Sri Chinmoy: Die Welt geht nicht unter

In einem von Mridanga Spencer aufgenommenen Interview nimmt Sri Chinmoy konkret Stellung zu Fragen über die Zukunft unseres Planeten. Es wird in absehbarer Zeit ein neues Zeitalter geben und bis zu diesem Punkt brauchen wir noch etwas Geduld. Mehr dazu in diesem sehr spannenden und aktuellen Interview. Englisches Original mit deutschen Untertiteln.

Geheimnissvolle Geräusche und Schwingungen der Erde

Seit etwa zehn Jahren wissen Forscher: Der Erdball kommt nie zur Ruhe, er vibriert permanent. Selbst wenn es gerade keinen Vulkanausbruch oder ein Erdbeben gibt, schwingt die Erde mit bestimmten Eigenfrequenzen, vergleichbar mit einer riesigen Glocke. Fachleute nennen das „Hum“, übersetzt Summen oder auch Brummen – und rätseln seit der Entdeckung im Jahr 1998, was diese Vibrationen eigentlich auslöst. „Der Hum besteht aus einer Überlagerung von etwa 60 Frequenzen zwischen drei und sieben Millihertz“, erläutert der Geophysiker Rudolf Widmer-Schnidrig, der gemeinsam mit seinem Doktoranden Dieter Kurrle in einem verlassenen Bergwerkstollen im Schwarzwald mit hochsensiblen Messgeräten dem Summen lauscht. Das Erdbrummen ähnelt also nicht dem Klang eines einzelnen Instruments, sondern eher dem eines ganzen Orchesters mit diversen Instrumenten. Die Forscher haben die Schwingungen auch hörbar gemacht. In einer Tonaufnahme  ist das Erdbrummen zu hören – und am Ende ein lauter Knall, bei dem es sich um ein Seebeben im Indischen Ozean handelt (siehe Ton-Aufnahme auf SPIEGEL-online).

Und auch die Struktur der Vibrationen scheint komplizierter zu sein, als Forscher es bislang angenommen hatten. Erwartet hatten sie, dass das Konzert der Erde aus sogenannten sphäroidalen Schwingungen der Erde bestehen. „Sie ähneln der Bewegung eines Schiffs bei hohem Seegang“, sagt Widmer-Schnidrig. „Es bewegt sich auf und ab, gleichzeitig aber auch etwas vor und zurück – es legt dabei insgesamt eine ellipsenförmige Bahn zurück.“ Tatsächlich spielen diese Schwingungen beim Hum eine Rolle: Die Erde hebt und senkt sich alle paar Minuten um wenige Zehntausendstel Millimeter, und auch die horizontalen Bewegungen konnten die Forscher mittlerweile charakterisieren. Dabei stießen sie jedoch auf unerwartete Schwierigkeiten: „Das Frequenzspektrum der horizontalen Erdbewegung zeigt keine einfache und klare Struktur wie das Spektrum der Schwingungen in vertikaler Richtung“, sagte der Geophysiker dem Magazin „Bild der Wissenschaft“. Die einzig mögliche Ursache: Neben den sphäroidalen muss es noch andere Schwingungen geben. Sie gehen auf eine Verdrillung der Erde zurück – wie bei einer Orange, die man oben und unten anpackt und dann mit beiden Händen in unterschiedliche Richtungen dreht, nur dass die Torsionen der Erdkugel sehr viel komplexer sind.

Der Globus zeigt also eine toroidale Eigenschwingung – ein Phänomen, das bisher lediglich von Erdbeben bekannt war. Dieter Kurrle hat es entdeckt und im März gemeinsam mit seinem Doktorvater im Fachblatt „Geophysical Research Letters“ beschrieben. Beide Schwingungsarten, glauben die Forscher, tragen etwa gleich viel zum Erdsummen bei, auch wenn sie wohl völlig unterschiedlich entstehen. So gehen die sphäroidalen Schwingungen auf Druckkräfte zurück, die auf die Erdoberfläche einwirken und die Kugel so zum Schwingen bringen – wie etwa Druckschwankungen der Lufthülle, Turbulenzen in der Atmosphäre oder auch Wellen im Ozean. Dazu passt, dass die Intensität des Hums während des Nord- und Südwinters, also zwischen Dezember und Februar sowie zwischen Juni und August, am höchsten ist. Genau in diesen Perioden gibt es auf der Erde auch die heftigsten Stürme – im Nordwinter über Atlantik und Pazifik, im Südwinter über den Meeren rund um die Antarktis. Diese starken Luftbewegungen, so die Theorie, verursachen Wellen, die bis zum Meeresgrund reichen und ihn kräftig durchwalken, und das wiederum regt die Erde zum Schwingen an.

Woher kommen die Schwingungen?

Der toroidale Schwingungsanteil des Erdgebrumms muss hingegen von Scherkräften verursacht werden. Und wie die entstehen, ist nach wie vor völlig rätselhaft. Bisher gibt es nur Spekulationen – etwa dass die Wellen an Unterwassergebirgen umgelenkt werden, dass es eine unsichtbare Kopplung gibt, über die die beiden Eigenschwingungsarten Energie austauschen, dass Erdbeben oder Luftrotationen um Tiefdruckgebiete dahinterstecken. Doch diese Thesen haben alle das gleiche Problem: Die Effekte, die sie hervorrufen, sind bei weitem nicht groß genug, um das globale Brummen zu erklären. Vielleicht ist es eine Kombination aus mehreren dieser Ursachen, vielleicht aber auch ein bisher unbekannter Faktor. „Wir sind noch weit davon entfernt, ein glaubhaftes Modell für dieses Phänomen zu haben“, räumt Widmer-Schnidrig ein. Helfen sollen jetzt noch empfindlichere Seismometer und die neueste Generation von Supercomputern, denn die ermöglichen es laut Widmer-Schnidrig erstmals, die Auswirkungen von Druckfeldern auf dem Meeresboden realistisch zu simulieren. Es ist jedoch nicht ein rein akademisches Interesse, das die Geophysiker bei ihrer Suche nach dem Erdklang antreibt: Sie erhoffen sich von den Ergebnissen ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Ozeanen und der Erde selbst – und damit unter anderem Informationen über das komplizierte weltweite Klimageschehen. (Quelle: SPIEGEL-online)

Initerview mit Peter Neubauer über seine 4-Elemente-Seminare auf Lanzarote

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Vor kurzem habe ich an der „Art of Life“ Messe in der Schweizer Hauptstadt Bern den Therapeuten Peter Neubauer getroffen, der seit einem Jahr mit seiner Frau Anna in Lanzarote lebt und dort Seminare zum Erleben der 4 Grundelemente Wasser, Erde, Feuer und Luft leitet. Diese 20. Ausgabe meiner monatlichen Interview-Serie „LIVE Voices“ stellt ihn und seine inspirierenden Landschaftsaufnahmen aus Lanzarote vor. Es lohnt sich, für fünf Minuten auszuspannen und das Video anzuschauen – hier auf dem Blog, auf vimeo oder in 3 Grössen auf srichinmoy.tv.

Aeltester Fels der Erde

Mit Hilfe von Isotopen-Analysen des Elements Neodymium datierten die Forscher von der McGill Universität in Montreal einzelne Proben aus dem sogenannten Nuvvuagittuq-Grünsteingürtel auf ein Alter von 4,28 Milliarden Jahren. Sie gehen davon aus, dass diese Proben am östlichen Ufer der Hudson Bay vulkanische Ablagerungen sind, wie sie im Wissenschaftsmagazin «Science» berichten. Bisher galt der Avasta-Gneiss in den kanadischen Nordwest-Territorien mit 4,03 Milliarden Jahren als älteste Gesteinsformation. Noch früheren Datums ist das im Westen Australiens gefundene Mineral Zirkon, das aber nur in Form einzelner isolierter Körner auftritt und auf ein Alter von rund 4,36 Milliarden Jahre datiert wird. Weil die Erde nach dem heutigen Wissensstand vor rund 4,6 Milliarden Jahren entstanden war, erhoffen sich die Geologen von deem neuen Fund Aufschlüsse über die Entstehung der Erdkruste, der äussersten festen Schicht der Erde.

Panorama-Ansicht vom Mount Everst auf 8850 m.ü.M.

Dieses Bild fand ich auf der Webseite „Astronomy Picture of the Day“. Es zeigt eine Panorama-Ansicht vom Mount Everest des Photographen Roddy Mackenzie. Die Seite zeigt jeden Tag ein neues grossformatiges Bild aus dem All oder inspirierenden Naturaufnahmen der Erde. Es lohnt sich gelegentlich reinzuschauen. Der Everest wird übrigens von den Einheimischen in Nepal „Sagarmatha“ genannt, auf Deutsch „die Stirn des Himmels“.

10jähriger Umweltaktivist dreht Film

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Die amerikanische Umweltorganisation 1sky stellt auf ihrer Webseite einen inspirierenden einminütigen Kurzfilm vor, der auf YouTube schon von über 10 000 Leuten besucht wurde unbd jetzt auch vimeo zu sehen ist. Der Film wurde vom 10jährigen Nikos in eigener Initiative gedreht. Die Idee kam ihm, als er mit seiner Familie an einer Tankstelle im Auto wartete und der Vater beim Tanken war. Er hat bereits mit seinem Vater am Säubern von Strandpartien teilgenommen und erlebte im Sommer 2007 bei einer Fahrt von Denver nach Los Angeles 10 Waldbrände, die seiner Familie fast das Leben gekostet hätten. Er spürte, wie gross die Auswirkungen der globalen Erwärmung schon sind und war inspirierend, diesen kleinen aufrüttelnden Streifen zu drehen. Auch das Videoportal vimeo engagiert sich für die Rettung unseres Planeten. So hat sie gestern eine neuen Videowettbewerb ausgeschrieben, bei dem man unter dem Motto „Climate Matters – Inspire your next President“ Videoclips raufladen kann, die dann von einer Fachjury bewertet werden. Es winken 4 500 $ an Preisgeldern sowie die Veröffentlichung im Fernsehen. Der Wettbewerb wird zusammen mit den Umweltorganisationen Brighter Planet und 1Sky durchgeführt.

Martin Vosseler durchquerte die USA zu Fuss, um Menschen für unsere Umwelt zu motivieren

Der 59jährige Basler Arzt Martin Vosseler ist ein eifriger Kämpfer für ein besseres Klima und engagiert sich seit vielen Jahren gegen die Klimaerwärmung. Mit seinem „Sunwalk 2008“, den er am  1. Januar in Los Angeles startete, will er den Menschen – und speziell natürlich in den USA – bewusst machen, dass wir in unserer Energieversorgung umdenken müssen. Seine Botschaft ist „weg von Oel, Atom und Kohle“ und hin zu erneuerbaren Energien aus Sonne und Wasser! Er ist überzeugt, dass die USA, die füt einen grossen Teil der Umweltkrise selbst verantwortlich sind, eine Führungsrolle übernehmen müssen. Bei seinem Fussmarsch durch die USA legte er 5200 Kilometer zurück und erreichte Ende Juli New York City. Hier ist eine kurze Zusammenfassung seiner Visionen:

„Der Planet Erde, das Leben, das sich darauf entwickelt hat – ist ein einzigartiges Wunder im Kosmos. Die vollkommene Kugel hat genau die richtige Distanz von der Sonne, dass wir nicht verbrennen oder erfrieren. Sie hat genau die richtige Grösse, dass Wasser und Land getrennt bleiben. Zudem hat sich eine zarte Atemhaut entwickelt, die zusammen mit dem Sonnenlicht das Leben ermöglicht. Es kann ja nicht sein, dass wir in einem so frühen Entwicklungsstadium unseres Lebenssystems aus Bequemlichkeit, Fantasie- und Mutlosigkeit die von uns verursachten Klimaveränderungen akzeptieren und die Bewohnbarkeit der Erde aufs Spiel setzen.

Friede der Menschen untereinander und mit seinen Mitgeschöpfen ist in uns angelegt. Menschen in allen Zeitaltern haben uns diese Möglichkeit des Menschseins vorgelebt. Angesichts der heutigen Bedrohung von uns allen bleibt uns gar keine Wahl, als diese Friedensmöglichkeit zu entfalten. Mit unserem Tun und Lassen sind wir für die heutige Bedrohung verantwortlich. Wir haben die Atomsphäre aufgeheizt, die Biosphäre mit Giften und Radioaktivität belastet, die Gewässer verschmutzt, die Böden ausgelaugt. Wir können uns auch wieder in die Lebenskreisläufe einfügen, die Bedingungen für die Heilung des Lebenssystems Erde schaffen. Alle Lösungen liegen bereit. Wir müssen sie nur umsetzen. Gemeinsam mit der Sonne. Jetzt.“

Ich habe mit Martin Vosseler, der z.Z. noch in New York ist Kontakt aufgenommen, und hoffe im Herbst im Rahmen meiner Interview-Serie LIFE Voices ihn vorzustellen. Gestern hat er übrigens ein weiteres Manifestations-Projekt gestartet: er wandert zusammen mit einem Freund nach Boston (geplante Ankunft: 15. August). Danach sind Besuche in New Hampshire und Maine und am 25. August fähr er mit der Bahn nach Miami, wo er den Frachter nach Italien nimmt…

NASA öffnet gesamtes Archiv der Oeffentlichkeit

Pünktlich zu ihrem 50. Geburtstag hat die US-Raumfahrtbehörde NASA sämtliche Aufnahmen aus ihrer bewegten Geschichte ins Internet gestellt. Das Archiv bietet einen umfassenden Einblick in 50 Jahre Weltraumforschung: Es präsentieren sich Astronauten, Planeten und Raumsonden in hochauflösenden Digitalbildern. Die Internetseite www.nasaimages.org ist eine wahre Fundgrube – die bislang größte Sammlung von Medien aus den Archiven der amerikanischen Weltraumbehörde NASA. Sie enthält Fotos aus der langjährigen Geschichte der Raumfahrtbehörde. Außerdem stellte die Behörde sämtliche Aufnahmen ihrer Forschungs-Sonden ins Netz: einzigartige Ansichten unseres Sonnensystems, von den Monden des Jupiter bis zu den Ringen des Saturn. Das Archiv enthält bereits mehrere hunderttausend Dokumente. Die obige Abbildung zeigt eine Marslandschaft.

2008 – Internationales Jahr des Planeten Erde


Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2008 zum Internationalen Jahr des Planeten Erde erklärt. Ziel ist es, zu zeigen, wie die Geowissenschaften auf einzigartige und aufregende Weise zukünftige Generationen dabei unterstützen können, der Herausforderung der Schaffung einer sichereren und wohlhabenderen Welt gerecht zu werden. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat die UNESCO, zusammen mit dem United Nations Environment Programme UNEP, der International Union of Geological Sciences IUGS sowie weiteren relevante UN-Organisationen mit der Koordination der weltweiten Aktivitäten beauftragt. In diesem Zusammenhang noch ein Aufruf des Geo-Porals www.planeterde.de:


Gesucht: Filmaufnahmen über unsere Erde

Wart Ihr kürzlich auf Exkursion? Habt Ihr Filmmaterial von spannenden Streifzügen durch Vulkanlandschaften und Steinbrüche oder von Meeresexpeditionen? Habt Ihr Sequenzen von einem leidenschaftlichen Mineralogen, der seinen Forscherdrang selbst vor Marmorsäulen eines Schaufensters nicht zügeln konnte? Oder plant Ihr vielleicht gerade eine Geo-Tour durch einen Nationalpark? Dann schickt uns Euer Video oder schnappt Euch eine Kamera, filmt ein spannendes Erlebnis und schneidet daraus einen interessanten, unterhaltsamen, vielleicht auch lustigen Film. Alle Beiträge werden auf dem Geo-Portal http://www.planeterde.de nach einer kurzen Überprüfung veröffentlicht. Die besten 10 Filme, die uns bis zum 30. April erreichen, werden mit einem Buchpreis prämiert. Der Film sollte eine Länge von ca. 3’30“ min nicht überschreiten. Er sollte im weitesten Sinne mit Geo-Forschung zu tun haben. Für die Teilnahme gibt es keine Altersbeschränkung. Beiträge von SchülerInnen, Studierenden und Studierten sind ebenso willkommen wie Filme von leidenschaftlichen Laien, die ein Herz für die Geowissenschaften haben.