Chemie-Professor will den Rhein durchschwimmen

fath

Der Chemie-Professor Andreas Fath aus Baden-Württemberg will in vier Wochen den 1230 Kilometer langen Rhein von der Quelle bis zur Mündung durchschwimmen. «Es war kalt, sehr kalt, aber ich bin guter Dinge», sagt Fath am Montag direkt nach seinem Schwimmstart im Tomasee bei Tujetsch in der Schweiz. Bis Ende August will er die Mündung in den Niederlanden erreichen. Ob er trotz Medienrummels, Klausurenphase und organisatorischer Angelegenheiten noch entspannen konnte? «Ich entschwimme dem Stress einfach», sagt 49-Jährige. «Verrückt eigentlich. Ich würde das nicht machen», habe Fath noch vor sieben Jahren gesagt, als er beim Self-Transcendence Zürichsee-Schwimmen (die 27. Ausgabe findet morgen Sonntag, den 10. August statt – Anm. der Blog-Redaktion) mitmachte. Während damals einige Teilnehmer die lange Strecke von mehr als 26 Kilometern zurücklegten, schwamm er mit Freunden die Staffel. «Das ganze Jahr hat es mich beschäftigt, dass man die Strecke auch alleine schaffen kann», erinnert sich Fath. Auf den letzten Drücker habe er sich dann für das Marathonschwimmen im Folgejahr 2008 angemeldet. «Und festgestellt, dass man im Wasser reisen kann.»

Fath ist nicht der Einzige, der in diesem Sommer den Rhein bezwingen will: Der Schweizer Langstreckenschwimmer Ernst Bromeis startete Anfang Juli seinen zweiten Versuch, den Fluss der Länge nach zu durchschwimmen. Mittlerweile habe er mehr als 546 Kilometer hinter sich gebracht, berichtet sein Sprecher. Wegen extrem niedriger Wassertemperaturen musste Bromeis 2012 nach Basel aufgeben. Vom Vorderrhein bis in die Nordsee schaffte es nach eigenen Angaben und Medienberichten zufolge bisher nur der deutsche Schwimmer Klaus Pechstein im Jahr 1969.

Doch Fath wäre nicht Wissenschaftler, wenn er neben der sportlichen Herausforderung im Rhein nicht auch forschen wollen würde. Gemeinsam mit einigen Studenten will er auf der Tour täglich Wasserproben entnehmen, um sie etwa auf Hormone, Drogen und Schwermetalle zu untersuchen. Schließlich habe der Chemiker als Student selbst erlebt, dass er sich Dinge am besten merken könne, die er sich nicht kurzfristig einverleiben müsse: «Die geistige Erkenntnis bleibt nur, wenn sie auch mit Emotionen verbunden ist.» Quelle: Walsroder Zeitung

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s