Urzeit-Code ermöglicht bessere Ernte

weizenfeld

Bringt Getreide dank elektrostatischen Feldern tatsächlich mehr Ertrag? Ja! Zum ersten Mal überhaupt fanden 2008 grossflächige Freilandversuche mit entsprechend behandeltem Saatgut in Bayern statt. Resultat: 38 Prozent Mehrertrag bei Mais und 20 Prozent Mehrertrag bei Weizen. Seit Jahren engagiert sich Daniel Ebner aus dem Schweizer Kanton Basel-Landschaft für den Urzeit-Code. Nun trägt seine Arbeit endlich Früchte: Dank dem Interesse und der finanziellen Unterstützung einer bayerischen Agrargenossenschaft konnte der Schweizer Biologe 2008 mit Bauern in Deutschland auf drei Feldern verschiedene Getreidesorten ausbringen lassen. Die Samen waren von ihm zuvor in einem italienischen Labor temporär einem starken elektrostatischen Feld ausgesetzt worden. Resultat: Im Fall von Weizen und Mais fiel die Erntemenge deutlich höher aus. Konkret: Der elektrostatisch behandelte Weizen erbrachte im Vergleich zur Kontrollfläche einen Freiland-Mehrertrag von 20 Prozent, und das ohne jeglichen Pestizideinsatz. Angesät wurde Ende März 2008, geerntet Ende Juni. Die beiden Anbaufelder waren je rund eine halbe Hektare gross. Der Wuchs der E-Feld-Pflanzen war insgesamt geringer als derjenige der unbehandelten Kontrollgruppe, der Ertrag pro Pflanze jedoch deutlich höher.

Beim E-Feld-Mais konnte der Mehrertrag im Vergleich zur Kontrollgruppe nach der Ernte gar auf 38 Prozent beziffert werden. Auch in diesem Fall waren die E-Feld-Pflanzen kleinwüchsiger, aber der Ertrag pro Stengel deutlich höher. Teilweise bildeten die einzelnen Pflanzen auch mehrere Stile aus. Zudem zählte man bei den E-Feld-Sprösslingen im Durchschnitt drei bis fünf Kolben pro Pflanze, in Einzelfällen gar bis zu neun Stück! Die Grösse der beiden Anbauflächen entsprach in etwa derjenigen des Weizens. Angesät wurde anfangs Mai, geerntet Ende September. Im Gegensatz zum Weizen wurden beim Mais wegen Schädlingsbefalls Pestizide eingesetzt, sowohl im E-Feld, als auch im Kontrollfeld. Die Ergebnisse zeigen, dass Ebner auf dem richtigen Weg ist: Die Resultate erscheinen mir umso interessanter als die Bedingungen für den Anbau nicht gerade optimal waren, weil wir ja ein ziemlich feuchtes Jahr hatten. Kam dazu, dass wir die E-Feld-Saatgutproben von Italien nach Bayern transportieren mussten, was die Sache ebenfalls komplizierte. Dass bei den Agrarmaschinen im Fall der bereits gequollenen E-Feld-Samen für die Aussaat eine breitere Lochgrösse eingestellt werden musste, habe die Arbeit ebenfalls nicht vereinfacht. Die unbehandelten Kontrollproben waren kleiner und konnten auf den Feldern in höherer Dichte ausgesät werden, was ihren Wuchs eher bevorteilt haben dürfte. Die deutlichen Mehrerträge bei den E-Feld-Proben seien somit wohl eher noch höher zu bewerten als offiziell beziffert.

Entdeckt hatte den erstaunlichen Bio-Effekt Daniel Ebners Vater Guido. Zusammen mit Heinz Schürch untersuchte er innerhalb seiner Forschungstätigkeit beim Chemiekonzern Ciba- Geigy bis in die 90er-Jahre das Verhalten von biologischen Organismen, die starken elektrostatischen Feldern ausgesetzt wurden. Dabei stellte man im Rahmen beobachtender Studien überrascht fest, dass Pflanzensamen und Fischeier nach Behandlung in einem Spannungsfeld schneller wuchsen und teilweise auch mehr Ertrag brachten. In einigen Fällen entwickelten sich die Organismen gar zu einer Art „Urform“ zurück.

Ob des Erfolgs experimentiert Daniel Ebner in Bayern derzeit mit Winterweizen, der im Frühjahr 2009 geerntet werden soll. Parallel dazu wurde er kürzlich nach La Réunion eingeladen, einer zu Frankreich gehörenden Insel im Indischen Ozean, um seine Ergebnisse dort interessierten Wissenschaftlern vorzustellen. Mit dabei auch der Soziologe Raoul Oudraogo, langjähriger Assistent von Professor Jean Ziegler, Berater des UNO-Menschenrechtsrats. Ebner: „Speziell gefreut hat mich, dass ich auch dem Präsidenten von La Röunion vorgestellt wurde, der sich sehr für unsere Experimente interessiert.“ Auf Vorschlag des Schweizer Nobelpreisträgers Professor Werner Arber sollen nun Inhaltsanalysen der Getreideproben aus Bayern folgen, um das Vorhandensein allfälliger Giftstoffe auszuschliessen. Die Tests dürften insgesamt rund 7000 Euro kosten, rechnet Daniel Ebner vor, der die Experimente mit viel Idealismus auf eigene Kosten vorantreibt. Für diese Analysen suche ich deshalb noch einen Sponsor.

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