Spiritualität und Alltag – Jammern bringt doch nichts

Von Ingrid Auer

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Igrid Auer

Obwohl in Büchern, deren Inhalte auf medialem Weg empfangen wurden, seit Jahren immer wieder von einem bevorstehenden Zusammenbruch unseres Bankensystems zu lesen war, reagierten die meisten von uns dennoch völlig überrascht und sehr betroffen, als sich diese Voraussagungen bewahrheiteten. 2008 war als „Jahr der großen Veränderungen“ angekündigt worden und es hat seinem Namen wirklich Rechnung getragen. Viele Menschen wurden mit tief greifenden Veränderungen – oft in mehreren Lebensbereichen gleichzeitig – konfrontiert: Im Privaten, im Beruf, in wirtschaftlichen oder in gesundheitlichen Bereichen. Schlägt man Zeitungen auf, hört oder sieht man Nachrichten, dann beherrscht ein Thema alle anderen: Die Weltwirtschaftskrise. Es wird gejammert ohne Ende! Wir alle sind mittlerweile eine Gesellschaft von „scheinbaren“ Opfern geworden, die immer nur andere Menschen für ihre persönliche Situation verantwortlich macht. Ohnmacht und Wut, Resignation und Hilflosigkeit haben dazu geführt, dass die meisten zuerst die Schuld bei anderen, beispielsweise bei Politikern, Wirtschaftsbossen oder Spekulanten suchen. Dabei vergessen sie, dass letztendlich doch sie selbst die Verantwortung dafür tragen, was ihnen im Leben widerfährt. Und diese Verantwortung kann und wird ihnen aber niemand abnehmen.

Bereits die Philosophen der Antike kannten die Geistigen Gesetze, beispielsweise das Spiegelgesetz (Analogiegesetz), das da lautet: „Wie innen so außen, wie oben so unten.“ Alles, was wir im Außen erleben, spiegelt immer unser Inneres. Das Resonanzgesetz wiederum sagt: „Alles, womit wir in Resonanz gehen, ziehen wir in unser Leben herein, ob positiv oder negativ.“ Provokant formuliert würde das bedeuten: Wir haben genau die Krise, die Politiker, die Wirtschaftsbosse und die Spekulanten, die wir verdienen. Sie sind der Spiegel unserer Gesellschaft. Also jammern wir bloß nicht weiter! Jammern und Klagen lösen keine Probleme, egal, worum es sich dabei handelt. Im Gegenteil: Sie verstärken und verlängern sie nur. Solange wir beklagen, was in unserem Leben verkehrt läuft, gibt es keinen Raum dafür, etwas Positives ins Leben herein zu lassen. Solange wir im Jammern verhaftet sind, können wir uns nicht auf eine Veränderung oder Verbesserung der Situation konzentrieren. Denn Jammern verbraucht all unsere Aufmerksamkeit, unsere Kraft und unsere Zeit.  „Das Leben fängt genau da an, wo die Bequemlichkeit aufhört“, schreibt Neale Donald Walsch in einem seiner Bücher. Das klingt ziemlich unangenehm, aber er hat damit Recht! Es kann sich an unserer derzeitigen Situation nur dann etwas verändern, wenn wir beginnen, zuerst einmal eine Art innere Bestandsaufnahme zu machen und ehrlich zu hinterfragen, was die unliebsamen Veränderungen, die gerade das Jahr 2008 – auch in privaten Bereichen – mit sich brachte, mit uns persönlich zu tun haben. Waren wir zu bequem, zu feige, zu inkonsequent, zu unbedacht oder zu unflexibel? Haben wir die Anzeichen anstehender Veränderungen nicht erkennen wollen, sie unter den Teppich gekehrt oder vor uns hergeschoben? Waren wir nicht bereit, Menschen, Situationen oder Verbindungen loszulassen, die uns an einer Weiterentwicklung gehindert haben? Sind wir vielleicht jetzt endlich willens, Zeit und Energien zu investieren, um eine echte Veränderung in unserem Leben zu bewirken? Wir haben die Wahl.

Ein wichtiger Punkt sei in diesem Zusammenhang noch erwähnt: Unser morphogenetisches Feld, also unser Massenbewusstsein. Mit jedem Jammern, mit jeder Klage und mit jedem negativen Beitrag in den Medien, der die Banken- und Wirtschaftskrise zum Inhalt hat, werden negative Energien in unserem individuellen morphogenetischen Feld, aber auch im weltumspannenden Bewusstseinsfeld abgespeichert. Es liegt an uns, wie sehr wir uns vom allgemeinen Wehgeschrei anstecken und mitziehen lassen, wie sehr wir immer wieder in negative Gespräche einsteigen und damit diese Energien noch weiter verfestigen. (Thema des Meistersymbols „Serapis Bey“) Eine Alternative dazu wäre, umzudenken, nach Lösungen zu suchen, sowie anderen und sich selbst Mut und Zuversicht zuzusprechen. Und wir sollten die Geistige Welt darum bitten, uns dabei zu unterstützen. Denn bei allem Negativen, was sich derzeit hier auf unserem Planeten abzuspielen scheint, sollte man eines nicht aus den Augen lassen: Das, was jeder Einzelne bereit ist, an Altem und Überholtem aufzugeben, und das, was jeder Einzelne bereit ist, an Veränderungen zuzulassen, schafft kreatives Potenzial für die gesamte Menschheit. Die Eigenverantwortung jedes Einzelnen für die Entwicklung und den Fortbestand unseres Planeten bekommt damit eine neue, weltumspannende Dimension. (Quelle: www.menschenklang.com)

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