Neue Windenergie-Anlagen für Italien

Die PowerWind GmbH hat einen Auftrag über die Lieferung von 40 Windenergieanlagen nach Italien erhalten. Die Anlagen vom Typ PowerWind 56 mit einer Leistung von jeweils 900 KW werden an verschiedenen Standorten in Apulien, einer der windreichsten Regionen Italiens, errichtet. Die Lieferung der ersten Anlagen ist für April 2009 vorgesehen. Bis zum Frühjahr 2010 sollen alle Windparks fertig gestellt sein. Der Auftraggeber ist Libeccio s.l.r., ein auf Windenergie spezialisiertes Unternehmen, das von der in Mailand ansässigen Investmentfirma WES Management s.r.l. geführt wird. Derzeit entwickelt das Unternehmen Windparks mit einer Gesamtleistung von 360 MW. Der 36 MW-Liefervertrag zwischen der PowerWind GmbH und Libeccio s.l.r. markiert den Beginn einer langfristigen Kooperation zwischen den beiden Vertragspartnern in Italien. “Dieser Vertrag ist erst der Anfang. Wir planen eine langfristige Zusammenarbeit mit PowerWind”, so Maurizio Zucca, Geschäftsführer von WES Management. Dr. Klaus Pötter und Stefan Heczko, Geschäftsführer der PowerWind GmbH, betonen den Stellenwert des Vertrags für das junge Herstellerunternehmen: “Wir freuen uns über diese Partnerschaft. Für uns als neuer Hersteller ist der Vertrag ein wichtiger Meilenstein beim Eintritt in den italienischen Markt.“

Die PowerWind GmbH ist ein deutscher Hersteller von Windenergieanlagen und Anbieter dazugehöriger Servicedienstleistungen. Das dynamische Wachstumsunternehmen wurde 2007 als Conergy Wind GmbH gegründet und firmiert seit dem Verkauf an den Finanzinvestor Warburg Pincus im Oktober 2008 unter dem Namen PowerWind GmbH. Das Unternehmen besitzt zwei Standorte in Hamburg und Bremerhaven. Die Produktionsstätte in Bremerhaven zählt zu den modernsten weltweit.

Ich wünsche alle Blog-Lesern ein hoffnungsvolles und inspirierendes 2009

prabhakar

Photo: Prabhakar aus seinem Türkei-Portfolio

Es ist ein Jahr seitdem ich zu bloggen begann und es ist Einiges gelaufen in diesem Jahr. Mittlererweile kann ich über 26’000 Zugriffe verzeichnen und die Tendenz ist steigend. Es scheint, dass mein Konzept Anklang findet, im weitesten Sinn inspirierende und interessante News zu bringen. Seit August ist auch eine englische Seite Inspiring News dazu gekommen und dann noch Photoblogs wie Kedar Photography oder der immer beliebter werdende Photos HD Blog, auf dem Bilder mit 2200 Pixel Länge zu finden sind. Auf diesem HD Photoblog sind übrigens alle Leser und Photographen herzlich eingeladen, sich mit einem inspirierenden Photo in guter Auflösung zu beteiligen. Wir stehen vor einem neuen Jahr, dass viele Aenderungen mit sich bringen wird. Wir sind schon seit einiger Zeit weltweit und sogar kosmisch in einem grossen Umbruch und es gilt diesen Herausforderungen mit eigener Kreativität, Schöpferkraft und Flexibilität zu begegnen. Die politischen und wirtschaftlichen Fehlschritte haben sich offenbart und eine neue Form des Zusammenlebens zeichnet sich ab. Spirituelle Ideen und Lebenswege sind nicht mehr Privileg einiger Auserwählter, sondern werden der Gesellschaft zu neuem Leben verhelfen. Neue Energieformen, die ja schon lange erforscht sind, aber leider bisher unterdrückt wurden, kommen ins Rampenlicht und  ganze Industriezweige werden umdenken müssen. Ich bin sicher, dass auch der Regierungswechsel in den USA Licht in die Dunkelheit bringt und neue Ideen fördert. Ich möchte mich bei allen regelmäsigen Blog-Lesern für Ihre Treue bedanken und sie gleichzeitig einladen, sich im kommenden Jahr noch vermehrt selbst aktiv mit Beiträgen, Hinweisen, nützlichen und inspiriermden Links sowie Photos zu beteiligen. Einen schönen und seelenvollen Jahreswechsel wünscht
– Kedar Misani

Dr. Martin Vosseler: Ein Engagement für Sonnenenergie

EXKLUSIV-INTERVIEW

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Im August hatte ich die Gelegenheit, den Schweizer Solar-Pionier Martin Vosseler zu interviewen, nachdem er während 7 1/2 Monaten den amerikanischen Kontinent zu Fuss bezwungen hat. Sein ehrgeiziges Projekt hiess „Sunwalk 2008“ und brachte ihn von Los Angeles bis Boston. Schon ein Jahr zuvor überquerte der ehemalige Arzt mit seinem Solarboot „sun21“ zusammen mit vier weiteren Abenteuern und Wissenschaftlern den Atlantik und dies einzig mit elektrischer Kraft aus Solarzellen. Im Interview spricht Martin Vosseler auch über seine meditativen Momente auf seinen Expeditionen und seine Ansichten zu den dringend benötigten Alternativen in der Energiebeschaffung. Hier im Blog das Video in der englischen Originalfassung.

Andasol 1: Weltweit größtes Solarfeld hat Testbetrieb aufgenommen

Das erste Parabolrinnen-Kraftwerk Europas, Andasol 1, hat den Testbetrieb aufgenommen und wird nach erfolgreichem Abschluss der Testphase den ersten Strom ins spanische Netz einspeisen. Große Teile des Solarfeldes produzieren bereits thermische Energie, die nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks in einer Dampfturbine zur Stromproduktion genutzt werden wird. Insgesamt wird das Kraftwerk umweltfreundlichen Strom für bis zu 200.000 Menschen erzeugen und damit rund 150.000 Tonnen Kohlendioxid-Emission im Vergleich zu einem modernen Steinkohlekraftwerk einsparen. Mit einer Kollektorfläche von über 510.000 Quadratmetern – das entspricht rund 70 Fußballfeldern – ist Andasol 1 das bisher größte Solarkraftwerk weltweit. Das Solarfeld besteht aus 312 Kollektorreihen mit einer Gesamtlänge von rund 90 Kilometern und rund 210.000 Parabolspiegeln. In den Kollektorreihen wird die Sonnenstrahlung mittels Parabolspiegeln auf eine Brennlinie fokussiert und in thermische Energie umgewandelt. Diese thermische Energie kann zwischengespeichert und somit planbar über einen Dampfkreislauf zur Stromproduktion in eine Turbine eingespeist werden. „Wir führen gerade die abschließenden Tests der Anlage durch. Teile des Solarfelds erzeugen dazu thermische Energie und somit heißen Dampf,“ erläutert Oliver Vorbrugg, Bauleiter der in dieser Solartechnologie weltweit führenden Flagsol GmbH, einem Tochterunternehmen von Solar Millennium. „Auch das Salz für den thermischen Speicher ist inzwischen aufgeschmolzen und der Speicher befüllt. Ich bin stolz, bei diesem bedeutsamen Projekt verantwortlich mitwirken zu dürfen.“

Bei einem gemeinsamen Besuch der Vorstände und Aufsichtsräte der Solar Millennium AG und des spanischen Anlagenbauers Cobra S.A. auf dem Kraftwerksgelände zeigt sich Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG, sehr erfreut über den baldigen Start der Stromproduktion: „Andasol 1 ist ein wichtiges Referenzprojekt. Wir haben uns heute von der Leistungsfähigkeit des Kraftwerks überzeugt. Für Europa bedeutet Andasol 1 einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Energieerzeugung.“ Dr. Henner Gladen, Technologievorstand, ist begeistert: „Als wir vor zehn Jahren Solar Millennium gegründet haben, waren Solarthermische Kraftwerke in Europa noch eine Vision. Heute setzt Andasol 1 einen neuen Maßstab für solare Stromproduktion. Damit wird die Gründeridee von Solar Millennium Wirklichkeit. Wir haben in diesem solarthermischen Großkraftwerk unser Know-how als Projektentwickler und Technologiegeber unter Beweis gestellt und erwarten hieraus eine Beschleunigung unserer zahlreichen Projekte weltweit.“ In direkter Nachbarschaft zu Andasol 1 entstehen die Schwesterprojekte Andasol 2 und 3. Während bei Andasol 3 die so genannten Early Works begonnen haben, stehen bei Andasol 2 schon 75 Prozent des Solarfelds und die Speichertanks. Die Stromproduktion soll im Frühjahr 2009 beginnen. (Quelle: oekonews.at)

Prof. Wilenius: Die Dekade des Wandels

Zur Einleitung der 4th European Futurists Conference Lucerne, die vom 26.-28. Oktober in Luzern stattfindet,  schreibt Prof. Markku Wilenius, Senior Vice President Allianz SE und Mitglied des Club of Rome über die Dekade des Wandels:

„In den nächsten zehn Jahren wird der demografische Wandel Europa wie ein Hammer treffen. Aufstrebende Länder wie Indien und China finden neue Rollen in der globalen Szene, und der Klimawandel zwingt uns zu neuen Energie-Infrastrukturen. Die Welt wartet auf Lösungen – und diese sollten besser heute als morgen auf den Tisch kommen. Ich bin der Ansicht, dass zukünftige Generationen diese anstehende Ära als eine Zeit des Wandels bezeichnen werden. In den kommenden zehn Jahren wird sich das Gleichgewicht der globalen Systeme verschieben. Wir werden darüber hinaus in ein Zeitalter der Knappheit geführt werden. Die steigenden Lebensmittelpreise sowie auch die in die Höhe schnellenden Energiepreise werden uns zur Teilnahme an einem neuen Spiel aufrufen, das uns deutlich machen wird, dass ein vollkommen neues Verständnis globaler Kräfte von Nöten ist. Die Kreditrestriktion hat uns gezeigt, wie verwundbar unsere Finanzmärkte inzwischen sind. Sie hat bewiesen, dass wir letzten Endes die Systeme, die wir nutzen, verstehen müssen. In diesem speziellen Fall haben sich die Instrumente der Risikoumverteilung auf den finanziellen Märkten in eine äußert undurchsichtige Richtung entwickelt.

Natürlich werden die Herausforderungen wie immer sehr unterschiedlich sein – je nachdem, welchen Teil der Welt wir näher betrachten. In den nächsten zehn Jahren wird der demografische Wandel Europa wie ein Hammer treffen. Die immer älter werdende Bevölkerung wird Regierungen bei deren Suche nach Möglichkeiten, das Problem Humankapital in Angriff zu nehmen, enorm unter Druck setzen. Auf der anderen Seite übernehmen sich schnell entwickelnde Länder wie China und Indien in der globalen Szene vollkommen unterschiedliche Rollen. Während China sich in der Rolle einer globalen Wirtschaftsmacht übt, wird Indien in rasantem Tempo zu einem globalen Back-Office wissensintensiver Dienstleistungen.

Kurz gesagt: vier unterschiedliche Veränderungen greifen genauso schnell an, wie wir auf das nächste Jahrzehnt zueilen. Zusätzlich zum demografischen Wandel wird uns der Klimawandel – ein Zeichen dafür, dass die Menschheit die Kapazität unserer Biosphäre überlastet – zu neuen Energieinfrastrukturen führen. Schneller als wir es uns gegenwärtig womöglich vorstellen können, werden uns diese in Richtung einer Welt nach dem Kohlezeitalter lenken. Dieser Wandel erschüttert – zusammen mit einer technologischen Revolution, die wirklich erneuerbare Energien auf den Markt bringen wird – unser Verständnis der Art von Infrastruktur, die für das langfristige Überleben unserer Spezies erforderlich ist. Alle diese Veränderungen verlangen Unmengen an Innovationen. Regierungen werden diese mit sämtlichen verfügbaren Mitteln durchsetzen. Nichtstaatliche Organisationen werden ihr Fachwissen in steigendem Maße zur Lösungsfindung einbringen. Und nicht zuletzt werden Privatunternehmen eine entscheidende Rolle bezüglich der Investitionen in neue Produkte und Dienstleistungen, die das System in eine zukunftsfähigere Richtung steuern werden, tragen. Ein gewisses Gefühl der Dringlichkeit ist unabdingbar. Die Welt wartet auf neue Lösungen – und diese sollten besser schnell auf den Tisch kommen. Das derzeitige Wirtschaftsparadigma muss durch ein Modell ersetzt werden, in dem externe Effekte zu internen Effekten werden. Da viel auf dem Spiel steht, gibt es ebenso neue Möglichkeiten, die es zu erkennen gilt. Aus diesem Grund heißen wir Sie alle willkommen mitzumachen und neue Lösungen und Landschaften zu finden, um für die kommenden 10 Jahre unseren Pfad zu ebnen – einen Pfad, der nicht nur grüner sondern auch menschlicher ist. Seien Sie herzlich willkommen zur Teilnahme an unserer Konferenz, um den Fahrplan in unsere Zukunft zu diskutieren.“

Rettung der Welt mit Windkraftanlagen – eine neue Studie

Lester R. Brown, Gründer und Direktor des amerikanischen Earth Policy Institute, stellt in einem neuen Buch seinen Plan B 3.0 zur Rettung der Zivilisation vor. Brown beschreibt in der Publikation vier große Ziele – Stabilisierung des Klimas und der Bevölkerungszahlen, Ausrottung der Armut und Wiederherstellung der Ökosysteme der Erde – und zeigt, wie sie sich schon heute erreichen lassen. Der Autor scheut dabei vor ambitionierten Plänen und markigen Vergleichen nicht zurück: Die Windenergie etwa soll schon in zwölf Jahren 40 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs decken. Für die Produktion der dazu nötigen 1,5 Millionen Turbinen á zwei Megawatt will Brown zuvor geschlossene Autofabriken wiedereröffnen. Das komplette Buch ist jetzt Sie online unter dieser UR: Das komplette Buch können Sie online unter folgender URL herunterladen.

Hier ein aktuelles Beispiel, wie die Windenergie schon eingesetzt wird: Rund 100 MW hat die Nordex AG bereits für ihren dänischen Kunden Scan Energy A/S ans Netz gebracht, nun sollen weitere 425 MW folgen: 170 Nordex-Turbinen der Anlagenfamilie N80/90/100 (2500 kW) wurden bestellt. Der Vertrag fixiert die Lieferung und Errichtung der ersten 41 Maschinen auf das Jahr 2010, gefolgt von 46 Turbinen 2011 und 83 im Jahr 2012. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 500 Millionen Euro inklusive Service für bis zu zehn Jahre nach der Errichtung. Die 2,5-MW-Turbinen sind für Projekte in elf Ländern vorgesehen: Deutschland, Frankreich, England, Spanien, Italien, Polen, Griechenland, Kroatien, Ungarn, Türkei und Rumänien.

Ein weiteres Beispiel aus der tschechischen Republik: Seit wenigen Wochen produziert eine Windmühle der WEB Windenergie AG auf tschechischem Boden in der Nähe der Thayastadt Znaim elektrische Energie. Die 105 Meter hohe Windkraftanlage mit einer Leistung von 2 Megawatt liefert sauberen Strom für 1.200 Haushalte. Bereits im Jahre 2002 setzte der renommierte Windkraftbetreiber aus Pfaffenschlag bei Waidhofen/Thaya mit der Gründung einer Tochtergesellschaft den ersten Expansionsschritt im nördlichen Nachbarland. Das WEB-Team errichtete als erster österreichischer Windstromproduzent in Tschechien im Dezember 2005 fünf Kraftwerke nur unweit des nun neu erschlossenen Projektstandorts – und schrieb damit Geschichte in der österreichisch-tschechischen Zusammenarbeit bei der Nutzung von Regenerativenergie. Das positive daran: Windstrom leistet einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der jetzigen, vor allem aber der zukünftigen Strompreise, da der Primärenergieträger anstatt Kohle, Öl oder Gas, hier schlichtweg nur „Luft“ ist.

In 10 Jahre Null % Emissionen!

Vor kurzem hat der frühere amerikanische Vizepräsident und Nobelpreisträger Al Gore eine neue Kampagne zur Lösung der aktuellen Energie-/Umweltkrise gestartet. Mit einer viel beachteten Rede verlangt er von seinem Land, dass 100 % aller Elektrizität von Energiequellen bezogen werden, die 0 % CO2-Emissionen ausstossen, und dies in einem Zeitraum von 10 Jahren! Al Gore hat seine Kampagne unter das Motto „we can solve the climate crisis“ gestellt und kreierte dazu auch eine eigene Webseite www.wecansolveit.org. Knapp 1.5 Millionen Bürger haben sich bereits offiziell eingeschrieben und möchten mithelfen, das Ziel zu erreichen. Auf der Seite findest Du nebem der vollständigen Abschrift des im Video gezeigten Vortrags eindrückliche Zahlen über die Auswirkungen der globalen Energiekrise und wo in der Welt bereits erste Ergebnisse erzielt wurden. Schau Dir das Video an; es lohnt sich. Das Modell ist wichtig, da es auch allen anderen Ländern aufzeigt, wie ernst die Lage ist und wie man zu handfesten Resultaten kommt. Sogar in der Schweiz, wo wir Naturenergien wie Wasserkraft oder Solarenergie einsetzen könnten, spricht man von neuen Atomkraftwerken, anstatt alle Mittel und Wissen in neue Formen der Energiegewinnung zu investieren und altersschwache Atomkraftwerke abzustellen.