Die Bahamas – vom Weltall aus aufgenommen

bahamas

Türkisblaues Wasser, kilometerlange Strände – selbst vom Weltall aus gesehen erscheinen die Bahamas wie ein Traum. Die Entstehung der flachen Gewässer der Inselgruppe können Geologen nur grob rekonstruieren. Auf den ersten Blick möchte man gar nicht glauben, dass es sich um ein Satellitenfoto handelt. Die scharfen Übergänge zwischen türkis schillerndem Wasser und dunklen einfarbigen Flächen erscheinen so unwirklich, als hätte man die Inseln und angrenzende Gewässer aus einer Aufnahme ausgeschnitten und auf einen dunkelblauen Hintergrund gelegt. Doch es handelt sich um ein echtes Bild, aufgenommen am 12. Februar 2009 vom Nasa-Satelliten „Aqua“ mit dessen Instrument Modis. Zu sehen sind Teile der Bahamas, jener zwischen Kuba und Florida gelegene Inselstaat, der schon als Kulisse für mehrere James-Bond-Filme gedient hat. Gut zu erkennen sind die Inseln Andros (Mitte) und New Providence, die ein Stück weiter östlich liegt, und auf der sich auch Nassau befindet, die Hauptstadt des Inselstaates. Weiter östlich in der rechten Bildhälfte schließen sich Eleuthera, Cat Island und Long Island an.

Die verschiedenen Blaufärbungen repräsentieren unterschiedliche Wassertiefen. Die Aufnahme verdeutlicht, dass sich rund um die Inseln gigantische Unterwassergebirge mit Wassertiefen von weniger als zehn Metern erstrecken. Doch die unterseeischen Bänke fallen an ihren Rändern schroff ab: Dort, wo das Wasser dunkelblau erscheint, erreicht es eine Tiefe von bis zu 4000 Metern. Über die geologische Vergangenheit der Bahamas ist wenig bekannt. Man weiß zumindest, dass sich die Unterwasserbänke vor etwa 200 Millionen Jahren gebildet haben. Ursache waren Bewegungen der Erdkruste. In den flachen und warmen Gewässern siedelten sich viele Meeresbewohner an. Ihre Kalkspat-reichen Überreste sanken als Sedimente zu Boden. Als in der Ära des Pleistozäns auf der Erde massenhaft Gletscher entstanden und in der Folge der Meeresspiegel sank, ragten die so entstandenen Sedimentschichten plötzlich zum Teil aus dem Wasser heraus – die Kalksteinlandschaft verwitterte. Weil das Gestein so porös ist, entspringen heute auf den Inseln der Bahamas viele Flüsse und Bäche. (Quelle: Spiegel-online/Photo: NASA)

One thought on “Die Bahamas – vom Weltall aus aufgenommen

  1. Das ist schon erstaunlich. Eigentlich müssten doch die Sandmassen in den steilen Abgrund abrutschen, und somit das „Bahamas-Gebiet“ immer kleiner werden…

    Da bekommt man richtig lust, wieder Urlaub zu machen, wenn man das Bild sieht!

    Matthias

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