Temple of Good Will – Ein heiliger Ort in Brasilia

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Bekannt für seinen grundlegend ökumenischen Charakter, erhielt der Tempel des Guten Willens (TGW), die Pyramide der Gesegneten Seelen, am 23. März den Besuch des Journalisten Rinaldo de Oliveira, Moderator der Nachrichtensendung Band Cidade, des brasilianischen Senders Rede Bandeirantes de Televisão im Bundesdistrikt, zusammen mit seiner Familie. Als ein ständiger Besucher des Monuments – nach offiziellen Daten des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Tourismus (SDET) ist es das meistbesuchte in Brasília – ging der Journalist durch die Spirale und stellte danach die weiteren Räumlichkeiten seiner Familie vor. „Ich bin schon mehrmals hier im Tempel der LGW gewesen, denn dies ist ein Ort, an dem ich die Seele erleichtern kann (…). Es ist ein energiegeladener Ort, ein Ort des Friedens und der Ruhe. Wir kommen mindestens alle vierzehn Tage einmal hierher“, sagt der Journalist. Geboren in São Paulo, wohnt Rinaldo seit fünf Jahren in Brasília. Er betont, immer wenn er Besuch von Verwandten bekommt, er diese zuallererst in den Tempel des Guten Willens führt. „Immer wenn mich Verwandte besuchen, wie z. B. heute mein Schwager und meine Schwägerin – es ist ihr erster Besuch in Brasília – so zeige ich ihnen am ersten Tag die LGW, damit sie gleich ein neues Leben anfangen können, ein Beginn mit erneuertem Geiste. (…) Alle Verwandten die ich hierher mitbringe, sagen das gleiche: ‚ Hier ist etwas von Gott’. Und er fügt hinzu: „Wer nach Brasília kommt, sollte unbedingt den Tempel besuchen“.

Dieses Gefühl des Friedens und der Ruhe, das der Pyramide der Gesegneten Seelen verbreitet, und von dem die Pilger immer sprechen, erregte gleichfalls die Aufmerksamkeit des Journalisten. „Für all die Energie, die du im Alltag akkumulierst, auch die Probleme, seien sie persönlichen Ursprungs, oder familiären, oder auch aus dem Bereich der Arbeit, reichen dann zwanzig Minuten die du hier im Tempel verbringst, und du kommst erneuert wieder heraus, und deshalb komme ich immer dann, wenn es mir möglich ist, hierher zur LGW“.  Abschließend hob der Moderator der Nachrichtensendung Band Cidade, Rinaldo de Oliveira, den unbegrenzt ökumenischen Aspekt des Tempels des Guten Willens hervor, der von jährlich über einer Million Pilger, ohne Unterschied von Rasse, Glauben, oder Nationalität besucht wird. „Wenn alle hierher kommen, dann ist es, weil wohl alle dasselbe spüren, das auch ich empfinde. Nichts ist besser als Mund zu Mund Propaganda, einer sagt dem anderen, was er hier drinnen empfindet und dies hallt als ein Echo wider, das schließlich immer mehr Menschen hierher bringt. Es ist ein heiliger Ort“, so sagt er. Lernen auch Sie den Tempel des Guten Willens kennen, eines der Sieben Wunder von Brasilía. Sie finden den Tempel im SGAS 915 – Parzellen 75/76 – Brasilia/ DF.  Internetadresse: www.tbv.com.br/deutsch/

Lebensgrosse Statue von Sri Chinmoy in Prag eingeweiht

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Gestern wurde in Prag auf dem Areal des Museum Kampa eine weitere lebensgrosse Statute des 2007 verstorbenen indischen Meisters Sri Chinmoy feierlich eingeweiht. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die vom englischen Bildhauer Kaivalya geschaffene Skulptur das Bewusstsein des Meisters hautnah verkörpert. Wer mal in Prag weilt, sollte es nicht verpassen das Museum und seine neue Errungenschaft zu besichtigen.

Mystery Park: Erfolgreiche Wiedereröffnung

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Am 15. Mai wurde der Mystery Park in Interlaken für fünf Monate wieder eröffnet. Während der letzten sechs Wochen besuchten täglich über 500 Interessierte den Freizeitpark.Eigentlich hatte der Mystery Park im Dezember 2006 seine Tore geschlossen. Trotzdem wollten ihn die Betreiber in diesem Sommer nochmals eröffnen. Der Mut zu diesem Risiko habe sich gelohnt, sagt Geschäftsführer Marcel Meier am Mittwoch gegenüber bernerzeitung.ch. Seit der Wiedereröffnung besuchen täglich mehr als 500 Erwachsene und Kinder den Freizeitpark. «Damit sind die Erwartungen von 90’000 Besuchern bis Ende Oktober durchaus realistisch», betont Meier. Die Betreiber stellen fest, dass während der Woche besonders viele Familien aus der Region den Weg in den Park finden. Im Gegensatz dazu sei an den Wochenenden der Touristenandrang gross. «Wir profitieren zudem vom durchzogenen Wetter.» Die vergangenen Tage seien äusserst gut gelaufen, sagt Meier. «Bei der temporären Wiedereröffnung haben wir bewusst auf Familien gesetzt», erklärt er. Dieses Konzept habe bis anhin hervorragend funktioniert. Zum Erfolg würden besonders die zahlreichen Kinderattraktionen neben den traditionellen Pavillons beitragen. «Endlich können Eltern mit Kindern jeden Alters den Park besuchen.» Dieser Vorteil habe sich erstaunlich rasch herumgesprochen, freut sich der Geschäftsführer.

Dank der vorübergehenden Inbetriebnahme des Parks konnten laut Meier 35 Arbeitsplätze geschaffen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei man weit entfernt von Kurzarbeit. «Wir haben keinen Mann zu viel», sagt Marcel Meier. Zu einem Drittel besetzen ehemalige Mystery Park Crew-Mitglieder die Temporärstellen. Für den Rest seien neue Arbeitskräfte rekrutiert worden. «Einige Ehemalige hatten bereits andere Stellen gefunden», begründet Meier. Mit manchen hätte eine erneute Zusammenarbeit aus Betreibersicht nicht mehr funktioniert.

Trotz positiver Zwischenbilanz wird es den Mystery Park in dieser Form nur noch bis im Herbst geben. Ende Oktober soll das Konzept für das Nachfolgeprojekt präsentiert werden. Momentan werden vier Ansätze diskutiert, welche sich laut Meier stark voneinander unterscheiden. Klar sei allerdings, dass das neue Projekt weiterhin eine touristische Nutzung in Form eines Freizeitparkes vorsehe. (Quelle: Tages-Anzeiger)

„Glimpses of Egypt“ – neuer Film von Sugoi auf vimeo

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Auf vimeo gibt’s regelmässig super Filme zum Anschauen. Diesem begegnete ich gestern. Er stammt vom australischen Videographen Sugoi und zeigt seine Eindrücke, die er in Aegypten eingefangen hat. Kann ich zum Betrachten wärmstens empfehlen…

Arthada & Friends – Das Video vom Heidelberg-Konzert

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In Ergänzung des Berichtes über die Konzerttournee der öesterreichischen Gruppe „Arthada & Friends“ hier noch ein Video, das ich während der Aufführung am letzten Wochenende im Völkerkundemuseum in Heidelberg realisiert habe. Eine Musik, die man nicht jeden Tag hört, es lohnt sich anzuschauen!

Shiva-Ausstellung im Zürcher Museum Rietberg

shivaDas Museum Rietberg widmet einem seiner Hauptwerke, der Bronzeplastik des tanzenden Shiva aus der Sammlung Eduard von der Heydt, eine grosse Ausstellung mit Leihgaben aus Europa, Nordamerika und Indien. Die indische wie auch die westliche Bedeutungsgeschichte des kosmischen Tänzers offenbaren sich dabei als äusserst facettenreich. Schon 1949 figurierte der tanzende Shiva als Emblem. Er machte damals Werbung bei der Abstimmung der Zürcher Bevölkerung über den Umbau der Villa Wesendonck in das heutige Museum Rietberg. Bis heute ist die wertvolle Bronzeplastik aus der Sammlung Eduard von der Heydt denn auch das Symbol des «Rietberg» schlechthin geblieben.

Ihr gilt nun eine Sonderausstellung. Allein die spannende Geschichte in einem Seitenkabinett der Schau, wo man erfährt, wie der tanzende Shiva in die Sammlung von der Heydts gelangt war, wirft ein Licht auf deren Bedeutungsreichtum. Von der Heydt hatte bekanntlich 1926 den Monte Verità bei Ascona erworben, angezogen von der dort gepflegten Theosophie, dem Vegetarismus und dem Ausdruckstanz. Für seine Faszination für die Figur des tanzenden Shiva muss vor allem die Begegnung mit dem modernen Tanz einer Hertha Feist, Mary Wigman oder eines Rudolph von Laban, die alle auf dem «Wahrheitsberg» auftraten, ein Schlüsselerlebnis dargestellt haben. Jedenfalls darf der Erwerb der Bronze des göttlichen Tänzers in Paris um 1930 vor allem auch vor dem Hintergrund dieser Zeitströmungen gesehen werden. Die Begeisterung für die indische Gottheit in ihrer Gestalt als Tänzer war aber im Westen schon um 1905 in Paris erwacht, als die Belle-Epoque-Nackttänzerin Mata Hari den tanzenden Shiva gleichsam zum Maskottchen ihrer legendären Tanzaufführungen machte. Weniger mit Mata Hari indes (die eigentlich Margaretha Geertruida Zelle hiess) als mit Künstlern wie Uday Shankar aus Indien kam der indische Tanz, in seiner Heimat stets religiös konnotiert, nach Europa auf die Bühne, wo er aus seinem ursprünglichen Kontext gelöst wurde. Die europäische Faszination für den kosmischen Tänzer von Werden, Sein und Vergehen wurde denn auch durch Figuren wie Shankar, der sich seine Inspiration mit Vorliebe beim tanzenden Shiva holte, nachhaltig geprägt.

Ein Bewunderer der zyklischen Bewegung von Zerstörung und Neuanfang, wie sie der indische Gott des Tanzes verkörpert, war nicht zuletzt Hermann Hesse, auch er dem Monte Verità eng verbunden. Für ihn und viele Denker der Krisenzeit zwischen den beiden Weltkriegen wurde Shiva zum Sinnbild des Weltgeschehens – der Gott, der die verkommene Welt in Trümmer tanzt und Hoffnungsträger ist für einen Neuanfang. So gab der Tänzergott bei westlichen Philosophen, Künstlern und Literaten stets eine besonders ideale Projektionsfläche für diverse Wertvorstellungen und Weltanschauungen ab. Der tanzende Shiva wurde aber auch zum «Markenzeichen» für die Weltreligion des Hinduismus und gilt seitdem als eines der bekanntesten religiösen Symbole. In Indien ist der Tänzer allerdings nur eine von unzähligen Erscheinungsformen des Gottes Shiva. Dessen erste und eigentliche Gestalt ist das im Prinzip nicht bildhafte Linga – eine Säule, die in ihrer explizit phallischen Gestalt kaum ein Symbol war, das dem christlichen Westen zuzumuten war. Und dies schon gar nicht in seiner üblichen Kombination mit der eine Vagina symbolisierenden Yoni. Goethe hatte sich daran gestossen, und nach ihm viele andere mehr.

Junge Schweizer Kunst der Gegenwart

Mark Divo: Kunst aus Putzschwämmen

„Moderne Kunst – unsere Gegenwart“ hiess die erste Ausstellung mit eigenen Sammlungsbeständen, die das Seedamm Kulturzentrum in Pfäffikon (Schweiz) 1985, also 4 Jahre nach seiner Gründung der Sammlung Moderne Kunst zeigte. Mehr als zwei Jahrzehnte nach dieser ersten Präsentation ist es nun wieder an der Zeit, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen. „Konkret MegaMopp“ versammelt mehr als 50 Werke – einerseits Neuerwerbungen, die seit 2006 unter der Beratung von Christoph Doswald, Cathérine Hug und Andreas Meier in die Sammlung eingegangen sind, und andererseits im Dialog dazu früher erworbene künstlerische Positionen aus den Sammlungsbeständen. Der Ausstellungstitel „Konkret MegaMopp“, wurde einem Werk von Mark Divo entliehen und beschreibt das spannungsvolle Wechselverhältnis von Tradition und Aktualität, das in der umfangreichen Präsentation thematisiert wird. „Die Aufmerksamkeit junger Leute“, schrieb Charles Vögele 1985, sei „über das zeitgenössische Kunstschaffen leichter und spontaner zu gewinnen als mit Werken vergangener Jahrhunderte“. Die Fokussierung des Sammlungsauftrags auf junge Schweizer Gegenwartskunst hat sich im Rückblick als zukunftsweisend erwiesen: Wohl nie zuvor war Schweizer Gegenwartskunst in der internationalen Rezeption so viel beachtet wie heute. Bis am 2. November im  Seedamm Kulturzentrum.

Die Magie der Dinge – Stilllebenmalerei 1500–1800

Unter diesem Titel zeigt das Kunstmuseum Basel (Schweiz) bis am 18. Januar 2009 eine umfangreiche Retrospektive: Tautropfen auf zarten Blütenblättern, Lichtreflexe auf kostbarem Silbergeschirr, kandiertes Zuckerwerk in blau-weißen chinesischen Porzellanschälchen, das weiche Gefieder eines toten Singvogels, der fahle Ton eines Totenschädels – Stillleben faszinieren bis heute durch den nahsichtigen Blick auf nicht lebende, doch keineswegs leblose Gegenstände, die mit malerischer Raffinesse wiedergegeben werden. Indes war die Stilllebenmalerei alles andere als eine rein ästhetische Angelegenheit, als die sie der heutige Betrachter meist wahrnimmt: In ihr spiegelten sich nicht nur Vergänglichkeitsgefühl und Erlösungsbedürfnis, sondern auch die Freude an der bildlichen Darstellung von exotischen Handelswaren, mit denen etwa die niederländischen Kaufleute ihr Vermögen erworben hatten. Die Ausstellung, welche die hochkarätigen Bestände des Städel Museums, des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und des Kunstmuseums Basel vereint, spannt mit über 90 Meisterwerken von Jan Brueghel d. Ä., Jan Davidsz de Heem, Willem Kalf, Rachel Ruysch, Abraham Mignon, Georg Flegel, Jan Soreau, Gottfried von Wedigh und Sebastian Stoskopff den Bogen der Stilllebenmalerei in den Niederlanden und in Deutschland vom späten 15. bis ins späte 18. Jahrhundert. Damit breitet sie ein Panorama der verschiedenen Spielarten des Stilllebens aus, das die sachlich ausgerichteten Werke des frühen 17. Jahrhunderts ebenso umfasst wie die späteren Prunkstillleben, „Mahlzeiten“ ebenso wie üppige Blumensträuße oder pittoreske Tierstillleben. Seit seiner Emanzipation von der religiösen Malerei des Spätmittelalters, wo Gegenstände ihre Bedeutung in erster Linie als Symbole oder Attribute entfalteten, diente das Stillleben zunächst vor allem der Erfassung und Deutung der still liegenden Dinge aus der Alltagswelt des Betrachters. In ihnen spiegelten sich die Ordnung und Struktur der übergeordneten abstrakten Welt der Barockzeit: die Sinne oder das jeweilige Temperament des Menschen etwa, die Elemente oder die Jahreszeiten, die seine Welt prägten, oder die Vergänglichkeit und Erlösungsbedürftigkeit der sündigen Menschheit insgesamt.