Autos der Zukunft fahren elektrisch

renaultzeconcept1Dr. Eveline Steinberger, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, präsentierte heute gemeinsam mit den Studienautoren Bernhard Haider und Erwin Smole von Price Waterhouse Coopers eine Studie zu den Auswirkungen von Elektromobilität auf die österreichische Energiewirtschaft. Inhalt der Untersuchung war eine Analyse der Auswirkungen von Elektrofahrzeugen auf die österreichische Energiewirtschaft. Vorausgesetzt wurde, dass alle Batterien über das öffentliche Netz aufgeladen werden. Angenommen wurde außerdem, reine Elektroautos einzusetzen, d.h., die Fahrzeuge werden nur mit Batterien und ohne Verbrennungsmotoren betrieben. Um eine seriöse Prognose abgeben zu können, wurde das Jahr 2020 als Zeithorizont eingesetzt. Für 2020 wurde ein 20 Prozent Anteil Elektrofahrzeugen angenommen, was etwa einer Million E-Autos in Österreich zu diesem Zeitpunkt entspricht. Weiters wurde vorausgesetzt, dass alle Batterien über das öffentliche Netz aufgeladen werden. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind: Eine Energieeffizienzsteigerung um + 8,7 TWh ist möglich, womit bereits 38% der österreichischen Energieeffizienzziele 2020 erreichbar wären! Dadurch wäre eine nachhaltige Reduktion der Treibhausgase von jährlich etwa 2 Millionen Tonnen möglich.

Wesentliche Studienerkenntnisse im Detail

Die Einführung von 20% Elektrofahrzeugen (ca. 1 Mio. Fahrzeuge) würde den österreichischen Stromverbrauch um ca. 3 % erhöhen, ein Ausbau von Kraftwerken wäre aber dennoch nicht notwendig.

Die Stromverbrauchsanalyse über einen durchschnittlichen Werktag zeigt, dass die bestehende Netzinfrastruktur ausreichend ist und Adaptionen im Verteilnetzbereich nur beim Bau der Ladestationen notwendig sein werden. Eine Netzverstärkung ist bei einem Anteil von 20% Elektrofahrzeugen an den Gesamtfahrzeugen nicht notwendig.

Bei einer Einführung in ganz Österreich wären ca. 16.200 Ladestationen notwendig. Dafür müssten 650 Mio. EUR investiert werden. Setzt man den Ausbauschwerpunkt nur auf Städte, wären ca. 2.800 Ladestationen notwendig, wofür ca. 111 Mio. EUR für Ladestationen inkl. Netzanschluss investiert werden müssten.

Ausgehend von einem Stromerzeugungsmix, der in etwa der heutigen Stromerzeugung entspricht, würden sich die spezifischen CO2-Emissionen der PKWs auf 40 g/km reduzieren. Dies würde einer Reduktion um 2/3 der derzeitigen spezifischen Emissionen von konventionellen Kraftfahrzeugen entsprechen.

Die Klimabilanz (gesamte CO2 Emissionen Österreichs) würde sich um knapp 2 Mio. t CO2 verbessern. Dies entspricht einer Reduktion von 16% der CO2 Emissionen von PKWs, leichten Nutzfahrzeugen und einspurigen Fahrzeugen, wobei hier ein Stromerzeugungsmix angenommen wird, der der heutigen Stromerzeugung entspricht.

Für die Volkswirtschaft ergibt die Einführung von Elektrofahrzeugen einen positiven Nettoeffekt von rund 1,3 Mrd. EUR, wobei der Effekt für Staatsausgaben in etwa neutral ist und sich für Investitionen insgesamt ein positiver Effekt von 1,3 Mrd. EUR ergibt (ca. 10% des derzeitigen Branchenumsatzes der Energiewirtschaft).

Elektrofahrzeuge haben insgesamt einen höheren Wirkungsgrad als konventionelle Fahrzeuge. Die Einführung von 20% Elektrofahrzeugen würde ca. 8,4 TWh Energie einsparen. Das entspricht ca. 37% des Energieeffizienzziels für 2016.

Bernhard Haider PwC PricewaterhouseCoopers GmbH erklärt: “Die Studie hat gezeigt, dass eine Einführung von Elektrofahrzeugen kaum Auswirkungen auf die Kraftwerkserzeugung hat. Zwar müssen Investitionen in die Ladestationen getätigt werden, grundsätzlich ist die bestehende Netzinfrastruktur aber ausreichend. Elektrofahrzeuge würden einen positiven Beitrag zu den CO2 Emissionszielen und auch den Energieeffizienzzielen liefern, wobei dabei auch ein positiver volkswirtschaftlicher Effekt erzielt werden kann“.

Elektrofahrzeuge von Renault und Nissan

Ab Mitte 2011 werden neu konstruierte Renault-Modelle mit reinem Elektroantrieb erhältlich sein. Die abgasfreien Fahrzeuge sollen laut Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn „Fahrspaß bereiten“. Sie besitzen Lithium-Ionen-Batterien, die zusammen mit dem Allianzpartner Nissan und dem japanischen Batteriehersteller NEC entwickelt werden.

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