Weg von der Wegwerfgesellschaft

Wie der folgende Bericht zeigt, scheint sich langsam aber sicher ein Trend weg von der Wegwerfgesellschaft abzuzeichnen, was auch dringend nötig ist. Vor kurzem hat ein bekannter Autor geschrieben, dass der Mensch die einzige Spezies sei, die Abfall produziere – und dann noch in welchem Umfang. Unnötige Sachen werden gekauft und noch gute Gegenstände wggeworfen. Wie die NYT schreibt, ist die Kauflust bei den Konsumenten nach dem Schock der Wirtschaftskrise zwar zurückgekehrt, trotzdem hat die Rezession ihre Spuren hinterlassen: Käufer bemühen sich, dass Produkte wie Autos, Handys, Computer und sogar Zahnpasta wieder länger halten. Manchmal sei der Unterschied in den Lebenszyklen zwar nur klein, allerdings deutlich merkbar. Zudem vermuten Experten, dass die Entwicklung von Dauer sein könnte und die Käufer auch im Fall einer völligen wirtschaftlichen Erholung in Zukunft sparsam bleiben werden. Der Trend gehe im Moment jedenfalls ein Stück weit weg von der Wegwerfgesellschaft. Ob sich das Konsumentenverhalten dadurch langfristig verändern wird, ist zwar noch umstritten, im Moment würden es sich jedoch viele Menschen zweimal überlegen, ob sie zum Beispiel ein funktionierendes Handy wegwerfen, um sich ein neues Modell zu kaufen.

In anderen Produktkategorien zeigen die Zahlen jedoch eine entgegenlaufende Entwicklung. Demnach hätten Konsumenten im Jahr 2010 öfter als in den Vorjahren Küchengeräte wie Kühlschränke durch neue Modelle ersetzt. Neue Fernseher wurden hingegen seltener angeschafft – das habe jedoch hauptsächlich damit zu tun, dass der Markt nach dem Boom der hochauflösenden Flachbildschirme vorerst gesättigt sei, so Analysten. Bei Autos zeigen die Zahlen jedoch einen eindeutigen Trend auf: Ein Fahrzeug mussten im Jahr 2010 in den USA im Schnitt 63,9 Monate halten, das sind 4,5 Monate mehr als im Vorjahr. Handys werden mittlerweile durchschnittlich 18 Monate benutzt – immerhin zwei Monate länger als in den Jahren zuvor. (Quelle news.ch/kv)

Shades dimmt den Apple Cinema Display

Seit drei Jahren habe ich einen 30″ Apple Cinema Display, an sich ein Super-Monitor mit ersklassiger Schärfe und echten Farben. Der einzigste Nachteil: die Helligkeit lässt sich nicht stark dimmen, d.h. wenn man besonders am Abend vor dem Bildschirm sitzt, ist des Licht der Screens auch bei unterster Einstellung so stark, dass man Augenbrennen kriegt. Nun habe ich per Zufall eine (kostenlose) Software entdeckt, die diese Lücke schliesst. Sie heisst Shades, wurde von Carcoal Design kreiert und lässt einem nach der Installation die Helligkeit des Screens studenlos bis auf O jederzeit mit einem einfachen Slider in der obersten Infozeile des Computers (oder sogar durch Klicken auf das Icon in den System Preferences) reduzieren. Endlich kann man mit reduziertem Screenlicht seine Augen schonen. Habe gedacht, das interessiert vielleicht die einen oder anderen…

Starke Sonneneruptionen

Die stärkste Sonneneruption seit vier Jahren könnte Wissenschaftlern zufolge in den nächsten Tagen zu Störungen in Stromnetzen und bei der Satellitennavigation führen. Im Süden Chinas beeinträchtigte der Sonnensturm bereits den Radioempfang, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag unter Berufung auf den Meteorologischen Dienst des Landes berichtete. Erwartet wurden zudem spektakuläre Polarlichter. Laut US-Raumfahrtbehörde Nasa ereignete sich die Sonneneruption, die von den Wissenschaftlern in die höchste Kategorie eingestuft wurde, in der Nacht zum Dienstag mitteleuropäischer Zeit. Eruptionen dieser Art könnten zum Ausfall des Radioempfangs und zu lang anhaltenden Strahlenstürmen führen, erklärte die Nasa am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. Bei einem solchen Ausbruch, von Forschern als «koronaler Massenauswurf» (KMA) bezeichnet, werden geladene Partikel von der Sonne ausgestossen. Der grossen Eruption vom Dienstag waren den Wissenschaftlern zufolge mehrere kleinere Ausbrüche vorangegangen. Demnach waren in den vergangenen Tagen insgesamt drei KMAs auf dem Weg von der Sonne zur 150 Millionen Kilometer entfernten Erde. Mit einer Geschwindigkeit von 900 Kilometern pro Sekunde sollte der Sonnensturm in der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Zeit Erdnähe erreicht haben. Geomagnetische Stürme dauern Forschern zufolge in der Regel zwischen 24 und 48 Stunden – einige können demnach aber auch mehrere Tage währen.

Grosse Sonneneruptionen und die dadurch entstehenden Sonnenstürme können auf der Erde auch negative Auswirkungen auf Elektronikgeräte haben. Besonders gefährdet sind Telekommunikationssatelliten oder die 20’000 Kilometer von der Erde entfernt im All kreisenden Satelliten des Navigationssystems GPS, von dem die moderne Luft- und Schifffahrt weitgehend abhängig ist. Auch in Stromnetzen können Sonnenstürme Störungen verursachen. So führte 1973 eine Sonneneruption zu einem Stromausfall in der kanadischen Provinz Québec – sechs Millionen Menschen sassen damals im Dunkeln. Als Folge des Sonnensturms rechnete der Britische Geologische Dienst mit spektakulären Polarlichtern am Nachthimmel selbst über dem vergleichsweise weit südlich gelegenen Grossbritannien. Polarlichter entstehen durch die Verformung des Erdmagnetfelds während eines Sonnensturms. Die geladenen Teilchen des Sonnenwinds strömen an den Feldlinien entlang zu den Erdpolen, wo sie Lichtbänder oder -bögen in verschiedenen Farben hervorrufen. Bei besonders starken Sonnenstürmen waren wiederholt auch über Deutschland Polarlichter gesichtet worden. (Quelle: TA)

WWF: 100 % saubere Energie bis 2050

Der gesamte Energiebedarf der weltweiten Bevölkerung kann bis 2050 aus sauberen, sicheren und erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden – und das trotz Wirtschaftswachstum und steigender Bevölkerungszahl. Das ergab der neue WWF-Energiereport. Atomstrom, Gentechnik und Energie aus nicht nachhaltig gewonnener Biomasse wären dann nicht mehr notwendig. Elektromobilität, Energieeffizienz und intelligente Stromnetze sind die «grüne» Lösung für den Energiebedarf. «Die ökologische Energiezukunft ist bis Mitte des Jahrhunderts möglich und die Kosten für die weltweite Umstellung amortisieren sich für die Weltwirtschaft ab dem Jahr 2040», so Annabella Musel, WWF-Klimaexpertin. Die Umstellung sei aber nicht nur aus Klimaschutzgründen notwendig. Öl und Gas werden immer knapper, die Preise und die Abhängigkeit der Förderländer steigen immer mehr. Zudem leben 1,4 Mrd. Menschen ohne sicheren Elektrizitätszugang. Laut Studie kann die Energienachfrage durch konsequente Energieeffizienzmassnahmen bis 2050 um 15 Prozent sinken, obwohl die weltweite Bevölkerungszahl auf neun Milliarden steigen wird. Dabei gehen die Autoren der Studie von den bereits heute verfügbaren Technologien und deren Weiterentwicklung in den kommenden Jahren aus. «Nach der globalen Energievision des WWF kann der Ausstoss von Treibhausgasen um 80 Prozent reduziert werden», erklärt Musel.

Um eine ökologische Energiezukunft zu ereichen, sind laut Musel Umstellungen in der Elektrizität aus erneuerbaren und umweltfreundlichen Energien notwendig. «Ebenso sind Energieeffizient -und Energiesparmassnahmen bei Gebäuden und Verkehr gefordert. Notwendig ist auch eine Sanierungsquote von Gebäuden von mindestens zwei bis drei Prozent», sagt Musel. Die Bevölkerung ist ebenfalls zum Handeln aufgerufen. Die Klimaexpertin rät zu energiesparenden Geräten im Haushalt, mehr Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und regionalem Einkauf. Um das Wirtschaftswachstum zu garantieren, müssen sich auch die Lebensgewohnheiten ändern. Der Report schlägt vor, den Fleischkonsum in den OECD-Ländern zu halbieren und in den ärmeren Ländern um ein Viertel zu erhöhen. Dies hätte auch positive Folgen für die Globalgesundheit, so der Bericht. Laut Energie-Report betragen die Kosten für die Umstellung ein bis 3,5 Bio. Euro jährlich in den kommenden 25 Jahren. Ab dem Jahr 2040 dreht sich die Kostenspirale um und der ökonomische Gewinn steigt bis 2050 auf vier Bio. Euro im Jahr. Die jährlichen Gesamtkosten für die Umstellung betragen dabei nie mehr als zwei Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts.

Musel hofft, dass der Energiereport für Politik und Wirtschaft ein Anreiz zu Diskussion und Handeln ist. Um die nötigen Umstellungen in der Weltwirtschaft zu erreichen und den Klimawandel zu beenden, fordert der WWF rasch einen verbindlichen Aktionsplan der Weltgemeinschaft. «Die Staats- und Regierungschefs müssen begreifen, dass der vorgeschlagene Weg in eine nachhaltige Zukunft für die Menschheit schon heute beschlossen werden muss, um die Weichen frühzeitig stellen zu können», so Musel. (Quelle: news.ch)