Eurobike 2012 noch 2 Tagen offen

Das neue MandoFootloose aus Südkorea

Die EUROBIKE 2012 in Friedrichshafen ist noch 2 Tage geöffnet, morgen für den Fachhandel und am 1. September für das breite Publikum. Wer schon an der Messe war, wird verblüfft sein, wie gross weiterhin das Interesse an der Welt des Fahrrads ist, vom ausgeklügelsten superleichten Rad von 5 kg bis zum schweren und kräftigen E-Bike und dazu noch die Vielzahl der Aussteller, die Einzelteile, Zubehör und Accessoires anbieten. Eindeutig scheinen die E-Bikes ein immer grösseres Interesse zu wecken. Die meisten Firmen haben jetzt auch ein oder mehere Modelle im Programm und an der Messe konnte man auch Premieren miterleben, so z.B. der Mittelmotor-Antrieb von AEG, ein neues Faltrad des französischen Pneuherstellers Michelin und natürlich  das utopische MandoFootloose, das erste kettenlose E-Bike-Faltrad der Welt, das in vier Wochen in Südkorea und Mitte 2013 auch in Europa auf den Markt kommt. Für das Design und die Produktentwicklung wurden der mehrfach ausgezeichnete britische Designer Mark Sanders (u.a. British Design Engineer of the Year 2009) sowie der niederländische E-Bike-Experte Han Goes gewonnen. Das E-Bike ist zwar eher ein Scooter, denn der Antrieb erfolgt nur elektronisch und nicht mechanisch, d.h. wenn der Akku leer ist, kann man es nicht mehr als Fahrrad durch das Betätigen der Pedale benutzen. Dafür kann es zusammengelegt als Hometrainer verwendet werden. Es können und werden sicher noch einige Veränderungen und Verbesserungen vorgenommen, bis es in Europa zu kaufen ist. U.a. wäre es auch wünschenswert, das Gewicht zu verringern, denn das vor einem Jahr geplante Ziel von 9 kg konnte nicht eingehalten werden. Durch besseren und schwererem Motor und günstigerem Rahmenmaterial (Aluminium) kommt es jetzt auch auf gut 20 kg. Ein Preis wird erst nach der Markteinführung in Südkorea bekannt gegeben.

Schweizer Messe-Interessenten können übrigens den kostenlosen Messe-Shuttle-Service benutzen, der sie per Reisecar vom Flughafen Kloten direkt vor die Messe bringt (Anmeldung im Internet); Fahrzeit: 2 Stunden.

Radfahren in Oesterreich: populärer denn je

fahrrad

Viele Österreicher sind wegen der hohen Spritpreise auf das Fahrrad umgestiegen – und haben sich viel Geld gespart. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass die Österreicher in Summe ihre Spritkosten durch das Radfahren im Alltag um rund 225 Millionen Euro verringert haben. 2008 ist im Schnitt jeder Österreicher um 48 Kilometer mehr im Alltag Rad gefahren als im Vorjahr. Radfahren ist auch im Winter möglich. Auf Basis von Radverkehrszählungen und Umfragen rechnet der VCÖ, dass dieses Jahr rund 2,05 Milliarden Kilometer im Alltag mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden. „Das entspricht der Distanz von rund 5.700 Mal rund um die Erde“, verdeutlicht VCÖ-Experte DI Martin Blum. Im Vergleich zum Vorjahr wurden in Österreich um rund 400 Millionen Kilometer mehr geradelt. Beeindruckend auch der aktive Beitrag zum Klimaschutz: Rund 460.000 Tonnen CO2 haben die Österreicher durchs Radfahren vermieden. Das Fahrrad ist jedoch unbedingt winterfit zu machen, wenn es auch jetzt verwendet wird. Das heißt unter anderem die Ketten wegen der Kälte ölen, die Bremsen optimal einstellen, den Sattel niedriger stellen. Sehr wichtig ist eine gute Beleuchtung. Der VCÖ empfiehlt ein Standlicht – dieses leuchtet auch, wenn das Fahrrad steht, etwa bei der Kreuzung. Beim Fahren ist zu achten, dass durch Rollsplit die Rutschgefahr steigt. Für Autofahrerinnen und Autofahrer heißt es vor allem beim Abbiegen daran zu denken, dass auch im Winter Radfahrer unterwegs sind. Die Gemeinden sind gefordert, auch Radwege und Radfahrstreifen bestens von Schnee und Eis zu räume!