Eine weitere Friedensstatue im australischen Perth

Vor zwei Tagen wurde im australischen Perth eine weitere lebensgrosse Statue des spirituellen Meisters Sri Chinmoy (1931-2007), der sich sein ganzes Leben lang für den Frieden in unserem Herzen und der Welt eingesetzt hat. Zahlreiche Gäste aus dem ganzen Land haben zusammen mit dem Bürgermeister James Best ein Zeichen des Friedens gesetzt. Statuen wurden bereits in anderen Orten der Welt aufgestellt, so u.a. in Oslo, Prag, Mazatlan, Seattle und Nepal.

Akira Teruda, Tokyo: „Ich habe keine Angst mehr“

„Der beste Weg zum Glück ist, sich genau so schnell zu verändern, wie sich das Leben selbst verändert“, schreibt der Autor und Geisteslehrer Don Miguel Ruiz. Ich möchte euch sagen, dass ich mich nicht mehr von meiner Angst beherrschen lasse. Ich bin es so satt. Zu erkennen, was passiert, und die Situation einzuschätzen ist etwas ganz anderes, als Angst zu haben. Wenn man Angst hat und traurig ist, kann man das ruhig ausdrücken, aber man sollte sich davon nicht beherrschen lassen. Man kann diese Methode ganz aktuell in dieser Situation praktizieren. Bitte versucht nicht, eure Gefühle oder euer Schuldbewusstsein zu verbergen, denn mit der Zeit würde es nur noch schlimmer. Sprecht offen mit anderen. Niemand lebt für sich allein. Offenbart anderen eure Gefühle und sagt, wenn euch nach Weinen zumute ist, lasst euren Tränen freien Lauf. Achtet auf die Temperatur der Tränen, auf den beißenden Schmerz in der Nase, dann werdet ihr wieder ruhiger, weil ihr wisst, dass euer Körper ganz normal funktioniert. Gott sei Dank seid ihr am Leben, und deswegen empfindet ihr Schmerz und Trauer.

Ich dachte immer, dass ich sofort fliehen würde, wenn bei uns etwas passiert. Aber seit dem Erdbeben hat sich meine Einstellung komplett verändert. Ich fühle mich diesem Land und seinen Menschen so verbunden. Ich liebe dieses Land Japan mehr als zuvor. Und ich liebe die ganze Welt (das gilt übrigens nicht nur für mich, das sagen alle, mit denen ich gesprochen habe). Wir lieben euch, ihr Völker der Welt! Wir danken euch aus tiefstem Herzen für eure Hilfe, für euren Beistand. Eure Freundlichkeit, eure Hilfe, eure Gebete rühren uns zu Tränen, denn wir fühlen eure Menschlichkeit. Vielen, vielen Dank! Bitte betet weiterhin mit uns. In mir sind Schmerzen und Trauer. Es tut so weh, aber ich habe jetzt keine Angst mehr. Was immer passiert, es liegt nicht mehr in meiner Hand. Ich ergebe mich. Ich muss einfach tun, was notwendig ist, beispielsweise an euch schreiben. Ich kann nun die Schmerzen anderer Menschen wirklich verstehen. Als die Amerikaner das World Trade Center einstürzen sahen, als die Iraker ihre Stadt von Bomben zerstört sahen, als die Indonesier ihre verwüsteten Strände sahen, als die Chinesen das furchtbare Erdbeben erlebten – all diese Schmerzen in der Geschichte sind auch die Schmerzen aller anderen Menschen. Es sind eure, es sind meine Schmerzen. Es sind unsere Schmerzen. Spürt ihr sie? Es bedeutet, dass wir miteinander verbunden sind. Wir werden auch das Glück miteinander teilen.

In diesem Moment hat mich gerade ein Freund angerufen, der in Westjapan lebt. Er sagte, ich solle sofort aus Tokio weggehen, bevor es zu spät ist. Ich weiß, viele meiner Freunde sind schon im Begriff wegzugehen. Ich sehe die Nachrichten und höre, dass ein weiterer Reaktor explodiert ist. Vielleicht bin ich zu dumm, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich keine Angst mehr habe. Fürs Erste bleibe ich in Tokio. – Akira Teruda

Akira Kuroda, geboren 1977, gehört zu den bekanntesten Autorinnen ihrer Generation. Ihr Debütroman „Made in Japan“ über eine Gruppe im Ausland lebender japanischer Jugendlicher, die in ihr Heimatland zurückkehren (auf Deutsch beim Maas Verlag erschienen), machte aufgrund seiner drastischen Darstellung von Lebensangst und Ennui Furore. Für den viel diskutierten Bestseller erhielt die Schriftstellerin im Jahr 2000 den renommierten Bungei-Preis. (Aus dem Englischen von Matthias Fienbork/Quelle: FAZ)

Schweizer sind gegen Atomenergie

Die Atomenergie wird derzeit von der Schweizer Bevölkerung klar abgelehnt. In einer Isopublic-Umfrage stellen sich 73,9 Prozent gegen den Bau neuer AKW. 77 Prozent wollen mittelfristig aus der Atomenergie aussteigen. Dies geht aus der Umfrage hervor, die von der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» in Auftrag gegeben wurde. Befragt wurden zwischen letztem Donnerstag und Samstag 506 Wahlberechtigte in der Deutsch und Westschweiz. Die Fehlermarge liegt bei 4,5 Prozent. Auch die Führungsleute der Schweizer Stromkonzerne machen sich Gedanken über einen Strategiewechsel in der Kernkraftnutzung. Für den Chef des Stromkonzerns Axpo, Heinz Karrer, sind neue AKW zurzeit undenkbar. Dafür fehlt aus seiner Sicht die Mehrheit im Volk. «Ich glaube, dass der Schock so gross ist, dass niemand in nächster Zeit daran denkt, die Planung für Ersatzkernkraftwerke wieder aufzunehmen», sagte Karrer in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Zuerst müssten die Lehren aus der Katastrophe in Japan gezogen werden. Die für 2013 vorgesehene Abstimmung über AKW werde es «garantiert» nicht geben. «Das ist vom Tisch.» Zumindest diskutieren über einen Strategiewechsel im Umgang mit der Atomkraft will der Präsident der BKW, Urs Gasche. Da die Akzeptanz in der Gesellschaft gelitten habe, «müssen wir den Ausstieg aus der Atomenergie planen und vollziehen, sobald dieser möglich ist», sagte er der «SonntagsZeitung». Bei einem Ausstieg brauche es Alternativen, fügte der frühere Berner BDP-Regierungsrat an. Wasserkraft könnte eine Möglichkeit sein – doch müsse dort die Linke und die Grünen den Widerstand wegen des Umweltschutzes aufgeben.

Eine weitere Partei wendet sich nach der Katastrophe in Japan von der Atomkraft ab: Für BDP-Präsident Hans Grunder ist «der Zeitpunkt gekommen, das Projekt Ausstieg anzugehen – ohne Wenn und Aber». Er fordert aber Konzessionen, etwa beim Landschaftsschutz. Damit der Umbau zu einer Energieversorgung ohne Atomstrom schneller realisiert wird, muss aus Grunders Sicht vor allem die Wasserkraft gefördert werden. Die Schweiz sei dazu prädestiniert. (Quelle: news.ch)

Kritisches Schweizer Privatfernsehen macht von sich reden

Der Schweizer Privat-Fernsehsender schweiz5 (vorher U1) ist seit einem halben Jahr auf Sendung. Neben einer Vielzahl von esoterischen Schaltungen mit Kartenlesern, Beiträgen zu den Geschäften im Bundeshaus sowie sportlichen und religiösen Themen  ist vor allem das tägliche Abenprogramm „Time to do“ mit Moderator Norbert Brakenhagen zu erwähnen, das jeweils um 20 Uhr während einer Stunde ausgestrahlt wird – am Montag, Dienstag und Donnerstag sogar live. Norbert macht zeitkritisches Fernsehen, lädt dazu auch Gäste ins Studio ein und schafft damit eine echte Alternative zu den Main-Stream-Medien. Am Montag steht die Sendung unter dem Motto „Seele, Geist und Körper“, am Dienstag geht es um Alternativen in der Wirtschaft und am Donnerstag  kommen Studiogäste aus allen Richtungen zu Woert. An den übrigen Tagen sind Wiederholungen und Übernahmen von Jo Conrads Interviews auf bewusst.tv zu sehen. Es ist erfreulich, dass endlich eine Fernsehstation die brennend wichtige Aufklärung über Themen der Zeit, gesunde Ernährung, bewusstes Leben, zeitgemässe Erziehung und alternative Formen des Geldverkehrs übernimmt. Finanziert wird die Sendung mit Werbung und Spenden. Wer sich angesprochen fühlt, sollte unbedingt mal reinschauen: jeden Abend um 8 Uhr auf schweiz5, das digital über satellit oder als Webstream angesehen werden kann.

Heute ist ein ganz spezieller Vollmond

In der Nacht zum Sonntag wird der Mond so gross erscheinen wie im gesamten Jahr nicht mehr. Grund: Er erreicht am Samstag um 19.10 Uhr die Vollmondposition und kommt eine Stunde später mit nur 356’580 Kilometern Entfernung der Erde so nahe wie seit 18 Jahren nicht mehr. «An diesem Wochenende wird der Mond für uns Erdenbewohner deshalb etwa 14 Prozent grösser sein und durch die Nähe sogar 30 Prozent heller scheinen, als wenn er auf seinem weitest entfernten Punkt stehen würde», erklärte der deutsche Wetterexperte Michael Klein in einer Mitteilung vom Freitag. Die Umlaufbahn des Mondes ist nicht kreisrund sondern schwankt zwischen 356’000 und 407’000 Kilometern. (Quelle: news.ch/Foto: Franko)

Anti AKW-Demo in Bern am Samstag, den 19. März

Wer die Petition „Atomausstieg. Jetzt.“ noch nicht unterzeichnet hat, kann dies unter http://www.akw-nein.ch immer noch tun. Wir haben unterdessen knapp 2’700 Unterzeichnende. Zur Erinnerung nochmals der Petitionstext: „Ich fordere alle Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf, sich für einen möglichst raschen Atomausstieg der Schweiz einzusetzen!“ Für diesen Samstag wird zu einer gesamtschweizerischen Kundgebung in Bern für den Atomausstieg aufgerufen.  Am Samstag 19.3.2011 findet auf dem Münsterplatz in Bern von 13:00 bis 14:00 eine Kundgebung zur “Energiewende JETZT!” statt. Aktive, kreative und gewaltfreie Kundgebung in Ruhe!

– Wir gedenken den Opfer in Japan und zeigen unsere Solidarität in Stille!
– Wir lassen uns die Katastrophe von Tschernobyl vor knapp 25 Jahren in Erinnerung rufen!
– Wir setzen mit unserem Dasein ein klares Symbol für den bitter nötigen Richtungswechsel in der Schweizer Energiepolitik!
– Wir fordern eine Energiewende JETZT!

An alle Schweizer: Petition „Atomausstieg. Jetzt“ jetzt unterschreiben!

Soeben habe ich die Info erhalten, dass in der Schweiz die Initiative „Atomausstieg. Jetzt“ lanciert wurde. Hier kannst du direkt online mitmachen: www.akw-nein.ch

Politiker in Deutschland und der Schweiz verlangen Überdenken der Atomkraft

Endlich sind auch in Deutschland Stimmen zu hören, die Atomkraftwerke in Frage stellen. Wie der Spiegel online heute berichtet, forderte SPD-Parteichef Sigmar Gabriel die Rücknahme der Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkrafte. „Die ältesten deutschen Atomkraftwerke müssen vom Netz“, sagte er am Sonntag im Willy-Brandt-Haus. Zum Teil seien das alte Siedewassereaktoren wie in Japan. Die Katastrophe in Japan sei eingetreten, weil die Stromversorgung der Reaktoren ausgefallen sei. Es gebe auch in Deutschland denkbare Fälle, in denen die Stromversorgung zusammenbreche. Die Regierung müsse nun handeln. „Sonst ist das nur eine Beschwichtigung vor den Landtagswahlen“, sagte Gabriel. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat die Ankündigung der Bundesregierung kritisiert, die Sicherheitsstandards deutscher Atomkraftwerke zu überprüfen. „Es ist eine zweideutige Botschaft, auf der einen Seite zu behaupten, deutsche Anlagen seien sicher, auf der anderen Seite eine Überprüfung anzukündigen, wie es die Kanzlerin tat“, sagte Trittin und forderte erneut einen raschen Atomausstieg. „Kein Reaktor der Welt, auch keiner in Deutschland, ist für den Fall einer Kernschmelze ausgelegt.“

Der Chef der halbstaatlichen Deutschen Energie-Agentur (Dena), Stephan Kohler, hat als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Japan die Rückkehr zum Atomausstieg gefordert. „Deutschland sollte wieder auf diesen Pfad einschwenken und die Kernkraftwerke wie im Atomausstiegsbeschluss vorgesehen abschalten“, sagte Kohler dem „Handelsblatt“. Zudem sollten in Deutschland die Reaktoren abgeschaltet werden, die vom Anlagentyp mit der japanischen Anlage Fukushima 1 vergleichbar sind: „Die sechs Siedewasser-Reaktoren, die in Deutschland noch laufen, müssen sofort vom Netz.“ Die Notstromversorgung, die in Japan versagt hat, sei eine Achillesferse für Atomkraftwerke aller Bauarten.

Und die neueste Ausgabe des deutschen Nachrichtenmgazins „Der Spiegel“ trägt den Titel „Das Ende des Atomzeitalters“!

Während in Japan immer noch der Super-GAU droht, entbrennt auch in der Schweiz eine Debatte um die Sicherheit der Schweizer Kernkraftwerke. Selbst Atombefürworter sind nachdenklich. So sagt Rolf Büttiker, FDP Ständerat und Verwaltungsrat des AKW Leibstadt gegenüber der SDA: «Wir können nun nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.» Was in Japan passiert ist, solle uns zu denken geben. «Mich hat der Vorfall schockiert», so Büttiker.  Auch die Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz beschäftigt die prekäre Lage in Japan sehr. Eine hitzige Diskussion in der Kommentarspalte ausgelöst hat die gestrige Forderung der SP Bern. Die Kantonlpartei verlangt, das AKW Mühleberg zu schliessen. Viele stimmen zu: «Jeder, der nun noch behauptet, Atomkraftwerke seien sicher, spielt mit dem Leben aller», schreibt Marco Lardi. Auch Laura Feldmann ist überzeugt, «dass man diese Technologie nicht im Griff hat». Dabei sorgen sich viele Leser nicht nur vor dem in die Jahre gekommenen AKW Mühleberg, sondern auch um andere Anlagen in der Schweiz. «Das AKW in Leibstadt ist derselbe Typ wie in Fukushima und liegt keine 60 Kilometer vom Epizentrum des stärksten Erdbebens entfernt, das sich in historischen Zeiten nördlich der Alpen ereignet hat», warnt Andreas Weibel.

Wann werden Atomkraftwerke weltweit gestoppt?

Wie viel muss noch geschehen, bis man sich von den Atomkraftwerken endgültig verabschiedet. Sogar in der Schweiz sind Pläne für neue Kernkraftwerke vorhanden. Wenn man gesehen hat, was heute in Japan geschehen ist, kommt man hoffentlich zum Schluss, alle solche Pläne per sofort zu begraben. Wir haben genug andere Möglichkeiten, Energie zu erzeugen, besonders in der Schweiz. Hier zum Bedenken ein Artikel von Spiegel online von heute:

Japan ist von dem stärksten jemals gemessenen Erdbeben seiner Geschichte getroffen worden. Nach Polizeiangaben kamen mindestens 60 Menschen ums Leben, befürchtet werden allerdings wesentlich mehr Tote. Mindestens 39 weitere Menschen würden noch vermisst, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. In der Hauptstadt Tokio kamen laut dem Fernsehsender NHK zwei Menschen ums Leben, 45 wurden verletzt. Das öffentliche Leben ist in weiten Teilen des Landes lahmgelegt. Das Erdbeben hat Störfälle in zwei Atomkraftwerken ausgelöst. In Fukushima hat das Kühlsystem versagt, was im schlimmsten Fall zur Kernschmelze führen kann. Japans Regierungschef Naoto Kan hat daraufhin den nuklearen Notfall ausgerufen – zum ersten Mal in der Geschichte des Landes. Es seien zwar keine radioaktiven Lecks festgestellt worden. Doch der Notstand sei ausgerufen worden, damit die Behörden leicht Notfallmaßnahmen ergreifen können, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. „Wir wollen auf das Schlimmste vorbereitet sein. Wir tun alles in unserer Macht stehende, um mit der Situation fertig zu werden.“ In Japan muss ein nuklearer Notstand ausgerufen werden, wenn Strahlung austritt, der Kühlwasserstand einen gefährlichen Wert erreicht oder das Kühlsystem ausfällt. Rund 2000 Anwohner wurden von den Behörden aufgefordert, das Gebiet im Umkreis von zwei Kilometern um die Atomanlage zu verlassen. Wenig später meldete die Agentur Jiji, die Evakuierungszone sei von zwei auf drei Kilometer um das AKW ausgedehnt worden. Das Kernkraftwerk Fukushima besteht aus sechs Druckwasserreaktoren und ist damit eines der größten der Welt. Das Versagen des Kühlsystems ereignete sich in Reaktor Nummer eins, der seit 1971 am Netz ist. Auch nach der Abschaltung von Reaktoren bestehe aufgrund der nicht steuerbaren Nachwärme eine Gefahr, erklärte der Greenpeace-Reaktorexperte Heinz Smital. „Selbst ein abgeschaltetes Atomkraftwerk kann noch zum GAU führen.“ In diesem Fall komme es noch zu so viel Nachwärme, dass man eine Kernschmelze nur dann verhindern könne, wenn die Kühlung sichergestellt sei.

Mechanisches Versagen im Kühlsystem

Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat Japan einen erhöhten Alarmzustand in Fukushima erklärt. Man fordere derzeit weitere Details an, hieß es in einer Mitteilung der IAEA, unter anderem über den Zustand der Reaktorgebäude und der Stromversorgung. „Nuklearer Brennstoff muss auch nach der Abschaltung des Atomkraftwerks gekühlt werden“, so die IAEA. Der Fernsehsender Nippon TV berichtete, in dem Meiler sei das Kühlwasser auf einen beunruhigend niedrigen Stand gesunken. Im Kühlsystem habe es eine mechanische Fehlfunktion gegeben, sagte Regierungssprecher Edano. Der Reaktorkern sei heiß und müsse nach der Abschaltung nun abkühlen.“ Die IAEA teilte mit, insgesamt vier Atomkraftwerke in der Nähe des Erdbebengebietes seien aus Sicherheitsgründen abgeschaltet worden.

Kongress zum Grundeinkommen

Am 19. März findet im Kongresshaus Zürich ein ganz neuartiger Kongress statt, der Kongress zum Grundeinkommen. Hier die Ziele des Kongresses, der meines Wissens zum ersten Mal durchgeführt wird:

Ein Einkommen braucht jeder Mensch, unabhängig davon, was er leistet und ob er arbeitet oder nicht. In den letzten Jahren ist das Thema Grundeinkommen immer wieder an Veranstaltungen und in Medienberichten aufgetaucht. Ob das bedingungslose Grundeinkommen in die richtige Richtung zielt, soll am Kongress «Die neue Schweiz – Ein Kulturimpuls» als offene Fragestellung kritisch diskutiert und geprüft werden. In der Debatte um das Grundeinkommen geht es um die Frage, was Menschen tun, wenn sie nicht müssen. Das Grundeinkommen gibt jedem eine sichere Basis zur selbstbestimmten Wertschöpfung innerhalb der Erwerbsarbeit und genauso ausserhalb. Eine neue Schweiz? Sozialer, liberaler, ökologischer, wirtschaftlicher, demokratischer, emanzipatorischer, poetischer, familienfreundlicher… mit mehr Kultur.  Zur Einstimmung in den Kongress wird am Vorabend, Freitag, 18. März, um 20.15 Uhr ein Beitrag übers Grundeinkommen auf 3sat ausgestrahlt. Der Samstag ist für alle Menschen gedacht, die an der Zukunft der Schweiz mitgestalten wollen. Am Sonntag, am Aktivisten-Brunch, treffen sich diejenigen zu einem offenen Workshop, die konkret anpacken und an der Grundeinkommensbewegung mitarbeiten wollen.

Folgende namhafte Referenten werden sprechen: Prof. Götz W. Werner (Gründer und Aufsichtsrat des dm-Drogerie-Marktes in Deutschland), Beatrice Tschanz (ehemalige Kommunikationschefin der Swissair), Klaus W. Wellershoff (Berater von Wellershoff & Partners Ltd), Judith Giovannelli-Blocher (Schriftstellerin), Oswald Sigg (ehemaliger Chefredaktor der SDA), Anna Rossinelli (vertritt die Schweiz 2011 am Eurovision Song Contest), Roger Köppel (Chefredaktor der „Weltwoche“), Endo Anaconda (Singer-Songwriter und Schriftsteller), Anton Gunzinger (Gründer von Super Computing Systems SCS und Professor an der ETH Zürich), Enno Schmidt (Produzent des Filmes «Grundeinkommen – ein Kulturimpuls»), Daniel Häni (Mitbegründer der Initiative Grundeinkommen in der Schweiz), Daniel Straub (ehemaliger Leiter einer Montessori Schule), Christian Müller (Mitbegründer der Agentur „Grundeinkommen“ in Zürich), Ursula Piffaretti (Mitglied im Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz) und Seraina Morell Gunzinger (Kunsttherapeutin M.A.).

Leider ist der Kongress bereits ausgebucht, es werden aber Wege überlegt, den Anlass per livestream im Internet zu übertragen. Weitere Informationen: www.bedingungslos.ch.

Glückliche Menschen leben länger

Wer glücklich ist und positiv durchs Leben geht, lebt nicht nur länger, sondern auch gesünder. Das zeigt eine Metaanalyse von insgesamt 160 Studien, die sich allesamt um das Thema „Glück und Gesundheit“ drehen. Darunter auch jene Studie, die 5’000 Studenten über 40 Jahre begleitete, um die Stressbelastung und deren Folgen zu erforschen. Die Forscher der University of Illinois sind sich nach der Auswertung der Studien einig: Positive Emotionen, Glücksgefühle und Lebensfreude stärken die Gesundheit und erhöhen die Lebenserwartung. Denn glückliche Menschen bilden weniger Stresshormone und stärken damit das Immunsystem. Der lebensverlängernde Effekt ist so gross, dass Glücklichsein sogar Übergewicht aufheben kann. Dass mit Glück weder Lottogewinn, noch Macht oder Erfolge gemeint sind, versteht sich von selbst. Die meisten Ängste der Menschen sind fremdgesteuert und haben nichts mit der Realität zu tun. Ängste werden von Medien verbreitet, weil ihre Berichterstattung vor allem negativ ist: Entführte Kinder, Terrorbedrohung, Krankheiten, etc. Zwar raten die meisten Erwachsenen den Kindern, nicht alles zu glauben, was sie am Fernsehen sehen, aber selbst tun sie es ununterbrochen und machen sich darum Sorgen, die krank machen. Das Ergebnis der Studienanalysen der US-Wissenschaftler bestätigt damit den Ansatz der Naturheilkunde, die davon ausgeht, dass ein glücklicher Geist auch in einem gesünderen Körper wohnt.  (Quelle: news.ch)