Vasanti Niemz absolvierte Channel-Triathlon Dover-Aachen

Vasanti Niemz (53) vom Sri Chinmoy Marathon Team aus Heidelberg durchschwamm als 1. deutsche Frau den Kanal zum 2. Mal. 25 Jahre älter wagte sie vor kurzem das Abenteuer ein weiteres  Mal und setzte noch einen drauf: Im Anschluss fuhr sie 300 km Rad und lief 2 Marathons.

Am Freitag, 3. September vor Sonnenaufgang um begab sich Vasanti Niemz am „Shakespeare Beach“ von Dover in England ins 17 Grad Celsius kalte Wasser des Ärmelkanals, um die in Luftlinie knapp 34 km breite Meeresenge im Kraulstil zu durchschwimmen. Nach Sonnenuntergang desselben Tages erreichte die 53-Jährige Webdesignerin den Felsen von Cap Gris-Nez in Frankreich nach 4 Stunden Anschwimmen gegen die Strömung. In 16 Stunden 50 Minuten und 58 Sekunden durchkraulte die durchtrainierte Schwimmerin damit den „English Channel“ – eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsstraßen der Welt. Damit ist die Heidelbergerin vom Sri Chinmoy Marathon Team die erste deutsche Frau, die den Ärmelkanal ein zweites Mal durchschwamm, wie die Channel Swimming and Piloting Federation am Mittwoch bestätigte. Die Ultradistanzleistung schaffte sie ein Vierteljahrhundert älter. 1985 war ihr dies erstmals im Alter von 28 Jahren in gut 17 Stunden unter der Obhut der Channel Swimming Association Ltd und als erstes Mitglied des internationalen Sri Chinmoy Marathon Teams gelungen. Das Team ist mit inzwischen 40 „Solo-Swims“ inklusive dem von Vasanti Niemz weltweit die Sportvereinigung mit den meisten Mitgliedern, die den Ärmelkanal überquerten. Yvetta Hlavacova aus der Tschechischen Republik hält seit 2006 mit 7 Stunden 25 Minuten den Weltrekord der Frauen für die Kanalüberquerung und Petar Stoychev aus Bulgarien seit 2007 mit 06 Stunden 57 Minuten und 50 Stunden den Weltrekord der Männer.  (http://www.channelswimming.net/restext.htm)

Aus dem „Channel Swim“ wurde ein „Channel-Triathlon“, was zuvor auch noch keine Deutsche gewagt hatte. Nachdem sie die Meeresenge kraulend durchquerte legte Vasanti Niemz die Strecke von Calais über Brüssel nach Aachen mit Muskelkraft in triathletischen Disziplinen zurück – über 300 km auf dem Fahrrad und danach zu Fuß zwei Marathons (84,390 km). Dazwischen lagen 7 Stunden Schlaf nach dem Ärmelkanal und 3 Stunden nach dem Radfahren. Am Montag traf die Ausdauerathletin schließlich am Europaplatz in Aachen ein. “Es war eine tolle Erfahrung, der Ärmelkanal-Triathlon“ selbst wie auch der ganze Weg dorthin. Ich fühle Dankbarkeit und Zufriedenheit. Für mich war absolut inspirierend zu sehen, dass ich nach 25 Jahren etwas verwirklicht habe, von dem ich damals kaum zu träumen wagte. Wenn ich die Blasen nicht an den Füßen hätte, wüsste ich gar nicht was ich geleistet habe. Es war ein super Training für mein nächstes Projekt ‚Dover-Heidelberg‘,“ meinte die Ultra-Triathletin am Ziel angekommen. Vasanti Niemz schwamm im Winter im Neckar und futterte sich 18 kg „Biopren“ (Fettgewebe) an, um der Kälte des Meereswassers trotzen zu können und genügend Leistungsreserven an Board zu haben. Die tägliche Meditation für rund 30 Minuten am Morgen und am Abend lieferten ihr die mentale Stärke für die extreme Ausdauerleistung. Weitere Infos auf Vasanti’s Blog.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s