Am 22. April ist Earth Day 2010

Im Jahr 1970 entstand Earth Day als spontane Studentenbewegung in den USA. Mit dem Earth Day sollte dem Washingtoner Establishment und der Öffentlichkeit demonstriert werden, dass es in Nordamerika eine Umweltbewegung gab und dass die Natur jetzt über eine starke Lobby verfügen wird. Der 22. April ist seitdem der weltweit begangene Earth Day. Begründet wurde die Volksaktion von dem sozial engagierten US-Senator Gaylord Nelson. In Kanada wie in vielen anderen Ländern der Erde ist die Earth Day-Idee eng mit der nationalen Umweltpolitik verwoben. Der 25. Earth Day wurde am 22. April 1995 als Umweltaktionstag von über 200 Millionen Menschen weltweit begangen. Den Earth Day gibt es heute in mehr als 150 Ländern der Erde. Ziel dieser alle Nationen berührenden Kampagne ist es, die Bürger und insbesondere die jungen Menschen in ein kreatives Umweltprojekt einzubinden. Bis heute blieben die Earth Days stets neutral, geben Hilfestellung, vernetzen, schaffen Medienpräsenz für die vielen Umweltinitiativen vor Ort. Die deutsche Earth Day-Bewegung ist heute in einem nationalen Komitee e.V. als gemeinnützige Umwelt-Organisation mit Sitz in Frankfurt/Main zusammengefasst. Das Deutsche Komitee e.V. wurde 1994 gegründet und will vor allem die auf dem UNO-Umwelt-Gipfel 1992 in Rio verabschiedete Agenda 21 nachhaltig ausbauen und maximieren und ruft daher alle Bürger auf: „Tut was für die Erde, seid umweltfit und demonstriert euer Anliegen am Earth Day.“

2010 sind in Deutschland Veranstaltungen in München (21. April), Frankfurt (22. April) und Stuttgart (23. April) vorgesehen. Das Motto heisst: Wir haben Lust auf grüne Zukunft! Wir wollen klug verbrauchen, um nachhaltig zu leben! Earth Day Präsident Thomas Dannenmann erklärte, „Grüne Zukunft, das bedeutet für uns Umwelt- und Klimaschutz, aber das heißt nicht Verzicht, sondern Gewinn. Klimaschutz und der sorgsame Umgang mit unserer Umwelt ist der Motor für Innovationen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft!“ Dabei setzen wir auf gesunden Menschenverstand, ständiges Lernen um die Zusammenhänge unseres Lebens auf der Erde zu erkennen und die Fürsorge für die rasant wachsende Menschheit und die Erhaltung der Vielfalt unserer Natur. Damit kann die Senkung der Treibhausemissionen Gewinn an Lebensqualität bedeuten. Klug kaufen bedeutet Bio-Produkte aus der Region, Ökologische Kleidung, Reisen, die das Klima schonen, Häuser die Energie sparen, Erneuerbare Energien, die der Wirtschaft Beine machen und ökoengagierte Manager und Unternehmen, die wir in ihrer Zielsetzung und Ernsthaftigkeit zur Nachhaltigkeit unterstützen. Denken wir an das Wohlfühlerlebnis, wie sie Bewohner von Energieeffizienz- Häusern und Büros auch in energieeffizienten Hochhäusern beschreiben. Energiesparende Autos können Spaß machen, das zeigt die plötzliche „Explosion“ an neuen Ideen aus der Autobranche. „Kauft nur noch energieeffiziente Autos“, empfiehlt Earth Day Präsident Thomas Dannenmann und appelliert an die Autobauer jetzt endlich Schluss zu machen mit der Produktion völlig veralteter Techniken. Doch genau hier sehen wir große Entwicklungspotentiale. Es wird Zeit, denn das Monopol der Ölindustrie muss endlich durch einen Wettlauf für innovative Ideen hin zu einer neuen Technikrevolution fallen. Die Energie-Revolution hat erst begonnen. Die ersten Schritte hierzu sind in naher Zukunft zu erwarten. Unsere Ernährung ist klimaschonend ohne Einbuße an Genuss dann möglich, wenn sie vor allem die lokale Erzeugung und die biologisch ökologische Landwirtschaft berücksichtigt. Für die Wirtschaft bedeutet die Entwicklung neuer Technologien einen Wachstumsschub. So sind die Firmen, die im weiten Bereich der Erneuerbaren Energien tätig sind, zur Zeit eine der erfolgreichsten Branchen in Deutschland und in wachsendem Tempo auch in globalem Maßstab. Umweltorientierung bedeutet Gewinn und das ist die positive Seite eines neuen Lifestyles. Aber wir dürfen diejenigen nicht vergessen, die auf der Verliererseite stehen. Die sich entwickelnden Länder und die Schwellenländer brauchen uns. Es fällt uns schwer die konkrete Situation und den Gesamtzusammenhang in einem Blick zu erfassen. Wir müssen einerseits im Konkreten vor Ort handeln aber andererseits die übergreifenden Zusammenhänge begreifen um zu handeln.

2 Kommentare zu „Am 22. April ist Earth Day 2010

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