Sri Chinmoy Marathon Team ehrt Zürichsee-Fähre

Zürichsee-Fähre-Sri-Chinmoy-Peace-BlossomBereits sei dem 2. Juli 1997 ist der Zürichsee eine so genannte Friedensblüte (Peace-Blossom) – eine von weltweit über 900. Jetzt ist dies auch schriftlich auf einer Gedenktafel festgehalten. Am Donnerstag letzter Woche erhielt das Fährschiff «Zürichsee» offiziell eine Inschrift, die als Friedensgedenktafel bezeichnet wird. «Mit der Widmung als Sri Chinmoy Friedensblüte schliesst sich der Zürichsee einem weltweiten Programm an, das über 900 Friedensblüten in 130 Ländern umfasst», steht auf der in schlichtem Blausilber gehaltenen Tafel, und weiter: «Unter den Friedensblüten befinden sich auch das Matterhorn, der Aletsch-Gletscher, die Niagarafälle, der Mount Fuji, das Taj Mahal und der Baikalsee.»

Sri Chinmoy (1931 – 2007), der die Friedensblüten «erfunden» hat, war ein indischer Visionär, dessen Lehren bis heute viele Anhänger beflügeln. In erster Linie zu ihrem «Peace Run». Der «Friedenslauf» wurde 1987 in New York gestartet. Seither legten die Sri-Chinmoy-Läuferteams insgesamt über 500’000 Kilometer zurück, dies im Namen einer sympathischen Idee: Der Idee vom inneren Frieden jedes Einzelnen als Schlüssel zu einer friedvollen Welt. Friedlich war es tatsächlich an diesem kühlen, etwas regnerischen Maimorgen auf der Fähre – nur wenige Passagiere interessierten sich dafür, was in einer Ecke von Fährschiff «Zürichsee» vor sich ging. Dabei handelte es sich um einen auch in anderer Hinsicht denkwürdigen Anlass: Für Fähre-Geschäftsführer Hans Isler war es einer seiner letzten Auftritte in offizieller Funktion. Am 1. Juli übergibt er die Geschäftsleitung der Zürichsee-Fähre Horgen-Meilen AG nach fast zwanzig Jahren an seinen Nachfolger Martin Zemp; heute Freitag findet in Meilen seine letzte Fähre-Generalversammlung statt.

Sport und Weltoffenheit sind wichtige Anliegen des 70-Jährigen: «Deshalb habe ich auch zugesagt, als ich angefragt wurde, ob auf einer Zürichsee-Fähre im Rahmen eines Peace Run eine Friedenstafel angebracht werden dürfe.» Ein bisschen seltsam sei es ihm dann schon vorgekommen, als das internationale zehnköpfige Läuferteam auf der Fähre nach der Enthüllung der Tafel und der Übergabe einer Fackel noch zu singen angefangen habe; auch wurde ihm erst nachher bewusst, dass die Gruppierung etwas gar esoterische Züge aufweist. «Aber Frieden ist keine schlechte Angelegenheit, da kann ich dahinter stehen.» Deshalb bleibt, trotz Gesang, die Fähre-Tafel bis auf weiteres hängen.

QUELLE: meileneranzeiger.ch

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