Innere Welten – Äussere Welten

Wer möchte nicht den Aufbau des Universums entschlüsseln? In dem Meisterwerk des kanadischen Filmemachers, Musikers und Meditationslehrers Daniel Schmidt ist das Verständnis für das große Ganze greifbar nah. Wie kein anderer entführt er den Zuschauer in eine geheime Welt voller mystischer Symbole, die in allen Weltreligionen und Traditionen beschrieben werden. Die vier Abschnitte des Films widmen sich den Themen „Akasha“, „die Spirale“, „die Schlange & Lotusblüte“ sowie „Jenseits des Denkens“. Über diese universellen Kernthemen wird der Zuschauer in die Lage versetzt, sich mit der Quelle allen Seins zu verbinden. Der Film zeigt auf, dass in der Stille, im scheinbar leeren Raum, eine große Kraft verborgen liegt. Wenn der denkende Geist still ist, wird die Realität, jenseits aller Illusionen, sichtbar.

Zu Besuch in Borobudur

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Modell der Anlage von Borobudur

Als Abschluss meines dreiwöchigen Aufenthaltes in Bali, habe ich gestern einen Abstecher auf die benachbarte Insdel Java gemacht und Borobudur (auch Borobudour geschrieben) einer der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens besucht. Die kolossale Pyramide befindet sich 40 Kilometer nordwestlich von Yogyakarta auf der Insel Java in Indonesien. Leider ist im Moment Regenzeit, sodass ich trotz frühen Aufstehens keinen glorreichen Sonnenaufgang erleben konnte. Trotzdem hat sich die Pilgerreise mehr als gelohnt. Gebaut wurde die Stupa vermutlich zwischen 750 und 850 während der Herrschaft der Sailendra-Dynastie. Als sich das Machtzentrum Javas im 10. und 11. Jahrhundert nach Osten verlagerte (vielleicht auch in Verbindung mit dem Ausbruch des Merapi 1006), geriet die Anlage in Vergessenheit und wurde von vulkanischer Asche und der Vegetation begraben. 1814 wurde sie wiederentdeckt, aber erst im Jahr 1835 brachten Europäer sie wieder ans Tageslicht. Ein Restaurierungsprogramm in der Zeit zwischen 1973 und 1984 brachte große Teile der Anlage wieder zu früherem Glanz.Borobudur wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und wird seither stetig aufgebaut. Insgesamt neun Stockwerke türmen sich auf der quadratischen Basis von 123 m Länge. An den Wänden der vier sich stufenartig verjüngenden Galerien befinden sich Flachreliefs in der Gesamtlänge von über fünf Kilometern, welche das Leben und Wirken Buddhas beschreiben. Darüber liegen drei sich konzentrisch verjüngende Terrassen mit insgesamt 72 Stupas, welche die Hauptstupa von fast 11 m Durchmesser umrahmen.

Sobald ich mein Videomaterial aufgearbeitet habe, werde ich einen Film publizieren und Euch natürlich auf dem Laufenden halten. Gleichzeitig möchte ich mich für die Unregelmäsigkeiten in meinen Posts der vergangenen Tagen entschuldigen. Die Internet-Verbindung reicht in vielen Ländern Asiens knapp aus, um ein Bild raufzuladen…

Die Kathedrale von Saint John the Divine (NY) – neuer Video-Feature auf vimeo

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Ab heute ist ein neues Video auf vimeo zu sehen. Es ist eine kurze Videomeditation mit Aufnahmen der bekannten New Yorker Kathedrale Saint John the Divine, die übrigens am 30. November nach mehrjährigen Renovationsarbeiten mit einer Reihe von Veranstaltungen neu eingeweiht wird. Die Kirche war im Jahr 2001 durch ein Feuer stark beschädigt worden. Das Video kannst Du hier auf dem Blog oder in HD-Qualität direkt auf vimeo anschauen.

Daibutsu – Der grosse Buddha von Kamakura

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Eines der beliebtesten Reiseländer ist Japan. Das Inselreich fasziniert nicht nur durch eine blühende Wirtschaft und liebenswürdige Einwohner sondern auch durch ein einmaliges kulturelles Erbe. Der Daibutsu, wie die grosse Buddha-Statue in Kamakura genannt wird, gehört sicher zu den Höhepunkten. Ich war schon mehrere Male dort und war jedes Mal von der majestätischen Grösse und Ausstrahlungskraft berührt. Dieses Video versucht in meditativ ruhiger Weise diesem einzigartigen Ebenbild von Buddha Gerecht zu werden. Viele Kenner erachten den Daibutsu als die Statue, die am echtesten dem grossen Avatar entspricht, der vor 2500 Jahren lebte. Du kannst das Video hier direkt im Blog anschauen oder auf vimeo die HD-Version geniessen!

Neues Video auf vimeo: Buddha-Skulpturen in Japan

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Bei einer kürzlichen Reise nach Kumamoto und Kagoshima in südlichen Japan habe ich diesen Tempelgarten entdeckt, wo an einem Hügel 500 Buddhaskulpturen zu finden waren. Dies sind keine prunkvollen goldfarbenen Skulpturen, wie wir sie kennen, sondern einfache Steinfiguren, die verschiedene Aspekte des Buddhas verkörpern. Und gerade durch ihre Einfachheit faszinieren sie. Die musikalische Untermalung stammt von meinem österreichischen Musikerfreund Parichayaka Hammerl. Lass dich überraschen und schau Dir das auf vimeo erschienene Video gleich hier auf dem Blog an oder in HD-Auflösung auf vimeo!

Aelteste Bibel der Welt jetzt online

Die Freischaltung der Webseite ist der erste entscheidende Schritt einer Unternehmung, die an vierverschiedenen Orten aufbewahrten Teile der Bibel sorgfältig aufbereitet über das Internet zugänglich zu machen. Durch die einmalige Kooperation zwischen der British Library, dem Katharinenkloster auf dem Sinai, der Universitätsbibliothek Leipzig und der Russischen Nationalbibliothek St. Petersburg wird bis zum Abschluss des Projekts im Juli 2009 der gesamte Text der Handschrift für jedermann zugänglich gemacht. Die nach neuesten Standards erstellte interaktive Webseite wurde heute freigeschaltet und gibt einen ersten Teil der Heiligen Schrift allen Bibel-Lesern und Wissenschaftlern auf vorher nie dagewesene Weise in die Hand. Im Moment ist die Seite jedoch zusammengebrochen, da über 100 000 Besucher das Manuskript anschauen wollten. Wenn’s wieder klappt: hier ist die Adresse: http://www.codex-sinaiticus.net.

Jede hochaufgelöste Fotografie der Manuskriptseiten wird durch eine vollständige Transkription des griechischen Textes ergänzt, die auch alle über die Jahrhunderte dort versammelten Korrekturen enthält. Ausgewählte Bücher und Stellen werden auch in deutschen und englischen Übersetzungen zugänglich gemacht. Alle Textelemente sind miteinander verlinkt, und das Anklicken eines Satzes in der Transkription wird durch die Markierung im Manuskript unterstützt. Besucher der Webseite können verschiedene Ansichten wählen: Standardlicht und Seitenlicht zur besseren Verdeutlichung der physischen Eigenschaften des Pergaments. Zu den freigeschalteten Seiten gehören sämtliche 43 Blätter (86 Seiten) der Universitätsbibliothek Leipzig, ergänzt um 14 Blätter des Alten Testaments aus der British Library, von der weitere 53 Blätter alle Psalmen und das Markus-Evangelium enthalten, zwei der sowohl historisch wie aktuell wichtigsten Texte der Bibel.

Ulrich Johannes Schneider, Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig, betont die Bedeutung der virtuellen Gesamtedition: „Die 43 Leipziger Blätter gehören zu den ersten, die im Katharinenkloster auf dem Sinai als Teil einer sehr frühen Bibel identifiziert wurden und 1843 nach Leipzig gelangten. Die Geschichte der Entdeckung durch Konstantin von Tischendorf war zugleich die Geschichte der  Fragmentierung dieser Handschrift, und eben diese Geschichte kommt nun an ihr Ende. Mit der Online-Edition hat die internationale Zusammenarbeit ihr höchstes Ziel erreicht. Es wird ein äußerst wertvoller Text in allen überlieferten Teilen der interessierten Weltöffentlichkeit übergeben.“ Der Codex Sinaiticus stammt aus der Mitte des 4. Jahrhunderts und ist nach heutigem Wissen die älteste existierende christliche Bibel mit vollständigem Neuen Testament. Überliefert sind mehr als 800 Seiten und etwa 20 Fragmente, die alle nach Abschluss des Projektes im Juli 2009 über die
Webseite konsultiert werden können.

Ein besonderer Kraftort in der brasilianischen Hauptstadt


Als ich vor einigen Jahren Brasilien besuchte, habe ich vom „Temple of Good Will“ (TGW) erfahren, einem ganz besonderen Kraftort. Es handelt sich um einen pyramidenförmigen modernen Bau, der von aussen einer Kathedrale gleicht. Im inneren offenbart er sich als ein sakraler Raum mit einem spiralförmigen Marmorboden-Belag, der zur Mitte des Raumes führt. Auf der Kuppel des Gebäudes, d.h. gerade über dem Mittelpunkt thront ein riesiger Bergkristall. Die Besucher, meistens barfuss oder auf Socken, begehen den Pfad bis zur Mitte auf schwarzen Marmorplatten und lassen dann die Energie im Zentrum auf sich wirken. Danach geht man auf hellen Steinplatten wieder spiralförmig nach aussen. Der „Temple of Good Will“, der als Zentrum des Friedens und der Spiritualität allen Religionen und Richtungen offen steht, ist einmalig und gehört zu den meistbesuchtesten Orten der brasilianischen Hauptstadt. Ich habe jetzt auf vimeo ein Video publiziert, das Ihr gerne anschauen könnt. Als Soundtrack habe ich mir erlaubt, ein Stück von Parichayaka Hammerl zu wählen, das übrigens passt, als ob es dafür komponiert wäre! Überzeugt Euch selbst!



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