeug eignet sich, um die für die Verbreitung der umweltfreundlichen Elektromobilität anstehenden Probleme im grossflächigen Flotteneinsatz zur Lösung zu bringen. Damit wird eine bis zu 60 prozentige CO2-Einsparung möglich. Die BKW will dazu ihren Beitrag zur Problemlösung leisten. Der japanische Automobilhersteller Mitsubishi hat der BKW als erste europäische Energieunternehmung die Gelegenheit zu wissenschaftlichen Tests mit dem serienreifen, innovativen Elektroauto i-MiEV geboten. Die von spezialisierten Ingenieuren im BKW-Auftrag durchgeführten Tests auf dem Fahrzeugprüfstand sowie im Stadt- und Überlandverkehr bei den aktuellen Witterungs- und Strassenverhältnissen ergaben, dass der i-MiEV technisch ausgereift ist und den heutigen Bedürfnissen betreffend Fahrkomfort gerecht wird.

Das Fahrzeug erfüllt die wichtigsten Anforderungen an den Einsatz im Agglomerationsverkehr. Mit der Jahresproduktion des BKW-Sonnenkraftwerks vom Stade de Suisse könnten 650 i-MiEV-Autos je 10’000 km pro Jahr zurücklegen. Die Tests zeigen aber auch, dass der breite Einsatz von CO2-armen Elektrofahrzeugen verschiedene technische Weiterentwicklungen voraus setzt, so vorab bei den Ladekonzepten, den erforderlichen Standardisierungen, den Ladezeiten, den Reichweiten und bei der Lebensdauer der Batterien. Darüber hinaus verlangt die Verbreitung der Elektromobilität den zeitaufwändigen Aufbau der erforderlichen Infrastruktur wie Schnelllade-Stationen, wie die BKW weiter schreibt. (Quelle: news.ch)

Interview mit balinesischem Kunsthandwerker

Auf meiner Balireise bin ich einem seltenen Kunsthandwerker begegnet. Kadek Ardita hat voon seinem Grossvater gelernt, wie man auf ehemaligen Palmblättern Dokumente schreiben und Zeichnungen verewigen kann. Die Palmblätter einer speziellen Sorte von Palmen, wie sie nur in einigen Teilen von Bali zu finden sind, werden gekocht und anschliessend während einem Jahr getrocknet und gepresst. Dann kann man sie beschreiben und bezeichnen. Diese Form von Dokumenten ist älter als die Herstellung von Papier und wurde seit Jahrtausenden verwendet, um Familiengeschichten, Texte und Bildergeschichten für die Nachkommen zu erhalten. Kadek hat mir in diesem Interview erzählt, wie er dazu gekommen ist und was sein grösster Traum für die Zukunft ist. Dies ist die 22. Ausgabe meiner monatlichen Interview-Serie LIFE Voices. Dauer: 8:23 min; im englischen Original.

Ein neue Photoseite im Internet: Oneexposure-1x

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Vor kurzem habe ich eine neue Photoportfolio-Seite entdeckt mit dem Namen Oneexposure-1x. Alle kreativen Photographen und Amateure können ihre Bilder publizieren, jedoch ist die Zahl der Photos bei der einfachen und kostenlosen Mitgliedschaft beschränkt. U.a. sind folgende Themen-Gruppen enthalten: Abstrakt, Architektur, Landschaft, Natur, Makro, Portrait und Stilleben. Photographen können auch per Suchfunktion gefunden wurden. Zudem besteht die Möglichkeit, Kritiken zu publizierten Aufnahmen abzugeben und am Forum teilzunehmen. Das abgebildete Photo stammt vom belgischen Photographen Joris.

Zu Besuch in Borobudur

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Modell der Anlage von Borobudur

Als Abschluss meines dreiwöchigen Aufenthaltes in Bali, habe ich gestern einen Abstecher auf die benachbarte Insdel Java gemacht und Borobudur (auch Borobudour geschrieben) einer der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens besucht. Die kolossale Pyramide befindet sich 40 Kilometer nordwestlich von Yogyakarta auf der Insel Java in Indonesien. Leider ist im Moment Regenzeit, sodass ich trotz frühen Aufstehens keinen glorreichen Sonnenaufgang erleben konnte. Trotzdem hat sich die Pilgerreise mehr als gelohnt. Gebaut wurde die Stupa vermutlich zwischen 750 und 850 während der Herrschaft der Sailendra-Dynastie. Als sich das Machtzentrum Javas im 10. und 11. Jahrhundert nach Osten verlagerte (vielleicht auch in Verbindung mit dem Ausbruch des Merapi 1006), geriet die Anlage in Vergessenheit und wurde von vulkanischer Asche und der Vegetation begraben. 1814 wurde sie wiederentdeckt, aber erst im Jahr 1835 brachten Europäer sie wieder ans Tageslicht. Ein Restaurierungsprogramm in der Zeit zwischen 1973 und 1984 brachte große Teile der Anlage wieder zu früherem Glanz.Borobudur wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und wird seither stetig aufgebaut. Insgesamt neun Stockwerke türmen sich auf der quadratischen Basis von 123 m Länge. An den Wänden der vier sich stufenartig verjüngenden Galerien befinden sich Flachreliefs in der Gesamtlänge von über fünf Kilometern, welche das Leben und Wirken Buddhas beschreiben. Darüber liegen drei sich konzentrisch verjüngende Terrassen mit insgesamt 72 Stupas, welche die Hauptstupa von fast 11 m Durchmesser umrahmen.

Sobald ich mein Videomaterial aufgearbeitet habe, werde ich einen Film publizieren und Euch natürlich auf dem Laufenden halten. Gleichzeitig möchte ich mich für die Unregelmäsigkeiten in meinen Posts der vergangenen Tagen entschuldigen. Die Internet-Verbindung reicht in vielen Ländern Asiens knapp aus, um ein Bild raufzuladen…

Venedig soll Schiff-Flote mit Hybridantrieb erhalten

picture-3Die städtischen Verkehrsbetriebe von Venedig haben die Entwicklung eines mit Hybridantrieb ausgestatteten Wassertaxis in Auftrag gegeben. Auf dem Canale Grande soll ab 2013 eine mit Brennstoff- und Photovoltaikzellen betriebene Nahverkehrsflotte verkehren, die 16 umweltfreundliche Wassertaxis umfasst. Das aus Mitteln des italienischen Wirtschaftsministeriums im Rahmen des Programma Industria 2015 kofinanzierte Projekt «Vision» wird im kommenden Februar gestartet und erfordert einen Investitionsaufwand von insgesamt zwölf Mio. Euro. An dem Vorhaben sind neben den staatlichen Werftbetrieben Fincantieri die eine Reihe weiterer italienischer Firmen beteiligt. Zur Fertigstellung des mit 240 Passagierplätzen ausgestatteten Prototypen werden voraussichtlich drei Jahre vergehen. Als Energiequelle für die ebenfalls vorgesehene neue Generation von Elektromotoren werden die als Stacks bekannten und bereits bei U-Booten eingesetzten Brennstoffzellen mit Polymermembran vom Typ PEM (= Proton Exchange Membrane) dienen. Zusätzliche Energie werden die auf dem Schiffsdeck angebrachten Photovoltaikpanele liefern. Besondere Aufmerksamkeit wird auch der neu zu entwickelnden Bugform gelten, die eine weitgehende Vibrationsfreiheit und eine möglichst grosse Manövrierfähigkeit sicherstellen soll. Den Leitsatz «Zero Emisson» hat sich auch der halbstaatliche Energiekonzern Enel auf die Fahnen geschrieben, der in dem benachbarten Hydrogen Park von Fusina ein Wasserstoff-Kraftwerk mit einer Kapazität von 16 Megawatt baut.

Koordiniert wird das Projekt von der Fincantieri mit Unterstützung der italienischen Schiffsregisterstelle Rina . «Bei diesem wichtigen innovativen Vorhaben können wir all das Know-how einbringen, das wir bei technologisch anspruchsvollen Schiffskonstruktionen erworben haben», bestätigt der bei Fincantieri zuständige Forschungsleiter Piercipriano Rollo. Dies gelte auch für den späteren Wissenstransfer auf internationaler Ebene und die Erarbeitung gesetzlicher Umweltstandards. «Die Motorboote in Venedig werden geräusch- und emissionsfrei wie Gondeln durch die Kanäle gleiten», so das von ihm beschriebene Zukunftsbild der «Serenissima». (Quelle: news.ch)

2. Skulptur zu Ehren von Sri Chinmoy in Bali

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Nach der erfolgreichen Plazierung einer lebensgrossen, in Bronze gegossenen Statue des 2007 verschiedenen spirituellen Meisters und Friedensförderer Sri Chinmoy im Hafen von Oslo wurde gestern im Künstlerort Ubud in Bali die 2. Skulptur eingeweiht. Agung Rai (siehe Bild links), Gründer und Direktor des gleichnamigen Kunstmuseums in balinesischem Stil und einer wunderschönen Parkumgebung, sprach bei der Feier zu den Gästen und war stolz, dass sein Museum als fester Standplatz ausgewählt wurde. Auch andere Sprecher würdigten die spirituelle Grösse von Sri Chinmoy, dessen Kunstwerke zu Zeit auch im Museum zu sehen sind.

Kirschblüten-Euphorie in Japan

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Sie sind seidenweich, nur halb so groß wie ein Daumen und stellen jedes Jahr ganz Japan auf den Kopf: die Kirschblüten. Im Frühjahr brechen von Südwesten bis Nordosten immer mehr zarte Blüten auf, bis sie schließlich millionenfach die Bäume verzieren. Besonders in der Hauptstadt Tokio werden die Kirschblüten im März rund zwei Wochen lang bestaunt, im Sekundentakt fotografiert und bei Sake-Partys in den Parks ausgelassen gefeiert. Schon im Februar steigt die Spannung der Japaner im ganzen Land, bis endlich im Südwesten die ersten Kirschblüten – auf Japanisch: Sakura – zu sehen sind. Dann kennt die Euphorie kein Halten mehr. Die Zeitungen berichten vom Stand der Kirschblüte, die Geschäfte drapieren Kirschprodukte in allen Variationen in ihre Auslagen, im Fernsehen laufen täglich mehrere Sondersendungen. So schicken Zuschauer beispielsweise Fotos von den schönsten Kirschbäumen ihrer Region ein, die von den Moderatoren in hellrosa dekorierten Studios mit respektvollen „Ahs“ und „Ohs“ kommentiert werden. Hausfrauen und professionelle Köche zeigen, wie man selbst Sushi so clever füllen kann, dass sich im Querschnitt ein Kirschbaum zeigt. Und die sogenannte Kirschblütenfront wird überall aufs Genaueste verfolgt. Ähnlich wie beim Wetterbericht zeichnen die Fernsehsender die Entwicklung der Kirschblüte detailliert nach, so dass jeder im Land weiß, wann sie endlich auch zu ihm gelangt. Wer das weltweit einmalige Phänomen der Kirschblüte in Japan einmal selber erlebt hat, versteht die Hysterie. Der Anblick dieser filigranen Blüten bleibt lange im Gedächtnis. So etwas sieht man sonst nirgendwo: Es ist bezaubernd, wunderschön und atemberaubend. Selbst das sonst eher grau wirkende Tokio strahlt plötzlich hellrosa.

In der ganzen Stadt verteilt ist das Spektakel zu bewundern: Zwischen Häuserschluchten, wo sonst scheinbar nur Autoabgase hinkommen, blühen einzelne Sakura-Bäume, und in den zahlreichen Parks lassen die Zierpflanzen die gesamte Umgebung wie eine Traumwelt erscheinen. (Quelle: Spiegel-online)

Shell-Eco-Marathon in Lausitz (Deutschland)

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Der Shell Eco-Marathon wird im Mai 2009 erstmals in der 25-jährigen Marathon-Geschichte in Deutschland, auf dem EuroSpeedway Lausitz, ausgetragen. Die Hochschule unterstützt den weltgrößten Effizienzwettbewerb bei der Organisation des Ereignisses. Mehr als 3000 Studenten werden in der Lausitz erwartet, um in 220 Teams aus 29 Ländern ihre Entwicklung des effizientesten Fahrzeugs bei gleichzeitig geringstmöglichem Kohlendioxid-Ausstoß dem Wettstreit zu stellen. Gemessen wird, wie weit die Fahrzeuge der studentischen Teams mit einem Liter Kraftstoff kommen.  Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, übernehmen die Schirmherrschaft über das Anfang Mai 2009 auf dem EuroSpeedway Lausitz zwischen Berlin und Dresden stattfindende Großereignis. Die Hochschule Lausitz nimmt nicht nur mit einem Wettbewerbsbeitrag um den effizientesten Kraftststoffeinsatz an dem internationalen Wettbewerb teil, sondern unterstützt die Organisatoren mit Logistik, Unterkünften und studentischen Hilfskräften. Das Unternehmen Shell ist an die Hochschulleitung herangetreten und beide Seiten unterzeichneten den Vertrag. „Wir freuen uns, als unterstützende Kraft für den Shell Eco-Marathon tätig zu werden und sind gespannt auf die Ergebnisse, die sich aus der intensiven Zusammenarbeit ergeben werden. Bereits jetzt sind mehrere internationale Hochschulen mit uns in Kontakt getreten, das ist ein vielversprechender Beginn“, teilt der Kanzler der Hochschule Lausitz, Volker Schiffer, mit.

Die Partnerschaft ist für beide Seiten eine Premiere: Die 25. Auflage des weltgrößten Effizienz-Wettbewerbs wird erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs in Deutschland und auf der südbrandenburgischen Rennstrecke „EuroSpeedway Lausitz“ stattfinden. Bis zum Jahr 2008 trug das Unternehmen den Shell Eco-Marathon im südfranzösischen Nogaro aus. Alljährlich lädt Shell junge Menschen von Universitäten und Fachhochschulen ein, mit ihren Ideen ein Fahrzeug zu entwerfen und zu bauen, das den Kraftstoff so effizient wie möglich einsetzt. Zum Shell Eco-Marathon vom 7.-9. Mai 2009 auf dem EuroSpeedway Lausitz werden 220 Teams aus 29 Ländern darum wetteifern, mit einem Liter Kraftstoff so weit wie möglich zu kommen. Der Rekord aus dem Jahre 2005 liegt bei sagenhaften 3.836 Kilometern – das ist in etwa so weit wie die Strecke von Berlin nach Moskau. Am Veranstaltungswochenende werden 3000 junge Menschen aus ganz Europa erwartet und von Studierenden der Hochschule Lausitz mit betreut. Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, wird den Eco Shell-Marathon am 7. Mai 2009 eröffnen.

Neue Google-Software erschliesst den Meeresboden

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Die neue Version von Google Earth 5.0 zeigt nicht nur Städte und Straßen, sie macht erstmals auch den Meeresboden im Detail sichtbar. Deren wichtigste Neuerung: Ozeane. Waren die Meeresgebiete des Planeten bislang aus Google-Earth-Sicht weitgehend unbelebte, blau gefärbte Ebenen, die den Raum zwischen den Kontinenten besetzt hielten, hat sich das in der neuen Version grundlegend geändert. In ihr wurde der Meeresboden anhand wissenschaftlicher Daten ebenso detailliert nachmodelliert wie bisher die Gebirge. So kann man nun beispielsweise eine Tausende Kilometer lange Reise über den Mittelatlantischen Rücken unternehmen oder auf den Spuren des Tiefseeforschers Jacques Piccard dem Tauchschiff Trieste an die tiefste Stelle des Planeten folgen, den elf Kilometer tiefen Marianengraben. Das verspricht viel Spaß und einigen gehobenen Unterhaltungswert. Doch das steht bei Google Ocean, wie die Erweiterung des digitalen Planeten genannt wird, gar nicht im Vordergrund. Viel wichtiger sei es, damit eine „Begeisterung und das Bewusstsein für den blauen Lebensbrunnen unserer Erde zu wecken“, wie sich die Ozeanographin Sylvia Earle von der National Geographic Society ausdrückt. Noch enthusiastischer ist Google-Chef Eric Schmidt. Seiner Meinung nach habe Google mit der neuen Software gar die „Chance, die Perspektive der Menschen zu verändern“. Schließlich gelangt laut Schmidt etwa ein Drittel des von Menschen emittierten Kohlendioxids in die Ozeane, immer mehr Arten verschwinden von der Mehrheit der Menschen unbemerkt aus den Weltmeeren. Zumindest letzteres soll Google Earth 5.0 samt Google Ocean ändern: Die Software sei auch eine Plattform, um kontroverse Themen ins Gespräch zu bringen. Eine eigene Ebene informiert z.B. über Meeresschutzgebiete, eine andere liefert Informationen über gefährdete Meeresbewohner, eine klärt über tote Zonen in den Meeren auf. Aber auch reine Neugier wird befriedigt –  man kann sich über Schiffwracks oder Wassersportmöglichkeiten informieren. Und wenn man Spaß und Wissensdurst verbinden will, hat die Ebene „Tierortung“ ihren Reiz. Hier kann man sich beispielsweise die Wanderungen eines Weißen Hais oder eines Wals anschauen, die Forscher mit GPS-Sendern markiert haben.

Die Aufbereitung der jeweiligen Infos variiert von Fall zu Fall. Mal bekommt man Text, mal Bilder, mal Videos zu sehen. Manche davon sind ausgesprochen sehenswert. So wie etwa jene rund 90 bisher unveröffentlichten Aufnahmen des französischen Meeresforschers und -filmers Jacques-Yves Cousteau. Seine zumeist in den sechziger und siebziger Jahren gedrehten Filme zu sehen hat einen ganz besonderen Charme. Mehr Informationsgehalt und Tiefe bieten dagegen die Videoeinspielungen von BBC und National Geographic. (Quelle: Spiegel online)