Die Zukunft gehört den Elektroautos

gruenes_autoSeit der Abgas-Skandal bei VW ans Licht kam, haben zahlreiche Tests gezeigt, dass Diesel-Autos mehr schädliche Stickoxide ausstossen, als erlaubt. Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) fordert nun ein Verbot. «Der Bundesrat soll die Zulassung von neuen Dieselfahrzeugen verbieten – zumindest solange, bis die Hersteller eine ausreichend funktionierende Abgasreinigung verbauen», sagt dessen Präsidentin Evi Allemann zum «Blick». Die SP-Nationalrätin will im Parlament einen entsprechenden Vorstoss lancieren. Rückendeckung bekommt der VCS von Ferdinand Dudenhöffer, Autoexperte an der Universität Duisburg. «Im Prinzip hat der Verkehrs-Club recht», sagt er. «Der Dieselmotor hat bei Personenwagen definitiv keine Zukunft.» Mittelfristig führe kein Weg an den Elektroautos vorbei. Der VCS rät beim Neuwagenkauf ebenfalls auf Elektro- oder Gasfahrzeuge zu setzen. «Auch neue Benziner sind ökologischer als neue Diesler», sagt Allemann. (QUELLE: TA)

12+24 h Lauf Basel wieder mit Live-Übertragung

24bslive

Zum 28. Mal findet am 30. April / 1. Mai 2016 auf dem St.Jakob-Gelände in Basel der beliebte Ultralauf über 12 und 24 Stunden statt, organisiert vom Sri Chinmoy Marathon Team; dieses Jahr mit den Schweizer Meisterschaften im 24 Stunden-Lauf von Swiss Ultra und der 28. Deutschen Meisterschaft  im 24 h Straßenlauf der DUV. Beide Läufe sind ausgebucht. Wer aber trotzdem die Atmosphäre miterleben will oder jemanden kennt, der mitmacht, sei auf die LIVE-Übertragung im Internet hingewiesen, wo man ab Samstag 11:00 Uhr bis und mit Rang-Verkündigung dabei sein kann. Ein Live-Chat steht auch zur Verfügung. Der direkte Link:

http://original.livestream.com/srichinmoyraces

Es gibt auch wieder eine DVD mit Interviews und Highlights von 24 Stunden Ultralauf-Erlebnis. Zu bestellen via Webseite oder als Kommentar zu diesem Post.

Heute Abend ist Earth Hour

Eine Welle rollt hezte über den Globus: Um jeweils 20.30 Uhr Ortszeit löschen Städte weltweit die Beleuchtung von Wahrzeichen. Von Beijing bis Baden, von London bis Luzern, von Sao Paolo bis St. Gallen ist die Botschaft dieselbe: Die Welt ist sich einig, wir brauchen mehr Klimaschutz. Die meisten der 20 grössten Städte der Welt machen mit und auch fast alle grösseren Schweizer Städte sind dabei, darunter Zürich, Basel, Genf und Lausanne. Die Liste der Wahrzeichen reicht von der Oper von Sydney und dem Times Square in New York über das Kolosseum und das Brandenburger Tor bis zur Golden Gate Bridge und der Christusstatue in Rio. In der Schweiz tauchen etwa das Schloss Chillon, die Kapellbrücke oder das Kloster St. Gallen für eine Stunde ins Dunkel. Die Earth Hour ist aber mehr als eine symbolische Stunde Dunkelheit: Sie zeigt, dass Menschen, Unternehmen und Städte auf der ganzen Welt mit dem Klimaschutz vorwärts machen. Rund um den Globus wurden zur Earth Hour Umweltprojekte angestossen. In der Schweiz fordern der WWF und viele weitere Organisationen von Bundesrat und Parlament eine gerechte Klimapolitik. Dafür muss die Schweiz ihren Treibhausgas-Ausstoss im Inland bis 2030 mehr als halbieren, bis ins Jahr 2050 ganz aus den fossilen Energien aussteigen und Entwicklungsländer finanziell unterstützen. Sie haben kaum zur Klimaerwärmung beigetragen und leiden besonders stark darunter. Insgesamt 60’000 Menschen haben die Petition bereits unterschrieben, davon sind 15’000 Unterschriften vom WWF.

Auch der Pariser Eiffelturm liegt während der Earth Hour im Dunkeln. Wenige Kilometer von dort sollen im Dezember über 190 Staaten einen Klimavertrag besiegeln, mit dem sich erstmals alle Länder zu ernsthaftem Klimaschutz verpflichten. Das wird schwierig, aber es ist möglich: «Wir haben in den letzten Monaten mehr Zeichen des Aufbruchs gesehen als je zuvor», sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. Die grösste Klimademo aller Zeiten, der sinkende Kohlekonsum in China oder das Klimaabkommen zwischen USA und China sind nur einige dieser Zeichen, die Earth Hour von heute ist ein weiteres. Der neue IPCC-Bericht bestätigt, dass die Klimaerwärmung die wohl grösste Herausforderung unserer Zeit ist. Und dass wir das Schlimmste noch verhindern können. Thomas Vellacott: «Wir dürfen unseren Kindern nicht bloss unsere ungelösten Probleme überlassen. Wir müssen jetzt anpacken.» Die Earth Hour startete 2007 als gemeinsame Aktion der Stadt Sydney und des WWF Australien. Heute machen jeweils über 7000 Städte in über 170 Ländern mit, und die Earth Hour erreicht damit rund zwei Milliarden Menschen. (Quelle: news.ch)

Bald mehr Ladestationen für Elektroautos in der Schweiz?

Elektroauto-LadestationenElektroautos sollen entlang der Nationalstrassen ihre Batterien laden können. Der Nationalrat hat stillschweigend ein Postulat seiner Transportkommission überwiesen. Damit wird der Bundesrat beauftragt, die Voraussetzungen für ein solches Schnellladenetz zu prüfen.

Dabei soll insbesondere geprüft werden, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit private Investoren Schnellladestationen entlang von Nationalstrassen realisieren können. Die nationalrätliche Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) hat dabei aufgrund der strategisch wichtigen Lage Standorte auf Raststätten und Rastplätzen im Blick, auch wenn auf letzteren kein Treibstoff abgegeben wird. Grund für den Vorstoss ist die Reichweitengrenze von Elektroautos. Das lückenhafte Netz von Schnellladestationen hemme die Verbreitung von umweltfreundlichen Elektroautos. Der Bundesrat erklärte sich bereit, den Vorstoss anzunehmen. (Quelle: news.ch)

 

Sri Chinmoy’s Gewichte im Hauptbahnhof Zürich

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Die Ausstellung von Sri Chinmoys Gewichthebe-Vorrichtungen ist erstmals in Zürich vom 7. bis 9. November an der Präventionsmesse im Hauptbahnhof Zürich zu sehen (Stand 47-54). Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung und zeigt Hebevorrichtungen, die Sri Chinmoy zum Heben von immensen Gewichten mit seinen Armen, Beinen und Schultern verwendet hat. Ein Apparat für das Wadenheben im Stehen von enormen 1,179 kg (2.600 lbs), eine einzigartige Konstruktion für das Überkopf-Heben von Menschen und ein Vorrichtung für das Bankdrücken von 363 kg (800 lbs) bilden den Kern der Ausstellung. Eine Galerie von Bildern und Kurzfilmen dokumentiert die Verwendung dieser Geräte. Gemeinsam mit der Ausstellung wird der Film „Das Unmögliche herausfordern“ in Deutsch und im Englischen Original am Sonntag 16. November bei uns im Restaurant Vegelateria an der Müllerstrasse 64, 8004 Zürich gezeigt (14h in Deutsch, 16h in Englisch; Eintritt frei). Der 30-minütige Dokumentarfilm Challenging Impossibility war zum ersten Mal anlässlich der Premiere des renommierten TriBeCa-Filmfestivals in New York im April 2011 zu sehen. Im Mittelpunkt des Films steht eine Abendveranstaltung im November 2004, bei der Sri Chinmoy dutzende Kraftakte vor hunderten Zuschauern zeigte – insgesamt hob er Gesamtgewicht von über 90 000 kg (200,000 lbs). Bodybuilding-Legenden wie Bill Pearl, Frank Zane und Mike Katz, der kanadische Strongman Hugo Girard, der 9-fache olympische Goldmedailliengewinner Carl Lewis und andere kommen zu Wort. Challenging Impossibility, wie der Film im Original heisst, wurde auf über 70 Filmfestivals in einem Dutzend Länder gezeigt und hat dabei mehrere Auszeichnungen erhalten.

“Ich versuche all jenen, die einen Schritt vorwärts gehen wollen, einen inneren Dienst zu erweisen. Sie müssen ja keine 2 000 Pfund (909 kg) heben, aber vielleicht nehmen sie die Inspiration an, die ich hier anbiete und wagen etwas in ihrem Leben, das sie zuvor für zu schwierig oder unmöglich gehalten haben. Sie können Inspiration für jeden Lebensbereich erhalten, um dort etwas besser zu machen, als sie es bisher getan haben.” – Sri Chinmoy

Die Ausstellung und der preisgekrönte Film betrachten das grenzenlose Potenzial des menschlichen Körpers und Geistes und versuchen Menschen, ungeachtet ihres Alters, zu inspirieren, sozialen Aktivitäten und persönlichen Zielen nach zu gehen.

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Präsident von Kroatien besucht Schweiz und hält Friedensfackel

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Am 19./20. Juni besuchte der Präsident von Kroatien, Dr. Ivo Josipovic, die Schweiz für politische Gespräche in Bern und einen öffentlichen Gastvortrag am Europainstitut der Uni Zürich mit dem Thema: „The Republic of Croatia in the European Union and the region.“ Bei seiner Ankunft an der Universität empfing der Präsident auch Schweizer Mitglieder des Weltfriedenslaufs (Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run), dem grössten Fackellauf der Welt, der alle europäischen LändIvo-Josipovicer miteinander verbindet. Auch der ihn begleitende  ehemalige Regierungsrat Markus Notter hielt die Fackel. Der Vortrag dauerte 50 Minuten, dann stellte sich der Präsident den Fragen des Publikums. Viele Fragen betrafen persönliche Schicksale und die Bedeutung von Musik und Sport innerhalb seiner Politik. Die Musik spielt in jedem Fall eine grosse Rolle bei ihm. Der Präsident erwähnte einen Fall, wo durch gemeinsam veranstaltete Konzerte die Spannungen und Differenzen zwischen Italien und Kroatien (als „Erbe“ aus dem Zweiten Weltkrieg) so weit behoben werden konnten, dass eine dauerhafte konstruktive Zusammenarbeit möglich wurde. Nach dem Vortrag nahm er mit sichtlicher Freude eine Photographie von Carl Lewis mit dessen Original-Unterschrift entgegen, die ihm von einem Mitglied des Peace Runs überreicht wurde.

18.5.: Nein zur Mogelpackung «Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung»

Am 18. Mai 2014 wird das Schweizer Volk über den «Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung» abstimmen. Dabei handelt es sich um den direkten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin», die 200 000 Stimmbürger unterschrieben haben, weil sie sichern wollten, dass es in der Schweiz auch in Zukunft genügend Hausärzte gibt.

Anbei einige Gegenargumente in Kürze:

1. Tatsächlich wird der Gegenentwurf, der nun zur Abstimmung kommt, diesem Anliegen in keiner Weise gerecht. Die 26 Mitglieder des Inititiativkomitees zogen die Initiative ohne Einbezug der Basis der Haus- und der Kinderärzte nach einem Deal mit Bundesrat Berset zurück.

2. Der Gegenentwurf will die fachlich umfassende medizinische Versorgung durch Fachärzte auf eine sogenannt «ausreichende medizinische Grundversorgung» herunterfahren. Der Begriff «medizinische Grundversorgung» wird wortreich, aber äusserst schwammig definiert. Mit den geplanten neuen Versorgungsmodellen würde unser hochentwickeltes Gesundheitswesen heruntergefahren und der Hausarzt soll in seiner bisherigen Form abgeschafft werden; seine Funktionen würden zum Teil auf andere Berufsgruppen verteilt.

3. Die Bundesverfassungsänderung ist Teil einer politischen Agenda von Bundesrat Berset und seinen Vorgängern, die die Gelegenheit nutzten, dem schweizerischen Gesundheitssystem die uns wesensfremden und zentralistischen Reformempfehlungen von OECD und WHO aufzupfropfen. Damit verschafft sich die Bundesverwaltung, sprich das Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Definitionsmacht darüber, was die Bevölkerung in Zukunft von unserem Gesundheitswesen zu erwarten hat. Und das BAG hätte den direkten Durchgriff auf jede Arztpraxis.

4. Die Abstimmung über den Gegenentwurf «Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung» ist besonders wichtig, weil auf den neuen Verfassungsartikel eine ganze Reihe problematische Gesetze gestützt werden sollen: die Änderung des Medizinalberufegesetzes, das Gesundheitsberufegesetz, das Elektronische Patientendossiergesetz sowie ein Qualitätsinstitut und ein HTA-Institut (Health Technology Assessment, Agentur und Gesetz zur Kosten-Nutzen-Abwägung). All diese Gesetze weisen bzgl. Zentralismus und Machtkonzentration dieselben Eigenschaften wie das revidierte Epidemiengesetz auf.

5. Einmal mehr muss auf die grosse Bedeutung eines föderalistisch geregelten Gesundheitswesens für unsere Bevölkerung hingewiesen werden: In der Schweiz funktioniert das Gesundheitswesen wie alles, was die Bevölkerung von unten nach oben eingerichtet hat, bestens. Das Erfolgsrezept ist ganz einfach: Direkte Demokratie und Föderalismus sind die besten Mittel, um ein Gemeinwesen solide und nachhaltig zu organisieren. Im schweizerischen Bundesstaat ist es selbstverständlich, dass das Gesundheitswesen, wie übrigens auch die Schule, in der Hand der Kantone liegt. Das Subsidiaritätsprinzip – der Bund greift nur ein, wenn die Kantone ausserstande sind, ihre Aufgaben zu erfüllen – hat sich seit 1848 bestens bewährt. Eine zentralistische Steuerung ist uns Schweizern zutiefst zuwider.

5. November: Songs of the Soul Konzert in Zürich

Im Rahmen der SONGS OF THE SOUL Tournee finden sich auch wieder in Zürich (am 5. November um 19:30 Uhr in der Aula Rämibühl in Zürich) viele hochklassige Musiker auf der Bühne zusammen und lassen den Zuhörer mit ihren vielfältigen Darbietungen in eine Welt innerer Kraft, inneren Friedens, der Freude und Harmonie eintauchen. Ein magischer spiritueller Abend mit wunderschönen Liedern, dynamischen Arrangements und meditativen Klangstücken. Hier kannst Du Videos von Konzertausschnitten anschauen, um Dir einen Eindruck von der Musik und der Konzertatmosphäre zu machen. Der Eintritt ist frei, es sind jedoch Tickets notwendig. Wenn Du noch eines der letzten erhalten möchtest, dann gehe doch noch schnell in die Vegelateria an der Müllerstrasse 64 in Zürich! Das obige Video zeigt Mandu und Visuddhi bei letzten Zürcher Konzert vor 5 Jahren.

Schweiz: Nur noch Elektroautos bis 2050?

Elektroauto

Der Vorstand der Grünen Schweiz verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Künftig sollen auf Schweizer Strassen nur noch Fahrzeuge unterwegs sein, die zu hundert Prozent mit «grünem Strom» betrieben werden. Der komplette CO2-Abbau im Personenverkehr soll «bis spätestens» im Jahr 2050 umgesetzt sein. Dazu wäre das Emissionsziel für Neuwagen von heute 150 Gramm CO2 pro Kilometer schrittweise auf null zu senken. Das Strassennetz dürfe nicht weiter ausgebaut werden. Dafür soll durch die Erhöhung der Auto-Importsteuer und die Umwandlung bestehender Parkplätze in Elektroparkplätze mit Ladestationen für grünen Strom die Nutzung von Elektrofahrzeugen vorangetrieben werden, wie es in einem Communiqué heisst. Der Parteivorstand fordert zudem ein «verursachergerechtes Mobility-Pricing auf der Basis von Fahrleistung und Energieverbrauch». Dies steht in einem Aktionsplan zur Elektromobilität, den der Grünen-Vorstand an seiner Sitzung von heute Samstag verabschiedet hat. Am 9. November soll die Delegiertenversammlung definitiv darüber entscheiden können.

Verkehrsaufkommen reduzieren

Die Partei wolle mit dem Klimaschutz im Verkehr vorwärts machen und deshalb mit konkreten Massnahmen die klimafreundliche Mobilität fördern, heisst es weiter. Konkret müsse das Verkehrsaufkommen reduziert und auf umweltgerechte Fortbewegungsmittel wie Langsamverkehr oder öffentlichen Verkehr verlagert werden. Der «verbleibende Personenverkehr» soll zum Schutz des Klimas auf durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Der Vorstand der Grünen empfiehlt der Delegiertenversammlung FABI (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) anzunehmen. Damit würden die nötigen Kapazitäten für den Umsteig auf den öffentlichen Verkehr geschaffen. Auch die Beschränkung des Steuerabzugs für Pendler sei ein wichtiger Schritt in Richtung ökologisches Steuersystem.

Sitar-Konzert und Veganes Schlemmern in Zürich

Das neue Zürcher vegane Restaurant mit Vegelateria an der Müllerstrasse 64 bietet regelmässig einen besonderen kularinischen Leckerbissen an: ein veganes Schlemmerbuffet, am 4. Oktober sogar mit einem Sitarkonzert kombiniert (Beginn 18 Uhr). Auftreten werden Adesh (Sitar) und Ajita Widmer (Tabla) und es ist erst noch Adesh’s Geburtstag. Es lohnt sich also doppelt, diesen Tag freizuhalten. Anmeldung bitte direkt bei der Vegelateria, Tel. 044 558 70 35. Als Kostprobe hier ein Video eines Auftritts während des „Songs of the Soul“- Konzerts in Zürich im November 2008. Uebrigens am 5. November findet eine weitere Ausgabe der „Songs of the Soul“ – Tournee mit Musikern aus aller Welt statt, dieses Mal in der Aula Rämibühl in Zürich; kostenlose Eintrittskarten können auch bei der Vegelateria bezogen werden.

Schweiz: Kampf umd die Bewilligung von Solaranlagen

solar2Zu den Pfeilern der Energiewende gehört die dezentrale Stromversorgung. Statt den Strom von Energieunternehmen zu beziehen, sollen sich Private in Zukunft vermehrt selber mit Strom versorgen. Auch Jan Meier* will so einen Beitrag zum Jahrhundertprojekt leisten. Sein Bootshaus steht am Ufer des Zürichsees und wurde 1925 in einer Bauzone erstellt, bevor es im Zuge einer Zonenplanänderung ausserhalb der Bauzone zu liegen kam. Wie immer in solchen Fällen geniesst das Gebäude Bestandesgarantie, darf also für alle Zeit stehen bleiben und unterhalten werden. Das bald 90-jährige Bootshaus ist sanierungsbedürftig geworden – ein idealer Zeitpunkt, um die südliche Dachhälfte durch Solarziegel zu ersetzen und den Bootsbetrieb von Benzin- auf Elektromotoren umzustellen, denkt sich Meier. Mit dem Solarstrom will er künftig den Energiebedarf seiner beiden Boote decken; allfällige Überschüsse sollen ins öffentliche Stromnetz fliessen. Die Behörden der Stadt Zürich und des Kantons bewilligen das Projekt, nicht zuletzt weil der offizielle Solarkataster das Gebäude als optimalen Standort ausweist. Auch die Ästhetik – häufig ein Streitpunkt bei Solaranlagen – befinden sie für gut. Zum selben Schluss gelangt die städtische Denkmalpflege. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) sichert zudem zu, den überschüssigen Strom abzunehmen.

Am Mittwoch vor Bundesgericht

Das Projekt scheint also auf gutem Weg. Doch dann wehrt sich ein Nachbar Meiers gegen die geplanten Solarziegel – aus ästhetischen Gründen. Und reüssiert vor Gericht: Das Baurekursgericht des Kantons Zürich verweigert die Dachsanierung. Meier rekurriert beim Verwaltungsgericht. Erfolglos. Nun liegt der Fall vor Bundesgericht; die öffentliche Urteilsberatung findet am kommenden Mittwoch statt.

Streitpunkt ist allerdings nicht mehr die Ästhetik; darauf sind die Vorinstanzen nicht eingegangen. Entscheidend ist vielmehr etwas anderes: Kommt auf einem Haus mit Bestandesgarantie der Bau einer Solaranlage mit Stromeinspeisung ins öffentliche Netz einer unzulässigen Erweiterung gleich? Die Vorinstanzen stellen sich auf den Standpunkt, die Produktion von Energie verändere den Nutzungszweck des Bootshauses und sei mit seiner Lage ausserhalb der Bauzone nicht vereinbar. Beobachter erwarten am Mittwoch einen Leitentscheid. Wie viele alte Häuser, Hütten, Garagen und Schuppen mit gleicher Ausgangslage wie das Bootshaus betroffen wären, ist nicht bekannt; entsprechende Statistiken fehlen. Vom TA befragte Baujuristen schätzen die Zahl vorsichtig auf Tausende von Gebäuden landesweit.

Kritik auf breiter Front

Der Fall erregt deshalb über Zürich hinaus Aufsehen, denn in der Schweiz stehen vielerorts alte Gebäude ausserhalb der Bauzone. Zum Beispiel im Engadin. Hansjörg Hosch (Freie Liste), Kreisrat im Oberengadin, spricht von einem Entscheid, der der angestrebten Energiewende total zuwiderlaufe. «Die Argumentation der Vorinstanzen ist an den Haaren herbeigezogen.» Hosch hofft auf eine Korrektur durch das Bundesgericht. Sonst ergäbe dies ein «negatives Signal», das die Gegner der Energiewende ermutigen könnte, mit der Begründung der Zweckänderung andere Solarprojekte von Privaten zu bekämpfen. Die Behörden geben sich zurückhaltend: Vor dem Entscheid des Bundesgerichts wollen weder das Hochbaudepartement der Stadt Zürich noch die kantonale Baudirektion etwaige Auswirkungen auf ihre Bewilligungspraxis kommentieren.

Irritation über die Richter herrscht auch beim Hauseigentümerverband Zürich: «Es geht nicht an, Private zu bestrafen, die Geld ausgeben, um selber Strom zu produzieren», sagt Direktor Albert Leiser, der für die FDP im Stadtzürcher Gemeinderat politisiert. Der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Egloff mahnt an, «die Relationen zu wahren». Selbst wenn die Begründung der Vorinstanzen juristisch korrekt sein möge: «Mit dem gesunden Menschenverstand lässt sie sich nicht nachvollziehen», sagt Egloff, der den Schweizer Hauseigentümerverband präsidiert.

Rechtslage hat sich geändert

Pikant ist, dass sich seit dem Entscheid des Verwaltungsgerichts vom April 2012 die Rechtslage im Kanton Zürich geändert hat. So hat der Kantonsrat beschlossen, Investitionen in erneuerbare Energien bei Sanierungen zu erleichtern. Und er hat das kantonale Planungs- und Baurecht geändert. Der entsprechende Passus, seit April dieses Jahres in Kraft, schreibt vor: «Sorgfältig in Dach- und Fassadenfläche integrierte Solaranlagen werden bewilligt, sofern nicht überwiegende öffentliche Interessen entgegenstehen», etwa jene des Denkmalschutzes. «Dieses klare Bekenntnis sollte in die Gesamtbeurteilung der Richter zwingend einfliessen», sagt FDP-Kantonsrätin und Rechtsanwältin Carmen Walker Späh. Dieser Ansicht ist auch Nationalrat Bastien Girod (Grüne). Sollte das Bundesgericht nicht im Sinne Meiers entscheiden, wird er mit einem Vorstoss im Parlament aktiv – mit dem Ziel, das Energie- oder Raumplanungsgesetz zu ändern. «Ein zeitgemässer Unterhalt eines Hauses muss heute die Gewinnung von Solarstrom beinhalten.»

* Name geändert/Quelle: Tages-Anzeiger

Ausstellung und Film zum Thema Glücklichsein in Zürich

Die VEGELATERIA und das damit verbundene neue vegane Restaurant AMAZING STRENGTH an der Müllerstrasse 64 in Zürich ist zwar erst ein halbes Jahr offen, präsentiert aber schon die dritte Themen-Ausstellung, dieses Mal zum Thema „Glücklichsein“. Das Buch zur Ausstellung stammt vom Friedensphilosophen Sri Chinmoy und heisst The Jewels of Happiness. Der Film zur Ausstellung heisst HAPPY von Roko Belic und wird erstmals an der Vernissage (Beginn 18 Uhr) am Donnerstag, den 25. Juli 2013 um 19 Uhr in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.

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Teilen – der neue Trend für eine zukunftsträchtige Gesellschaft

Joi Ito (46) ist Leiter des Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Das vom legendären Nicholas Negroponte im Jahr 1985 gegründete Institut hat sich zum führenden Experimentierlabor für technische und gesellschaftliche Modelle der Zukunft entwickelt. Vom Kopfsalat und von der Tomate, die problemlos in einer Stadtwohnung gezüchtet werden können, bis zum zusammenklappbaren elektrischen Stadtauto, das von einer Software gesteuert wird, experimentieren Studenten und Professoren mit allem Denk- und bisher Undenkbaren. Nicht nur die Experimente sind am Media Lab ungewöhnlich, auch das Personal ist es. Direktor Ito besitzt weder einen Hochschulabschluss noch ein eigenes Büro. In seinem Lieblingsprojekt befasst er sich mit der Stadt der Zukunft, die den Namen «City Science» trägt. «Das Projekt ist ein grossartiges Beispiel, wie verschiedene Tätigkeiten im Media Lab zusammengeführt werden», erklärte Ito in einem Interview mit der «Financial Times». «Wenn man junge Menschen zusammenbringt, die ein Interesse an Architektur, Design, Verkehrsfragen, Energie, Urban Gardening, Mobilität und Big Data haben, dann erhält man eine neue Betrachtungsweise der Welt.» Das Resultat dieser neuen Sichtweise nimmt in Cambridge bei Boston allmählich Konturen an. Die Stadt der Zukunft erinnert an eine europäischen Stadt des 19. Jahrhunderts. Wie in Paris sind die Gebäude etwa 30 Meter hoch und so gebaut, dass die Fläche optimal ausgenützt wird. Die Menschen finden alles, was sie zum Leben brauchen, in einem Umkreis von einem Kilometer. Grössere Distanzen werden mit einem hypermodernen, öffentlichen Verkehrssystem bewältigt. Wenn es überhaupt noch Autos braucht, werden sie geteilt, denn ohne Teilen wird es schlicht unmöglich, die Mobilität in der Stadt der Zukunft zu organisieren.

Die Zeit ist reif fürs Teilen

Nicht nur technische Innovationen werden getestet. Damit das Teilen auch funktioniert, müssen selbst die heiligsten Kühe geopfert werden. Der bürgerliche Eigentumsbegriff wird infrage gestellt. «Warum soll ich ein Fahrzeug oder gar ein Haus besitzen?», sagt Kent Larson, der Leiter des Zukunftsstadt-Projekts. «Das sind bloss illiquide Vermögenswerte, die mich in meiner Bewegungsfreiheit hemmen. Teilen ist ein viel vernünftigeres Modell als dasjenige, mit dem ich aufgewachsen bin.» Teilen als Geschäftsmodell ist zu einer Idee geworden, deren Zeit gekommen ist. Von einer Sharing Economy träumen heute nicht mehr idealistische Hippies mit einer «Alles was es braucht, ist Liebe»-Ideologie. Dank Internet und den sozialen Medien wird die Sharing Economy von immer mehr Jungunternehmern in die Praxis umgesetzt. Selbst knallhart rechnende Grosskonzerne beginnen, sich dafür zu interessieren. Deshalb hat der «Economist» diesem Modell kürzlich eine Titelgeschichte gewidmet. Als exemplarisches Beispiel hat die Zeitschrift dabei das neue Geschäft mit dem Teilen von Privatwohnungen herausgegriffen. «Das Internet hat es so billig und leicht wie noch nie gemacht, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen», stellt das Magazin fest. «Smartphones mit Karten und GPS machen es einfach, eine Wohnung oder ein Auto zu finden. Soziale Medien und Online-Empfehlungen sorgen für Vertrauen; und internetbasierte Bezahlsysteme erledigen die finanziellen Angelegenheiten.»

Die Wirtschaftskrise hat dafür gesorgt, dass die Nachfrage nach solchen Angeboten steigt. Das zeigt das Beispiel von Airbnb. Die Firma wurde 2008 in San Francisco gegründet. Sie hat sich darauf spezialisiert, zwischen Menschen zu vermitteln, die ihre Wohnung teilen wollen. Via Airbnb kann man so vom Einzelzimmer bis zur Villa günstige Übernachtungsmöglichkeiten buchen, und zwar rund um den Globus. Letztes Jahr hat sie bereits 2,5 Millionen solche Deals vermittelt. «Wer in irgendeiner Stadt für eine bestimmte Zeit einen Platz braucht, kann seine Daten eintragen und sich nach geeigneten Offerten umsehen. Airbnb hat inzwischen 300’000 Angebote in 192 Ländern», schreibt der «Economist». Das gleiche Modell wird auch bei Autos angewandt. Firmen wie Relay Rides oder Zip Car führen die Teilwilligen gegen eine Gebühr zusammen. Die Nachfrage ist bereits so stark gewachsen, dass nun auch die Grossen einsteigen. So hat sich der Autohersteller GM an der Online-Autovermittlungsfirma Relay Rides beteiligt, die Autovermietung Avis an Zip Car. «Das ist ein Zeichen für das immense Potenzial», stellt der «Economist» fest. «Die Zeit ist gekommen, wo wir uns ernsthaft um das Teilen bemühen sollten.»

Für Nadine Strittmatter ist dies kalter Kaffee. Das wohl bekannteste Schweizer Fotomodell ist inzwischen zu einer überzeugten Verfechterin der neuen Teilökonomie geworden. Und das kam so: Über ihre Modeltätigkeit kam sie in Kontakt mit der Strada del Sole, einer jungen Zürcher Designerfirma, die hochwertige Sonnenbrillen herstellt. In Asien haben sich die Jungunternehmer mit diesem Konzept bereits durchgesetzt. Sie würden nun gerne auch im lukrativen amerikanischen Markt Fuss fassen.

Ohne Zwischenhändler

Deshalb hat sich Strada del Sole zu einem Teilgeschäft entschlossen: Nadine Strittmatter hat dank ihrem Modeljob beste Beziehungen in die amerikanische Modeszene. Sie hat auch eine gute Freundin, die Designerin ist, und sie hat einen Bekannten, der etwas von der neuen Sharing Economy versteht – Olivier Fiechter. Er hat ein Buch über neue Geschäftsmodelle im digitalen Zeitalter geschrieben und ist selbst als Unternehmer tätig. Wie aber sieht ein Teil-Geschäft zwischen einem erfolgreichen Model, einem Sonnebrillenhersteller, einer Designerin und einem Internetunternehmer aus? Zuerst werden Firmen gegründet. Nadine Strittmatter und Olivier Fiechter stellten gemeinsam die Production 3.0 GmbH auf die Beine. «Es ist eine Beteiligungsfirma», erklärt Strittmatter. Allerdings ist es keine gewöhnliche Beteiligungsfirma – sie hat einen besonderen Dreh: Die Firma bezahlt keine Honorare. «Wir beteiligen uns in der Regel nicht gegen Geld, sondern tauschen Leistungen aus. Deshalb gibt es die klassischen Rollen von Kunden, Aktionären und Mitarbeitern nicht mehr», erklärt Strittmatter. Und wie verdient denn die Firma Geld? «Für unsere Arbeit werden wir mit Aktien bezahlt. Auf diese Weise werden unsere Kunden zu Partnern.

Im Fall von Strada del Sole ist nun die Gründung eines Joint Venture vorgesehen. Je 45 Prozent des Eigenkapitals gehören den beiden Partnern, 10 Prozent sind in einer ersten Phase für die Designer reserviert. Nadines Freundin erhält für ihr Brillendesign nicht wie sonst üblich ein Honorar, sondern wird an der Firma und damit auch an einem allfälligen Erfolg beteiligt. «Sie ist unternehmerisch voll beteiligt», sagt Strittmatter. Ein gewisser Prozentsatz eines allfälligen Gewinnes soll in einen Fonds fliessen, der es mittellosen Künstlern erlaubt, künftig auf ähnliche Weise ins Geschäft einzusteigen. Was reizt ein erfolgreiches Model überhaupt an der Sharing Economy? «Ich war in den letzten 10 Jahren stark fremdbestimmt», sagt Strittmatter. «Der Alltag eines Models ist unberechenbar: Agenten, Fotografen und andere schreiben dir vor, was du tun und lassen musst, wie deine Lippen und Haare aussehen müssen und was du anzuziehen hast. Mit dem Geschäftsmodell des Teilens habe ich nicht nur eine interessante unternehmerische Tätigkeit gefunden. Ich bin damit auch ein selbstbestimmtes Individuum geworden.» Strittmatters Projekt ist jedoch keine Ersatz-Psychotherapie. Das Pilotprojekt mit den Sonnenbrillen ist kommerziell auf gutem Weg. Im Frühjahr 2014 soll die neue Kollektion in Mailand präsentiert werden. Und Nadine Strittmatter ist auf den Geschmack gekommen. Zusammen mit Fiechter will sie mit 3.0 Productions nach dem gleichen Muster weitere Joint Ventures gründen. «Wir denken an ein innovatives soziales Netzwerk», sagt sie, «an nachhaltige Energiegewinnung, eine Lifestyle-Kreditkarte oder gar an einen Film.» Allmählich soll so eine Art Parallelgeschäftswelt entstehen, in der der Zwischenhandel ausgeschaltet und Unternehmer, Kreative und Kunden auf Augenhöhe miteinander verkehren. «Alle Partnerprodukte erhalten das 3.0-Label», sagt Strittmatter, «und wir werden zu einer Marke, die eigentlich keine Marke mehr ist, sondern ein Symbol für eine gemeinsame Geisteshaltung.»

Die Sharing Economy ist kein Einzelphänomen. Sie passt bestens zu einem anderen Trend, der in der Jungunternehmerszene für Aufregung sorgt: die Macherkultur. Dank neuen Technologien wie dem 3-D-Drucker werden selbst in der Industrie neue Geschäftsmodelle möglich. Riesige Fabrikationsanlagen werden unnötig und können immer häufiger in trendige Lofts umgebaut werden. Wie Chris Anderson, der ehemalige Chefredaktor des IT-Magazins «Wired», in seinem Bestseller «Makers» beschreibt, wird sich in der Macherkultur das traditionelle Unternehmen im Cyberspace auflösen. Statt Fabriken entstehen virtuelle Marktplätze, auf denen Ideen getauscht und alle am Erfolg beteiligt werden. Chris Anderson selbst ist inzwischen nicht nur ein einflussreicher Vordenker, sondern auch ein erfolgreicher Unternehmer in der neuen Macherkultur geworden.

Mehr als cool

Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und Staatsschulden beginnen das Denken der Menschen zu verändern. Das Gefühl, dass die bestehende Wirtschaftsordnung an ihre Grenzen stösst, ist allgegenwärtig. Neue Modelle wie Sharing Economy oder Macherkultur fallen daher auf fruchtbaren Boden. Kommt dazu, dass die neuen sozialen Medien diese Entwicklung unterstützen und beschleunigen. «Vor 10 Jahren, als es noch kein Facebook gab, hätten wir nicht existieren können. Denn damals war Teilen noch nicht cool», sagt beispielsweise Nate Blecharczyk, einer der Gründer von Airbnb. Inzwischen ist Teilen mehr als cool. Ed Lee, Bürgermeister von San Francisco, will die Sharing Economy zu einem Bestandteil seiner regionalen Wirtschaftspolitik machen – und prüft bereits, wie er auch sie besteuern kann. (Quelle: Philipp Löpfe/Tages-Anzeiger)

Neue Schweizer Meister im 12-Stunden-Lauf

CH-Meister-12-Stunden-Basel-2013In der St. Jakob Sportanlage in Basel fiel am Samstag um Mitternacht der Startschuss zu den 1. Schweizer Meister-schaften im 12-Stunden-Lauf. Bei idealem mildem Frühlingswetter und Livemusik erlief sich Simon Schmid (43) aus Mönthal auf der 1,1 km langen Runde den Titel Schweizer Meister mit 130,814 km. Schweizer Meisterin wurde Katja Weiler (45) aus Grosshöchstetten mit 85,607 km. Jörg Desteffani (49) aus Windisch belegte Platz 2 mit 129,850 km und Platz 3 errang Oskar Ganz (48) aus Zürich mit 122,176 km. Rosmarie Marolf (70) aus Biel erkletterte bei den Frauen den zweiten Platz auf der Siegertreppe mit 81,587 km und die 79-jährige Marita Schulz aus Unterkulm nahm mit 64,268 km den dritten Platz ein. Die 12-Stunden -Meisterschaften wurden in Zusammenarbeit von Swiss Ultra Running und dem Sri Chinmoy Marathon Team im Rahmen des 25. Self-Tran- scendence 12+24-Stunden-Laufs organisiert – ein Jubiläum! Insgesamt gingen 93 Läufer aus 15 Nationen an den Start.

Günter Marhold aus Deutschland (44) wurde Sieger beim 24-Stunden-Lauf mit genau 237 km, gefolgt von Daniel Schwitter (44) – dem Präsident von Swiss Ultra Running – aus Binningen mit 219,080 km. Bei den Frauen dominierten die Engländerinnen. Helen James (41) erzielte mit 213,576 km eine persönliche Bestleistung und damit Platz 1, zweiplatzierte war Kirsty Reade (41) mit 190,149 km.

 Aus dem internationalen Gesamtfeld der 12-Stunden-Läufer trat Achim Gokeler (41) aus Frankfurt mit 132,354 km als Sieger hervor, gefolgt vom 43-jährigen Schweizer Meister Simon Schmid (130,814 km). Bei den Frauen landete im Gesamtfeld Viola Stras (42) aus Deutschland mit 104,467 km auf Rang 1 und dazu gesellte sich auf Rang 2 die Französin Sandrine Wasser (42) mit 97,358 km.

In den vergangenen 25 Jahren erzielten die Ultraläufer auf der Basler Rennstrecke zahlreiche Rekorde. Wohl deswegen gilt dieser vom Sri Chinmoy Marathon Team organisierte Schweizer Ultramarathon als einer der bedeutendsten Ultradistanzläufe der Welt. 1993 stellte Sigrid Lomsky aus Berlin dort den Weltrekord im 24-Stundenlauf bei den Damen mit 243,659 km auf und 1998 gesellte sich Yiannis Kouros aus Griechenland mit 290,225 km bei den Herren hinzu. Beide Weltbestleistungen stehen bis heute unerreicht da. 1994 erringt Hans-Peter Brönnimann den Schweizer 12-Stundenlauf-Rekord mit 152,399 km und 1996 mit 257,329 km den Schweizer 24-Stundenlauf-Rekord, die beide ebenfalls bisher unerreicht blieben. Und nicht zu vergessen, Denise Zimmermann! Die Sekretärin aus Mels erzielte 2012 mit ihrem fliegenden Laufstil in Basel bei ihrem allerersten 24-Stundenlauf einen neuen Schweizer Rekord mit 206,907 km.

Mehr Infos sowie Ergebnislisten, Photos und später auch Link zum Video auf: ch.srichinmoyraces.org