Heizen mit Wasserstoff?

Um unsere Häuser im Winter zu heizen müssen die meisten von uns Heizöl, Gas oder Holz teuer kaufen. Dass das nicht notwendig wäre beweist der in Österreich lebende Schweizer Peter Salocher. Siegfried Trebuch hat ihn im Februar mit dem RTV-Kamerateam für die Sendereihe Zwischen Himmel und Erde zu Hause im tief verschneiten Waldviertel besucht. Salocher experimentiert seit über drei Jahren mit einer Wasserstoffzelle. Mit einer geringen Menge Strom erzeugt er Wasserstoffgas, welches bei extrem hohen Temperaturen verbrennt. In diesem Interview zeigt er mir, wie sein Generator funktioniert. Peter Salocher entwickelt sein System ständig weiter. Seit der Aufzeichnung dieses Interviews hat sich einiges getan. Er hat einen Brenner gebaut, mit dem es möglich ist, sein ganzes Haus über die herkömmlichen Radiatoren zu beheizen. Mit nur 1400 Watt Leistung ist es ihm gelungen 11 Liter Wasserstoffgas pro Minute zu erzeugen. Somit kann er sein Haus zu einem Drittel der Kosten von Holz beheizen. Obendrein erspart er sich das schleppen von Holz und produziert mit seiner Wasserstoffheizung keinerlei schädliche Abgase. Alles was herauskommt ist sauberer Wasserdampf. Noch verwendet Salocher Strom aus dem herkömmlichen Netz. Im nächsten Entwicklungsschritt wird er den Strom aus der hauseigenen Fotovoltaikanlage beziehen. Dann fallen nicht einmal mehr die Stromkosten an. Das System ist einfach nachzubauen, wenn man weiß, wie es geht. Die Materialkosten belaufen sich auf wenige hundert Euro. Peter Salocher plant Workshops, wie man seinen eigenen Wasserstoffgenerator bauen kann. Derzeit gibt es drei Workshops, die alle ausgebucht sind. Wenn es einen neuen gibt, schicke ich einen Newsletter aus. Hier der Link zum Interview: www.siegfriedtrebuch.com

7 thoughts on “Heizen mit Wasserstoff?

  1. 11. Juni 2010
    Sehr geehrter Herr Schweiker,
    ich finde es wunderbar, dass auch Sie sich mit HHO-Erzeugung befassen. Ich habe inzwischen den dritten Gaserzeuger, der weiter verbessert ist, und werde nun den Versuch starten, einen Motor mit diesem Gas anzutreiben.
    Es wäre gut, wenn ein Austausch unter den „Suchenden“ zustande käme, dass optimale Lösungen für die Menschheit gefunden werden.
    Freundliche Grüsse
    Christoph Steurich

    1. Hallo Herr Steurich!
      Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir arbeiten auf dem selben „Gebiet“ und haben erste Fahrzeuge mit Betriebserlaubnis vom TÜV „auf der Straße“.

      Beste Grüße
      Wolfgang Weigelt
      Vorstandsvorsitzender

      1. Sehr geehrter Herr Weigelt, wir sind ein Pflanzenölhhandelsunternehmen welches auch Ihr Leistungsspektrum ständig erweitern möchte. Natürlich alles was sich mit Erneuerbaren Energien befasst. Vielleicht könnten Sie mit uns Kontakt aufnehmen, zwecks Ihrer Wasserstoffzelle im Auto?
        Gerne hören wir von Ihnen und verbleiben mit freundlichen Grüssen
        Mario Hermsdorf

  2. Lasst mal rechnen. Dieses Gas besteht aus 2/3 Wasserstoff und 1/3 Sauerstoff. Also bleiben 7,33l je Minute Wasserstoffgas über. Das sind je Sekunde 122 Milliliter. Bei einer Bildungsenthalpie des Wassers aus gasförmigen Elementen von rund 241 kJ/mol und einem Molvolumen von 25l/mol bei Raumtemperatur kommt man auf eine Energie von 1170 J/s (gleich Watt), was bei maximal 80% Wirkungsgrad der Elektrolyse auf 1450 Watt elektrischer Leistung hinausläuft. Ein thermodynamisches Wunder sieht anders aus. Wenn man den Strom direkt an den Warmwasserkreislauf koppelt hätte man volle 1400 Watt Heizleistung. Auch ohne Holz holen.

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