Sri Chinmoy’s Gewichte im Hauptbahnhof Zürich

Chall

Die Ausstellung von Sri Chinmoys Gewichthebe-Vorrichtungen ist erstmals in Zürich vom 7. bis 9. November an der Präventionsmesse im Hauptbahnhof Zürich zu sehen (Stand 47-54). Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung und zeigt Hebevorrichtungen, die Sri Chinmoy zum Heben von immensen Gewichten mit seinen Armen, Beinen und Schultern verwendet hat. Ein Apparat für das Wadenheben im Stehen von enormen 1,179 kg (2.600 lbs), eine einzigartige Konstruktion für das Überkopf-Heben von Menschen und ein Vorrichtung für das Bankdrücken von 363 kg (800 lbs) bilden den Kern der Ausstellung. Eine Galerie von Bildern und Kurzfilmen dokumentiert die Verwendung dieser Geräte. Gemeinsam mit der Ausstellung wird der Film „Das Unmögliche herausfordern“ in Deutsch und im Englischen Original am Sonntag 16. November bei uns im Restaurant Vegelateria an der Müllerstrasse 64, 8004 Zürich gezeigt (14h in Deutsch, 16h in Englisch; Eintritt frei). Der 30-minütige Dokumentarfilm Challenging Impossibility war zum ersten Mal anlässlich der Premiere des renommierten TriBeCa-Filmfestivals in New York im April 2011 zu sehen. Im Mittelpunkt des Films steht eine Abendveranstaltung im November 2004, bei der Sri Chinmoy dutzende Kraftakte vor hunderten Zuschauern zeigte – insgesamt hob er Gesamtgewicht von über 90 000 kg (200,000 lbs). Bodybuilding-Legenden wie Bill Pearl, Frank Zane und Mike Katz, der kanadische Strongman Hugo Girard, der 9-fache olympische Goldmedailliengewinner Carl Lewis und andere kommen zu Wort. Challenging Impossibility, wie der Film im Original heisst, wurde auf über 70 Filmfestivals in einem Dutzend Länder gezeigt und hat dabei mehrere Auszeichnungen erhalten.

“Ich versuche all jenen, die einen Schritt vorwärts gehen wollen, einen inneren Dienst zu erweisen. Sie müssen ja keine 2 000 Pfund (909 kg) heben, aber vielleicht nehmen sie die Inspiration an, die ich hier anbiete und wagen etwas in ihrem Leben, das sie zuvor für zu schwierig oder unmöglich gehalten haben. Sie können Inspiration für jeden Lebensbereich erhalten, um dort etwas besser zu machen, als sie es bisher getan haben.” – Sri Chinmoy

Die Ausstellung und der preisgekrönte Film betrachten das grenzenlose Potenzial des menschlichen Körpers und Geistes und versuchen Menschen, ungeachtet ihres Alters, zu inspirieren, sozialen Aktivitäten und persönlichen Zielen nach zu gehen.

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Kurikiyama versucht den Mount Everst ohne Sauerstoff zu bezwingen

Zur Zeit ist eine Expedition am Mount Everest im Gange, bei welcher der japanische Bergsteiger Kurikiyama versucht, den Gipfel ohne Sauerstoff zu bezwingen und gleichtzeitig mittels Twitter, Facebook und YouTube die Welt daran teilhaben lässt. Dies sind seine neuesten Impressionen, auf 6400 m gestern aufgenommen.

Das Unmögliche herausfordern – Film und Ausstellung in Berlin

„Wenn du ein spiritueller Mensch wirst, kannst du alles erreichen. Von einer solchen Menge an Gewichten, wie er sie gestemmt hat, hat keiner je zuvor gehört“, sagt Wayne S. DeMilia, Vorsitzender der Internationalen Vereinigung der Bodybuilder, in dem Film „Das Unmögliche herausfordern“ über den spirituellen Meister Sri Chinmoy. Vom 20. bis 26. September ist in der UCI Kinowelt (Schönhauser Allee 123) in Berlin jeweils um 19.15 Uhr bei freiem Eintritt der preisgekrönte 30-minütiger Dokumentarfilm „Das Unmögliche herausfordern“ zu sehen. Vom 17. September bis 1. Oktober von 10 bis 24 Uhr wird in demselben Kino auch bei freiem Eintritt eine Ausstellung über Sri Chinmoy und seine Kraftakte gezeigt, der dank Meditation und den dadurch erlangten inneren Frieden Hunderte Kilo von Metall, Autos und Elefanten hoch zu stemmen vermochte – mehr als je ein Mensch zuvor.

Der Dokumentarfilm in deutscher Synchronfassung zeigt wie Sri Chinmoy (1931-2007) noch im hohen Alter dank Meditation und täglichem Training unglaubliche Gewichte zu stemmen vermochte. Die Leichtathlethiklegende Carl Lewis und Kraftsportexperten wie Bill Pearl und Hugo Girard, der 2002 in Strongman-Wettbewerben den Titel ‚Stärkster Mann der Welt‘ errang, kommen zu Wort und sind sich einig: Noch nie zuvor hat ein Mensch solche Gewichte bewegt. Im Mittelpunkt des Films steht ein Abend im November 2004, an dem Sri Chinmoy vor den Augen Hunderter Zuschauer Dutzende von Rekord- und Meisterleistungen im Gewichtheben zeigte. Innerhalb weniger Stunden hob er Gewichte, die aufaddiert insgesamt über 90 000 kg ergaben. Welturaufgeführt im April 2011 beim renommierten TriBeCa-Festival in New York, wurde der mehrfach preisgekrönte Film seither auf über 70 Filmfestivals gezeigt. Jetzt ist er erstmals in Deutschland zu sehen. Die begleitende Ausstellung im Kino macht Interessierten Kurzfilme und Großaufnahmen von Sri Chinmoys Kraftakten sowie Hebevorrichtungen und Trainingsgeräte, die eigens für ihn angefertigt wurden, zugänglich. Ein Apparat für das Wadenheben im Stehen von sage und schreibe 1179 kg, eine einzigartige Konstruktion für das Überkopf-Heben von Menschen und ein Vorrichtung für das Bankdrücken von 360 kg bilden den Kern der Ausstellung. Bisher war die Ausstellung in New York, Prag, Mailand und Wien zu sehen.

„Er unternahm seine beachtlichen Leistungen mit der Absicht, die Botschaft von weltweiter Harmonie und innerem Frieden zu verbreiten“ schrieb die New York Times, als sie über die Premiere der Doku „Challenging Impossibility – Das Unmögliche herausfordern“ berichtete. Sri Chinmoy selbst erklärte: „Ich versuche all jenen, die einen Schritt vorwärts gehen wollen, einen inneren Dienst zu erweisen. Sie müssen ja keine 900 kg heben, aber vielleicht nehmen sie die Inspiration an, die ich hier anbiete und wagen etwas in ihrem Leben, das sie zuvor für zu schwierig oder unmöglich gehalten haben. Sie können Inspiration für jeden Lebensbereich erhalten, um dort etwas besser zu machen, als sie es bisher getan haben.“

Oben kannst Du Dir den Trailer des Films ansehen.
Weitere Informationen: www.dasunmoeglicheherausfordern.de

Ashrita Furman präsentierte den grössten Tennisschläger der Welt

Im Stadtteil Queens wurde am Montag der weltgrößte Tennisschläger präsentiert. Ashrita Furman hatte ihn nach einem Original der US-Tennis-Legende Billie Jean King zu Ehren von Sri Chinmoy’s Geburtstag gebaut. Der Schläger ist fast 17 Meter hoch und wiegt gut fünf Tonnen.

Impossibility Challenger in Budapest geplant

Am 20./21. Oktober 2012 wird die nächste Ausgabe von IMPOSSIBILITY CHALLENGER in Budapest stattfinden. Das sind internationale Weltrekordspiele, beidenen sich Amateure und Profis treffen, um sich selbst zu übertreffen. Als Aufwärmer kannst Du Dir dieses Video anschauen, dass ich im Jahre 2002 in München aufgenommen habe. Viel Spass!

 

Der 74 Piano-Marathon von Sri Chinmoy

Um seinen 74. Geburtstag auf besondere Art zu feiern, hat der spirituelle Meister, Friedensphilosoph und Musiker Sri Chinmoy (1931-2007) im August 2005 in Queens, NY, in einem einzigen Nachmittag spontane Improvisationen und Melodien auf 74 Pianos gespielt und dabei die über 1000 Besucher aus aller Welt einmal mehr durch seine grenzenüberschreitenden Darbietungen überrascht. Die Klaviere wurde extra für diesen Anlass mit mehreren Lastwagen aus Manhatten angefahren und brauchten schon Stunden der Vorbereitung und des korrekten Stimmens.  Dieser Piano-Marathon ist jetzt erstmals auch online in voller Länge (1:40 h) zu sehen. Viel Spass! Kamera und Schnitt: Kedar Misani.

Guinness Rekordler Ashrita Furman in Brasilien

Der in New York lebende Bioladen-Besitzer und langjähriger Schüler des Meditationsmeisters Sri Chinmoy, ist wieder am Rekorde aufstellen, dieses Mal in Sao Paulo, Brasilien, wo Ashrita Furman im Seilspringen unter Wasser eine neue Bestleistung aufgestellt hat. Viele TV-Stationen haben ihn darauf eingeladen und vorgestellt. Obwohl dieses Video nur in der portugiesischen Fassung vorliegt, macht es trotzdem Spass, Ashrita im Studio zu beobachten!

Rekorde zum Schmunzeln

IMPOSSIBILITY CHALLENGER ist der Name einer Veranstaltung, bei der seit über 20 Jahren Menschen wie du und ich versuchen, über sich hinauszuwachsen und Unmögliches zu leisten. Gegründet von Sri Chinmoy und seinem Marathon Team im Jahre 1986 brachte es zahlreiche Guinness- und Weltrekorde hervor. Es begann alles in Zürich auf der Sihlhölzli-Sportanlage,  in späteren Jahren fanden die Wettkämpfe in Dachau bei München und neuerdings auch in Neuseeland statt. Dies ist ein historisches Video und gibt einen Einblick in die Wettkämpfe. Obwohl 20 Jahre alt immer noch lustig und inspirierend!

Oesterreicherin bezwingt längsten Lauf der Welt in Queens, New York

Es ist Sonntag, 6 Uhr morgens am 12. Juni 2011. Während die meisten noch schlafen und einen entspannten, freien Tag vor sich haben, steht die Österreicherin Surasa Mairer in der Millionenmetropole New York an der Startlinie des längsten zertifizierten Laufs der Welt. Der Self-Transcendence 3100-Meilen-Lauf wird hier um einen Häuserblock im Stadtteil Queens zum 15. Mal vom Sri Chinmoy Marathon veranstaltet. 5649 Runden auf der betonierten 883 Meter langen Laufstrecke um die Thomas A. Edison Career and Technical Education High School, einen Sportplatz und einige andere Häuser liegen vor der Ultraläuferin – anders ausgedrückt 118 Marathons hintereinander – fast 5000 km.

Surasa Paula Mairer, ist am 6. März 1959 in St. Justina, einem kleinen Dorf bei Assling in Osttirol geboren und sie hat einiges vorzuweisen. Sie hält die Ultralauf-Weltrekorde für 1000 km, 700 Meilen und 1300 Meilen. Sie ist auch die erste Frau, die einen Marathon rückwärts lief und Rückwärtslauf-Rekorde für 5 km, 10 km und den Halbmarathon aufgestellt hat. Und doch ist es ihr zweiter Versuch. Letztes Jahr schaffte die Osttirolerin auf derselben Runde im Stadtviertel Jamaica von Queens nur 2700 Meilen. Es ist ein unberechenbarer Ultralauf und 2010 machte ihr die extreme Hitze und eine Beinhautentzündung zu schaffen. Nichtsdestotrotz war Surasa die erste Österreicherin, die bei einem Rennen auf einer zertifizierten Strecke 2700 Meilen bewältigte. Und sie ist die zweite Frau, die dies überhaupt je geschafft hat. In den ersten Wochen legt sie dieses Jahr jeden Tag im Schnitt mehr als zwei Marathons zurück – oft sogar bis zu 100 km. Blasen tauchen an ihren Füßen auf, verschwinden von den medizinischen Betreuern behandelt aber wieder – trotz ständiger Belastung. Sie wiederholt Mantren auf der Strecke, darunter ein Gesundtheitsmantra, und einen Aphorismus des spirituellen Lehrers Sri Chinmoy: „Mit absolutem Vertrauen wird das absolut Unmögliche zur absoluten Möglichkeit.“

10 000 Kalorien pro Tag muss die Extremsportlerin zu sich nehmen. So isst sie jede zweite Runde eine kleine Mahlzeit, die sie in einem Plastikbecher mit sich trägt. Pizza, Eiscreme, Reis, Nudeln, Früchte… an eine spezielle Diät hält sich die gebürtige Tirolerin nicht. Sie setzt sich während der über 7 Wochen auf der Laufstrecke zum Essen nie hin, sondern isst nur während sie läuft. Am Ende verliert Surasa trotzdem 3 kg an Gewicht. Eine Laufpause bei Ultrarennen ist für alle Läufer zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens vorgeschrieben. Surasa schläft jeden Tag nur 4 Stunden und wacht aber erholt auf, erzählt sie. In den ersten Tage und kurz vor dem Lauf konnte sie gar nicht schlafen. Die Runden nach Sonnenuntergang sind eine willkommene Erholung für die Läufer, da die Temperaturen im Juli tagsüber meist über 30° Celsius kletteren. Der Sommer in New York im August kann sehr heiß werden und das tut er auch dieses Jahr. Am Tag 41 klettern die Temperaturen bis auf auf 44° Celsius. Am Tag darauf wird der Lauf wegen der Rekordtemperaturen für einen Tag unterbrochen, um Schaden für die Gesundheit der Läufer abzuwenden. Das vorgegebene Zeitlimit, in dem der Lauf bewältigt werden muss, wird wegen der extremen Witterungsverhältnisse um 2 Tage verlängert – von 52 auf 54 Tage.

Plötzlich zwingen starke Schmerzen in der Wade die heute in Wien lebende Sekretärin am Tag 47 nur zu gehen. Es fühlt sich wieder nach einer Beinhautentzündung an, sagt sie. Viel mehr als 30 km pro Tag waren damit im Gehtempo nicht zu schaffen. Der Arzt diagnostiziert einen verletzten Muskel. Nicht einmal 30 Menschen haben es bisher überhaupt geschafft den Mount Everest des Laufens zu bezwingen. Ist das so kurz vor dem Ziel nach 2780 Meilen das Aus für die zweite Frau der Welt, die es gewagt hat, an dem wohl härtesten Ultralauf der Welt teilzunehmen? Die Ärzte sehen es so. Doch wie durch ein Wunder kann Surasa nach 3 Tagen im Gehtempo wieder laufen und spulte dann ihre Runden wieder im gewohnten Durchschnittstempo von 60 Meilen pro Tag ab. Gerade rechtzeitig um den Lauf in der vorgegeben Zeit zu beenden. Als erste Europäerin und als zweite Frau der Welt kommt Surasa Paula Mairer am 4. August gegen 22 Uhr Ortszeit New York ins Ziel. Die 52-Jährige  bewältigt die 3100 Meilen oder 4988 km in 53 Tagen, 15 Stunden, 54 Minuten und 25 Sekunden. Damit überbietet sie den Altersweltrekord von Suprabha Beckjord aufgestellt im Jahr 2008 in 56 Tagen, 17 Stunden, 51 Minuten und 22 Sekunden um mehr als 3 Tage.

Im Ziel angekommen, erklärt Surasa: „Ich habe hin und her überlegt, ob ich die 3100-Meilen noch einmal laufen soll. Als ich mir dann vorgestellt habe wie ich in New York meine Runden drehe, kam große Freude auf. Diese Freude habe ich auch meist während des gesamten Laufs empfunden.“ Während der siebeneinhalb Wochen verschleißt sie 7 Paar Laufschuhe. „Das ist gar nicht so viel“, meint sie, „andere Läufer brauchen zwölf Paar. Das hängt vom Laufstil des Einzelnen ab.“ Vor ihr gelang es nur einer Frau, der heute 55-jährigen Suprabha Beckjord aus Washington, den 3100-Meilen Lauf zu bewältigen. Der Amerikanerin gelang dies dreizehn Mal in Folge zwischen 1997 und 2009 und ihre Weltrekordzeit liegt bei 49 Tagen 14 Stunden 30 Minuten und 54 Sekunden. Nur 10 Ultra-Läufer hatten sich 2011 an das Rennen herangewagt. Acht davon kommen ins Ziel. Der Ukrainer Sarvagata Ukrainskyi aus Berdansk läuft die 3100 Meilen in 44 Tagen, 13 Stunden, 38 Minuten und 52 Sekunden, und landet damit auf Platz 1. Der 37-Jährige lief das Rennen zum ersten Mal und beendete es in Rekordzeit für jemanden, der erstmals an diesem Ultralauf teilnahm. Sein ebenso alter Landsmann Igor Mudryck aus Vinnitsa kommt mit 45 Tagen, 2 Stunden, 30 Minuten und 37 Sekunden als Zweiter ins Ziel.

Der 3100-Meilen-Lauf ist der längste zertifizierte Lauf der Welt auf einem Rundkurs und wurde 1997 von dem spirituellen Lehrer, Friedensvisionär und Sportler Sri Chinmoy ins Leben gerufen. In dem Ashram, einer klosterähnlichen spirituellen Gemeinschaft, in dem er aufwuchs, war er ein exzellenter Fußballer und Volleyballspieler, sowie der beste Sprinter des Ashrams. Im Zehnkampf zeichnete er sich in den späteren Jugendjahren aus. In den 70er und 80er Jahren lief Sri Chinmoy zahlreiche Marathons, Ultramarathons und auch kürzere Distanzen. Sri Chinmoy sah, dass es das Ziel eines Wettkampfs ist, nicht andere zu übertreffen, sondern sich gegenseitig zu inspirieren, die eigenen besten Fähigkeiten zum Vorschein zu bringen. Er formulierte die Erkenntnis „Wenn wir über uns selbst hinauswachsen, erhalten wir Freude in grenzenlosem Maße.“ Diese Philosophie der Self-Transcendence setzte er auch in Laufwettkämpfen um, indem er immer längere Ultralauf-Veranstaltungen ins Leben rief, die jenen Läufern, die die Fähigkeit dazu haben, neue Möglichkeiten eröffnete, über die eigenen Grenzen hinauszugehen.

Die MSNBC Today Show hat einen tollen Videobericht gebracht, den Du hier anschauen kannst:www.msnbc.msn.com

Mit transpantierter Lunge auf den Kilimandscharo

Der Rheintaler Stephan Holderegger bekam vor elf Jahren eine neue Lunge. Was ihm Ärzte nie zugetraut hätten, wiederholt er nun zum sechsten Mal! Er steigt auf den höchsten Berg Afrikas. Diesmal mit zwei Schwingern: Nöldi Forrer und Michael Bless. Das Ziel der Kilimanjaro-Expedition besteht darin, Spenden zur Finanzierung des Rhein-Valley Hospitals, das Holderegger mitgegründet hat, zu erhalten. Das Spital bietet medizinische Hilfe für ein Einzugsgebiet von 80 000 Menschen und hat schon Tausenden das Leben gerettet. Das Spital in Nakuru wird von der Appenzellerin Ruth Schäfer geleitet. Unter dem Slogan «Jeder Höhenmeter zählt» können sich Unternehmungen, Firmen aller Art, wie  auch Privatpersonen als «Höhenmeter-Sponsor» an dieser humanitären aussergewöhnlichen Gipfelbesteigung beteiligen. Ab 27. November ist die Spendenseite im Internet unter www.hochhinaus.org aufgeschaltet. Sämtliche Expeditionsteilnehmer bezahlen übrigens ihre Reise selber. Weiter Infos über das Rhein-Valley Hospital findest du auf ihrem Blog: rheinvalleyhospital.blogspot.com

Stephan Holderegger ist mit Cystischer Fibrose zur Welt gekommen. Das ist eine Stoffwechselerkrankung, die Fehlfunktionen in einigen Organen auslöst. Menschen mit dieser Krankheit haben heute eine durchschnittliche Lebensdauer von ungefähr 35 Jahren. Der 62jährige Rebsteiner ist der älteste noch lebende Mensch mit Cystischer Fibrose und steht damit im «Guinnessbuch der Rekorde». Um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, hat er mehrere Jahre seines Lebens in Kenia verbracht, weil das dortige Klima besser verträglich ist. Trotzdem verschlechterte sich sein Gesundheitszustand und eine Lungentransplantation war vor elf Jahren unumgänglich. Die Ärzte meinten, dass er ohne eine Spenderlunge nur noch wenige Tage überleben könne. Deshalb versprach er Gott, in Kenia ein Krankenhaus zu errichten, falls er überleben sollte. Am 22. Oktober 1999 wurde er endlich operiert. Nach seinem Spitalaufenthalt setzte er alles daran, sein Versprechen zu erfüllen. Mit Hilfe zahlreicher Sponsoren und vor allem durch die Unterstützung des Vereins Rhein-Valley Hospital konnte in Kasambara-Gilgil, 150 km nordwestlich der kenianischen Hauptstadt Nairobi, ein Spital eröffnet werden. Mit seinem eisernen Willen überwand er alle gesundheitlichen Probleme. Holderegger setzt auf mentale Stärke, fordert sich bis zum Letzten und lenkt sich dadurch von seinen gesundheitlichen Schwierigkeiten ab. «Dadurch habe ich überlebt.» Siehe auch mein Interview mit Stephan Holderegger auf vimeo.com. Sein nächstes Projekt ist die Besteigung des Kilimanjaro. Mit 33 Personen, vorwiegend Geschäftsleute aus der Ostschweiz, geht es am 29. Januar nach Afrika und dann in sechs Tagen auf den 5895 Meter hohen Gipfel. Die Aktion läuft unter dem Titel «Jeder Höhenmeter zählt» und unterstützt das Rhein-Valley Hospital. Für Holderegger ist es bereits die sechste «Kili»-Besteigung seit 2004. «Den Gipfel habe ich aber noch nie erreicht mit meiner neuen Lunge», erzählt er. Auch letztes Jahr, als er mit der Miss Schweiz 2007 Amanda Ammann und Hackbrettler Nicolas Senn unterwegs war, musste er umkehren. Ein Infekt hatte ihn vor der Abreise zur Einnahme starker Medikamente gezwungen und ihn viel Kraft gekostet. Nun hofft er, dass es diesmal klappt, und freut sich jetzt schon riesig auf das Abenteuer, zu dem ihn auch ein Arzt begleiten wird: der Teamarzt des deutschen Bundesligaclubs Mainz 05. (Quelle: Ueli Daepp/anzeiger.biz)

Vasanti Niemz absolvierte Channel-Triathlon Dover-Aachen

Vasanti Niemz (53) vom Sri Chinmoy Marathon Team aus Heidelberg durchschwamm als 1. deutsche Frau den Kanal zum 2. Mal. 25 Jahre älter wagte sie vor kurzem das Abenteuer ein weiteres  Mal und setzte noch einen drauf: Im Anschluss fuhr sie 300 km Rad und lief 2 Marathons.

Am Freitag, 3. September vor Sonnenaufgang um begab sich Vasanti Niemz am „Shakespeare Beach“ von Dover in England ins 17 Grad Celsius kalte Wasser des Ärmelkanals, um die in Luftlinie knapp 34 km breite Meeresenge im Kraulstil zu durchschwimmen. Nach Sonnenuntergang desselben Tages erreichte die 53-Jährige Webdesignerin den Felsen von Cap Gris-Nez in Frankreich nach 4 Stunden Anschwimmen gegen die Strömung. In 16 Stunden 50 Minuten und 58 Sekunden durchkraulte die durchtrainierte Schwimmerin damit den „English Channel“ – eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsstraßen der Welt. Damit ist die Heidelbergerin vom Sri Chinmoy Marathon Team die erste deutsche Frau, die den Ärmelkanal ein zweites Mal durchschwamm, wie die Channel Swimming and Piloting Federation am Mittwoch bestätigte. Die Ultradistanzleistung schaffte sie ein Vierteljahrhundert älter. 1985 war ihr dies erstmals im Alter von 28 Jahren in gut 17 Stunden unter der Obhut der Channel Swimming Association Ltd und als erstes Mitglied des internationalen Sri Chinmoy Marathon Teams gelungen. Das Team ist mit inzwischen 40 „Solo-Swims“ inklusive dem von Vasanti Niemz weltweit die Sportvereinigung mit den meisten Mitgliedern, die den Ärmelkanal überquerten. Yvetta Hlavacova aus der Tschechischen Republik hält seit 2006 mit 7 Stunden 25 Minuten den Weltrekord der Frauen für die Kanalüberquerung und Petar Stoychev aus Bulgarien seit 2007 mit 06 Stunden 57 Minuten und 50 Stunden den Weltrekord der Männer.  (http://www.channelswimming.net/restext.htm)

Aus dem „Channel Swim“ wurde ein „Channel-Triathlon“, was zuvor auch noch keine Deutsche gewagt hatte. Nachdem sie die Meeresenge kraulend durchquerte legte Vasanti Niemz die Strecke von Calais über Brüssel nach Aachen mit Muskelkraft in triathletischen Disziplinen zurück – über 300 km auf dem Fahrrad und danach zu Fuß zwei Marathons (84,390 km). Dazwischen lagen 7 Stunden Schlaf nach dem Ärmelkanal und 3 Stunden nach dem Radfahren. Am Montag traf die Ausdauerathletin schließlich am Europaplatz in Aachen ein. “Es war eine tolle Erfahrung, der Ärmelkanal-Triathlon“ selbst wie auch der ganze Weg dorthin. Ich fühle Dankbarkeit und Zufriedenheit. Für mich war absolut inspirierend zu sehen, dass ich nach 25 Jahren etwas verwirklicht habe, von dem ich damals kaum zu träumen wagte. Wenn ich die Blasen nicht an den Füßen hätte, wüsste ich gar nicht was ich geleistet habe. Es war ein super Training für mein nächstes Projekt ‚Dover-Heidelberg‘,“ meinte die Ultra-Triathletin am Ziel angekommen. Vasanti Niemz schwamm im Winter im Neckar und futterte sich 18 kg „Biopren“ (Fettgewebe) an, um der Kälte des Meereswassers trotzen zu können und genügend Leistungsreserven an Board zu haben. Die tägliche Meditation für rund 30 Minuten am Morgen und am Abend lieferten ihr die mentale Stärke für die extreme Ausdauerleistung. Weitere Infos auf Vasanti’s Blog.