Oeko-Pionier Josef Margraf mit 57 an Herzschlag gestorben

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In Thailand habe ich im Januar 2008 Dr. Josef Margraf getroffen, einen deutschern Biologen, der in den chinesischen Bergen ökologische Ziele verfolgte. Nach wissenschaftlichen Analysen hat er beobachtet, welche Pflanzen, Kräuter und Früchte vom Aussterben bedroht sind. Dann suchte er sich potentielle Interessenten, die solche Produkte verbrauchen oder verkaufen können, kultivierte die Pflanzen und hat sie somit gerettet. In Thailand, wo er sich einen Teil des Jahres aufhielt, hat er übrigens ein sehr charmantes kleines Restaurant eingerichtet, wo man sich wie im Dschungel fühlen und beste Bio-Mahlzeiten geniessen kann. Ganz stolz war Josef Margraf auf seine Tee-Importe. Dieser Tee ganz anders als normaer Tee, wird über Jahrzente gelagert und erhält eine Superqualität, vergleichbar etwa mit einem alten Wein.  Wie ich soeben von einem Leser in China erfahren habe, ist Josef Margraf leider anfangs 2010 im frühen Alter von 57 einem Herzschlag erlegen. Seine Frau Li Mingguo und seine beiden Töchter versuchen seinen Spirit weiter zu leben. Als Hommage an diesen grossen deutschen Oeko-Pionier  hier nochmals die im gewidmete Ausgabe aus meiner Interview-Serie „LIFE Voices“ (im englischen Original).

Klimawandel-Umkehr durch weltweiten Humusaufbau

picture-2Ein fruchtbarer Boden (der über viele Jahre nach den Bedürfnissen des Bodens behandelt wird) hat bis zu 600 Regenwürmer pro m². Diese scheiden pro Jahr 80 t Regenwurmhumus aus. Darin sind 280kg Stickstoff enthalten. Das ist die Antwort auf die Frage, wie hoch das Ertragspotenzial im Biolandbau ist. Da wir für unsere Erträge gar nicht so viel brauchen, kann man während der Produktion den Boden noch mit zusätzlicher Bodenfruchtbarkeit anreichern und so die Ertragssicherheit steigern. Und dieser Stickstoff ist nicht flüchtig. Da er an dem organischen Ausscheidungsprodukt gebunden ist, wird das Grundwasser rein gehalten. Das ist ein natürlicher Kreislauf und funktioniert schon immer so. Bio heißt also nicht weniger Ertrag, sondern mehr und gesünder zugleich. Obwohl dies großteils nur ein Wunschtraum unter uns, den Biobauern ist, so möchte ich doch zu denken geben, dass sich der Biolandbau erst in den Kinderschuhen befindet und das Ertragspotenzial unserer Felder noch lange nicht ausgeschöpft ist. Der Biolandbau hat durch Kleegrasmischungen die Möglichkeit, den Humus im Boden zu vermehren. Wenn wir dann durch verantwortungsbewussten und sorgsamen Umgang mit diesem Boden und dem Humus unsere Erträge steigern und zugleich den Boden weiter aufbauen, so haben wir die Chance den Klimawandel zu stoppen, ja sogar umzukehren. Dies sind Berechnungen von Prof. Dr. August Raggam von der TU Graz. Er sagt, das wir mit 4% weltweiten Humusaufbau im Boden all unsere Klimasorgen los sind. Durch diese Speicherung können wir die Emissionen der vergangenen Jahrhunderte im Boden in Form von steigender Fruchtbarkeit zurück gewinnen.

Durch die Steigerung des Humusgehaltes im Boden entsteht außerdem ein riesiges Potenzial, um die Erdatmosphäre abzukühlen und damit die Temperaturerhöhung aufzuhalten. Weiters nehmen solche Böden, nach den Forschungen von Prof. Dr. Johannes Bauchhenß, in nur einer Stunde 150 Liter Wasser auf einem Quadratmeter auf. Hochwasser ade!! Zum Vergleich: Eine Fichten Monokultur nimmt Ø 10 Liter /m² in einer Stunde auf. Im neuen Jahr erlaube ich mir ein wenig zu Philosophieren. Vor einigen Jahren habe ich über die Bodenfruchtbarkeit philosophiert und heute ist sie Realität. Natürlich gab es auch Rückschläge. Doch insgesamt ist der Gewinn im Boden höher, als ich es vor 5 Jahren glauben konnte. Vor 5 Jahren begann mein „neuer Weg“ mit einem Vortrag von Prof. Bauchhenß und Josef Braun in Karlstein der von der Umweltberatung – von Robert Kraner – organisiert wurde. Nach diesem Vortrag habe ich die beiden zum Bahnhof in Göpfritz an der Wild gebracht und da der Zug erst später kam, hatten wir noch ausreichend Gelegenheit um verschiedene Details zu diskutieren. Damals konnte ich noch nicht ahnen wie weitreichend die Folgen dieses Tages sein werden. Photo: Franz Brunner (Quelle: oekonews.at)

11. Harmony World in Baden-Baden mit Sonderthema Wellness

Wie die bioPress berichtet, präsentiert sich an drei Tagen, vom 22. – 24. August 2008 Europas Trend- und Fachmesse für den ganzheitlichspirituellen Bedarf, die Harmony World, im Kongresshaus in Baden-Baden. Neue Ideen, neue Impulse und die Verkaufsschlager von morgen werden einem interessierten Fachpublikum auf 2.500 Quadratmetern präsentiert. Veranstalter Thomas Sura von der One Spirit GmbH Baden-Baden rechnet mit 120 Ausstellern, einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Händler profitieren vom verbesserten Branchenmix, von der Bandbreite des Angebotes und nicht zuletzt vom aktuellen Messe-Motto „Wellness für Körper, Geist und Seele“. Auf der 11. Harmony World werden Produkte zu folgenden Themen vorgestellt: Naturkosmetik, Wellnessprodukte für Körper, Geist und Seele, z. B. japanisches Räucherwerk, Pflege- und Duftöle, Wohlfühlprodukte aus Blütenessenzen. Außerdem Feng Shui- und Mystik-Accessoires, Asia-Importe, Futons, Symbolkunst, Bücher, Karten sowie Kalender, Mode und Naturkost. Die Waren unterliegen strengen Auswahlkriterien. Auf Qualität, ökologische Verantwortung, sprich Umweltschutz, Nachhaltigkeit bei der Weiterverwertung, Einzigartigkeit und Fair-Trade wird sehr viel Wert gelegt. Dazu Thomas Sura: „Beliebigkeit ist auf der Harmony World fehl am Platz. Wir möchten eine Messe mit qualitativen Inhalten und klaren Merkmalen!“ Die unterschiedlichsten Käufergruppen, wie Heilpraktiker, Therapeuten, Kosmetikerinnen, Inhaber von Buchläden, Reformhäusern, Naturkost- und Esoterikläden erleben in angenehmer Kongresshaus-Atmosphäre ein Fest der Farben und Gerüche. Sie schätzen die Harmony World als ideale und übersichtliche Kauf- und Informationsplattform. Geschäftsbeziehungen werden gepflegt, neue Kontakte geknüpft und branchenübergreifend geordert. Wer also einen Laden besitzt oder therapeutische arbeitet, wird sicher an dieser Messe viele Inspirationen erhalten.