Schweiz: Genug Energiereserven unter der Erde!

Unter der Schweiz gibt es genug Energie. Die Frage ist nur, wie wir sie herausholen», sagten Experten an der zweiten St. Galler Geothermie Tagung. Um das Potential der Geothermie nutzbar zu machen, müssten Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenarbeiten. Was die Förderung erneuerbarer Energien anbelange, sei die Schweiz noch ein Entwicklungsland. «Obwohl wir wissen, dass die fossilen Energiereserven zu Ende gehen und die Klimaveränderung fürchten, haben wir die erneuerbaren Energiequellen bisher zu wenig erforscht», sagte Bundesrätin Doris Leuthard. Dies solle sich nach dem geplanten Ausstieg aus der Atomenergie ändern. Die neue Energiepolitik berge viele Chancen für das Hightech-Land Schweiz, sagte die Energieministerin. Zu diesen gehöre auch die Nutzung der Erdwärme. Die erneuerbare Energiequelle habe ein grosses Potential und liefere Bandenergie. Doch erst müssten Pilotanlagen zeigen, ob Geothermie überhaupt realisierbar sei. Viel Lob erhielt das Geothermie-Projekt der Stadt St. Gallen, das ab 2014 mit Wasser aus der Tiefe bis zur Hälfte der Wohnhäuser heizen soll. Unter der Stadt wird in 4000 bis 5000 Metern Tiefe heisses Wasser von bis zu 170 Grad erwartet. Seismische Messungen lieferten gute Vorzeichen. Das Projekt, dem 80 Prozent der St. Gallerinnen und St. Galler letzten November zustimmten, kostet 159 Millionen Franken. Ob es umgesetzt werden kann, ergeben Bohrungen, deren Ergebnisse im Herbst 2012 vorliegen sollen. Im schlechtesten Fall droht der Stadt ein Verlust von 60 Mio. Franken. Ein Drittel davon ist vom Bund versichert. Dass es im Erdinnern unter der Schweiz genug Energie gibt, sei unbestritten. «Die Frage ist nur, wie wir sie herausholen und welchen Preis wir dafür zu zahlen bereit sind», sagte Jürg Dual von der ETH Zürich. Die ganze Schweiz rede von erneuerbarer Energie. «Doch wenn wir ein Projekt realisieren wollen, hagelt es Einsprachen», sagte Martin Pfisterer, Präsident von solE Suisse, einer Tochter der BKW. Damit Geothermie erfolgreich sei, brauche es breite Information und die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Staat. (Quelle: news.ch/Photo: Gretar Ivarsson)

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