Schweiz: Unterstützung für erneuerbare Energien

Einen Tag nach dem Ja zum Ausstieg aus der Atomenergie hat der Ständerat in der Schweiz ein Zeichen für erneuerbare Energien gesetzt. Er folgte dem Nationalrat und sprach sich für zusätzliche Fördermittel aus. Die Räte beauftragen den Bundesrat, die finanzielle Obergrenze bei der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien aufzuheben und durch Jahreskontingente für baureife Projekte zu ersetzen. Ausserdem sollen mehr Mittel für die Ausschreibung von Effizienzmassnahmen zur Verfügung gestellt werden. Der Ständerat sprach sich ferner für den Ausbau der Wasserkraft aus. Nach dem Willen der Räte soll der Bundesrat ein höheres Ziel festlegen und die Bewilligungsverfahren für Wasserkraftwerke vereinfachen. Leuthard stellte sich nicht dagegen: Die Wasserkraft sei tatsächlich ausbaubar. Ebenfalls Ja sagte der Ständerat zum Ausbau der Pumpspeicherwerke – dies allerdings gegen den Willen des Bundesrates. Auch bei den Solaranlagen sieht der Ständerat Potenzial: Der Bundesrat soll ein Anreizsystem zur Förderung von Solaranlagen für die Wärmegewinnung bei Wohnbauten prüfen. Ja sagte der Ständerat ausserdem zur «schweizweiten Erkundung des Untergrundes» und zu einer «Geothermie-Offensive». Motionär Felix Gutzwiller (FDP/ZH) hatte dazu aufgerufen, nach dem Ja zum Atomausstieg nun zur Tat zu schreiten. Der FDP-Ständerat setzt nicht zuletzt aus persönlicher Erfahrung auf die Erdwärme: Duschen mit Wasser, das auf diese Weise gewärmt werde, sei einfach ein gutes Gefühl, wusste er zu berichten. Der Ständerat möchte auch, dass der Bundesrat im Rahmen seiner Energiestrategie die Förderung der privaten Elektrizitätsproduktion prüft. Er schwächte damit eine Motion aus dem Nationalrat ab. Dieser wollte Einnahmen, die aus der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien für den Eigenverbrauch stammen, von Steuern befreien. Leuthard warnte jedoch davor, mit solchen Ausnahmeregelungen die Büchse der Pandorra zu öffnen. (Quelle: news.ch)

Schweizer sind gegen Atomenergie

Die Atomenergie wird derzeit von der Schweizer Bevölkerung klar abgelehnt. In einer Isopublic-Umfrage stellen sich 73,9 Prozent gegen den Bau neuer AKW. 77 Prozent wollen mittelfristig aus der Atomenergie aussteigen. Dies geht aus der Umfrage hervor, die von der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» in Auftrag gegeben wurde. Befragt wurden zwischen letztem Donnerstag und Samstag 506 Wahlberechtigte in der Deutsch und Westschweiz. Die Fehlermarge liegt bei 4,5 Prozent. Auch die Führungsleute der Schweizer Stromkonzerne machen sich Gedanken über einen Strategiewechsel in der Kernkraftnutzung. Für den Chef des Stromkonzerns Axpo, Heinz Karrer, sind neue AKW zurzeit undenkbar. Dafür fehlt aus seiner Sicht die Mehrheit im Volk. «Ich glaube, dass der Schock so gross ist, dass niemand in nächster Zeit daran denkt, die Planung für Ersatzkernkraftwerke wieder aufzunehmen», sagte Karrer in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Zuerst müssten die Lehren aus der Katastrophe in Japan gezogen werden. Die für 2013 vorgesehene Abstimmung über AKW werde es «garantiert» nicht geben. «Das ist vom Tisch.» Zumindest diskutieren über einen Strategiewechsel im Umgang mit der Atomkraft will der Präsident der BKW, Urs Gasche. Da die Akzeptanz in der Gesellschaft gelitten habe, «müssen wir den Ausstieg aus der Atomenergie planen und vollziehen, sobald dieser möglich ist», sagte er der «SonntagsZeitung». Bei einem Ausstieg brauche es Alternativen, fügte der frühere Berner BDP-Regierungsrat an. Wasserkraft könnte eine Möglichkeit sein – doch müsse dort die Linke und die Grünen den Widerstand wegen des Umweltschutzes aufgeben.

Eine weitere Partei wendet sich nach der Katastrophe in Japan von der Atomkraft ab: Für BDP-Präsident Hans Grunder ist «der Zeitpunkt gekommen, das Projekt Ausstieg anzugehen – ohne Wenn und Aber». Er fordert aber Konzessionen, etwa beim Landschaftsschutz. Damit der Umbau zu einer Energieversorgung ohne Atomstrom schneller realisiert wird, muss aus Grunders Sicht vor allem die Wasserkraft gefördert werden. Die Schweiz sei dazu prädestiniert. (Quelle: news.ch)

An alle Schweizer: Petition „Atomausstieg. Jetzt“ jetzt unterschreiben!

Soeben habe ich die Info erhalten, dass in der Schweiz die Initiative „Atomausstieg. Jetzt“ lanciert wurde. Hier kannst du direkt online mitmachen: www.akw-nein.ch

Erstes Wasserwirbelkraftwerk der Schweiz eingeweiht

Das erste Wasserwirbelkraftwerk der Schweiz ist am Samstag im aargauischen Schöftland offiziell eingeweiht worden. Die Kleinanlage im Fluss Suhre deckt den Strombedarf von bis zu 25 Haushalten ab. Die Pilotanlage kostete 340’000 Franken. Betreiberin der Anlage ist die Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz. Das kleine Flusskraftwerk produziert seit November Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Anlage sei eine «technische Innovation», sagte der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann bei der Einweihung. Die spezielle Bauart gibt der Anlage den Namen: Das Flusswasser wird durch einen Kanal in ein rundes Becken mit einem Durchmesser von 6,5 Metern geführt. Von dort fliesst das Wasser durch eine Abflussöffnung unterirdisch ab. Die Fallhöhe beträgt 1,5 Meter. Dabei entsteht ein Gravitationswirbel – wie beim Wasserabfluss in der Badewanne. In der Mitte des runden Beckens des Kraftwerkes hängt der 1,7 Tonnen schwere Rotor, der einem überdimensionierten Stabmixer gleicht. Dieser Rotor mit vier Schaufeln dreht sich 20 Mal pro Minute und treibt einen Generator an. Je nach Wassermenge produziert das erste Schweizer Wasserwirbelkraftwerk 10 bis 15 Kilowattstunden (kWh) elektrische Leistung. Dies entspricht einer Jahresproduktion von 80’000 bis 130’000 kWh. Das Patent für das Wasserwirbelkraftwerk gehört dem österreichischen Diplomingenieur Franz Zotlöterer. Die Genossenschaft sieht eine rosige Zukunft für diese Kleinkraftwerke. Sie plant nach eigenen Angaben den Bau von 30 weiteren Anlagen. Beim Schweizer Bund und der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid seien 13 Gesuche für die kostendeckende Einspeisevergütung hängig. Ein Fluss brauche für eine Anlage nur ein geringes Gefälle sowie eine Wassermenge von rund 1000 Litern pro Sekunde. Die Eingriffe in die Natur seien gering, und die Fische könnten die Anlage passieren, hält die Genossenschaft fest. (Quelle: news.ch)

Sonnenuntergang in der Zeit der isländischen Vulkanasche

Während die von Island kommende Vulkanaschen-Wolken über der Schweiz weilen, habe ich heute diesen Sonnenuntergang photographiert. Ich musste natürlich stark abblenden, damit die Farben zum Vorschein kommen, sonst ist aber nichts an der Aufnahme verändert. Hier kannst Du eine live-webcam mit Blick auf den aktiven  isländischen Vulkan Eyjafjallajökull sehen. UPDATE: Und soeben habe ich gesehen,  dass dieses und ein zwetes Bild von mir im Aschenbilder-Portfolio auf der online-Ausgabe der Tageseitung 20minuten aufgenommen wurde. Und auf twitter kann man jetzt die ausgefallendsten Eintragungen lesen, so z.B.: «Die Isländer stellen den Vulkan erst wieder ab, wenn ihnen die Schulden erlassen werden.» 🙂

Die Schweizer Laufsaison beginnt bald

Auch in der Schweiz beginnt bald wieder die Laufsaison. Das Laufspektakel in der Ferienregion Lenzerheide findet am 26. Juni 2010 statt. Am Graubünden-Marathon kann dieses Jahr der Piz Scalottas erklommen werden! Lassen Sie sich dieses einmalige Ereignis nicht entgehen. Der Startschuss zur achten Austragung des Graubünden-Marathons fällt um 09.15 Uhr in der Kantonshauptstadt Chur. In diesem Jahr einmalig, ist der Zielbogen auf dem Piz Scalottas gespannt. Die 42.2 Kilometer sind extrem. Extrem hart. Extrem steil. Extrem schön. Der Scalottas-Run mit Start in Lenzerheide und Ziel auf dem Piz Scalottas belohnt ebenfalls mit einem sagenhaften Panorama. Der immer beliebtere 20 Miles und der letztes Jahr neu eingeführte Halbmarathon sprechen mit ihrer moderateren Streckenführung ein breites Publikum an und sorgen für grosse Spannung und Abwechslung am Laufspektakel in Lenzerheide. Jetzt anmelden: https://secure.datasport.com/?grmara10. Mehr Infos: www.graubuenden-marathon.ch.

Am 1. Mai wird die Vaduz Arena zu einem stimmungsvollen Lauffest. Ob jung oder alt, ob Hobbyjogger oder Gelegenheits-Sportler – 21 Kategorien stehen zur Auswahl. Der 10km Lauf führt durchs schöne Städtle Vaduz und den fürstlichen Weinberg, eingebettet zwischen den Bergen Liechtensteins und der Schweiz. Kinder bis 10 Jahre laufen gratis – das macht den Lauf ideal für eine Familien-Teilnahme. Alle Läufer erhalten einen Finisher-Preis, der mit viel Liebe und Herzblut von den Mitarbeitern des Heilpädagogischen Zentrums gefertigt wird. Zusätzlich stellt die Liechtensteinische Landesbank AG für die drei Schnellsten pro Kategorie einen Naturalpreis zur Verfügung.  Anmeldeschluss ist der 25. April. Der Leichtathletik Club Vaduz freut sich auf einen tollen Anlass mit Kaiserwetter, spannenden Rennen, motivierten Teilnehmern und tollem Publikum. Jetzt anmelden: https://secure.datasport.com/?vaduz10. Mehr Infos: www.lcv.li.

Die Laufgruppe Leventina organisiert die zweite Ausgabe der Faido Running Night, einem Lauf, der dem Tessiner Laufcup angehört und der am Freitag, 21. Mai 2010, stattfinden wird. Start ist um 19.30 Uhr. Die Strecke über 3 Runden wurde erneuert und auf 8 Kilometer erweitert. Die grosse Neuerung bei der zweiten Durchführung ist die „Kids Running Night“, eine Lauf für Kinder, Mädchen und Jungen zwischen 3 und 13 Jahren. Erwartet werden mehr als 100 Teilnehmer, die sich ab 19.00 Uhr erfrischen können, mit der Hamburger Party und Coca Cola. Neu ist auch die Kategorie Walking, die über 6.6 km und unterschiedliches Gelände führt und in einer Stunde und zwanzig Minuten fröhlich zurückgelegt werden kann. Start und Ziel von allen Rennen sind auf der „Piazza Stefano Franscini“ mit den Ehrungen um 20.45 Uhr. Jetzt anmelden: https://secure.datasport.com/?faido10. Mehr Infos: www.sport-2000.ch.

Am 8./9. Mai 2010 findet in Basel auf der Sportanlage hinter dem St. Jakobs-Stadium der 22. Internationale Self-Transcendence 12+24 Stundenlauf statt, organisiert vom Sri Chinmoy Marathon Team. Dieser Anlass ist einer der beliebtesten in der europäischen Ultraszene und verspricht bei jedem Wetter zu einem unvergesslichen Event zu werden, denn die Crew macht rund um die Uhr alles, um den Läufern zu helfen, sei es organisatorisch, kulinarisch oder medizinisch. Die Höhepunkte des Laufs werden jeweils auch auch auf einem Video zusammengefasst, dass man zum voraus oder auch noch am Anlass selbst bestellen kann. Es ist dieses Jahr auch erstmals geplant, den Lauf während 24 Stunden live per livestream-Kamera für Angehörige und Interessenten zu übertragen! Weitere Infos und Anmeldung über: ch.srichinmoyraces.org/veranstaltungen/basel.

Ganze Schweiz endlich rauchfrei!

Bern. – Wie der Schweizer Bundesrat in einer aussserordentlichen Sitzung heute beschloss, soll nicht mehr auf ev. weitere Abstimmungen und Verhandlungen gewartet werden, sondern schon ab heute ist es in der ganzen Schweiz untersagt, öffentlich und am Arbeitsplatz zu rauchen. Auch das Einrichten von Raucher-Ecken, sogenannten Fumoirs, ist ab sofort verboten. Zuwiderhandlungen werden mit hohen Geldstrafen gebüsst. Gleichzeitig hat sich der Verband der Schweizer Werbefachleute zusammen mit den wichtigsten Verlegern geeinigt, dass auch auf jedwelche Werbung für Nikotin ab heute in allen Schweizer Pesseerezeignissen und auf allen Plakatwänden  im Sinne einer Förderung der Volksgesundheit verzichtet werden soll. Bereits angebrachte Plakate müssen bis um 24:00 Uhr überklebt werden. Na also, hat’s wenigstens die Schweiz geschafft. Hoffen wir, dass die anderen Nationen das gute Beispiel nachahmen!

„Mountain-Silence“ – Konzert in Zermatt

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Die Schweizer Musikgruppe „Mountain-Silence“ ist schon auf der ganzen Welt aufgetreten und hat auch schon vor dem Papst in Rom gespielt. Diesen Sommer war sie zu Gast in der katholischen Kirche von Zermatt aus Anlass des jährlich stattfindenden Treffens des Schweizer Sri Chinmoy Marathon Teams, das jeweils die von Sri Chinmoy begründeten Friedensstätten aufsucht. Die gespielten spirituellen Lieder sind von Sri Chinmoy in Bengali komponiert und passen bestens in den Rahmen einer Messe. Überzeuge Dich selbst. Dazu habe ich noch ein paar schöne Bergaufnahmen der Gegegen kombiniert…

Marathonschwimmen auf dem Zürichsee 2009

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Ende Juli fand auf dem Zürichsee das 22. Internationale Self-Transendence Marathon-Schwimmen statt, organisiert vom Sri Chinmoy Marathon Team. Solo-Schwimmer und Stafetten versuchten die 26.4 km lange Strecke in bestmöglicher Zeit zu bewältigen. Das Wetter war herrlich, die Stimmung der Teilnehmer aus aller Welt ebenso. Ich hatte die Gelegenheit, den ganzen Tag dabei zu sein und habe die Stimmung in diesem Video eingefangen. Viel Spass!

Quevita – Neue Platform für gesunde Themen

Auf Quevita finden Benutzer erfahrene Gleichgesinnte, so genannte Mentoren, welche bei der Suche und Umsetzung des gewünschten neuen Lebensstils Unterstützung anbieten. Doch auch Profis aus Bereichen wie Ernährungsberatung, Lebensmittel, Wellness, Massage, Yoga oder Fitness Coaching sind bei Quevita auf dem Marktplatz präsent. «Erste Unternehmen haben schon via Quevita die Fitness ihrer Mitarbeiter positiv beeinflusst», berichtet Ettore Weilenmann. Firmen fördern die Gesundheit ihrer Belegschaft aktiv über firmenweite Aktivitäten und gesponserte Quevitaler (ähnlich wie Reka-Checks), die jeder Besitzer dann nach eigenem Gusto ausschliesslich für gesunde Produkte und Dienstleistungen ausgeben kann. Quevita hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von drei Jahren mindestens eine Million Menschen zu gewinnen, die dem Trend zu immer weniger Bewegung, mehr Negativstress oder ständig mehr Fast- und Fertig-Food etwas entgegen halten wollen. Hinter Quevita stehen Investoren wie der Venturefonds Redalpine, dessen Partner bereits bei Erfolgsgeschichten wie XING oder StudiVZ mit von der Partie waren. Ebenfalls als Aktionäre dabei sind die Zürcher Kantonalbank, der Gründer Christian Jost, die Unternehmer Ettore Weilenmann, Peter Schüpbach und Giacomo Rusconi sowie weitere Privatinvestoren.

Quevita lanciert auch ein Web-Phone in Zusammenarbeit mit der Zürcher Firma e-fon. Es ist nach Aussagen der beiden Unternehmen die erste Webtelefon-Anwendung, auf der sich ohne vorherige Installation einer Software sofort mit jedem gängigen Browser wie Internet Explorer oder Firefox per Mausklick telefonieren lässt. Das Angebot ist bis auf weiteres gratis für Anrufe ins Schweizer Festnetz von bis zu 20 Minuten. Das Quevita Web-Phone funktioniert auf allen gängigen Windows-, Linux- und Mac-Computern, auf denen Java nicht deaktiviert ist.

Initerview mit Peter Neubauer über seine 4-Elemente-Seminare auf Lanzarote

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Vor kurzem habe ich an der „Art of Life“ Messe in der Schweizer Hauptstadt Bern den Therapeuten Peter Neubauer getroffen, der seit einem Jahr mit seiner Frau Anna in Lanzarote lebt und dort Seminare zum Erleben der 4 Grundelemente Wasser, Erde, Feuer und Luft leitet. Diese 20. Ausgabe meiner monatlichen Interview-Serie „LIVE Voices“ stellt ihn und seine inspirierenden Landschaftsaufnahmen aus Lanzarote vor. Es lohnt sich, für fünf Minuten auszuspannen und das Video anzuschauen – hier auf dem Blog, auf vimeo oder in 3 Grössen auf srichinmoy.tv.

Santa Claus Weltmeisterschaft im schweizerischen Samnaun

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Am Samstag war es endlich soweit. Insgesamt 15 Teams aus neun Nationen (Schweiz, Deutschland, Belgien, Großbritannien, Mazedonien, Neuseeland, Japan und Island) traten zum 8. Clau Wau – der Weltmeisterschaft der Nikoläuse an. Und Samnaun war an diesem Wochenende wie für die Nikoläuse geschaffen. Ein weisses Winterwunderland präsentierte sich den Nikoläusen. Von Freitag bis Sonntag wurde erstmals ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie geboten. Das „ClauWau Dorf“, der Samnauner Weihnachtsmarkt lud mit zahlreichen Buden ebenso zum Entdecken ein. Am Freitag wurde der Clau Wau mit einem Ball eröffnet bei dem das Tschirgant Duo für Stimmung sorgte. Das ganze Wochenende stand zudem im Zeichen der roten Nase. Gesammelt wurde für die Theodora Stiftung. Bei der Tombola am Freitag und der Versteigerung der selbstgestalteten Lebkuchenherzen der Teams am Samstag kamen insgesamt CHF 2515 zusammen. Am Samstag ging es dann um den Weltmeistertitel: Zu den Disziplinen in der Vorrunde zählten die Santa Parade, das Santa Travel, das Lebkuchen verzieren, das Esel-Trekking mit Kaminklettern und die Gestaltung eines Schneebildes. Den in 4er-Teams angetretenen Mannschaften wurde denn auch alles abverlangt. Angespornt von den zahlreichen Zuschauern und den immer wieder treffenden und süffisanten Kommentaren von Moderator „Lupo“ aus St. Moritz, mussten die Teams durch die harte Schule der Qualifikation, die ab 13.00 Uhr auf dem neuen Wettkampfgelände „Pragrond“ in Samnaun Dorf abgehalten wurde.

Im Finale ab 19:30 ging es dann richtig los. 12 Teams konnten sich für das Finale qualifizieren. Beim „Santa Biathlon“ war neben Schnelligkeit auch Zielgenauigkeit verlangt. Nicht jeder Nikolaus hatte sein Gleichgewicht beim „Flying Santa“ im Griff, wobei er hüpfend versuchen musste, möglichst viele Geschenke in seinen Sack zu packen. Beim „Santa Biathlon“ war neben Schnelligkeit auch Zielgenauigkeit verlangt. Neu präsentierte sich auch die Santa Show. Die Teams hatten die Möglichkeit sich einen deutschen, englischen oder flämischen Song auszusuchen, den sie mittels Karaoke und Choreographie dem Publikum darbieten durften. Jury und Zuschauer bewerteten die Darbietungen mit Applaus und Punkten. So ging der Nikolaus-Weltmeister-Titel an das Team der „Balsthaler Turnerkläuse“ aus der Schweiz. Den Rang 2 erkämpfte sich der „TV Bassersdorf“, auch aus der Schweiz. Platz 3 teilten sich „Uh la la“ (Schweiz) und die Chlausisten des Vatikan.

Universität Neuenburg will Geothermie-Forschung verstärken

Wer heute Geothermie studieren will, kann dies nur in der isländischen Hauptstadt Reykjavik tun. «Island liegt aber geologisch gesehen auf der Grenze zwischen Amerika und Europa», sagt François-David Vuataz, der Direktor des Forschungszentrums für Geothermie (CREGE) in Neuenburg. Deshalb gebe es eigentlich keinen einzigen kompletten Lehrgang für Geothermie in Europa. In Neuenburg etwa stehen für die Studierenden der Hydrogeologie ein paar Kurstage Erdwärmeforschung auf dem Programm. Das sei viel zu wenig, wenn die Erdwärme im Jahr 2020 Teil des Strommixes sein solle, sagt Vuataz.

Das CREGE, eine nicht gewinnorientierte Organisation, hat nun die Universität Neuenburg davon überzeugen können, einen separaten Studiengang für Geothermie aufzubauen. Anfang nächsten Jahres wird die 38-jährige Deutsche Eva Schell die neu geschaffene Professur antreten. 2010 soll der neue Lehrgang erstmals angeboten werden. Die erste Geothermie-Professorin der Schweiz soll aber nicht nur lehren sondern auch forschen: Vor allem die tiefen Schichten des Mittellands müssen besser ergründet werden. Wegen der dichten Bevölkerung ist hier die Nutzung der Erdwärme am effizientesten. Bis zu einer Tiefe von etwa 200 Metern wird die Geothermie bereits heute breit eingesetzt: Erdwärmesonden für Privathaushalte gibt es in der Schweiz rund 50’000 Stück, es ist das weltweit dichteste Netz überhaupt. Mit dieser Art der Wärmegewinnung kann zwar geheizt werden, für die Stromproduktion aber ist die tiefe Geothermie notwendig. Bei dieser Tiefengeothermie wird eine Bohrung von drei bis fünf Kilometern gemacht, meist in eine wasserführende Schicht oder in heisses Gestein. Die Flüssigkeit, die in der Bohrleitung zirkuliert, kann sich in solchen Tiefen auf über 100 Grad Celsius erhitzen. (Quelle: news.ch)

Schweiz: Solaranlagen sollen mehr gefördert werden

Ein Programm für Gebäudesanierungen, eine CO2-Reduktion im Inland und eine stärkere Förderung der Solarenergie: Dies fordert der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse. Damit könnten auch Zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden, hält er fest. Mit Gebäudesanierungen könnten der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoss rasch und wirksam gesenkt werden, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern. Bereits aus der laufenden CO2-Abgabe stünden rund 200 Mio. Franken zur Verfügung, die sofort dafür eingesetzt werden könnten. Mit einem Gebäudesanierungsprogramm im Sinne des bundesrätlichen Aktionsprogramms zur Energieeffizienz könne der Wirtschaft bereits im Verlauf des nächsten Jahres ein Impuls gegeben werden. Das sei angesichts der drohenden Rezession dringend notwendig.

In der anstehenden Revision des CO2-Gesetzes sei eine Reduktion des CO2-Ausstosses in der Schweiz vorzusehen. Auch sei die «Förderblockade» bei der Solarenergie aufzuheben, lautet eine weitere Forderung von Travail.Suisse. Im Moment seien wegen einer mangelhaften Umsetzung der kostendeckenden Einspeisevergütung für erneuerbare Energien 500 Mio. Franken an Investitionen in Fotovoltaikanlagen blockiert. Travail.Suisse-Präsident Martin Flügel ist überzeugt, dass sowohl das Gebäudesanierungsprogramm als auch die Förderung der Solarenergie positive Auswirkungen auf den Werkplatz Schweiz hätten: Schaffung von Arbeitsplätzen in Entwicklung, Herstellung und Montage von technischen und baulichen Installationen. Dazu käme als weitere indirekte Wirkung die Einsparung von mehreren Milliarden Franken für Erdölimporte. (Quelle: sda/news.ch)