Unmesh and Ranjit spielen Raga in New York

Die beiden in New York lebenden Schüler von Sri Chinmoy, Unmesh und Ranjit, sind leidenschaftliche Asienreisende und haben besonders die Liebe zu Indien und seiner klassischen Musik entdeckt. In diesem Video spielen sie eine Raga anlässlich der April-Feierlichkeiten mit Sri Chinmoy im April 2007. Sri Chinmoy verschied ein halbes Jahr später, am 11.Oktober. Kamera und Schnitt: Kedar Misani.

Sitarklänge des Meditationsmeisters

Sri Chinmoy hat sich sein ganzes Leben lang für den Frieden eingesetzt und dabei vor allem mit dem Medium Musik sein Licht verbreitet. Das waren nicht nur Dutzende von Konzerten in aller Welt sondern auch Musikdarbietungen für seine Schüler, wie z.B. dieses Sitarstück, das im Jahre 2004 im New Yorker Stadtviertel  Queens – seiner Wahlheimat – entstand. Viel Spass beim Zuhören!

Oesterreichischer Abenteurer pilgert zur Quelle des Ganges

Ich sitze gerade in Rishikesh und schaue auf den Ganges, während ich über den heiligsten Fluss Indiens schreibe. Der Ganges entspringt im westlichen Himalaya, etwa 18 km von Gangotri und da der Gletscher in früheren Zeiten die Form eines Kuhmauls hatte, wird diese Stelle als Gaumukh bezeichnet. Nach 2,5 km mündet der Fluss in den “Bay of Benga”. In Rishikesh ist der Ganges noch sauber und es ist einfach phantastisch einen Sprung ins kalte Nass zu machen und sich gereinigt von den Sünden der Meditation zu widmen. Die indische Mhytologie besagt, dass ein Bad im Ganges von alle Sünden befreit. Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die mein spiritueller Lehrer Sri Chinmoy über die Befreiung von Sünden durch ein Bad im Ganges geschrieben hat:

„Ich möchte jetzt etwas über Glauben sagen. Ich bin sicher, dass ihr alle schon etwas über den Ganges gehört habt, Indiens heiligsten Fluss. Es wird erzählt, dass jeder, der ein Bad im Ganges nimmt, von allen seinen Sünden befreit wird. Das ganze Jahr über kannst du alle möglichen Sünden begehen und wenn du dann nur in den Fluss eintauchst, werden alle diese Sünden verschwinden. Das ist unser indischer Glaube. Wie dumm wir sind, das weiß nur Gott. Parvati, die Gemahlin des Gottes Shiva, fragte einmal Shiva: ‚Ist es wahr, dass wenn ein Mensch nur einmal ein Bad im Ganges nimmt, alle seine Sünden im Handumdrehen weg gewaschen werden? Haben die Leute so einen Glauben?‘ Er sagte zu seiner Gattin: ‚Gut, das beste ist es für mich, dir das zu demonstrieren. Schau, wir beide werden eine menschliche Form annehmen und uns ans Ufer des Ganges setzten. Ich werde ein sehr alter Mann sein und du eine alte Frau. Du wirst in deinem Schoß ein Baby halten und ich werde dem Kind das Leben nehmen. Du wirst dann sofort bitterlich zu weinen anfangen und ausrufen, dass wir unser einziges Kind verloren haben. Viele werden kommen, um uns zu trösten, und du wirst ihnen sagen: ‚Wenn mein Sohn von jemanden gesegnet wird, der fühlt, dass  er ohne Sünde ist, dann wird er wieder zum Leben erwachen.‘

So nahmen sie eine menschliche Form an und setzten sich an das Ufer des Ganges. Hunderte waren gekommen, um im Fluss zu schwimmen und zu baden. Parvati sagte: “Alle von euch hier wissen, dass in dem Moment wo ihr in den Ganges geht, all eure Sünden zu existieren aufhören werden. Geht, nehmt ein Bad und segnet dann mein Kind und es wird wieder zum Leben erweckt.” Hunderte gingen vorbei, aber niemand wollte es tun. Sie waren bereit zu schwimmen, sie waren bereit unterzutauchen und stundenlang im Ganges zu baden, aber sie wussten, das es keine Auswirkung auf das Kind haben würde. Sie würden das Kind berühren, aber es würde nicht wieder zum Leben erweckt. Das ging einige Stunden lang so, bis die Zuschauer schließlich einen Mann mittleren Alters auf die Frau, die ihr Kind verloren hatte, zugehen sahen. Dieser Mann kam gerade aus einer Bar. Er roch sehr unangenehm und nach indischen Beurteilungskriterien, war er das, was ihr als ‚charakterlos‘ bezeichnen würdet. Der Mann kam zu ihr und fragte: “Warum weinst du?” Sie sagte:  “Ich weine, weil niemand kommt, um mein Kind zu segnen, obwohl jeder hier weiß, dass in dem Moment, in dem sie im Ganges baden, alle ihre Sünden sie verlassen und sie dann mein Kind wieder zum Leben erwecken können.” “Du weinst wegen deswegen? Ich habe Glauben; lass mich gehen.” So sprang er in den Ganges und in einigen Minuten kam er zurück und berührte das Kind. Sofort erwachte das Kind wieder zum Leben. Lord Shiva sagte daraufhin: “Schau! Von den Tausenden hatte nur eine einzige Person Vertrauen in den Ganges!” Und damit verschwanden Shiva, Parvati und das Kind.“

Die Moral der Geschichte ist, dass sehr viel Ritual und Aberglaube ist und es gibt nur wenige die in den Ganges gehen und wirklich an die dem Ganges zugeschriebene Kraft glauben. Und wenn wir wirklichen Glauben haben, dann kann er viel bewirken.

In Rishikesh findet man viele Ashrams und Sadhus, die sich der Meditation widmen und dementsprechend, ist die Umgebung auch geladen, mit einer heiligen, meditativen Atmosphäre, die zum Meditieren inspiriert. Einige Kilometer südlich den Ganges hinunter befindet sich Haridwar, wo alle 12 Jahre eine große Khumba Mela (Zusammenkunft von Tausenden von Sadhus und Yogis) stattfindet. Und je weiter man dem Fluss in den Süden folgt, umso schmutziger wird er. In Benares heißt er “Kala Ganga” (schwarzer Ganges), da er hier nur mehr eine fließende Flüssigkeit von schwarzer Farbe ist. Der Ganges gehört zu den fünf schmutzigsten Flüssen der Welt, mit einer Kolibakterien-Verschmutzung, die das 100-fache der erlaubten Konzentration – der offiziellen Obergrenze, festgelegt durch die indische Regierung – überschreitet. Leider ist diese Verschmutzung nicht nur eine Gefahr für die Menschen, sondern auch für mehr als 140 verschiedene Fischarten und den höchst gefährdeten Gangesfluss-Delfin. Ein Reisender hat mir erzählt, dass er in Benares einen Priester gesehen hat, der einen Becher Wasser aus dem Fluss geschöpft hat und ihn in völliger Andacht getrunken hat.

Von Rishikesh sind es 270 km bis Gangotri, ein sauberer, kleiner Pilgerort am Ganges (3000 m hoch) und gleichzeitig, das letzte Dorf vor der Gangesquelle. Das Zentrum des Dorfes bildet ein Tempel, der der Göttin Ganga gewidmet ist und im frühen 18. Jahrhundert vom nepalesischen General, Amar Singh Thapa erbaut wurde. Jeweils zu Diwali, einem indischem Festtag, wird der Tempel geschlossen und die Statue aus dem Tempel nahe Harsil gebracht. Es ist eigentlich nicht ganz richtig zu sagen, dass man hier schon vom Ganges spricht. Bhagirathi ist die richtige Bezeichnung, da der Name Ganges erst weiter unten, nach dem Zusammenfluss mit dem Fluss Alakananda in Devprayag, geführt wird. Da Bhagirathi aber größer ist als Alakandana, spricht man vom Gaumukh als der Quelle des Ganges. Die Form des Gletscherendes bei der Quelle hat in früheren Jahren die Form eines Kuhmaules gehabt und aus diesem Grund wird die Gangesquelle bis heute Gaumukh (Kuhmaul in Hindi) genannt. Der Pilgerstätte Gangotri ist nur von Anfang Mai bis Diwali (Lichtfest im Oktober) geöffnet und ist im Winter ganz geschlossen. Nur zehn Leute bleiben völlig abgeschlossen von jeglicher Zivilisation zurück und die Sadhus, die entlang des Ganges leben. Die Anreise von Rishikesh ist eine eigene Geschichte wert. Murenabgänge, vor allem in der Regenzeit und Steinschläge, lassen ganze Hänge und Häuser abstürzen. Die Straßen sehen auch dementsprechend aus und auf unserer Fahrt haben wir einen Lastwagen gesehen, der abgestürzt war und von einem Bus gehört, der hinter uns abgestürzt ist. Auf der Autofahrt macht man am besten die Augen zu und betet.

In Gangotri gibt es sehr viele Sadhus, die in Ashrams, oder in Höhlen und kleinen Hütten, entlang des Ganges leben. Die meisten Sadhus sind sehr gastfreundlich und sie servieren ihren Gästen “Chai”, indischen Schwarztee mit Gewürzen. An beiden Ufern des Flusses befindet sich ein “Promenade”, zum Wandern und Assimilieren der heiligen Atmosphäre. Wir treffen einige Sadhus und tauschen uns aus und wie überall gibt es auch hier Sadhus mit unterschiedlichem Niveau. Einem Sadhu haben wir den Namen “Euro-Sadhu” gegeben, da es in jedem zweiten Satz um Geld, speziell um Euros ging und ganz besonders hat ihn meine coole Sonnenbrille interessiert. Wir haben aber auch Sadhus und Yogis getroffen, die einen bleibenden Eindruck auf uns gemacht haben und uns spirituell bereichert haben. Die Mythologie besagt, dass König Bhagirath in Gangotri Buße getan und gebetet hat, so dass der Fluss, der nur im Himmel floss, nun auf die Erde fließt und seine Ahnen von den Sünden befreit.Da die Gewalt des Flusses zu stark für die Erde gewesen wäre, musste Gott Shiva gewonnen werden, die Gewalt des Flusses zu mildern, um den Ganges zuerst auf seinem Haupt aufzufangen. Noch heute erinnert ein Ganges-Tempel in Gangotri an den Platz, wo König Bhagirath, gesessen hat.

Ausflüge von Gangotri

Kedartal: Von Gangotri kann man auch einen Mehrtagestrip in das Kedartal machen. Ein Wanderweg, der märchenhaft schön ist. Birkenwälder sind hier bis auf eine Höhe von 3800 m zu finden. Bei uns in Europa liegt die Baumgrenze bei um die 2000 m).

Gaumukh und Tapovan: Von Gangotri geht man 18 km bis zur Gangesquelle (Gaumukh). Da Gangotri bereits auf 3000 m liegt, spürt man auf dem Weg nach Gaumukh die dünne Luft. Rund 4000 m hoch liegt die Gangesquelle und man genießt hier die wohlverdiente Pause. Ein herrlicher Anblick auf den Gletscher und den Himalaya entschädigen uns für den harten Anstieg. Ein Schluck aus der eiskalten heiligen Quelle erfrischt die Geister und für die, die nicht genug bekommen können, geht es dann noch weiter nach Tapovan. Auf dem Weg nach Tapovan muss man den Gangotri-Gletscher überqueren und gelangt auf ein Platteau (4230 m) mit einer Wiese und einem wunderschönen Ausblick auf die schneebedeckten Gipfel.

Höhle der Pandavas: In dieser Höhle sollen die Pandavas, die Helden des bekanntesten indischen Epos mit dem Namen „Mahabharata“, eine Zeit verbracht haben. Ungefähr drei Kilometer vom Zentrum von Gangotri enfernt, liegt diese Höhle inmitten eines Waldes und mit einem wunderschönen Ausblick in die Bhagirathi-Schlucht. Mein spiritueller Meister Sri Chinmoy liebte die Mahabharata. Schon in seiner frühen Kindheit las im seine Mutter Yogamaya aus der Mahabharata vor. Er pflegte sie des öfteren in verfilmter Form anzuschauen. Sri Chinmoys Einschätzung zufolge ist die beste Verfilmung, diejenige von B. R. Chopra und Ravi Chopra. Sie produzierten die Mahabharata in der Fassung einer indischen Fernsehserie, die von Indiens nationalem Fernsehsender ‘Doordarshan’ vom 2. Oktober 1988 bis 24. June 1990 in 94 Episoden mit je 45 Minuten Länge erstmals ausgestrahlt wurde. Die Straßen in Indien wurden damals zur Sendezeit leer. Diejenigen indischen Familien, die keinen Fernseher besaßen, wurden meist von ihren Nachbarn, die im Besitz eines Fernsehers waren, dazu eingeladen, die Episoden anzuschauen. Selbst vorbeigehende Passanten fanden zur Sendezeit einer Mahabharata-Episode Platz in den Wohnzimmern mit TV. Die Verfilmung ist heute als 16-teiliges DVD-Set mit englischen Untertiteln erhältlich und gibt uns einen spannenden, tiefen Einblick in den Hinduismus.

– Smarana

Lebensgrosse Statue von Sri Chinmoy in Prag eingeweiht

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Gestern wurde in Prag auf dem Areal des Museum Kampa eine weitere lebensgrosse Statute des 2007 verstorbenen indischen Meisters Sri Chinmoy feierlich eingeweiht. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die vom englischen Bildhauer Kaivalya geschaffene Skulptur das Bewusstsein des Meisters hautnah verkörpert. Wer mal in Prag weilt, sollte es nicht verpassen das Museum und seine neue Errungenschaft zu besichtigen.

Shiva-Ausstellung im Zürcher Museum Rietberg

shivaDas Museum Rietberg widmet einem seiner Hauptwerke, der Bronzeplastik des tanzenden Shiva aus der Sammlung Eduard von der Heydt, eine grosse Ausstellung mit Leihgaben aus Europa, Nordamerika und Indien. Die indische wie auch die westliche Bedeutungsgeschichte des kosmischen Tänzers offenbaren sich dabei als äusserst facettenreich. Schon 1949 figurierte der tanzende Shiva als Emblem. Er machte damals Werbung bei der Abstimmung der Zürcher Bevölkerung über den Umbau der Villa Wesendonck in das heutige Museum Rietberg. Bis heute ist die wertvolle Bronzeplastik aus der Sammlung Eduard von der Heydt denn auch das Symbol des «Rietberg» schlechthin geblieben.

Ihr gilt nun eine Sonderausstellung. Allein die spannende Geschichte in einem Seitenkabinett der Schau, wo man erfährt, wie der tanzende Shiva in die Sammlung von der Heydts gelangt war, wirft ein Licht auf deren Bedeutungsreichtum. Von der Heydt hatte bekanntlich 1926 den Monte Verità bei Ascona erworben, angezogen von der dort gepflegten Theosophie, dem Vegetarismus und dem Ausdruckstanz. Für seine Faszination für die Figur des tanzenden Shiva muss vor allem die Begegnung mit dem modernen Tanz einer Hertha Feist, Mary Wigman oder eines Rudolph von Laban, die alle auf dem «Wahrheitsberg» auftraten, ein Schlüsselerlebnis dargestellt haben. Jedenfalls darf der Erwerb der Bronze des göttlichen Tänzers in Paris um 1930 vor allem auch vor dem Hintergrund dieser Zeitströmungen gesehen werden. Die Begeisterung für die indische Gottheit in ihrer Gestalt als Tänzer war aber im Westen schon um 1905 in Paris erwacht, als die Belle-Epoque-Nackttänzerin Mata Hari den tanzenden Shiva gleichsam zum Maskottchen ihrer legendären Tanzaufführungen machte. Weniger mit Mata Hari indes (die eigentlich Margaretha Geertruida Zelle hiess) als mit Künstlern wie Uday Shankar aus Indien kam der indische Tanz, in seiner Heimat stets religiös konnotiert, nach Europa auf die Bühne, wo er aus seinem ursprünglichen Kontext gelöst wurde. Die europäische Faszination für den kosmischen Tänzer von Werden, Sein und Vergehen wurde denn auch durch Figuren wie Shankar, der sich seine Inspiration mit Vorliebe beim tanzenden Shiva holte, nachhaltig geprägt.

Ein Bewunderer der zyklischen Bewegung von Zerstörung und Neuanfang, wie sie der indische Gott des Tanzes verkörpert, war nicht zuletzt Hermann Hesse, auch er dem Monte Verità eng verbunden. Für ihn und viele Denker der Krisenzeit zwischen den beiden Weltkriegen wurde Shiva zum Sinnbild des Weltgeschehens – der Gott, der die verkommene Welt in Trümmer tanzt und Hoffnungsträger ist für einen Neuanfang. So gab der Tänzergott bei westlichen Philosophen, Künstlern und Literaten stets eine besonders ideale Projektionsfläche für diverse Wertvorstellungen und Weltanschauungen ab. Der tanzende Shiva wurde aber auch zum «Markenzeichen» für die Weltreligion des Hinduismus und gilt seitdem als eines der bekanntesten religiösen Symbole. In Indien ist der Tänzer allerdings nur eine von unzähligen Erscheinungsformen des Gottes Shiva. Dessen erste und eigentliche Gestalt ist das im Prinzip nicht bildhafte Linga – eine Säule, die in ihrer explizit phallischen Gestalt kaum ein Symbol war, das dem christlichen Westen zuzumuten war. Und dies schon gar nicht in seiner üblichen Kombination mit der eine Vagina symbolisierenden Yoni. Goethe hatte sich daran gestossen, und nach ihm viele andere mehr.

Fair-Trade Mode immer mehr gefragt

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Viele Menschen sind bereit mehr Geld für Mode auszugeben, wenn diese unter fairen und umweltverträglichen Bedingungen produziert wurde. Die Erklärung von Bern (EvB) hat als Koordinatorin der Clean Clothes Campaign in der Schweiz dieses Jahr zu einer «Revolution in der Modebranche» aufgerufen. Zusammen mit der Firma Switcher hat die EvB ein T-Shirt – benannt nach der indischen Näherin Sasi Rekha – lanciert, bei dem die gesamte Produktionskette fair und ökologisch ist. Auf den Preis hat sich dies kaum ausgewirkt: Bio-Baumwolle und faire Arbeitsbedingungen kosten nur wenige Rappen mehr. Das Bedürfnis nach fairer Mode ist gross: Innerhalb nur eines Monats waren alle 3000 T-Shirts ausverkauft. Die «Petition für faire Mode», die von Unternehmen mehr Transparenz, umfassendere Verhaltenskodizes und die Verifizierung des Engagements durch unabhängige Multi-Stakeholder-Initiativen fordert, wurde von 21’000 Personen unterschrieben. Renommierte Firmen wie Odlo oder Mammut sind einem Teil der Forderungen bereits nachgekommen und haben sich per 1. Oktober 2008 der Fair Wear Foundation angeschlossen.(Quelle:news.ch)

Ashes and Snow: „Fliegende Elephanten“ Teil 2

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Seit kurzem ist auf YouTube ein neuer Videoclip des kanadischen Filmemachers und Photographen Gregory Colbert zu sehen. Das Projekt „Ashes and Snow“ ist ein unglaublich faszinierendes Projekt, in dem der Künstler die visuellen Ergebnisse seiner jahrelangen Bemühungen vorstellt, die Verschmelzung von Natur, Tieren und Menschen auszudrücken. Die Ausstellung mit metergrossen Photoleinwänden und Filmprojektionen wurde erstmals in Venedig und danach in New York, Los Angeles, Tokio und Mexico City gezeigt. Es waren insgesamt mehr als 10 Millionen Besucher und damit ist die Ausstellung die meist besuchteste weltweit. „Ashes and Snow“ wird 2009 in Brasilien gezeigt; weitere Stationen sind in Vorbereitung.

Songs of the Soul – Tournee gastierte in Zürich

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Vor kurzem gastierte die „Songs of the Soul“ Tournee im Zürcher Bernhard-Theater, das für einem ganz der Spiritualität gewidmet war. Gegen 100 Musiker und Sänger/innen aus ganz Europa interpretierten Kompositionen des indischen spirituellen Lehrers und Musikers Sri Chinmoy (1931-2007). Auf der Leinwand waren Bilder und Videos des Meisters zu sehen und davor spielten die Künstler. Der Anfang machte Alap Jetzer, ein begabter Zürcher New-Age Musiker und Flötenbauer. Er spielte Improvisationen auf mehren seiner Flöten. Danach folgten Adesh & Ajita mit einem impulsiven Sitar/Tabla-Stück (siehe Video), die Oesterreicher Mandu (Harfe/Erhu) und seine Frau Visuddhi Trummer (Harfe), Choreinlagen mit Musikern aus den USA, Kanada und Europa, ein Klavierinterpretation des World Harmony Songs von André Deponds sowie als Abschluss kraftvolle Klänge des Gandharva Loka Orchestra. Das Bernhard-Theater war bis zum letzten Platz besetzt und alle Anwesenden waren begeistert. Als Ueberraschung erhielten sie am Schluss noch eine gekühlte Mango-Lassi! Ich werde in den nächsten Wochen übrigens noch weitere Darbietungen des Abend in Videoclips vorstellen, die Ihr hier auf dem Blog, auf srichinmoy.tv und auf vimeo anschauen könnt.

Bahnbrechende Projekte von Rolex ausgezeichnet

Zehn bahnbrechende Projekte in aller Welt in den Bereichen «Wissenschaft und Medizin», «Technik und Innovation», «Erforschung und Entdeckung», «Umwelt» und «Kulturerbe» werden mit fünf Mal 100 000 und fünf Mal 50 000 Dollar ausgezeichnet. Die diesjährigen Preisträger stammen aus Indien, Jordanien, Mexiko, Paraguay, Südafrika, Philippinen, Grossbritannien und den USA. Ihre Konkurrenz war gross, die Jury musste knapp 1500 Bewerbungen aus 127 Ländern begutachten. Die 1976 von der Uhrenmanufaktur ins Leben gerufenen Preise wurden bislang an 110 Personen aus 38 Ländern vergeben, die bahnbrechende Projekte verwirklicht haben und dafür von Rolex Anerkennung und eine finanzielle Unterstützung erhielten.

Je 100’000 Dollar erhalten: Talal Akasheh (Jordanien), 61. Er dokumentiert seit 26 Jahren die Monumente der Felsenstadt Petra und arbeitet derzeit am Aufbau eines Informationssystems, das künftig den Schutz dieser beliebten, aber gefährdeten historischen Stätte erleichtern wird. Tim Bauer (USA), 31, nutzt eine bahnbrechende Technik zur Umrüstung luftverschmutzender Zweitaktmotoren von Rikschas auf den rolexawardsPhilippinen und trägt damit zum Abbau eines der grossen Umwelt- und Gesundheitsprobleme Südostasiens bei. Andrew McGonigle (Grossbritannien), 35, ist Physiker und installiert in einem ferngesteuerten Hubschrauber Geräte, die eine ungefährliche und zuverlässige Vorhersage von Vulkanausbrüchen erlauben. Andrew Muir (Südafrika), 43, ist Naturschützer und bietet Aids-Waisen Lebenskompetenztraining, Ausbildung und Unterstützung bei der Arbeitssuche in Südafrikas florieren-dem Ökotourismus. Elsa Zaldívar (Paraguay), 48, entwickelt mit ihren aus Pflanzenfasern und Recyclingplastik hergestellten Bauelementen eine umweltfreundliche und kostengünstige Lösung für die Wohnungsnot in ihrem Land. Je 50’000 Dollar erhalten: Alexis Belonio (Philippinen), 48 (Belonio ist Erfinder einer Technik für die Gewinnung eines sauberen und billigen Brennstoffs aus dem Abfall der Reiserzeugung), Arturo González (Mexiko), 44 (Gonzáles archäologische Funde aus den Unterwasserhöhlen der mexikanischen Halbinsel Yucatán geben Aufschluss über die Eiszeit), Rodrigo Medellín (Mexiko), 50, der sich für die Rettung gefährdeter Fledermausarten durch den Schutz ihres Lebensraums und durch Bildungsarbeit einsetzt, Moji Riba (Indien), 36, ein Filmemacher, der das reiche Kulturerbe der Stämme im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh dokumentiert und schützt sowie Romulus Whitaker (Indien), 65, ein Naturschützer, der ein Netzwerk von Regenwald-Forschungsstationen einrichtet, um die Artenvielfalt im Süden Indiens zu dokumentieren und zu wahren. (Quelle: 20minuten)

Der Weg des Buddha – ein neuer Bildband

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Ausgehend von jenem kleinen Gebiet an der indisch-nepalesischen Grenze, wo der historische Buddha lebte und seine Lehre entwickelte,  zeichnet Bruno Baumann im neuen Bildband die Wege nach, die der Buddhismus von seinem Ursprung aus nahm und wie er von den Kulturen, auf die er traf, beeinflusst wurde. Der Buddhismus war von Anfang an keine homogene, sondern eine sehr vielgestaltige Bewegung. Zwar ist das Ziel aller Buddhisten gleich, nämlich Befreiung durch Erleuchtung zu erlangen, doch die Wege und Methoden, die dazu entwickelt wurden, sind sehr unterschiedlich. Bereits in Indien hat die Lehre des Buddha eine tiefgreifende  Wandlung durchgemacht. Es entstanden neue Richtugen wie Theravada, Mahayana und Trantrayana. Diese spalteten sich im Laufe der Zeit weiter auf, wobei sich in China und Japan sogar neue Lehrsysteme entwickelten, die keinem indischen Vorbild mehr folgten. Die Fähigkeiten, einen Dialog mit anderen Kulturen einzugehen, lässt sich auch am Bild des Buddha erkennen. Es besitzt zwar feste Merkmale, gleichzeitig hat es jedoch lokales Kolorit angenommen. Im Anschluss an die jeweiligen Kapitel des vorliegendes Bildbandes lässt Bruno Baumann namhafte Persönlichkeiten des Buddhismus der Gegenwart zu Wort kommen wie zum Beispiel den Dalai Lama oder Thich Nhâ Hanh, die gleichsam stellvertretend für die verschiedenen Richtungen und Wege stehen. Sie schildern ihr persönliches Verhältnis zum historischen Buddha und nehmen zu Aspekten seiner Lehre Stellung.

Bei der Ansicht des Bildbandes ist mir nur eine kleine visielle Lücke aufgefallen. Der grosse Buddha von Kamakura (Japan), genannt Daibutsu ist nur mit einer kleinen Detailaufnahme, nicht aber in der majestätischen Gesamtform abgebildet. Dies ist meines Erachtens schade, da gerade dieser Buddha gemäss Aussagen prominenter Buddhakenner dem Originalbild und der ürsprünglichen Ausstrahlung des Buddhas am echtesten entspricht. Im übrigen ist der Bildband ein äusserst empfehlenswertes Werk, das sich kein Liebhaber des Buddhismus entgehen lassen sollte. Er ist erschienen im terra magica Verlag (ISBN 978-3-7243-1004-4). Ich möchte hier auch auf noch auf ein Interview mit Bruno Baumann hinweisen, dass ich im Rahmen meiner monatlichen Podcast-Serie LIFE Voices im Internet publiziert habe. Es ist zu sehen auf srichinmoy.tv (in 3 Grössen zum downloaden oder direkt anschauen) oder auf vimeo (HD).

Orientalische Bild-Portfolios von Ranjit

Der in New York lebende Photograph Ranjit war schon oft in fernen Ländern und hat ihre Ambiance gekonnt in Bildern verewigt. Auf dieser Seite kannst Photos aus Nepal, Indien, Borneo, Sri Lanka, Thailand, Sumatra, Bali, Myanmar und China entdecken. Es lohnt sich.

Henna Tattoo – nicht für die Ewigkeit

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In Indien und auch in anderen Ländern ist in letzter Zeit das Henna Tattoo immer populärer geworden. Im Gegensatz zu den eingebrannten Tattoos, die man sein Leben lang tragen darf/muss, ist das Henna Tattoo mit natürlichen Farben hergestellt und wird nach etwa 10 Tagen durch das Waschen wieder verschwinden. Ich habe eine Inderin beim Ausführen eines Henna Tattoos beobachtet! Schau Dir das Video an.