Bis 2025 nur noch Elektrofahrzeuge?

Velo

Ruhe und gute Luft im ganzen Land: Ab dem Jahr 2025 wollen die Niederlande grundsätzlich keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor für die Straße zulassen. Das Parlament hat vor kurzem einen weitreichenden und in dieser Konsequenz fast einzigartigen Beschluss gefasst. Mitte der 2020er Jahre sollen nur noch Elektroautos zugelassen werden. Dennoch muss niemand sein oder ihr altes Auto abschaffen: Für schon vorhandene Verbrenner besteht Bestandsschutz. Eingebracht wurde die Vorlage von der Arbeiterpartei (Partij van de Arbeid – PvdA). Sie sieht vor, dass zukünftig ausschließlich Fahrzeuge neu auf die holländischen Straßen gelassen werden, deren Antrieb keine fossilen Brennstoffe benötigt. Darunter fallen also selbst Autos mit Hybridantrieb, die Niederlande setzen auf 100% Elektromobilität. Die zweite Kammer des Parlaments hat den Vorschlag angenommen. Dabei ist Holland auf einem guten Weg. 2013 hat das Unternehmen Fastend begonnen, das Land mit Schnellladestationen auszurüsten, die sauberen Strom liefern. Spannend bleibt, wie die Autoindustrie reagiert. Ein reiches mitteleuropäisches Land beschließt seinen Absatzmarkt in weniger als zehn Jahren komplett zu schließen. Wie schnell beispielsweise die großen Autohersteller aus Deutschland ihr Angebot umstellen können, bleibt fraglich. Heute kam die Nachricht des VW Konzerns – inmitten oder aufgrund der aktuellen „Diesel-Gate“-Krise, dass bis zum Jahr 2025 ein Viertel des Absatzes mit Elektroautos bestreiten zu wollen. Dies entspräche 1,5 Millionen Fahrzeugen.

Angesichts der nach wie vor stark steigenden Verkaufszahlen für E-Bikes und besonders Speed-Pedelecs in den Niederlanden und der dort hervorragend ausgebauten Infrastruktur für (Elektro-)Radfahrende, ist es nicht unwahrscheinlich, dass in Zukunft immer weniger Menschen überhaupt ein Auto wollen oder brauchen.

Auch Norwegen ohne Abgase

Mit dem Beschluss folgen die Oranjes Norwegen. Dort hatte man vor rund einem Monat Ähnliches beschlossen. Auch hier ist geplant, ab 2025 nur noch elektrisch betriebene Neuwagen zuzulassen. Darüber hinaus steht im dortigen Papier, dass bis 2050 komplett auf Stromer umgestellt werden soll.

Quelle: ebike-news.de, Foto: gepida

Mit Bruno Baumann auf der Seidenstrasse

bruno

Soeben ist das neueste Buch von Bruno Baumann erschienen: „Die Seidenstrasse – Auf der legendären Route nach Asien“., 272 Seiten, mit 122 Photographien, Verlag terra magica, ISBN 978-3-7243-1051-8.

Wertvolle Waren und kostbares Wissen wurden einst auf den Karawanenwegen der legendären Seidenstrasse transportiert. Doch die Seidenstrasse ist mehr als eine historische Handelsroute: sie ist ein moderner Verbindungs-strang zwischen Europa und Asien. In seinem Buch verbindet der österreichische Abenteurer, Schriftsteller und Filmemacher Bruno Baumann interessante Fakten und Details über die Seidenstrasse mit Berichten über seine Abenteuer bei der Ergründung ihres Mythos. Die Erlebnisse im Rahmen seines Kultur-Projektes Roads of Dialogue, mit dem er den Geist der alten Seidenstrasse wiederbeleben möchte, spannen eine Brücke von sagenumworbener Vergangenheit in die Gegenwart. Die Seidenstrasse, auf der nicht nur wertvolle Güter wie die kostbare Seide, sondern auch Religionen, Ideen und Kunststile ausgetauscht wurden, ist mehr als eine nostalgische Reiseroute: Seit dem Zerfall der Sowjetunion gibt es die Vision einer neuen Seidenstrasse. Fasziniert von dieser Vorstellung hat Brno Baumann das Projekt Roads of Dialogue ins Leben gerufen. Zusammen mit internationalen Künstlern besucht er Orte entlang der Seidenstrasse, um die Menschen mit kulturellen und sportlichen Veranstaltungen wieder miteinander in Dialog zu bringen. Eine spannende Reise zwischen damals und heute, die unter anderem auf den Spuren Marco Polois durch Venedig, in die Oasenwelt am Rande der Takla Makan und zu den himmlischen Bergen des Tien-Shan-Geboirges führt.

Bruno Baumann wurde 1955 geboren, studierte Ethnologie und Geschichte und lebt als Schriftsteller und Filmemacher in München. Der Abenteurer gilt als einer der besten Kenner Asiens und der Seidenstrasse. 2003 gelang ihm eine Solo-Durchquerung der Wüste Gobi und 2006 sorgte sine Entdeckung archäologischer Reste des Königsreichs von Shangshung in Westtibet für grosses Aufsehen. Weitere Informationen unter www.bruno-Baumann.de und www.solkroadexperiences.org. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf ein Interview hinweisen, dass ich vor ein paar Jahren mit dem Autor gemacht habe. Es kann auf vimeo.com angesehen werden.

Ausstellung und Film zum Thema Glücklichsein in Zürich

Die VEGELATERIA und das damit verbundene neue vegane Restaurant AMAZING STRENGTH an der Müllerstrasse 64 in Zürich ist zwar erst ein halbes Jahr offen, präsentiert aber schon die dritte Themen-Ausstellung, dieses Mal zum Thema „Glücklichsein“. Das Buch zur Ausstellung stammt vom Friedensphilosophen Sri Chinmoy und heisst The Jewels of Happiness. Der Film zur Ausstellung heisst HAPPY von Roko Belic und wird erstmals an der Vernissage (Beginn 18 Uhr) am Donnerstag, den 25. Juli 2013 um 19 Uhr in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.

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Teilen – der neue Trend für eine zukunftsträchtige Gesellschaft

Joi Ito (46) ist Leiter des Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Das vom legendären Nicholas Negroponte im Jahr 1985 gegründete Institut hat sich zum führenden Experimentierlabor für technische und gesellschaftliche Modelle der Zukunft entwickelt. Vom Kopfsalat und von der Tomate, die problemlos in einer Stadtwohnung gezüchtet werden können, bis zum zusammenklappbaren elektrischen Stadtauto, das von einer Software gesteuert wird, experimentieren Studenten und Professoren mit allem Denk- und bisher Undenkbaren. Nicht nur die Experimente sind am Media Lab ungewöhnlich, auch das Personal ist es. Direktor Ito besitzt weder einen Hochschulabschluss noch ein eigenes Büro. In seinem Lieblingsprojekt befasst er sich mit der Stadt der Zukunft, die den Namen «City Science» trägt. «Das Projekt ist ein grossartiges Beispiel, wie verschiedene Tätigkeiten im Media Lab zusammengeführt werden», erklärte Ito in einem Interview mit der «Financial Times». «Wenn man junge Menschen zusammenbringt, die ein Interesse an Architektur, Design, Verkehrsfragen, Energie, Urban Gardening, Mobilität und Big Data haben, dann erhält man eine neue Betrachtungsweise der Welt.» Das Resultat dieser neuen Sichtweise nimmt in Cambridge bei Boston allmählich Konturen an. Die Stadt der Zukunft erinnert an eine europäischen Stadt des 19. Jahrhunderts. Wie in Paris sind die Gebäude etwa 30 Meter hoch und so gebaut, dass die Fläche optimal ausgenützt wird. Die Menschen finden alles, was sie zum Leben brauchen, in einem Umkreis von einem Kilometer. Grössere Distanzen werden mit einem hypermodernen, öffentlichen Verkehrssystem bewältigt. Wenn es überhaupt noch Autos braucht, werden sie geteilt, denn ohne Teilen wird es schlicht unmöglich, die Mobilität in der Stadt der Zukunft zu organisieren.

Die Zeit ist reif fürs Teilen

Nicht nur technische Innovationen werden getestet. Damit das Teilen auch funktioniert, müssen selbst die heiligsten Kühe geopfert werden. Der bürgerliche Eigentumsbegriff wird infrage gestellt. «Warum soll ich ein Fahrzeug oder gar ein Haus besitzen?», sagt Kent Larson, der Leiter des Zukunftsstadt-Projekts. «Das sind bloss illiquide Vermögenswerte, die mich in meiner Bewegungsfreiheit hemmen. Teilen ist ein viel vernünftigeres Modell als dasjenige, mit dem ich aufgewachsen bin.» Teilen als Geschäftsmodell ist zu einer Idee geworden, deren Zeit gekommen ist. Von einer Sharing Economy träumen heute nicht mehr idealistische Hippies mit einer «Alles was es braucht, ist Liebe»-Ideologie. Dank Internet und den sozialen Medien wird die Sharing Economy von immer mehr Jungunternehmern in die Praxis umgesetzt. Selbst knallhart rechnende Grosskonzerne beginnen, sich dafür zu interessieren. Deshalb hat der «Economist» diesem Modell kürzlich eine Titelgeschichte gewidmet. Als exemplarisches Beispiel hat die Zeitschrift dabei das neue Geschäft mit dem Teilen von Privatwohnungen herausgegriffen. «Das Internet hat es so billig und leicht wie noch nie gemacht, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen», stellt das Magazin fest. «Smartphones mit Karten und GPS machen es einfach, eine Wohnung oder ein Auto zu finden. Soziale Medien und Online-Empfehlungen sorgen für Vertrauen; und internetbasierte Bezahlsysteme erledigen die finanziellen Angelegenheiten.»

Die Wirtschaftskrise hat dafür gesorgt, dass die Nachfrage nach solchen Angeboten steigt. Das zeigt das Beispiel von Airbnb. Die Firma wurde 2008 in San Francisco gegründet. Sie hat sich darauf spezialisiert, zwischen Menschen zu vermitteln, die ihre Wohnung teilen wollen. Via Airbnb kann man so vom Einzelzimmer bis zur Villa günstige Übernachtungsmöglichkeiten buchen, und zwar rund um den Globus. Letztes Jahr hat sie bereits 2,5 Millionen solche Deals vermittelt. «Wer in irgendeiner Stadt für eine bestimmte Zeit einen Platz braucht, kann seine Daten eintragen und sich nach geeigneten Offerten umsehen. Airbnb hat inzwischen 300’000 Angebote in 192 Ländern», schreibt der «Economist». Das gleiche Modell wird auch bei Autos angewandt. Firmen wie Relay Rides oder Zip Car führen die Teilwilligen gegen eine Gebühr zusammen. Die Nachfrage ist bereits so stark gewachsen, dass nun auch die Grossen einsteigen. So hat sich der Autohersteller GM an der Online-Autovermittlungsfirma Relay Rides beteiligt, die Autovermietung Avis an Zip Car. «Das ist ein Zeichen für das immense Potenzial», stellt der «Economist» fest. «Die Zeit ist gekommen, wo wir uns ernsthaft um das Teilen bemühen sollten.»

Für Nadine Strittmatter ist dies kalter Kaffee. Das wohl bekannteste Schweizer Fotomodell ist inzwischen zu einer überzeugten Verfechterin der neuen Teilökonomie geworden. Und das kam so: Über ihre Modeltätigkeit kam sie in Kontakt mit der Strada del Sole, einer jungen Zürcher Designerfirma, die hochwertige Sonnenbrillen herstellt. In Asien haben sich die Jungunternehmer mit diesem Konzept bereits durchgesetzt. Sie würden nun gerne auch im lukrativen amerikanischen Markt Fuss fassen.

Ohne Zwischenhändler

Deshalb hat sich Strada del Sole zu einem Teilgeschäft entschlossen: Nadine Strittmatter hat dank ihrem Modeljob beste Beziehungen in die amerikanische Modeszene. Sie hat auch eine gute Freundin, die Designerin ist, und sie hat einen Bekannten, der etwas von der neuen Sharing Economy versteht – Olivier Fiechter. Er hat ein Buch über neue Geschäftsmodelle im digitalen Zeitalter geschrieben und ist selbst als Unternehmer tätig. Wie aber sieht ein Teil-Geschäft zwischen einem erfolgreichen Model, einem Sonnebrillenhersteller, einer Designerin und einem Internetunternehmer aus? Zuerst werden Firmen gegründet. Nadine Strittmatter und Olivier Fiechter stellten gemeinsam die Production 3.0 GmbH auf die Beine. «Es ist eine Beteiligungsfirma», erklärt Strittmatter. Allerdings ist es keine gewöhnliche Beteiligungsfirma – sie hat einen besonderen Dreh: Die Firma bezahlt keine Honorare. «Wir beteiligen uns in der Regel nicht gegen Geld, sondern tauschen Leistungen aus. Deshalb gibt es die klassischen Rollen von Kunden, Aktionären und Mitarbeitern nicht mehr», erklärt Strittmatter. Und wie verdient denn die Firma Geld? «Für unsere Arbeit werden wir mit Aktien bezahlt. Auf diese Weise werden unsere Kunden zu Partnern.

Im Fall von Strada del Sole ist nun die Gründung eines Joint Venture vorgesehen. Je 45 Prozent des Eigenkapitals gehören den beiden Partnern, 10 Prozent sind in einer ersten Phase für die Designer reserviert. Nadines Freundin erhält für ihr Brillendesign nicht wie sonst üblich ein Honorar, sondern wird an der Firma und damit auch an einem allfälligen Erfolg beteiligt. «Sie ist unternehmerisch voll beteiligt», sagt Strittmatter. Ein gewisser Prozentsatz eines allfälligen Gewinnes soll in einen Fonds fliessen, der es mittellosen Künstlern erlaubt, künftig auf ähnliche Weise ins Geschäft einzusteigen. Was reizt ein erfolgreiches Model überhaupt an der Sharing Economy? «Ich war in den letzten 10 Jahren stark fremdbestimmt», sagt Strittmatter. «Der Alltag eines Models ist unberechenbar: Agenten, Fotografen und andere schreiben dir vor, was du tun und lassen musst, wie deine Lippen und Haare aussehen müssen und was du anzuziehen hast. Mit dem Geschäftsmodell des Teilens habe ich nicht nur eine interessante unternehmerische Tätigkeit gefunden. Ich bin damit auch ein selbstbestimmtes Individuum geworden.» Strittmatters Projekt ist jedoch keine Ersatz-Psychotherapie. Das Pilotprojekt mit den Sonnenbrillen ist kommerziell auf gutem Weg. Im Frühjahr 2014 soll die neue Kollektion in Mailand präsentiert werden. Und Nadine Strittmatter ist auf den Geschmack gekommen. Zusammen mit Fiechter will sie mit 3.0 Productions nach dem gleichen Muster weitere Joint Ventures gründen. «Wir denken an ein innovatives soziales Netzwerk», sagt sie, «an nachhaltige Energiegewinnung, eine Lifestyle-Kreditkarte oder gar an einen Film.» Allmählich soll so eine Art Parallelgeschäftswelt entstehen, in der der Zwischenhandel ausgeschaltet und Unternehmer, Kreative und Kunden auf Augenhöhe miteinander verkehren. «Alle Partnerprodukte erhalten das 3.0-Label», sagt Strittmatter, «und wir werden zu einer Marke, die eigentlich keine Marke mehr ist, sondern ein Symbol für eine gemeinsame Geisteshaltung.»

Die Sharing Economy ist kein Einzelphänomen. Sie passt bestens zu einem anderen Trend, der in der Jungunternehmerszene für Aufregung sorgt: die Macherkultur. Dank neuen Technologien wie dem 3-D-Drucker werden selbst in der Industrie neue Geschäftsmodelle möglich. Riesige Fabrikationsanlagen werden unnötig und können immer häufiger in trendige Lofts umgebaut werden. Wie Chris Anderson, der ehemalige Chefredaktor des IT-Magazins «Wired», in seinem Bestseller «Makers» beschreibt, wird sich in der Macherkultur das traditionelle Unternehmen im Cyberspace auflösen. Statt Fabriken entstehen virtuelle Marktplätze, auf denen Ideen getauscht und alle am Erfolg beteiligt werden. Chris Anderson selbst ist inzwischen nicht nur ein einflussreicher Vordenker, sondern auch ein erfolgreicher Unternehmer in der neuen Macherkultur geworden.

Mehr als cool

Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und Staatsschulden beginnen das Denken der Menschen zu verändern. Das Gefühl, dass die bestehende Wirtschaftsordnung an ihre Grenzen stösst, ist allgegenwärtig. Neue Modelle wie Sharing Economy oder Macherkultur fallen daher auf fruchtbaren Boden. Kommt dazu, dass die neuen sozialen Medien diese Entwicklung unterstützen und beschleunigen. «Vor 10 Jahren, als es noch kein Facebook gab, hätten wir nicht existieren können. Denn damals war Teilen noch nicht cool», sagt beispielsweise Nate Blecharczyk, einer der Gründer von Airbnb. Inzwischen ist Teilen mehr als cool. Ed Lee, Bürgermeister von San Francisco, will die Sharing Economy zu einem Bestandteil seiner regionalen Wirtschaftspolitik machen – und prüft bereits, wie er auch sie besteuern kann. (Quelle: Philipp Löpfe/Tages-Anzeiger)

Neue Schweizer Meister im 12-Stunden-Lauf

CH-Meister-12-Stunden-Basel-2013In der St. Jakob Sportanlage in Basel fiel am Samstag um Mitternacht der Startschuss zu den 1. Schweizer Meister-schaften im 12-Stunden-Lauf. Bei idealem mildem Frühlingswetter und Livemusik erlief sich Simon Schmid (43) aus Mönthal auf der 1,1 km langen Runde den Titel Schweizer Meister mit 130,814 km. Schweizer Meisterin wurde Katja Weiler (45) aus Grosshöchstetten mit 85,607 km. Jörg Desteffani (49) aus Windisch belegte Platz 2 mit 129,850 km und Platz 3 errang Oskar Ganz (48) aus Zürich mit 122,176 km. Rosmarie Marolf (70) aus Biel erkletterte bei den Frauen den zweiten Platz auf der Siegertreppe mit 81,587 km und die 79-jährige Marita Schulz aus Unterkulm nahm mit 64,268 km den dritten Platz ein. Die 12-Stunden -Meisterschaften wurden in Zusammenarbeit von Swiss Ultra Running und dem Sri Chinmoy Marathon Team im Rahmen des 25. Self-Tran- scendence 12+24-Stunden-Laufs organisiert – ein Jubiläum! Insgesamt gingen 93 Läufer aus 15 Nationen an den Start.

Günter Marhold aus Deutschland (44) wurde Sieger beim 24-Stunden-Lauf mit genau 237 km, gefolgt von Daniel Schwitter (44) – dem Präsident von Swiss Ultra Running – aus Binningen mit 219,080 km. Bei den Frauen dominierten die Engländerinnen. Helen James (41) erzielte mit 213,576 km eine persönliche Bestleistung und damit Platz 1, zweiplatzierte war Kirsty Reade (41) mit 190,149 km.

 Aus dem internationalen Gesamtfeld der 12-Stunden-Läufer trat Achim Gokeler (41) aus Frankfurt mit 132,354 km als Sieger hervor, gefolgt vom 43-jährigen Schweizer Meister Simon Schmid (130,814 km). Bei den Frauen landete im Gesamtfeld Viola Stras (42) aus Deutschland mit 104,467 km auf Rang 1 und dazu gesellte sich auf Rang 2 die Französin Sandrine Wasser (42) mit 97,358 km.

In den vergangenen 25 Jahren erzielten die Ultraläufer auf der Basler Rennstrecke zahlreiche Rekorde. Wohl deswegen gilt dieser vom Sri Chinmoy Marathon Team organisierte Schweizer Ultramarathon als einer der bedeutendsten Ultradistanzläufe der Welt. 1993 stellte Sigrid Lomsky aus Berlin dort den Weltrekord im 24-Stundenlauf bei den Damen mit 243,659 km auf und 1998 gesellte sich Yiannis Kouros aus Griechenland mit 290,225 km bei den Herren hinzu. Beide Weltbestleistungen stehen bis heute unerreicht da. 1994 erringt Hans-Peter Brönnimann den Schweizer 12-Stundenlauf-Rekord mit 152,399 km und 1996 mit 257,329 km den Schweizer 24-Stundenlauf-Rekord, die beide ebenfalls bisher unerreicht blieben. Und nicht zu vergessen, Denise Zimmermann! Die Sekretärin aus Mels erzielte 2012 mit ihrem fliegenden Laufstil in Basel bei ihrem allerersten 24-Stundenlauf einen neuen Schweizer Rekord mit 206,907 km.

Mehr Infos sowie Ergebnislisten, Photos und später auch Link zum Video auf: ch.srichinmoyraces.org

Cosmic Cine Filmfestival 2013 in Zürich

„Eine Welt voll Möglichkeiten – A world full of colours“ lautet das Motto des Cosmic Cine Filmfestivals in 2013 – dem Kinofestival für Nachhaltigkeit, Bewusstsein und Wertewandel in der Schweiz und Deutschland. Vom 11.-17. April werden im Arena Cinemas in Zürich die besten „Open Mind Movies“ für eine lebenswertere Zukunft innerhalb einer Festivalwoche gezeigt. Eine Woche später, vom 18. bis 24. April 2013, rollen die Kinos in Deutschland mit München, Karlsruhe, Darmstadt und Bonn Bad Godesberg zeitgleich für die nominierten Dokumentar- und Spielfilme den roten Teppich aus. Alle Zuschauer dürfen sich auf ein Kino freuen, das dazu inspiriert, sein Leben eigenverantwortlich zu gestalten.

Gemeinsam reisen die Zuschauer von Donnerstag bis Mittwoch durch die verschiedenen Themenwelten „Pflanzenwelt, Tierwelt, Menschenwelt, Umwelt, Anderswelt, Phantasiewelt“ bis hin zur paradiesischen AWARDGALA. Zusätzlich entführen Musiker, Künstler und Referenten an jedem Standort in die bunte Welt von Cosmic Cine und gestalten das Rahmenprogramm. Eine Entdeckungsreise von der Vielfalt bis hin zur Individualität mit der Möglichkeit des Austauschs und natürlich jede Menge „Netzwerken“. Zusätzlich findet in der Schweiz am Wochenende vom 12.-14. April ein Forum mit Vorträgen Podiumsdiskussionen und Lesungen statt. Gäste wie das Schweizer Medium Pascal Voggenhuber, die Sängerin Eva Novak, die Filmemacherin Elke von Linde u.v.m. entführen die Besucher in ihre Welt voll Möglichkeiten und sprechen über ihr Leben, ihre Visionen und Projekte.

Alle Festivalwochen gipfeln in der Cosmic Angel Award Verleihung, welche zugleich die bewegendsten Filme des Jahres auszeichnet. Der Gala-Abend findet am 26. April mit allen Städteteams gemeinsam um 20:13 Uhr in der Filmstadt München statt. WEitere Informationen: www.cosmic-cine.com.

Folge Deiner Inneren Stimme – Vortrag von Kailash A. Beyer

Kailash A. Beyer hat am „Spirituellen Festival“ des Sri Chinmoy Centres in Zürich am Freitag, den 16. November 2012 einen spannenden Vortrag gehalten, der Geheimnisse verrät, wie man auf seine innere Stimme hört und wie man mit Meditation neue Erfahrungen machen kann. Wenn Du nicht dabei warst, kannst Du den ganzen Vortrag hier anschauen. Dauer: 1:29:44 h. Sprache: Deutsch. Produktion: Kedar Misani.

Heinrich Schweizer: Der Komponist als Fotograf

In diesen Tagen ist ein ganz spezieller Bildband erschienen. Der 1943 geborene Heinrich Schweizer ist vor allem als Komponist bekannt. Er bereiste die Welt in den vergangenen 40 Jahren und hat dabei auch die (analoge) Kamera mit dabei gehabt, um seine Eindrücke festzuhalten. Jetzt präsentiert er unter dem Titel „Gesehene und erlebte Welt“ 700 Farbbilder auf gut 500 Seiten mit interessanten Textbeiträgen, so u.a. von NZZ-Redakteur Dr. Friedemann Bartu oder Prof Dr. Pan Derong, Philosoph von der East-China Normal University in Schanghai. Als eher künstlerisch engagierter Fotograf sind für mich viele der Bilder zu wenig kraftvoll und die Auswahl der Bilder (fast) zu gross, aber dafür gibt sie einen nostalgischen Rückblick über Szenen und Menschen, der eindrucksvoll ist. Es war auch schwierig, ein Bild für diesen Buchhinweis auszuwählen und ich habe mich für ein Schwarz-Weiss-Foto im Kapitel Kamerun entschieden, das einen auf einer Holzflöte spielenden Berber in N’Gaoundéré zeigt. Heinrich Schweizer hat sich in seinem Leben neben seiner Leidenschaft für Musik und Fotografie auch für völkerverbindenende und spirituelle Belange interessiert. So hat er auch eine enge geistige Verbindung mit dem spirituellen Meister Sri Chinmoy (1931-2007), den er mehrmals getroffen hat und der ihn auch inspirierte, gewisse Musikstücke als eigene Kompositionen aufzuführen. In diesem Zusammenhang sei auch auf das Haiti-Lied von Sri Chinmoy hinzuweisen, das er für ein karitatives Projekt aufführte und auch als Video online anzusehen ist.

Das Buch ist erschienen im Verlag Hützen + Partner, St. Gallen, ISBN 978-3-9523633-5-5.

Das Unmögliche herausfordern – Film und Ausstellung in Berlin

„Wenn du ein spiritueller Mensch wirst, kannst du alles erreichen. Von einer solchen Menge an Gewichten, wie er sie gestemmt hat, hat keiner je zuvor gehört“, sagt Wayne S. DeMilia, Vorsitzender der Internationalen Vereinigung der Bodybuilder, in dem Film „Das Unmögliche herausfordern“ über den spirituellen Meister Sri Chinmoy. Vom 20. bis 26. September ist in der UCI Kinowelt (Schönhauser Allee 123) in Berlin jeweils um 19.15 Uhr bei freiem Eintritt der preisgekrönte 30-minütiger Dokumentarfilm „Das Unmögliche herausfordern“ zu sehen. Vom 17. September bis 1. Oktober von 10 bis 24 Uhr wird in demselben Kino auch bei freiem Eintritt eine Ausstellung über Sri Chinmoy und seine Kraftakte gezeigt, der dank Meditation und den dadurch erlangten inneren Frieden Hunderte Kilo von Metall, Autos und Elefanten hoch zu stemmen vermochte – mehr als je ein Mensch zuvor.

Der Dokumentarfilm in deutscher Synchronfassung zeigt wie Sri Chinmoy (1931-2007) noch im hohen Alter dank Meditation und täglichem Training unglaubliche Gewichte zu stemmen vermochte. Die Leichtathlethiklegende Carl Lewis und Kraftsportexperten wie Bill Pearl und Hugo Girard, der 2002 in Strongman-Wettbewerben den Titel ‚Stärkster Mann der Welt‘ errang, kommen zu Wort und sind sich einig: Noch nie zuvor hat ein Mensch solche Gewichte bewegt. Im Mittelpunkt des Films steht ein Abend im November 2004, an dem Sri Chinmoy vor den Augen Hunderter Zuschauer Dutzende von Rekord- und Meisterleistungen im Gewichtheben zeigte. Innerhalb weniger Stunden hob er Gewichte, die aufaddiert insgesamt über 90 000 kg ergaben. Welturaufgeführt im April 2011 beim renommierten TriBeCa-Festival in New York, wurde der mehrfach preisgekrönte Film seither auf über 70 Filmfestivals gezeigt. Jetzt ist er erstmals in Deutschland zu sehen. Die begleitende Ausstellung im Kino macht Interessierten Kurzfilme und Großaufnahmen von Sri Chinmoys Kraftakten sowie Hebevorrichtungen und Trainingsgeräte, die eigens für ihn angefertigt wurden, zugänglich. Ein Apparat für das Wadenheben im Stehen von sage und schreibe 1179 kg, eine einzigartige Konstruktion für das Überkopf-Heben von Menschen und ein Vorrichtung für das Bankdrücken von 360 kg bilden den Kern der Ausstellung. Bisher war die Ausstellung in New York, Prag, Mailand und Wien zu sehen.

„Er unternahm seine beachtlichen Leistungen mit der Absicht, die Botschaft von weltweiter Harmonie und innerem Frieden zu verbreiten“ schrieb die New York Times, als sie über die Premiere der Doku „Challenging Impossibility – Das Unmögliche herausfordern“ berichtete. Sri Chinmoy selbst erklärte: „Ich versuche all jenen, die einen Schritt vorwärts gehen wollen, einen inneren Dienst zu erweisen. Sie müssen ja keine 900 kg heben, aber vielleicht nehmen sie die Inspiration an, die ich hier anbiete und wagen etwas in ihrem Leben, das sie zuvor für zu schwierig oder unmöglich gehalten haben. Sie können Inspiration für jeden Lebensbereich erhalten, um dort etwas besser zu machen, als sie es bisher getan haben.“

Oben kannst Du Dir den Trailer des Films ansehen.
Weitere Informationen: www.dasunmoeglicheherausfordern.de

Oesterreichischer Abenteurer pilgert zur Quelle des Ganges

Ich sitze gerade in Rishikesh und schaue auf den Ganges, während ich über den heiligsten Fluss Indiens schreibe. Der Ganges entspringt im westlichen Himalaya, etwa 18 km von Gangotri und da der Gletscher in früheren Zeiten die Form eines Kuhmauls hatte, wird diese Stelle als Gaumukh bezeichnet. Nach 2,5 km mündet der Fluss in den “Bay of Benga”. In Rishikesh ist der Ganges noch sauber und es ist einfach phantastisch einen Sprung ins kalte Nass zu machen und sich gereinigt von den Sünden der Meditation zu widmen. Die indische Mhytologie besagt, dass ein Bad im Ganges von alle Sünden befreit. Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die mein spiritueller Lehrer Sri Chinmoy über die Befreiung von Sünden durch ein Bad im Ganges geschrieben hat:

„Ich möchte jetzt etwas über Glauben sagen. Ich bin sicher, dass ihr alle schon etwas über den Ganges gehört habt, Indiens heiligsten Fluss. Es wird erzählt, dass jeder, der ein Bad im Ganges nimmt, von allen seinen Sünden befreit wird. Das ganze Jahr über kannst du alle möglichen Sünden begehen und wenn du dann nur in den Fluss eintauchst, werden alle diese Sünden verschwinden. Das ist unser indischer Glaube. Wie dumm wir sind, das weiß nur Gott. Parvati, die Gemahlin des Gottes Shiva, fragte einmal Shiva: ‚Ist es wahr, dass wenn ein Mensch nur einmal ein Bad im Ganges nimmt, alle seine Sünden im Handumdrehen weg gewaschen werden? Haben die Leute so einen Glauben?‘ Er sagte zu seiner Gattin: ‚Gut, das beste ist es für mich, dir das zu demonstrieren. Schau, wir beide werden eine menschliche Form annehmen und uns ans Ufer des Ganges setzten. Ich werde ein sehr alter Mann sein und du eine alte Frau. Du wirst in deinem Schoß ein Baby halten und ich werde dem Kind das Leben nehmen. Du wirst dann sofort bitterlich zu weinen anfangen und ausrufen, dass wir unser einziges Kind verloren haben. Viele werden kommen, um uns zu trösten, und du wirst ihnen sagen: ‚Wenn mein Sohn von jemanden gesegnet wird, der fühlt, dass  er ohne Sünde ist, dann wird er wieder zum Leben erwachen.‘

So nahmen sie eine menschliche Form an und setzten sich an das Ufer des Ganges. Hunderte waren gekommen, um im Fluss zu schwimmen und zu baden. Parvati sagte: “Alle von euch hier wissen, dass in dem Moment wo ihr in den Ganges geht, all eure Sünden zu existieren aufhören werden. Geht, nehmt ein Bad und segnet dann mein Kind und es wird wieder zum Leben erweckt.” Hunderte gingen vorbei, aber niemand wollte es tun. Sie waren bereit zu schwimmen, sie waren bereit unterzutauchen und stundenlang im Ganges zu baden, aber sie wussten, das es keine Auswirkung auf das Kind haben würde. Sie würden das Kind berühren, aber es würde nicht wieder zum Leben erweckt. Das ging einige Stunden lang so, bis die Zuschauer schließlich einen Mann mittleren Alters auf die Frau, die ihr Kind verloren hatte, zugehen sahen. Dieser Mann kam gerade aus einer Bar. Er roch sehr unangenehm und nach indischen Beurteilungskriterien, war er das, was ihr als ‚charakterlos‘ bezeichnen würdet. Der Mann kam zu ihr und fragte: “Warum weinst du?” Sie sagte:  “Ich weine, weil niemand kommt, um mein Kind zu segnen, obwohl jeder hier weiß, dass in dem Moment, in dem sie im Ganges baden, alle ihre Sünden sie verlassen und sie dann mein Kind wieder zum Leben erwecken können.” “Du weinst wegen deswegen? Ich habe Glauben; lass mich gehen.” So sprang er in den Ganges und in einigen Minuten kam er zurück und berührte das Kind. Sofort erwachte das Kind wieder zum Leben. Lord Shiva sagte daraufhin: “Schau! Von den Tausenden hatte nur eine einzige Person Vertrauen in den Ganges!” Und damit verschwanden Shiva, Parvati und das Kind.“

Die Moral der Geschichte ist, dass sehr viel Ritual und Aberglaube ist und es gibt nur wenige die in den Ganges gehen und wirklich an die dem Ganges zugeschriebene Kraft glauben. Und wenn wir wirklichen Glauben haben, dann kann er viel bewirken.

In Rishikesh findet man viele Ashrams und Sadhus, die sich der Meditation widmen und dementsprechend, ist die Umgebung auch geladen, mit einer heiligen, meditativen Atmosphäre, die zum Meditieren inspiriert. Einige Kilometer südlich den Ganges hinunter befindet sich Haridwar, wo alle 12 Jahre eine große Khumba Mela (Zusammenkunft von Tausenden von Sadhus und Yogis) stattfindet. Und je weiter man dem Fluss in den Süden folgt, umso schmutziger wird er. In Benares heißt er “Kala Ganga” (schwarzer Ganges), da er hier nur mehr eine fließende Flüssigkeit von schwarzer Farbe ist. Der Ganges gehört zu den fünf schmutzigsten Flüssen der Welt, mit einer Kolibakterien-Verschmutzung, die das 100-fache der erlaubten Konzentration – der offiziellen Obergrenze, festgelegt durch die indische Regierung – überschreitet. Leider ist diese Verschmutzung nicht nur eine Gefahr für die Menschen, sondern auch für mehr als 140 verschiedene Fischarten und den höchst gefährdeten Gangesfluss-Delfin. Ein Reisender hat mir erzählt, dass er in Benares einen Priester gesehen hat, der einen Becher Wasser aus dem Fluss geschöpft hat und ihn in völliger Andacht getrunken hat.

Von Rishikesh sind es 270 km bis Gangotri, ein sauberer, kleiner Pilgerort am Ganges (3000 m hoch) und gleichzeitig, das letzte Dorf vor der Gangesquelle. Das Zentrum des Dorfes bildet ein Tempel, der der Göttin Ganga gewidmet ist und im frühen 18. Jahrhundert vom nepalesischen General, Amar Singh Thapa erbaut wurde. Jeweils zu Diwali, einem indischem Festtag, wird der Tempel geschlossen und die Statue aus dem Tempel nahe Harsil gebracht. Es ist eigentlich nicht ganz richtig zu sagen, dass man hier schon vom Ganges spricht. Bhagirathi ist die richtige Bezeichnung, da der Name Ganges erst weiter unten, nach dem Zusammenfluss mit dem Fluss Alakananda in Devprayag, geführt wird. Da Bhagirathi aber größer ist als Alakandana, spricht man vom Gaumukh als der Quelle des Ganges. Die Form des Gletscherendes bei der Quelle hat in früheren Jahren die Form eines Kuhmaules gehabt und aus diesem Grund wird die Gangesquelle bis heute Gaumukh (Kuhmaul in Hindi) genannt. Der Pilgerstätte Gangotri ist nur von Anfang Mai bis Diwali (Lichtfest im Oktober) geöffnet und ist im Winter ganz geschlossen. Nur zehn Leute bleiben völlig abgeschlossen von jeglicher Zivilisation zurück und die Sadhus, die entlang des Ganges leben. Die Anreise von Rishikesh ist eine eigene Geschichte wert. Murenabgänge, vor allem in der Regenzeit und Steinschläge, lassen ganze Hänge und Häuser abstürzen. Die Straßen sehen auch dementsprechend aus und auf unserer Fahrt haben wir einen Lastwagen gesehen, der abgestürzt war und von einem Bus gehört, der hinter uns abgestürzt ist. Auf der Autofahrt macht man am besten die Augen zu und betet.

In Gangotri gibt es sehr viele Sadhus, die in Ashrams, oder in Höhlen und kleinen Hütten, entlang des Ganges leben. Die meisten Sadhus sind sehr gastfreundlich und sie servieren ihren Gästen “Chai”, indischen Schwarztee mit Gewürzen. An beiden Ufern des Flusses befindet sich ein “Promenade”, zum Wandern und Assimilieren der heiligen Atmosphäre. Wir treffen einige Sadhus und tauschen uns aus und wie überall gibt es auch hier Sadhus mit unterschiedlichem Niveau. Einem Sadhu haben wir den Namen “Euro-Sadhu” gegeben, da es in jedem zweiten Satz um Geld, speziell um Euros ging und ganz besonders hat ihn meine coole Sonnenbrille interessiert. Wir haben aber auch Sadhus und Yogis getroffen, die einen bleibenden Eindruck auf uns gemacht haben und uns spirituell bereichert haben. Die Mythologie besagt, dass König Bhagirath in Gangotri Buße getan und gebetet hat, so dass der Fluss, der nur im Himmel floss, nun auf die Erde fließt und seine Ahnen von den Sünden befreit.Da die Gewalt des Flusses zu stark für die Erde gewesen wäre, musste Gott Shiva gewonnen werden, die Gewalt des Flusses zu mildern, um den Ganges zuerst auf seinem Haupt aufzufangen. Noch heute erinnert ein Ganges-Tempel in Gangotri an den Platz, wo König Bhagirath, gesessen hat.

Ausflüge von Gangotri

Kedartal: Von Gangotri kann man auch einen Mehrtagestrip in das Kedartal machen. Ein Wanderweg, der märchenhaft schön ist. Birkenwälder sind hier bis auf eine Höhe von 3800 m zu finden. Bei uns in Europa liegt die Baumgrenze bei um die 2000 m).

Gaumukh und Tapovan: Von Gangotri geht man 18 km bis zur Gangesquelle (Gaumukh). Da Gangotri bereits auf 3000 m liegt, spürt man auf dem Weg nach Gaumukh die dünne Luft. Rund 4000 m hoch liegt die Gangesquelle und man genießt hier die wohlverdiente Pause. Ein herrlicher Anblick auf den Gletscher und den Himalaya entschädigen uns für den harten Anstieg. Ein Schluck aus der eiskalten heiligen Quelle erfrischt die Geister und für die, die nicht genug bekommen können, geht es dann noch weiter nach Tapovan. Auf dem Weg nach Tapovan muss man den Gangotri-Gletscher überqueren und gelangt auf ein Platteau (4230 m) mit einer Wiese und einem wunderschönen Ausblick auf die schneebedeckten Gipfel.

Höhle der Pandavas: In dieser Höhle sollen die Pandavas, die Helden des bekanntesten indischen Epos mit dem Namen „Mahabharata“, eine Zeit verbracht haben. Ungefähr drei Kilometer vom Zentrum von Gangotri enfernt, liegt diese Höhle inmitten eines Waldes und mit einem wunderschönen Ausblick in die Bhagirathi-Schlucht. Mein spiritueller Meister Sri Chinmoy liebte die Mahabharata. Schon in seiner frühen Kindheit las im seine Mutter Yogamaya aus der Mahabharata vor. Er pflegte sie des öfteren in verfilmter Form anzuschauen. Sri Chinmoys Einschätzung zufolge ist die beste Verfilmung, diejenige von B. R. Chopra und Ravi Chopra. Sie produzierten die Mahabharata in der Fassung einer indischen Fernsehserie, die von Indiens nationalem Fernsehsender ‘Doordarshan’ vom 2. Oktober 1988 bis 24. June 1990 in 94 Episoden mit je 45 Minuten Länge erstmals ausgestrahlt wurde. Die Straßen in Indien wurden damals zur Sendezeit leer. Diejenigen indischen Familien, die keinen Fernseher besaßen, wurden meist von ihren Nachbarn, die im Besitz eines Fernsehers waren, dazu eingeladen, die Episoden anzuschauen. Selbst vorbeigehende Passanten fanden zur Sendezeit einer Mahabharata-Episode Platz in den Wohnzimmern mit TV. Die Verfilmung ist heute als 16-teiliges DVD-Set mit englischen Untertiteln erhältlich und gibt uns einen spannenden, tiefen Einblick in den Hinduismus.

– Smarana

Markus Rüegg in den Nationalrat

Markus Rüegg ist ein Kandidat der neuen Zeit. Er schreibt zu seinem Wahlvideo für die Schweizer Nationalratswahlen 2011 vom 23. Oktober: „wir haben jetzt die chance, ein zeichen zu setzen – den kulturell kreativen und der schweigenden mehrheit (90% sind parteifrei), eine stimme zu geben. ich möchte ein ganzheitliches weltbild in die öffentlichkeit tragen. das kann ich aber nicht alleine, das geht nur wenn sehr viele mitmachen. wenn 100 aktive sieben stunden oder besser noch sieben tage ihrer kostbaren lebenszeit für das weitermailen dieses videos einsetzen, könnten wir 2-3 nationalrats-sitze gewinnen. doch dazu braucht es ca. 100’000 stimmen.“ Schau Dir das Video an und lass Dich inspirieren von einem Kanditaten, der echt neue Massstäbe für unsere Gesellschaft setzt und sie auch realisiert. Das zeigt sich auch in seinem Newsletter, in dem über den Verlauf seiner neuzeitlichen Projekte im Hinblick auf Ernährung, Gesundheit, Wohnen und Handeln regelmässig informiert. Hier noch der Link zu seiner Webseite: www.gemeinschaften.ch

On – Ein Laufschuh macht von sich reden

Tegla Leroupe mit On-Laufschuhen

«CloudTec» klingt nach Meteorologie, nach Tagträumen oder esoterischer Medizin. Bestimmt denkt man dabei aber nicht an einen Schweizer Laufschuh. Doch genau damit hat die patentierte Sohlentechnologie zu tun, die dank ihrer flexiblen, röhrenförmigen Struktur den Läufer glauben lässt, auf Wolken zu wandeln. Verantwortlich für den Schwebezustand ist das junge Unternehmen On, das auf Initiative von Olivier Bernhard vor gut einem Jahr für das innovativste Sportprodukt an der internationalen Sportartikelmesse ausgezeichnet wurde. Der ehemalige Ironman-Sieger suchte nach einer Verletzung einen Laufschuh, der stuützend wirkt, zugleich aber auch einen schnellen Wettkampf ermöglicht. Da Bernhard unter den bestehenden Produkten keine entsprechende Lösung fand, entwickelte er zusammen mit einem Ingenieur kurzerhand eine eigene Sohle. Die Idee dahinter war, den Aufprall der Schritte nicht nur vertikal, sondern auch horizontal zu dämpfen und mit 13 Gummiröhren oder «Wolken» einen Sandbodeneffekt zu simulieren, allerdings mit dem Vorteil, auf festem Boden abzustossen. Aus der Sohle wurde ein ganzer Schuh und bald darauf eine eigene Firma. Das Produkt, das Bernhard und seine beiden Geschäftspartner zustande brachten, überzeugte nicht nur viele Athleten und Wissenschafter der ETH, sondern auch das Zürcher Museum für Gestaltung, das ein Modell von On in seine Sammlung aufgenommen hat. Dies liegt nicht zuletzt am reduzierten Design von Thilo Alex Brunner. «Konventionelle Laufschuhe haben bis anhin ausgesehen wie getunte Autos», sagt Brunner, «bei On ist die Sohle der Star.» Diese sollte deshalb auch weitgehend sichtbar bleiben und mit einem Oberschuh ergänzt werden, der Funktionalität und Ehrlichkeit zum Ausdruck bringt. Ungeschminkt offenbart ein erster Test des Autors auch, dass der Schuh durchaus zum Schweben einlädt, fliegen muss man allerdings noch selbst. -David Streiff Corti (Quelle: NZZ am Sonntag)

Oesterreicherin bezwingt längsten Lauf der Welt in Queens, New York

Es ist Sonntag, 6 Uhr morgens am 12. Juni 2011. Während die meisten noch schlafen und einen entspannten, freien Tag vor sich haben, steht die Österreicherin Surasa Mairer in der Millionenmetropole New York an der Startlinie des längsten zertifizierten Laufs der Welt. Der Self-Transcendence 3100-Meilen-Lauf wird hier um einen Häuserblock im Stadtteil Queens zum 15. Mal vom Sri Chinmoy Marathon veranstaltet. 5649 Runden auf der betonierten 883 Meter langen Laufstrecke um die Thomas A. Edison Career and Technical Education High School, einen Sportplatz und einige andere Häuser liegen vor der Ultraläuferin – anders ausgedrückt 118 Marathons hintereinander – fast 5000 km.

Surasa Paula Mairer, ist am 6. März 1959 in St. Justina, einem kleinen Dorf bei Assling in Osttirol geboren und sie hat einiges vorzuweisen. Sie hält die Ultralauf-Weltrekorde für 1000 km, 700 Meilen und 1300 Meilen. Sie ist auch die erste Frau, die einen Marathon rückwärts lief und Rückwärtslauf-Rekorde für 5 km, 10 km und den Halbmarathon aufgestellt hat. Und doch ist es ihr zweiter Versuch. Letztes Jahr schaffte die Osttirolerin auf derselben Runde im Stadtviertel Jamaica von Queens nur 2700 Meilen. Es ist ein unberechenbarer Ultralauf und 2010 machte ihr die extreme Hitze und eine Beinhautentzündung zu schaffen. Nichtsdestotrotz war Surasa die erste Österreicherin, die bei einem Rennen auf einer zertifizierten Strecke 2700 Meilen bewältigte. Und sie ist die zweite Frau, die dies überhaupt je geschafft hat. In den ersten Wochen legt sie dieses Jahr jeden Tag im Schnitt mehr als zwei Marathons zurück – oft sogar bis zu 100 km. Blasen tauchen an ihren Füßen auf, verschwinden von den medizinischen Betreuern behandelt aber wieder – trotz ständiger Belastung. Sie wiederholt Mantren auf der Strecke, darunter ein Gesundtheitsmantra, und einen Aphorismus des spirituellen Lehrers Sri Chinmoy: „Mit absolutem Vertrauen wird das absolut Unmögliche zur absoluten Möglichkeit.“

10 000 Kalorien pro Tag muss die Extremsportlerin zu sich nehmen. So isst sie jede zweite Runde eine kleine Mahlzeit, die sie in einem Plastikbecher mit sich trägt. Pizza, Eiscreme, Reis, Nudeln, Früchte… an eine spezielle Diät hält sich die gebürtige Tirolerin nicht. Sie setzt sich während der über 7 Wochen auf der Laufstrecke zum Essen nie hin, sondern isst nur während sie läuft. Am Ende verliert Surasa trotzdem 3 kg an Gewicht. Eine Laufpause bei Ultrarennen ist für alle Läufer zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens vorgeschrieben. Surasa schläft jeden Tag nur 4 Stunden und wacht aber erholt auf, erzählt sie. In den ersten Tage und kurz vor dem Lauf konnte sie gar nicht schlafen. Die Runden nach Sonnenuntergang sind eine willkommene Erholung für die Läufer, da die Temperaturen im Juli tagsüber meist über 30° Celsius kletteren. Der Sommer in New York im August kann sehr heiß werden und das tut er auch dieses Jahr. Am Tag 41 klettern die Temperaturen bis auf auf 44° Celsius. Am Tag darauf wird der Lauf wegen der Rekordtemperaturen für einen Tag unterbrochen, um Schaden für die Gesundheit der Läufer abzuwenden. Das vorgegebene Zeitlimit, in dem der Lauf bewältigt werden muss, wird wegen der extremen Witterungsverhältnisse um 2 Tage verlängert – von 52 auf 54 Tage.

Plötzlich zwingen starke Schmerzen in der Wade die heute in Wien lebende Sekretärin am Tag 47 nur zu gehen. Es fühlt sich wieder nach einer Beinhautentzündung an, sagt sie. Viel mehr als 30 km pro Tag waren damit im Gehtempo nicht zu schaffen. Der Arzt diagnostiziert einen verletzten Muskel. Nicht einmal 30 Menschen haben es bisher überhaupt geschafft den Mount Everest des Laufens zu bezwingen. Ist das so kurz vor dem Ziel nach 2780 Meilen das Aus für die zweite Frau der Welt, die es gewagt hat, an dem wohl härtesten Ultralauf der Welt teilzunehmen? Die Ärzte sehen es so. Doch wie durch ein Wunder kann Surasa nach 3 Tagen im Gehtempo wieder laufen und spulte dann ihre Runden wieder im gewohnten Durchschnittstempo von 60 Meilen pro Tag ab. Gerade rechtzeitig um den Lauf in der vorgegeben Zeit zu beenden. Als erste Europäerin und als zweite Frau der Welt kommt Surasa Paula Mairer am 4. August gegen 22 Uhr Ortszeit New York ins Ziel. Die 52-Jährige  bewältigt die 3100 Meilen oder 4988 km in 53 Tagen, 15 Stunden, 54 Minuten und 25 Sekunden. Damit überbietet sie den Altersweltrekord von Suprabha Beckjord aufgestellt im Jahr 2008 in 56 Tagen, 17 Stunden, 51 Minuten und 22 Sekunden um mehr als 3 Tage.

Im Ziel angekommen, erklärt Surasa: „Ich habe hin und her überlegt, ob ich die 3100-Meilen noch einmal laufen soll. Als ich mir dann vorgestellt habe wie ich in New York meine Runden drehe, kam große Freude auf. Diese Freude habe ich auch meist während des gesamten Laufs empfunden.“ Während der siebeneinhalb Wochen verschleißt sie 7 Paar Laufschuhe. „Das ist gar nicht so viel“, meint sie, „andere Läufer brauchen zwölf Paar. Das hängt vom Laufstil des Einzelnen ab.“ Vor ihr gelang es nur einer Frau, der heute 55-jährigen Suprabha Beckjord aus Washington, den 3100-Meilen Lauf zu bewältigen. Der Amerikanerin gelang dies dreizehn Mal in Folge zwischen 1997 und 2009 und ihre Weltrekordzeit liegt bei 49 Tagen 14 Stunden 30 Minuten und 54 Sekunden. Nur 10 Ultra-Läufer hatten sich 2011 an das Rennen herangewagt. Acht davon kommen ins Ziel. Der Ukrainer Sarvagata Ukrainskyi aus Berdansk läuft die 3100 Meilen in 44 Tagen, 13 Stunden, 38 Minuten und 52 Sekunden, und landet damit auf Platz 1. Der 37-Jährige lief das Rennen zum ersten Mal und beendete es in Rekordzeit für jemanden, der erstmals an diesem Ultralauf teilnahm. Sein ebenso alter Landsmann Igor Mudryck aus Vinnitsa kommt mit 45 Tagen, 2 Stunden, 30 Minuten und 37 Sekunden als Zweiter ins Ziel.

Der 3100-Meilen-Lauf ist der längste zertifizierte Lauf der Welt auf einem Rundkurs und wurde 1997 von dem spirituellen Lehrer, Friedensvisionär und Sportler Sri Chinmoy ins Leben gerufen. In dem Ashram, einer klosterähnlichen spirituellen Gemeinschaft, in dem er aufwuchs, war er ein exzellenter Fußballer und Volleyballspieler, sowie der beste Sprinter des Ashrams. Im Zehnkampf zeichnete er sich in den späteren Jugendjahren aus. In den 70er und 80er Jahren lief Sri Chinmoy zahlreiche Marathons, Ultramarathons und auch kürzere Distanzen. Sri Chinmoy sah, dass es das Ziel eines Wettkampfs ist, nicht andere zu übertreffen, sondern sich gegenseitig zu inspirieren, die eigenen besten Fähigkeiten zum Vorschein zu bringen. Er formulierte die Erkenntnis „Wenn wir über uns selbst hinauswachsen, erhalten wir Freude in grenzenlosem Maße.“ Diese Philosophie der Self-Transcendence setzte er auch in Laufwettkämpfen um, indem er immer längere Ultralauf-Veranstaltungen ins Leben rief, die jenen Läufern, die die Fähigkeit dazu haben, neue Möglichkeiten eröffnete, über die eigenen Grenzen hinauszugehen.

Die MSNBC Today Show hat einen tollen Videobericht gebracht, den Du hier anschauen kannst:www.msnbc.msn.com