Neue Insel im Westen von Frankreich entstanden

Letztes Jahr fegte ein Sturm über Frankreich. Als das Unwetter sich gelegt hatte und die Bewohner des nordwestlich von Bordeaux gelegenen Fischerortes Royan (am Atlantik an der Nordseite der Trichtermündung Gironde) vor ihre Häuser traten, um die Schäden zu begutachten, trauten sie ihren Augen nicht: Etwa zehn Kilometer von der Küste entfernt war eine Insel aus dem Meer aufgetaucht. Offiziell gibt es die Insel zwar noch gar nicht, doch die Anwohner hatten schnell einen Namen für das neue Phänomen gefunden: „Ile Mystérieuse“ (dt.: die geheimnisvolle Insel) nach einem Roman von Jules Verne. Die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, dass die Größe der Insel variiert: zirka 44.500 Quadratmeter bei Flut und etwas mehr als ein Quadratkilometer bei Ebbe. Zum Vergleich: Helgoland ist 1,7 Quadratkilometer groß. In der Nähe der „Ile Mystérieuse“ steht eine weitere Sehenswürdigkeit: Der Leuchtturm von Cordouan, Frankreichs ältester Leuchtturm. Es ist noch unklar, wie genau das Eiland entstanden ist. Es könnte sein, dass sich sukzessive Sand ablagerte, der aus dem Ozean und von Dünen der umliegenden Küste stammte. Doch Experten sind sich sicher, dass es sich nicht um eine bald wieder verschwindende Sandbank handelt, sondern um eine echte Insel. Nun erfreuen sich Forscher am jungfräulichen Terrain: Auf der „Ile Mystérieuse“ lässt sich nachvollziehen, wie sich Ökosysteme entwickeln. Bis zu 30 Tier- und 12 Pflanzenarten habe man laut „The Guardian“ schon entdeckt. (Quelle: T-Online)

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