Ja zum Atomausstieg am 27. November

RZ_AM_ATOMAUSST_F12_Mutterlitho.inddWir sind kein politischer Blog, aber für die kommende Abstimmung zum Atomausstieg erlauben wir uns, Dich zu informieren und zu inspirieren, ein Ja in die Urne zu legen.

Der geordnete Atomausstieg sorgt für Sicherheit und schützt die Heimat. Trotz Tschernobyl und Fukushima leistet sich die Schweiz mit Beznau I das weltweit älteste AKW. Es steht im 47. Betriebsjahr und hat mit gravierenden Sicherheitsproblemen zu kämpfen, die sich mit keinen Nachrüstungen beheben lassen. Zudem wurde noch nie ein AKW länger kommerziell betrieben als Beznau I – das ist ein gefährliches Feld-Experiment. Auch Mühleberg und Beznau II gehören zu den ältesten AKW der Welt. Zentrale Bauteile wie der Reaktor lassen sich nicht erneuern und altern vor sich hin. Damit ist das Risiko massiv erhöht, dass auch hierzulande ein Unglück geschieht.

Der geordnete Atomausstieg schafft einen vernünftigen Zeitplan für einen schrittweisen Ausstieg. Er setzt der Atomkraft mit 2029 ein Ablaufdatum.Bis ins Jahr 2050 soll unsere Energieversorgung zum grossen Teil auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien basieren. So schreibt es die «Energiestrategie 2050» des Bundesrats vor. Darin fehlen jedoch die Regelungen zur schrittweisen Ausserbetriebnahme der bestehenden alten AKW. Die Initiative schliesst diese zentrale Lücke der Gesetzgebung und sorgt dafür, dass die AKW gestaffelt (2017, 2024 und 2029) vom Netz gehen. Die alte, gefährliche, teure und nicht länger nötige atomare Energieproduktion bekommt mit der Initiative ein sinnvolles Ablaufdatum. Das schafft mehr Sicherheit für die Bevölkerung und eine bessere Planbarkeit für die Energiewirtschaft.

Der geordnete Atomausstieg ist machbar. Die neuen Technologien haben sich bewährt. Kaum ein anderes Land ist besser positioniert für die Energiewende als die Schweiz: Zwei Drittel der Stromproduktion sind bereits erneuerbar, ein Drittel müssen wir innert 13 Jahren noch zubauen. Wasserkraft und Solar- und Windkraftwerke ergänzen sich optimal: die in den Stauseen gespeicherte Energie versorgt die Schweiz dann mit Strom, wenn weder Sonne noch Wind verfügbar sind. Die Technologien zur Nutzung der erneuerbaren Energien sind vorhanden, praxiserprobt und bezahlbar.

Viele Unternehmen, darunter unzählige KMU aus Industrie und Gewerbe, bauen bereits an dieser Energiezukunft. Sie schaffen Arbeitsplätze und Einkommen in allen Landesregionen. Darauf lässt sich bauen, aber dafür braucht es den geordneten und verbindlichen Atomausstieg.

Bis 2025 nur noch Elektrofahrzeuge?

Velo

Ruhe und gute Luft im ganzen Land: Ab dem Jahr 2025 wollen die Niederlande grundsätzlich keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor für die Straße zulassen. Das Parlament hat vor kurzem einen weitreichenden und in dieser Konsequenz fast einzigartigen Beschluss gefasst. Mitte der 2020er Jahre sollen nur noch Elektroautos zugelassen werden. Dennoch muss niemand sein oder ihr altes Auto abschaffen: Für schon vorhandene Verbrenner besteht Bestandsschutz. Eingebracht wurde die Vorlage von der Arbeiterpartei (Partij van de Arbeid – PvdA). Sie sieht vor, dass zukünftig ausschließlich Fahrzeuge neu auf die holländischen Straßen gelassen werden, deren Antrieb keine fossilen Brennstoffe benötigt. Darunter fallen also selbst Autos mit Hybridantrieb, die Niederlande setzen auf 100% Elektromobilität. Die zweite Kammer des Parlaments hat den Vorschlag angenommen. Dabei ist Holland auf einem guten Weg. 2013 hat das Unternehmen Fastend begonnen, das Land mit Schnellladestationen auszurüsten, die sauberen Strom liefern. Spannend bleibt, wie die Autoindustrie reagiert. Ein reiches mitteleuropäisches Land beschließt seinen Absatzmarkt in weniger als zehn Jahren komplett zu schließen. Wie schnell beispielsweise die großen Autohersteller aus Deutschland ihr Angebot umstellen können, bleibt fraglich. Heute kam die Nachricht des VW Konzerns – inmitten oder aufgrund der aktuellen „Diesel-Gate“-Krise, dass bis zum Jahr 2025 ein Viertel des Absatzes mit Elektroautos bestreiten zu wollen. Dies entspräche 1,5 Millionen Fahrzeugen.

Angesichts der nach wie vor stark steigenden Verkaufszahlen für E-Bikes und besonders Speed-Pedelecs in den Niederlanden und der dort hervorragend ausgebauten Infrastruktur für (Elektro-)Radfahrende, ist es nicht unwahrscheinlich, dass in Zukunft immer weniger Menschen überhaupt ein Auto wollen oder brauchen.

Auch Norwegen ohne Abgase

Mit dem Beschluss folgen die Oranjes Norwegen. Dort hatte man vor rund einem Monat Ähnliches beschlossen. Auch hier ist geplant, ab 2025 nur noch elektrisch betriebene Neuwagen zuzulassen. Darüber hinaus steht im dortigen Papier, dass bis 2050 komplett auf Stromer umgestellt werden soll.

Quelle: ebike-news.de, Foto: gepida

Die Heilkraft der Gewürze

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Wir freuen uns, dass am Donnerstag, den 31. März die Expertin Elisabeth Bliklen aus Deutschland im Restaurant SACRED/VEGELATERIA an der Müllerstrasse 64 in Zürich im Vortragsraum zu Gast ist. Elisabeth Bliklen ist studierte Ethnologin und hat zuerst in der Entwicklungshilfe gearbeitet. Sie begann dann die Ethnobotanik zu erkunden und berichtet im Vortrag besonders über die aktiven pflanzlichen Wirkstoffe der Gewürze, die von der medizinischen Forschung untersucht worden sind. Sie stellt selbst Produkte her, die sie ebenfalls vorstellt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Gewürze. Diese haben weit mehr zu bieten als nur guten Geschmack. Sie haben ungeahnte natürliche Heilkräfte. Natürlich können auch Fragen zur Thematik gestellt und Produkte gekauft werden, so u.a. Kurkumakapseln, Chilikapseln, Zimtkapseln und Zimtsohlen. Es verspricht ein spannender Vortrag zu werden, besonders für alle, die genug von Chemie haben und nach alternativen Heilmethoden suchen. Der Vortrag ist kostenlos und beginnt um 19 Uhr. Eine Voranmeldung ist jedoch erforderlich auf 044 558 70 35 oder 077 459 49 99, da die Platzzahl beschränkt ist. Eine Stunde zuvor, ab 18 Uhr kann man noch in Ruhe etwas essen – natürlich biologisch und vegan. Einige der Produkte von Elisabeth Bliklen können später auch im Verkaufsgestell des Restaurants gekauft werden.

Dr. Leonard Coldwell über Krebsheilung und mehr

Dr. Leonard Coldwell im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Die Instinktbasierte Medizin (Instinct Based Medicine System IBMS) ist ein extrem erfolgreiches Konzept und hat schon 35.000 Krebspatienten geholfen, die Ursache ihrer Erkrankungen zu erkennen und zu beseitigen. „Dr. C“ motiviert die Menschen, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen, sowohl im gesundheitlichen Bereich als auch bezüglich ihrer Rechte, die den Menschen immer mehr beschnitten werden. Denn: Die Diagnose Krebs ist für viele gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Doch gibt es wirklich keine Alternativen? Dr. Leonard Coldwell, Arzt und Krebsexperte für natürliche Krebstherapien, heilte im Laufe seiner erfolgreichen Karriere unzählige Krebspatienten mit einer Erfolgsrate von 92 Prozent. Das eineinalbstündige Video sollte man sich unbedingt in voller Länge anschauen!

Erich von Dänikens neuester Streich

erichDas neueste Werk von Erich von Däniken ist wieder ein echter Hammer. Unter dem Titel „Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe – Spektakuläre Augenzeugenberichte und die Enthüllung von Insider-Informationen“ ist spannend vom ersten bis zum letzten Wort. In bekannt pointiertem und direktem Schreibstil zeigt er auf, wie die Wahrheit über die UFO nicht mehr geleugnet werden kann oder dass Jesus nach seiner Kreuzigung weiter lebte und im Kashmir-Gebiet beerdigt sein soll. Seine zahlreichen Reisen nach Südamerika und insbesondere sein Kontakt zu Tatunca Nara, einem umstrittenen Verteter der Ureineinwohner sowie die Informationen über die geheimen Aktionen des Space Command Centers in den USA erwecken die Aufmerkdsamkeit des Lesers. Man erfährt auch, mit welchen grossen Schwierigkeiten von Däniken weiter zu kämpfen hat und welche Autoren gegen ihn agieren. Die Millionen-Auflagen seiner Werke sind aber Beweis genug, dass seine Aussagen fundiert und berechtigt sind. Ein Muss für alle von Däniken-Fans und eine Super-Einstieg, wenn man noch nichts von Erich von Däniken gelesen hat, aber sich zeitkritisch und alternativ – fern von den Mainstream-Medien – aufklären will.

Kopp-Verlag, gebunden, 141 Seiten, durchgehend farbig illustriert

Heute Abend ist Earth Hour

Eine Welle rollt hezte über den Globus: Um jeweils 20.30 Uhr Ortszeit löschen Städte weltweit die Beleuchtung von Wahrzeichen. Von Beijing bis Baden, von London bis Luzern, von Sao Paolo bis St. Gallen ist die Botschaft dieselbe: Die Welt ist sich einig, wir brauchen mehr Klimaschutz. Die meisten der 20 grössten Städte der Welt machen mit und auch fast alle grösseren Schweizer Städte sind dabei, darunter Zürich, Basel, Genf und Lausanne. Die Liste der Wahrzeichen reicht von der Oper von Sydney und dem Times Square in New York über das Kolosseum und das Brandenburger Tor bis zur Golden Gate Bridge und der Christusstatue in Rio. In der Schweiz tauchen etwa das Schloss Chillon, die Kapellbrücke oder das Kloster St. Gallen für eine Stunde ins Dunkel. Die Earth Hour ist aber mehr als eine symbolische Stunde Dunkelheit: Sie zeigt, dass Menschen, Unternehmen und Städte auf der ganzen Welt mit dem Klimaschutz vorwärts machen. Rund um den Globus wurden zur Earth Hour Umweltprojekte angestossen. In der Schweiz fordern der WWF und viele weitere Organisationen von Bundesrat und Parlament eine gerechte Klimapolitik. Dafür muss die Schweiz ihren Treibhausgas-Ausstoss im Inland bis 2030 mehr als halbieren, bis ins Jahr 2050 ganz aus den fossilen Energien aussteigen und Entwicklungsländer finanziell unterstützen. Sie haben kaum zur Klimaerwärmung beigetragen und leiden besonders stark darunter. Insgesamt 60’000 Menschen haben die Petition bereits unterschrieben, davon sind 15’000 Unterschriften vom WWF.

Auch der Pariser Eiffelturm liegt während der Earth Hour im Dunkeln. Wenige Kilometer von dort sollen im Dezember über 190 Staaten einen Klimavertrag besiegeln, mit dem sich erstmals alle Länder zu ernsthaftem Klimaschutz verpflichten. Das wird schwierig, aber es ist möglich: «Wir haben in den letzten Monaten mehr Zeichen des Aufbruchs gesehen als je zuvor», sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. Die grösste Klimademo aller Zeiten, der sinkende Kohlekonsum in China oder das Klimaabkommen zwischen USA und China sind nur einige dieser Zeichen, die Earth Hour von heute ist ein weiteres. Der neue IPCC-Bericht bestätigt, dass die Klimaerwärmung die wohl grösste Herausforderung unserer Zeit ist. Und dass wir das Schlimmste noch verhindern können. Thomas Vellacott: «Wir dürfen unseren Kindern nicht bloss unsere ungelösten Probleme überlassen. Wir müssen jetzt anpacken.» Die Earth Hour startete 2007 als gemeinsame Aktion der Stadt Sydney und des WWF Australien. Heute machen jeweils über 7000 Städte in über 170 Ländern mit, und die Earth Hour erreicht damit rund zwei Milliarden Menschen. (Quelle: news.ch)

HEUTE NACHT: Yoko Ono’s Peace Tower leuchtet für Frieden im Nahen Osten

Peace-Tower

Heute Nacht von 22:30 bis 07:30 Uhr wird der von Yoko Ono (Witwe von John Lennon) gebaute permanent installierte Laser-Leucht-Strahl in Reykjavik (Island) zum Gedenken an die unschuldigen Opfer im aktuellen Isreal-Palästina-Konflikt leuchten. Die Installation ist normalerweise nur zu gewissen Zeiten über die Wintermonate aktiviert. Hier ist die Original-Message von Yoko Ono:

As all of us are devastated by the loss of so many lives of innocent children in the Israeli/Palestinian conflict, I will be lighting IMAGINE PEACE TOWER tonight, Thursday 7th August, hoping that the ceasefire will continue indefinitely, and no more innocent children will be harmed.

With deep sadness and love,

Yoko Ono Lennon
7 August 2014

Link zum Live – Bild des Peace Towers: HIER (Bild erneuert sich alle 3 Minuten)

10 Gebote, um unseren Planeten zu retten

Evo-morales
Der Geist, den die Verfassung trägt, lässt sich gut an den „zehn Geboten, um den Planeten, die Menschheit und das Leben zu retten“ ablesen, die von Boliviens Präsident Evo Morales verfasst und von ihm auf der UNO-Generalversammlung vorgetragen wurden:

1. Mit dem Kapitalismus aufhören
Um den Planeten, das Leben und die menschliche Spezies zu erhalten, müssen wir mit dem Kapitalismus aufhören. Es ist Zeit, die finanziellen Schulden des Südens gegen die ökologischen Schulden des Nordens aufzurechnen.

2. Auf Kriege verzichten
Kriege sind die größte Verschwendung und Plünderung von Leben und der natürlichen Ressourcen. Wir, die indigenen Völker des Planeten, müssen der Welt sagen, dass wir glauben, dass die Millionen und Abermillionen von Dollar, die heute in die Industrie des Todes investiert werden, in einen großen gemeinsamen Fonds gehen sollten, um den Planeten, die Menschheit und das Leben zu retten.

3. Eine Welt ohne Imperialismus und Kolonialismus
Das kapitalistische System trägt in seinen Eingeweiden den Imperialismus und den Kolonialismus. Den anderen zu beherrschen, den anderen zu unterwerfen, den anderen zu kontrollieren und den anderen unterzuordnen sind die Formen des „Lebens“ dieses Modells der „Entwicklung“, die auf der Konkurrenz basiert und nicht auf der Ergänzung/Vollständigkeit.

4. Das Wasser als Recht aller Lebewesen
Ohne Wasser gibt es kein Leben. Der Grundwasservorrat geht weltweit zurück. Um uns mit dieser Weltkrise des Wassers auseinanderzusetzen, müssen wir damit anfangen, den Zugang zu Wasser als Menschenrecht zu erklären und folglich als eine öffentliche Dienstleistung, die nicht privatisiert werden kann. Wenn das Wasser privatisiert und vermarktet wird, können wir kein Wasser für alle garantieren. Es ist fundamental, den Zugang zu Wasser zum Menschenrecht zu erklären.

5. Saubere und umweltfreundliche Energiearten
Einige Daten ermöglichen  uns zu verstehen, was in der Welt im Hinblick auf die Anwendung von Energie und ihre Beziehung zur Natur vor sich geht. Die Entwicklung sauberer und umweltfreundlicher Energien ist eine weitere grundlegende Aufgabe zur Rettung des Planeten, der Menschheit und des Lebens.

6. Achtung vor der Mutter Erde
Der Schändung unserer Mutter Erde und aller ihrer Lebewesen werden wir mit der Kraft der Erkenntnis und der Liebe zur Schöpfung entgegenwirken. Die Erde kann nicht nur als eine natürliche Ressource angesehen werden. Wir respektieren die Natur, ehren unsere Mutter Erde und erkennen die Naturgesetze als höchstes Gesetz an.

7. Die Grunddienstleistungen als Menschenrecht
Der Zugang zu Wasser, Energie, Bildung, Kommunikation, Gesundheit und Transport ist ein Grundrecht, das jeder Staat seiner Bevölkerung als grundlegendes Menschenrecht garantieren muss. Diese Dienstleistungen können nicht zu privaten Geschäften gemacht werden. Sie müssen zur Grundlage der öffentlichen Dienste werden.

8. Verbrauchen, was notwendig ist, und Konsum des lokal Produzierten
Wir müssen Schluss machen mit dem Konsumismus, der Verschwendung und dem Luxus. Im ärmeren Teil des Planeten verhungern jedes Jahr Millionen Menschen; gleichzeitig werden im reicheren Teil des Planeten Millionen Dollar ausgegeben, um die Fettleibigkeit zu bekämpfen. Wir verbrauchen im Exzess, wir vergeuden Naturressourcen und produzieren Müll, der die Mutter Erde vergiftet. Verbrauchen, was notwendig ist, und dem Verbrauch dessen, was wir lokal produzieren, den Vorrang geben, das ist von erstrangiger Bedeutung, um den Planeten, die Menschheit und das Leben zu retten.

9. Respekt vor kultureller und wirtschaftlicher Vielfalt
Der Kapitalismus reduziert die Menschen auf ein Leben als Konsumenten. Wir – die indigenen Völker dieses Planeten – glauben nicht an Einheitslösungen für alle. Menschen sind verschieden. Wir leben in Gemeinschaften mit Identitäten, mit eigenen Kulturen. Eine Kultur zu zerstören, die Identität eines Volkes anzugreifen – das ist der größte Schaden, den man der Menschheit zufügen kann.

10. „Vivir Bien“ – das gute Leben
Wir – die indigenen Völker dieses Planeten – wollen einen Beitrag leisten für eine gerechte, vielfältige und ausgeglichene Welt, die einschließt und nicht ausgrenzt. Wir sagen „Vivir Bien“ – das gute Leben.
Ich denke, dass wir Menschen unsere Wurzeln wiederentdecken können – und sollten. Ich glaube daran, dass die Menschheit eine gerechtere Welt aufbauen kann. Eine vielfältige Welt, eine Welt, die integriert und ausgeglichen ist, eine Welt im Einklang mit der Natur, mit der Mutter Erde.

Attila Hildmann über vegane Ernährung

Vegan-for-YouthMenschen, die sich vegan ernähren, verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auf jegliche tierische Produkte, wie beispielsweise auch Eier, Milch, Sahne und Käse. Attila Hildmann, Deutschlands bekanntester veganer Koch, gab WDR 2 Moderatorin Heike Knispel Tipps, wie sie auch als Veganerin nicht auf ihren Milchkaffee verzichten müsste: „Wenn man seinen Kaffee ein bisschen cremig machen will, kann man wunderbar Hafermilch nehmen, Mandelmilch oder Reismilch, da gibt es aktuell mannigfaltige Variationen.“ Auch wenn vegane Artikel inzwischen auch in einigen Supermarktregalen zu finden sind, empfiehlt Hildmann grundsätzlich den Einkauf im Bioladen: „Die ganze Vielfalt und Variation gibt es nur im Bioladen. Außerdem kann man sichergehen, dass die Lebensmittel frei von Pestiziden sind.“ Hildmann kam als „armer Student“ aus Abneigung gegen die industrielle Massentierhaltung zum Veganismus: „Ich lebe jetzt seit zwölf Jahren vegan, habe dadurch 35 Kilogramm abgespeckt, und stehe heute für eine wirklich kreative Gemüseküche.“ Auch das Klischee vom dogmatischen Fleischfresser-Hasser erfüllt Attila Hildmann nicht, er setzt allein auf die Überzeugungskraft seiner Kochkunst: „Die spricht für sich, da muss man keine Predigten halten. „In Deutschland gilt eine rein vegane Ernährung noch immer als gesundheitlich bedenklich. Dies lässt sich aber keinesfalls grundsätzlich nachweisen, vielmehr kommt es auf die Ausgewogenheit der Ernährung an. Über Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte lässt sich beispielsweise dem Körper ausreichend Zin und Eisen zuführen. Etwas schwierig ist der Fall des wichtigen Vitams B12, das nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Es kann jedoch über Nahrungsergängzungsmittel zugeführt werden.

Attila Hildmann erzählte auch über seine Reisen an Orte, wo am meisten Leute leben, die über 100 Jahre alt werden und über seine Erfahrungen mit Sport und Meditation. Dabei erwähnte er auch seinen Besuch in der japanischen Kaiserstadt Kyoto, wo er Mönche kenengelernt hat, die 100 % vegan leben und damit gesundheitlich und spirituell grosse Erfolge buchen konnten. Attila Hildmann  hat schon drei Bücher zur veganen Lebensweise geschrieben: VEGAN FOR FIT, VEGAN FOR FUN und VEGAN FOR YOUTH. Das Interview, das heute ausgestrahlt wurde, kann über diesen Link angehört werden: wdr.de/radio.

Mandela’s Briefe an Sri Chinmoy

mandela-Sri-Chinmoy-bookNelson Mandela (18. Juli 1918 – 5. Dez. 2013), Vater der Regenbogennation Südafrika, war eine Ikone des Friedens, der Vergebung und Versöhnung und eine unermessliche Inspiration für die ganze Welt – und wird es bleiben. Er lebte und verkörperte die Bedeutung von „Ubuntu“ – der Verbundenheit der Menschheitsfamilie – in der kein Platz sein darf für Rassismus, Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung. Unter großem persönlichen Opfer gelang es ihm mit seinem friedlichem Protest, mit unglaublicher Geduld, Durchhaltewillen, Mut, innerer Stärke und Größe, die Welt von Grund auf zu verändern. Jetzt ist es an jedem von uns, sein Vermächtnis weiter zu tragen. Sri Chinmoy (1931-2007), der sein Leben selbst dem Frieden gewidmet hatte, schätzte Nelson Mandela zutiefst und würdigte und ermutigte ihn zu vielen Gelegenheiten. Seit ihrer ersten Begegnung an den Vereinten Nationen 1990, kurz nach Mandelas Entlassung aus der Haft, widmete Sri Chinmoy ihm Lieder und Gedichte, ehrte ihn 1996 in Johannesburg mit dem U Thant Friedenspreis und 1999 mit dem „Lifting up the World with a Onenes-Heart“-Award (dt: die Welt mit einem Einsseins-Herzen emporheben), indem er ihn auch phyisch in die Höhe hob. Mandela wiederum sah in ihm einen Freund und Bruder und hielt 1998 in New York mit seiner Frau Graca Machel als Zeichen seiner Unterstützung die Friedensfackel des weltumspannenden Peace Runs, den Sri Chinmoy 1987 ins Leben gerufen hatte.

Nelson und Mandela und Sri Chinmoy haben sich beide für den Frieden eingesetzt. Die folgenden Zitate stammen von Nelson Mandela’s Briefen an den Friednsphilosophen Sri Chinmoy:

„Ich kann meine Freude nicht in Worte fassen! Was Sie tun, ist im Interesse der ganzen Menschheit und der Welt.“
29. Januar 1996 anlässlich einer Begegnung im Hauptquartier des African National Congress (ANC), Johannesburg

„Es ist mir eine Ehre, einer Person Ihres Führungsformats zum Geburtstag zu gratulieren, denn Sie haben sich als ein herausragender Kämpfer für den Frieden ausgezeichnet.“
27. August 1996 in einem Brief

„Ich bin außerordentlich glücklich, von der wunderbaren Friedenskampagne zu erfahren, die Du, mein Bruder, ins Leben gerufen hast Ich habe grosse Achtung vor Deinem Wirken, mein Bruder, und ich hoffe aufrichtig, Deine Anstrengungen von Erfolg gekrönt zu sehen.“
14. April 1997 in einem Brief

„Mein Bruder im Frieden wir erkennen den großen Beitrag an, den Du und Deine Friedensbewegung bei der Förderung des Friedens auf der Welt leisten. Für die Menschen unseres Landes ist es eine Ehre, von Dir Inspiration und Ermutigung während unseres Kampfes für die Demokratie erhalten zu haben.“
26. August 1997 in einem Brief

„Deine unermüdlichen Bemühungen und unablässigen weltweiten Reisen, um die Botschaft des Friedens und des Einsseins der Menschheit zu verbreiten, sind in der Tat bewundernswert, mein Bruder, und wir alle geben Deinen Friedensinitiativen unsere Unterstützung und Ermutigung Du sollst wissen, dass Du bei allem, was Du tust, um den Frieden in der Welt zu fördern, unsere volle Unterstützung hast.“
26. August 1997 in einem Brief

„Die Friedenszentren, die Du in verschiedenen Teilen der Welt errichtet hast, sind von größter Bedeutung für das Überleben der Mensch

heit .“
13. April 1999 in einem Brief

„Während der letzten 30 Jahre haben unzählige Botschafter und Angestellte der UNO Deine Friedensmeditationen an den Vereinten Nationen erlebt. Deine spirituellen Aktivitäten haben dazu beigetragen, das Niveau der Menscheit zu neuen Höhen emporzuheben. Ich bin stolz auf die Tatsache, dass Südafrika eines der 60 [inzwischen 152] Länder ist, die sich und ihr Volk als Sri Chinmoy Peace-Blossoms-Nationen der Förderung des Friedens und der Freundschaft gewidmet haben.“
10. Juli 2000 in einem Brief

„Dein Wirken hat das spirituelle Wachstum, die Lebensfreude und das Wohlergehen beflügelt, insbesondere angesichts der gegenwärtigen, noch nie dagewesenen Angriffe auf die Menschheit Dein ist eine Stimme der Vernunft, die wir alle beachten müssen.“
27. August 2001 in einem Brief

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Schweiz: Nur noch Elektroautos bis 2050?

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Der Vorstand der Grünen Schweiz verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Künftig sollen auf Schweizer Strassen nur noch Fahrzeuge unterwegs sein, die zu hundert Prozent mit «grünem Strom» betrieben werden. Der komplette CO2-Abbau im Personenverkehr soll «bis spätestens» im Jahr 2050 umgesetzt sein. Dazu wäre das Emissionsziel für Neuwagen von heute 150 Gramm CO2 pro Kilometer schrittweise auf null zu senken. Das Strassennetz dürfe nicht weiter ausgebaut werden. Dafür soll durch die Erhöhung der Auto-Importsteuer und die Umwandlung bestehender Parkplätze in Elektroparkplätze mit Ladestationen für grünen Strom die Nutzung von Elektrofahrzeugen vorangetrieben werden, wie es in einem Communiqué heisst. Der Parteivorstand fordert zudem ein «verursachergerechtes Mobility-Pricing auf der Basis von Fahrleistung und Energieverbrauch». Dies steht in einem Aktionsplan zur Elektromobilität, den der Grünen-Vorstand an seiner Sitzung von heute Samstag verabschiedet hat. Am 9. November soll die Delegiertenversammlung definitiv darüber entscheiden können.

Verkehrsaufkommen reduzieren

Die Partei wolle mit dem Klimaschutz im Verkehr vorwärts machen und deshalb mit konkreten Massnahmen die klimafreundliche Mobilität fördern, heisst es weiter. Konkret müsse das Verkehrsaufkommen reduziert und auf umweltgerechte Fortbewegungsmittel wie Langsamverkehr oder öffentlichen Verkehr verlagert werden. Der «verbleibende Personenverkehr» soll zum Schutz des Klimas auf durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Der Vorstand der Grünen empfiehlt der Delegiertenversammlung FABI (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) anzunehmen. Damit würden die nötigen Kapazitäten für den Umsteig auf den öffentlichen Verkehr geschaffen. Auch die Beschränkung des Steuerabzugs für Pendler sei ein wichtiger Schritt in Richtung ökologisches Steuersystem.

Heute ist Welttag der Dankbarkeit

Meditationslehrer Sri Chinmoy (1931 – 2007)

Bitte, danke, guten Tag, auf Wiedersehen – das gehörte früher mal zum normalen Benehmen. Dankbarkeit, vor allem die ausbleibende, ist jedoch weit mehr als eine Frage der Höflichkeit gegenüber anderen: Dankbarkeit macht den, der sie empfindet – und sich eben nicht bloß aus Höflichkeit äußert – offenbar glücklicher. In einer Umfrage des amerikanischen Gallup-Instituts sagten 67 Prozent der Befragten, Dankbarkeit sei für sie ein ständiges Gefühl. Und 60 Prozent derer, die Dankbarkeit fühlten, erklärten, das mache sie sehr, sehr glücklich.

Von Seneca, dem großen antiken Philophen des Glücks (ca. 4 v. Chr – 65 n. Chr.), ist das Zitat überliefert: „Ich bin dankbar, nicht weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht.“ Jüngere psychologische Untersuchungen bestätigen, dass das Gefühl der Dankbarkeit offenbar wirklich glücklicher macht – und depressive Stimmungen verschwinden lässt. Versuchsteilnehmer, die sich selbst in eine dankbare Stimmung versetzten, waren messbar glücklicher als andere.a

So ähnlich ging der Guru Sri Chinmoy (1931–2007) bei der Eröffnung des „Welttags der Dankbarkeit“ bei den Vereinten Nationen vor, den er mit einer Meditation begann: „Jetzt schau nach innen und finde etwas, für das du dankbar bist, und erinnere dich an dieses Gefühl. Jetzt öffne dich und teile dieses Gefühl mit jedem hier. Wisse, dass jeder in diesem Raum die gleiche Empfindung hat. Ich fühle es! Es spannt sich durch den Raum … Vielen Dank. Dies ist die Grundlage für diesen Tag.“ Heute vielleicht schwer vorstellbar, leitete der indische Guru ab 1970 auf Einladung des damaligen birmesischen UN-Generalsekretärs Sithu U Thant zweimal pro Woche die „Friedensmeditationen der Vereinten Nationen“, an denen UN-Delegierte, Mitarbeiter und Besucher des UN-Hauptquartiers in New York teilnehmen konnten. 1977 entstand daraus der „Welttag der Dankbarkeit“, mit dem damals neun spirituellen Köpfen verschiedener Glaubensrichtungen für ihre großherzigen Gedanken und menschenfreundlichen Werke gedankt werden sollte. „Über eine dankbare Persönlichkeit zu verfügen, könnte dazu führen, bessere Freundschaften zu entwickeln und größeres psychisches Wohlbefinden zu empfinden. Dankbarkeit verhilft zu einer hohen psychische Gesundheit und guten soziale Beziehungen“, so die Psychologen Alex Wood, Alex Linley und Stephen Joseph 2007 in einer Untersuchung. Und: Es sei keineswegs erwiesen, dass Erfolg zu mehr Dankbarkeit führe. Viel wahrscheinlicher sei, so die Psychologen, dass Dankbarkeit den Erfolg begünstige und dieses Gefühl wiederum weiteren Erfolg.

Am glücklichsten macht Dankbarkeit wahrscheinlich, wenn man sie nicht für sich behält, sondern sie zeigen kann. Die kleine Geste im Straßenverkehr lässt einen sich besser fühlen als das schneidige Wissen, dass einem die Vorfahrt ohnehin zustand. Es mag der ironische Gipfel von Büro-Coolness sein, nach einem harten Tag die Kirchenlied-Zeile „Danke für meine Arbeitsstelle“ zu summen. Besser fühlt man sich aber wohl, wenn es einem gelingt, ohne jede Ironie das melancholische „Merci, Chérie“ von Udo Jürgens mitzupfeifen. Von wegen „Merci“: Schokolade ist immer ein nettes Zeichen des Danks, aber etwas einfallsreicher als vorgedruckt darf es dann schon ausfallen, was auch für Blumen gilt.

Und bevor ich es vergesse: Danke fürs Lesen!

QUELLE: RP ONLINE

Sitar-Konzert und Veganes Schlemmern in Zürich

Das neue Zürcher vegane Restaurant mit Vegelateria an der Müllerstrasse 64 bietet regelmässig einen besonderen kularinischen Leckerbissen an: ein veganes Schlemmerbuffet, am 4. Oktober sogar mit einem Sitarkonzert kombiniert (Beginn 18 Uhr). Auftreten werden Adesh (Sitar) und Ajita Widmer (Tabla) und es ist erst noch Adesh’s Geburtstag. Es lohnt sich also doppelt, diesen Tag freizuhalten. Anmeldung bitte direkt bei der Vegelateria, Tel. 044 558 70 35. Als Kostprobe hier ein Video eines Auftritts während des „Songs of the Soul“- Konzerts in Zürich im November 2008. Uebrigens am 5. November findet eine weitere Ausgabe der „Songs of the Soul“ – Tournee mit Musikern aus aller Welt statt, dieses Mal in der Aula Rämibühl in Zürich; kostenlose Eintrittskarten können auch bei der Vegelateria bezogen werden.