Hilfsaktion durch Kilimandscharo-Besteigung

Im Februar besteigt eine 27-köpfige Mannschaft den Kilimandscharo. Gleichzeitig sollen Spendengelder für das Rhein-Valley-Hospital in Kenia gesammelt werden. Hierfür wird mit «Jeder Höhenmeter zählt» eine nicht alltägliche Aktion durchgeführt, die am Samstag mit der Einkleidung der Mannschaft ihren Auftakt nahm. Der Altstätter Verein Rhein-Valley-Hospital betreibt in Kenia ein Hospital und sichert damit für rund 80 000 Menschen eine medizinische Versorgung und stellt ihnen sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Der Verein mit NGO-Zertifizierung (Non Goverment Organisation oder Nicht- Regierungsorganisation) ist ausschliesslich auf Spendengelder und eine möglichst breite Unterstützung angewiesen. So reisten beispielsweise im Januar letzten Jahres Amanda Ammann (Miss Schweiz 2008) und der Hackbrettspieler Nicolas Senn zum Spital nach Kasambara-Gilgil. Während des Besuches entstand der Wunsch, auf den höchsten Punkt des Kilimandscharos in Tansania, auf 5895 Höhenmetern, zu steigen. Die Ausläufer des Berges reichen bis nach Kenia. Die Motivation der beiden besteht darin, mit der eigenen Leistung die Welt aufzurütteln und Geld für das Spital zu sammeln. Die Idee zu «Jeder Höhenmeter zählt» war geboren. Inzwischen hat sich eine 27-köpfige Mannschaft für die Besteigung zusammengefunden. Neben Amanda Ammann und Nicolas Senn gehören Spitalleiterin Ruth Schäfer (auch bekannt als «Mama Matata») und Initiant Stephan Holderegger den Bergsteigern an. Ausserdem zählen Klaus Gerlach (Sportmediziner beim ZDF), Lothar Becker (Kameramann beim ZDF), Thomas Fritsch (Fotograf aus Winterthur) sowie die seit Jahren dem Verein verbundenen Monica und Hennie Jacobs aus den Niederlanden – als VIP – dem Team an, das sich am 15. Februar auf die Reise machen wird.

Zwischen dem Start der Besteigung auf 1800 und dem angestrebten Ziel auf 5895 m. ü. M. liegen 4185 Höhenmeter Differenz, die jeweils einen Rappen oder mehr Wert haben können. Das bahnbrechende der Idee besteht darin, ein Höhenbarometer anzulegen. So kann jede und jeder einen Höhenmeter pro Person oder einen Pauschalbetrag für eine Einzelperson oder die gesamte Gruppe einsetzen. Auf diese Weise werden – Meter um Meter – Spendengelder zusammengetragen, die zu 100 Prozent in den Spitalbetrieb fliessen. Denn jedes Mannschaftsmitglied bezahlt die Kosten für die Reise aus eigener Tasche. Eigens für diese Aktion hat der Altstätter Verein seit heute Donnerstag unter www.hochhinaus.org einen Internetauftritt aufgeschaltet, mit dem Formulare ausgefüllt und Höhenmeter erstanden werden können. Kontaktperson ist ausserdem Erich Kühnis (Präsident Verein Rhein-Valley-Hospital, Telefon 0041 71 755 65 14). Um die Idee zum Erfolg werden zu lassen und möglichst viele Personen aufmerksam zu machen, lud der Verein am 16. Januar nach St. Margrethen ins Einkaufszentrum Rheinpark, zu «Outdoor», ein. Die Mannschaft wurde eingekleidet und erhielt eine Ausrüs-ung, die für eine solche anspruchsvolle Besteigung unerlässlich ist. Die komplette Ausrüstung wird in dankenswerter Weise von verschiedenen Firmen gesponsert. Damit möglichst viele Menschen auf die 16 Tage dauernde Reise zum Kilimandscharo und die Spendensammelaktion aufmerksam werden, fährt Stephan Holderegger ausserdem seit dieser Woche mit einem auffälligen Kleintransporter durch das Rheintal. Das mit Aufnahmen von Rhein-Valley-Hospital beklebte Fahrzeug vermittelt einen imposanten Eindruck dessen, wie das gespendete Geld eingesetzt wird. Auch die Tour selber kann vom Rheintal aus mitverfolgt werden. Verschiedene Zeitungen, zu denen auch die « Rheintalische Volkszeitung» gehört , werden vom Berg aus berichten. Geplant ist ausserdem, täglich via Internet bewegte Bilder zu zeigen. (Quelle: Rheintalische Volkszeitung)

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