Mit Bruno Baumann auf der Seidenstrasse

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Soeben ist das neueste Buch von Bruno Baumann erschienen: „Die Seidenstrasse – Auf der legendären Route nach Asien“., 272 Seiten, mit 122 Photographien, Verlag terra magica, ISBN 978-3-7243-1051-8.

Wertvolle Waren und kostbares Wissen wurden einst auf den Karawanenwegen der legendären Seidenstrasse transportiert. Doch die Seidenstrasse ist mehr als eine historische Handelsroute: sie ist ein moderner Verbindungs-strang zwischen Europa und Asien. In seinem Buch verbindet der österreichische Abenteurer, Schriftsteller und Filmemacher Bruno Baumann interessante Fakten und Details über die Seidenstrasse mit Berichten über seine Abenteuer bei der Ergründung ihres Mythos. Die Erlebnisse im Rahmen seines Kultur-Projektes Roads of Dialogue, mit dem er den Geist der alten Seidenstrasse wiederbeleben möchte, spannen eine Brücke von sagenumworbener Vergangenheit in die Gegenwart. Die Seidenstrasse, auf der nicht nur wertvolle Güter wie die kostbare Seide, sondern auch Religionen, Ideen und Kunststile ausgetauscht wurden, ist mehr als eine nostalgische Reiseroute: Seit dem Zerfall der Sowjetunion gibt es die Vision einer neuen Seidenstrasse. Fasziniert von dieser Vorstellung hat Brno Baumann das Projekt Roads of Dialogue ins Leben gerufen. Zusammen mit internationalen Künstlern besucht er Orte entlang der Seidenstrasse, um die Menschen mit kulturellen und sportlichen Veranstaltungen wieder miteinander in Dialog zu bringen. Eine spannende Reise zwischen damals und heute, die unter anderem auf den Spuren Marco Polois durch Venedig, in die Oasenwelt am Rande der Takla Makan und zu den himmlischen Bergen des Tien-Shan-Geboirges führt.

Bruno Baumann wurde 1955 geboren, studierte Ethnologie und Geschichte und lebt als Schriftsteller und Filmemacher in München. Der Abenteurer gilt als einer der besten Kenner Asiens und der Seidenstrasse. 2003 gelang ihm eine Solo-Durchquerung der Wüste Gobi und 2006 sorgte sine Entdeckung archäologischer Reste des Königsreichs von Shangshung in Westtibet für grosses Aufsehen. Weitere Informationen unter www.bruno-Baumann.de und www.solkroadexperiences.org. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf ein Interview hinweisen, dass ich vor ein paar Jahren mit dem Autor gemacht habe. Es kann auf vimeo.com angesehen werden.

Pilgerwege zum Kailash

Es gibt keinen Berg auf der Erde, der sich mit dem Kailash vergleichen läßt, weder in der Form, noch in der Umgebung, geschweige denn in seiner Bedeutung. Er ist höchstes Pilgerziel für Angehörige von vier Religionen. Hindu, Buddhisten, Jain und Bön verehren ihn gleichermaßen.  In seiner unmittelbaren Umgebung entspringen vier der größten Flüsse Asiens – Indus, Brahmaputra, Surley, Karnali – und fließen wie Speichen eines Rades in alle vier Himmelsrichtungen hinweg. Er gilt als Zentrum eines von der Natur geschaffenen Mandala, zu dem ebenso die beiden vorgelagerten Seen Manasarovar und Raksastal zählen wie die als Heiligtümer verehrten Quellen der Flüsse. Seit urdenklichen Zeiten kommen die Pilger aus allen Teilen Tibets, aber auch aus Indien und Nepal. Heißt es doch: „Wer ihn sieht, dessen Sünden werden ausgelöscht wie der Tau in der Morgensonne“. Bruno Baumann ist den Spuren der Pilger gefolgt und hat in einem Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt das Natur-Mandala in seinen Gesamtheit erfaßt. Als einziger Abendländer erreichte er die Quellen der vier großen Flüsse, indem dem Lauf des Indus, Brahmaputra, Sutley und Karnali über tausende Kilometer, teils zu Fuß folgte. Die Vortragsreihe „TIBET – Pilgerwege zum Kailash“ (in der Schweiz vom 1.-16. März) zeigt nicht nur einen großen Teil Tibets und des Himalayaraumes sondern geht auch der Frage nach, warum und wie dieser Berg zum Mittelpunkt religiöser Verehrung wurde. Sie zeigt auf, wie erstaunlich genau mythische Überlieferung und Geographie übereinstimmen und entfaltet diese Landkarte des Glaubens mit ihren einzigartigen Landschaften und heiligen Stätten aus den Augen des Pilgers.

Der Weg des Buddha – ein neuer Bildband

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Ausgehend von jenem kleinen Gebiet an der indisch-nepalesischen Grenze, wo der historische Buddha lebte und seine Lehre entwickelte,  zeichnet Bruno Baumann im neuen Bildband die Wege nach, die der Buddhismus von seinem Ursprung aus nahm und wie er von den Kulturen, auf die er traf, beeinflusst wurde. Der Buddhismus war von Anfang an keine homogene, sondern eine sehr vielgestaltige Bewegung. Zwar ist das Ziel aller Buddhisten gleich, nämlich Befreiung durch Erleuchtung zu erlangen, doch die Wege und Methoden, die dazu entwickelt wurden, sind sehr unterschiedlich. Bereits in Indien hat die Lehre des Buddha eine tiefgreifende  Wandlung durchgemacht. Es entstanden neue Richtugen wie Theravada, Mahayana und Trantrayana. Diese spalteten sich im Laufe der Zeit weiter auf, wobei sich in China und Japan sogar neue Lehrsysteme entwickelten, die keinem indischen Vorbild mehr folgten. Die Fähigkeiten, einen Dialog mit anderen Kulturen einzugehen, lässt sich auch am Bild des Buddha erkennen. Es besitzt zwar feste Merkmale, gleichzeitig hat es jedoch lokales Kolorit angenommen. Im Anschluss an die jeweiligen Kapitel des vorliegendes Bildbandes lässt Bruno Baumann namhafte Persönlichkeiten des Buddhismus der Gegenwart zu Wort kommen wie zum Beispiel den Dalai Lama oder Thich Nhâ Hanh, die gleichsam stellvertretend für die verschiedenen Richtungen und Wege stehen. Sie schildern ihr persönliches Verhältnis zum historischen Buddha und nehmen zu Aspekten seiner Lehre Stellung.

Bei der Ansicht des Bildbandes ist mir nur eine kleine visielle Lücke aufgefallen. Der grosse Buddha von Kamakura (Japan), genannt Daibutsu ist nur mit einer kleinen Detailaufnahme, nicht aber in der majestätischen Gesamtform abgebildet. Dies ist meines Erachtens schade, da gerade dieser Buddha gemäss Aussagen prominenter Buddhakenner dem Originalbild und der ürsprünglichen Ausstrahlung des Buddhas am echtesten entspricht. Im übrigen ist der Bildband ein äusserst empfehlenswertes Werk, das sich kein Liebhaber des Buddhismus entgehen lassen sollte. Er ist erschienen im terra magica Verlag (ISBN 978-3-7243-1004-4). Ich möchte hier auch auf noch auf ein Interview mit Bruno Baumann hinweisen, dass ich im Rahmen meiner monatlichen Podcast-Serie LIFE Voices im Internet publiziert habe. Es ist zu sehen auf srichinmoy.tv (in 3 Grössen zum downloaden oder direkt anschauen) oder auf vimeo (HD).

Interview mit Bruno Baumann über Tibet, Kailash und Buddhismus

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Der Österreicher Bruno Baumann erforscht seit gegen 30 Jahren unseren Planeten. Dabei möchte er nicht nur die Schönheit der Natur aufzeigen, sondern auch alte Kulturen entdecken und Neues erforschen. Seine wichtigsten Lebensprojekte sind der Tibet, die Seidenstrasse und die Wüste. Eine besondere Leidenschaft verbindet den Forscher, Photograph und Filmer Bruno Baumann mit dem heiligen Berg Kailash (siehe Bild) im Tibet, den er schon 13 Mal umrundet hat. Wer mehr über diesen modernen Abenteurer erfahren möchte, kann die neueste Ausgabe des Internet-Monatsmagazins LIVE Voices ansehen, die in einem Interview in Kombination mit Originalaufnahmen des Autors seine Weg aufzeigt. Sie ist zu sehen auf srichinmoy.tv in zwei Fassungen zu sehen, einer kleineren Podcast-Ausgabe sowie einer Bildschirmfüllenden HD-Version, die man sich am besten herunterlädt und dann in Ruhe anschaut. LIVE Voices erscheint jeweils am 13. des Monats und wird auch auf anderen iTunes, Miro und anderen Videoseiten zu sehen sein. Vom 22. März bis 4 Oktober 2008 ist übrigens eine Fotoausstellung von Bruno Baumann zum Thema „Tibet – Klöster und heilige Stätten“ im Heinrich-Harrer-Museum in österreichischen Hüttenberg zu sehen.