Yoko Ono’s Imagine Peace Tower – ein Zeichen für den Frieden

Der Imagine Peace Tower, die beeindruckende Kunstinstallation von Yoko Ono, der seit dem 9. Oktober 2007 auf einer isländischen Insel in der Nähe von Reykjavik steht, hat dem Betrachter gestern (25. Dezember 2009) ein besonderes Bild ermöglicht. Neben dem immensen Strahl waren noch Nordische Lichter zu sehen. Der Imagine Peace Tower kann übrigens permanent per EarthCam live hier gesehen werden.

Der Imagine Peace Tower ist ein Mahnmal der besonderen Friedens-Art, zu Ehren Yoko Onos verstorbenen Ehemannes John Lennon. Er wurde am 09.10.1940 in Liverpool geboren. Der Grundstein zu diesem gewaltigen Kunstprojekt wurde schon vor mehr als vierzig Jahren gelegt. Yoko Ono ließ sich dabei von einer Tradition aus ihrer japanischen Heimat inspirieren. Dort schreiben die Menschen ihre Wünsche auf kleine Zettel und hängen sie an Bäume in den Tempeln, so dass diese aussehen wie mit weißen Blüten übersät. Nach dem Tod ihres Mannes, Beatles-Mitglied John Lennon, begann sie damit, Wünsche von Menschen aus aller Welt zu sammeln. Seitdem hat sie über 850.000 Wünsche zusammen getragen. Schon 1996 kündigte sie in einem Interview an, sie würde diese Wunschzettel in einer einzigen großen Skulptur verarbeiten, einem Turm, der den Wunschbrunnen der gesamten Menschheit symbolisch darstellen sollte. Am 9. Oktober 2007 war es dann soweit: Auf der kleinen isländischen Insel in der Kollafjörður-Bucht vor Reykjavik konnte Ono endlich ihren Imagine Peace Tower einweihen. Es ist ein gewaltiger Sockel, in den 15 riesige Scheinwerfer eingebaut sind. Neun davon strahlen geradewegs nach oben und sechs weitere sind im Kreis um die Basis gebaut und zusätzlich mit sechs Spiegeln verstärkt. Der dabei entstehende Strahl ist so mächtig, dass er bis weit über die Wolkendecke reicht. Angeblich könnte man ihn auch vom Weltall aus sehen, so die Universität von Island. Die Wünsche, die Yoko Ono im Lauf der Jahre gesammelt hatte, wurden übrigens ins Fundament des Bauwerkes eingearbeitet. So entsteht die phantastische Vorstellung, sie könnten auf dem gleißend hellen Lichtstrahl hinaus ins Universum reisen.

Und dies ist die Botschaft von Yoko Ono für das Jahr 2010:

I would like you to share an affirmation with me.
Think it, say it, with firm belief, knowing that we are all one.

In the name of truth, peace and love:
Thank you, thank you, thank you.

Our planet is healthy and whole,
We, the people of Earth
See clearly, Hear clearly, Think clearly.
Make the right judgement, right decision and the right move
For the benefit of our planet and others.

We are now bathing in the light of Dawn,
Standing in the Heaven we have created together,
Sharing the Joy
With all Lives on Earth
And of the Universe,

As we are all one, united with infinite and eternal love.

For the highest good of all concerned, So be it.

Happy New Year
love, yoko

Yoko Ono Lennon, December 2009, New York, USA

Paul McCartney begeistert Israel

Paul McCartney hat sich in die Herzen seiner israelischen Fans gespielt. 44 Jahre nach einem Auftrittsverbot der Beatles präsentierte der 66-jährige Musiker am Donnerstagabend in Tel Aviv eine Mischung aus alten Klassikern wie „Hey Jude“ und „Let It Be“ sowie neueren Songs. McCartney ließ vor 45.000 begeisterten Fans seinen ganzen Charme spielen und sagte einige der über 30 Titel in Hebräisch an. „Vielen Dank, dass Ihr in dieser wunderbaren Nacht gekommen seid und mit mir die Botschaft von Frieden und Liebe teilt“, rief McCartney unter dem tosenden Beifall der Menge. Das nach israelischen Medienangaben größte Konzert in der Geschichte Israels war von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Militante Islamisten hatten McCartney wegen seines Auftritts in Israel mit dem Tod gedroht. Sir Paul reagierte gelassen und begrüßte gleich am Anfang des Konzerts das Publikum auf Hebräisch und Arabisch.

Als McCartney in Erinnerung an seinen toten Band-Kollegen John Lennon dessen Lied „Give Peace A Chance“ spielte, war die Menge aus dem Häuschen. „Ihr wollt es. Gebt dem Frieden eine Chance“, feuerte McCartney die mitsingenden Fans an. Nach zwei Stunden und zehn Minuten verabschiedete sich der Ex-Beatles mit dem Versprechen: „Wir werden uns wiedertreffen“. Ursprünglich wollten die Beatles bereits vor mehr als vier Jahrzehnten in Israel spielen. Damals lehnte jedoch ein Parlamentsausschuss den Auftritt der vier Pilzköpfe mit der Begründung ab, sie besäßen keinen künstlerischen Wert und sorgten nur für Hysterie und Chaos unter Jugendlichen. Der israelische Botschafter in Großbritannien, Ron Prosor, hatte sich Anfang des Jahres bei den „Four Fab“ entschuldigt und die beiden noch lebenden Beatles, Paul McCartney und Ringo Starr, zu den Feierlichkeiten anlässlich der Staatsgründung Israels vor 60 Jahren nach Tel Aviv eingeladen. (Quelle: Kurier)