Die Zukunt des Autos

Vor einigen Wochen, bei meinem letzten Besuch Westeuropas, habe ich eine Probefahrt mit dem Tesla Model-X gemacht. Es handelt sich um den SUV von Tesla, oder Sport Utility Vehicle der Oberklasse mit elektrischem Antrieb von Tesla Motors, das seit dem 29. September 2015 an die Kunden ausgeliefert wird. Ich bin skeptisch zur Probefahrt gekommen und dachte mir, na ja, statt Benzinmotor ist halt ein Elektromotor der Antrieb. Aber gleich vorweg … ich habe die Zukunft des Autofahrens erlebt. Ich bin total begeistert von den Fahreigenschaften und der „Intelligenz“, welches dieses Fahrzeug aufweist. Ich habe dabei realisiert, die ganze Idee der Elektromobilität, gepaart mit „Smart-Technologie“, wird das Fahren selber und die Autoindustrie völlig revolutionieren und umkrempeln. Es ist wie der Übergang von der Dampflokomotive zur elektrifizierten Eisenbahn. Keine Kohle als Brennstoff mehr und deshalb kein Kohlenschaufler mehr nötig. Vom stinkenden und lauten Dampfross, zur sauberen und leisen Elektrolok. Das Zeitalter des Benzinmotors geht definitiv dem Ende entgegen, was viele Berufe und auch Industriezweige nicht mehr nötig macht und verschwinden lassen wird. Geschichtlich gesehen war der Verbrennungsmotor sowieso ein falscher Weg, der nur durch eine Verschwörung der Ölindustrie gegen den Elektroantrieb zustande kam und uns 100 Jahre an Irrsinn gekostet hat. Elektroautos gab es nämlich vor Benzinfahrzeug. Ein Elektromotor war viel zu effizient, einfach und simple. Es musste ein ineffizienter, lauter, vibrierender und komplizierter Motor her, der viel Treibstoff verbraucht, viele Aggregate drumherum benötigt, und einen Mechaniker, der diesen wartet und flickt. Bei einem Elektroauto gibt es fast nichts mehr an Service zu tun. Nur noch Wasser in die Scheibenwischeranlage füllen, Luft in die Reifen, diese nach Abnutzung ersetzen, sowie die Bremsbelege erneuern. Das war es dann. Kein Ölwechsel mehr, kein Öl- und Luftfilter, kein Vergaser oder Einspritzer mehr, keine Nockenwelle, keine Kolben, kein Getriebe, kein Differenzial, keine Zündkerzen, keine Benzinpumpe, Startermotor, Generator, Wasserkühler und so weiter. Ist alles passe!

Es wird die Zeit bald kommen, wo man wie bei der Dampfmaschine nur noch nostalgisch über den Benzin- und Diesel betriebenen Kolbenmotor „schwärmen“ wird, der ins Museum gehört. Spätere Generation werden sich fragen, „warum waren unsere Vorfahren so blöd und haben Verbrennungsmotoren für den Antrieb von Fahrzeugen benutzt?

Was mich am meisten bei der Probefahrt beeindruckt hat, das Auto fährt völlig selbständig, ohne Steuerung und Einfluss des „Lenkers“. Ich wusste gar nicht, dass diese Technik bereits im Einsatz ist. Nach einschalten des Auto-Pilot habe ich das Lenkrad losgelassen und zum ersten Mal erlebt, wie ein Auto völlig selbständig lenkt und die Kurven fährt. Es erkennt die vorgeschriebene Geschwindigkeit und hält diese ein. Wenn ein langsameres Fahrzeug vor einem fährt, bremst der Teslar ab und hält den korrekten Abstand. Auf der Autobahn, wenn man einen Spurwechsel vornehmen will, muss man nur den Blinker betätigen und das Fahrzeug macht das Manöver von selber. Selbstverständlich muss man weiter den Verkehr beobachten und sofort eingreifen, falls nötig, aber was das für die Zukunft bedeutet ist nicht zu fassen. Adieu Beruf Taxifahrer und LKW- und Buschauffeur. In einigen Jahren, wenn das System weiter ausgereift ist, wird man in ein Fahrzeug einsteigen, sagen wo man hin will und wird dann ohne Fahrer ans Ziel gebracht.

Was mich auch begeistert hat, ist die sagenhafte Beschleunigung des Elektroantriebs. Etwas vergleichbares habe ich nur in einem doppelsitzigen Kampfjet beim Start und Hochsteigen erlebt. Ein Drücken auf das „Gaspedal“ und das Auto geht ab wie eine Rakete, presst einen in den Sitz. Von Null auf Hundert in 2,9 Sekunden … und das für einen SUV! Am besten ist diese enorme Beschleunigung bei einem Überholmanöver nützlich. Ich will hier kein Autoverkäufer für Tesla sein, denn ich hab ja nichts davon, sondern will euch aufzeigen, was heute technisch möglich ist und wo sich die Mobilität hinbewegen wird. Das ist besonders wichtig, wenn man entscheiden muss, welchen Beruf man erlernen will. Nutzt nichts den Beruf des Kohleschauflers zu lernen, wenn es keine Kohle mehr zum schaufeln gibt, weil es bald keine Dampfmaschinen mehr gibt, bildlich gesprochen.

Dazu passt der Entscheid des deutschen Bundesrat von vergangener Woche, die Bundesländer wollen ab 2030 keine Benzin- und Dieselautos mehr neu zulassen. In dem Beschluss wird die EU-Kommission aufgefordert, „die bisherigen Steuer- und Abgabenpraktiken der Mitgliedstaaten auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Förderung emissionsfreier Mobilität auszuwerten …, damit spätestens ab dem Jahr 2030 unionsweit nur noch emissionsfreie PKW zugelassen werden„.

Hallo… das heisst, in nur 14 Jahre kann man keine neuen Autos mit Verbrennungsmotoren mehr kaufen. Dann ist diese Ära vorbei!!! Ach ja, die Ausrede um nicht umzusteigen, Elektrofahrzeuge haben zu wenig Reichweite, gilt auch nicht mehr. Der Tesla fährt mit einer Ladung, je nach Fahrweise und Gelände, über 500 Kilometer und im Durchschnitt 400. Die Firma Tesla hat an vielen Orten mittlerweile Ladestationen errichtet, wo man während man einen Kaffee zu sich nimmt und Pause macht, in 30 Minuten GRATIS die Batterien laden kann.

Zum Schluss noch diese Nachricht. Man muss immer schauen, was die „Grossen“ machen. Im März 2016 hat die Rockefeller-Familie angekündigt, sie wird ihr gesamtes Investment ihrer Stiftungen aus Ölfirmen „so schnell wie möglich“ rausziehen und in „moralisch vertretbare“ Technologien investieren. Sie steigen komplett aus dem Geschäft mit fossilen Brennstoffen aus.

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