Grüne Projekte für Empire State Building und New York

empire_state_buildingMit gutem Beispiel vorangehen will die Weltmetropole New York mit ihrem neuen Umweltprogramm, das anlässlich der Earth Days vorgestellt wurde. Einerseits will man noch mehr Menschen dazu animieren, auf Busse und U-Bahn umzusteigen, andererseits sollen Gebäude wie etwa der derzeit höchste Wolkenkratzer der Stadt – das Empire State Building – ein Vorzeigeprojekt in Sachen Energieeffizienz werden. «Mit der Renovierung des Empire State will man darauf hinweisen, dass 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen in New York von Gebäuden verursacht werden», meinte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Allein im Empire-State-Building können 38 Prozent an Energie eingespart werden. Dazu werden insgesamt 6500 herkömmliche Fenstergläser an der Gebäudefront durch Thermogläser ersetzt. Zudem werde man die Klimatechnik und Elektrik im Hause auf den neuesten Stand bringen. Die Einsparungen werden sich den Schätzungen der Experten zufolge jährlich auf 4,4 Mio. Dollar belaufen. In 15 Jahren werden damit 105’000 Tonnen CO2 eingespart.

Bereits jetzt erstrahlt das 78 Jahre alte Haus abends in grüner Farbe, um auf den guten Willen hinzuweisen. Das Empire State Building ist aber nur ein Vorzeigeprojekt, denn eine Vielzahl der Wolkenkratzer und Hochhäuser aus den 30er-Jahren entsprechen nicht mehr dem heutigen Energieeffizienz-Standard. Mit dem Umbau des Wolkenkratzers will man vor allem auf die LEED-Zertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design) des US Green Building Council hinweisen. Diese gilt nicht nur für Gebäude, sondern auch für Unternehmen. Und scheinbar ist es nun prestigeträchtig diese Zertifizierung zu bekommen. Das Energy-Star-Label wurde bereits in mehr als 50 Produktkategorien vergeben. Die US-Umweltbehörde EPA hat das Label nun auch auf Neubauten ausgedehnt.

Doch auch beim Verkehr will der Big Apple in Sachen Umweltschutz vermehrt auf neue Technologien setzen. Man hat mit einer Kampagne begonnen, um noch mehr Autofahrer als zukünftige Kunden zu gewinnen. Die New Yorker Verkehrsbetriebe New York City Transit MTA planen in Sachen Energieeffizienzsteigerung einiges: Der Subway-Terminal Stillwell Avenue – Coney Island erhält am Dach rund 20’000 Quadratmeter Solarpanelen zur Herstellung von Strom. In den Tunnels und U-Bahnhöfen werden neue energiesparende Lampen installiert, die die Stromkosten um fünf Mio. Dollar jährlich reduzieren. New York hat bereits jetzt die weltgrösste Flotte von Elektro-Hybrid-Autobussen. Massiv investiert wird auch in eine neue Waschanlage für U-Bahn-Züge in Queens, die ausschliesslich mit Regenwasser betrieben wird. (Quelle: news.ch)

Nachschlageseite Oeko-Wikia jetzt auch auf Deutsch

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Wikipedia kennt jeder. Den wenigsten Menschen ist dagegen Wikia Green ein Begriff, das Online-Lexikon für ökologisch bewusstes Leben mit alphabetisch geordneten Ratschlägen aus allen Bereichen des Lebens. 2008 hat der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales dieses englischsprachige Öko-Wiki auf Anregung von US-Vizepräsident Al Gore ins Leben gerufen (http://green.wikia.com). Jetzt gibt es auch eine deutschsprachige Seite: Wikia Green Germany (http://de.green.wikia.com). Im Internet soll nun die umfangreichste deutschsprachige Umweltschutz-Enzyklopädie entstehen – ein Wiki ganz in grün. „Wikia Green Germany“ funktioniert nach dem bewährten Prinzip der Wikipedia: Jeder kann Artikel schreiben, ergänzen, verbessern. Das von den Nutzern zusammengetragene Wissen bezieht sich ausschließlich auf Umweltschutz und CO2-Einsparung. Eines der Hauptziele von Wikia Green ist laut Jimmy Wales vor allem die Bündelung einfacher, aber wirkungsvoller Tipps zum eigenen umweltbewußten Verhalten: „Es existieren bereits eine Menge an Informationen, die sich mit umweltbewußtem Verhalten und Nachhaltigkeit beschäftigen. Diese sind aber an verschiedenen Stellen im Netz verstreut, so dass es für Interessierte schwierig geworden ist, einen Einstieg in das Thema zu finden. Wikia Green hat das Ziel, genau diesen Einstieg zu bieten.“ Erfreulich ist das gerade für Nutzer mit wenig Zeit: Es wird das Wichtigste in Kürze vermittelt, so dass man sich nicht durch endlos lange Artikel klicken muss. Für alle, die es genauer wissen wollen, gibt es weiterführende Links am Fuß der Seite.

Die Gründung von Wikia Green Germany begrüßt neben Wales auch der deutsche Country-Manager von Wikia Tim Bartel sehr: „Wir freuen uns, dass mit Hilfe von Wikia Green Germany jetzt auch ein Anlaufpunkt zu objektiven Informationen über das Thema in deutscher Sprache existiert. Ich glaube fest daran, dass das Thema Nachhaltigkeit in Zukunft eine noch wichtigere Rolle als bisher einnehmen wird und jeder Einzelne dazu beitragen kann.“ Im Wiki steht dazu die Rubrik „Konsum“ mit vielfältigen Verbraucher-Tipps im Mittelpunkt. Unter dem Stichwort „Auto“ findet man beispielsweise Empfehlungen für besonders CO2-sparende Alt- und Neuwagen und Tipps für eine ressourcenschonende Fahrweise. Unter „Klimarechner“ gibt es Links zu Seiten, auf denen man seine individuelle CO2-Emissionen, den sogenannten „ökologischen Fußabdruck“, ausrechnen kann. Die Nachfrage an Öko-Informationen ist vorhanden, nun kommt es darauf an, im täglich wachsenden Netz auch gefunden zu werden. Es gibt bereits über 100 Artikel, neue Leser und vor allem Schreiber werden immer gesucht. Eine gute Möglichkeit, sich am praktischen Umwelt- und Klimaschutz zu beteiligen. „Umwelt-Wiki“, das erste grüne Wiki-Angebot in deutscher Sprache, das bereits 2007 vom Biologen Claudio Tennie und dem Gymnasiallehrer Martin d’Idler gegründet wurde, geht in dem neuen „Wikia Green Germany“ auf.

IKEA will grün werden und auch Solar-Panels verkaufen

Wie die Agenur pressetext schreibt wird der schwedische Möbelkonzern Ikea künftig mit einer eigenen Investmentgruppe die Entwicklung umwelt- und klimafreundlicher Produkte unterstützen. Ikea GreenTech wird in Unternehmen investieren, die innovative und billige ökologische Produkte herstellen. Diese sollen zugleich über einen Zeithorizont von vier bis fünf Jahren auch Chancen auf Erfolg am Massenmarkt haben. Der Schwerpunkt der Investmentaktivitäten liegt dabei auf Produkten aus den Bereichen Solarpanels, Lichtressourcen und Wasseraufbereitung, heißt es aus dem Unternehmen auf Nachfrage von pressetext. Absatzwege für die Produkte bieten sich unter anderem in Ikea-Filialen oder bei Zulieferbetrieben.

In den kommenden zwei Jahren will man bereits mit fünf bis sechs Unternehmen zusammenarbeiten. Als Ziel gibt die Investmentgruppe an, in den nächsten drei bis vier Jahren erste Produkte auf den Markt zu bringen. Rund 50 Mio. Euro sollen allein in den nächsten fünf Jahren für Investments eingeplant sein, berichtet der Industrieverband Cleantech Group. Je nach geografischer Lage könnten dann unterschiedliche Produkte in das Sortiment der Ikea-Häuser aufgenommen werden. „Natürlich wären beispielsweise Solarpanels für Kunden in Spanien oder Kalifornien interessanter als für Schweden“, zitiert der Verband John Stenebo, Managing Director bei Ikea GreenTech.

Die Investmentgruppe wurde laut Cleantech Group vor acht Monaten gegründet und beschäftigt derzeit vier Mitarbeiter. In den nächsten ein bis zwei Jahren soll sich die Mitarbeiterzahl jedoch verdoppeln. Ikea GreenTech werde laut Stenebo voraussichtlich noch in diesem Jahr seine erste Investition tätigen. In den nächsten fünf Jahren wolle man mit insgesamt fünf bis zehn Unternehmen zusammenarbeiten. Gewinne aus einem späteren Exit werden wieder in den Investmentfonds zurückgeführt.

Solarpanels sind auf jeden Fall unter den Produktgruppen, in die Ikea GreenTech investieren wird. Das Unternehmen will Herstellern dabei helfen, Produktionskosten deutlich zu senken und die Produktentwicklung weiter zu verbessern. Zudem plant der Investmentarm des Einrichtungshauses auch in die Entwicklung alternativer Lichtressourcen zu investieren. Schon seit langem forciere man den Verkauf von Energiesparlampen, wird betont. „Außerdem können wir mit mehr als 250 Geschäften der Ikea-Gruppe und über einer halben Mrd. Kunden pro Jahr alle potenziellen Verkaufswege für zumindest einen Teil der Produkte anbieten“, sagt Stenebo. Zudem deutet er an, dass auch bei Ikeas Lieferanten diverse Produktentwicklungen eingesetzt werden könnten.

Ikea will nicht nur in die Entwicklung umweltschonender Produkte investieren, sondern setzt wie viele andere Unternehmen im eigenen Konzern auf die Reduktion von Emissionen und die Steigerung der Energieeffizienz. Langfristig wolle man letztere auf Basis des Jahres 2005 um 25 Prozent senken. Zudem sollen Energiesparlampen überall eingesetzt werden, wo dies möglich ist. Alle Autos des Konzerns sollen bis 2010 „grün“ werden, die Distributoren sollen dies bereits 2009 erfüllen. In Deutschland beziehen alle Ikea-Niederlassungen seit Anfang 2008 den gesamten Strom aus Wasserkraft, in Augsburg und Oldenburg werden zudem Solarthermie für die Wassererhitzung sowie Holzpellets für Wärmeerzeugung eingesetzt.