Erster Solar-Skilift in der Schweiz

Im abgelegenen Bündner Safiental kommt es diesen Winter zu einer Premiere: Der erste Solar-Skilift weltweit nimmt seinen Betrieb auf. Er steht oberhalb des kleinen Walser Dorfes Tenna, ist 450 Meter lang und mit 82 «Solarwings» ausgerüstet. Die über 100 Kilogramm schweren «Solarwings» mit je drei Panels sind an Tragseilen einige Meter über dem Skilift montiert. Sie liefern pro Jahr etwa 90’000 Kilowattstunden Strom, wobei für den Skilift-Betrieb rund 25’000 Kilowattstunden benötigt werden. Die überschüssige Energie geht ins öffentliche Netz. Die Solarmodule erzielen einen hohen Wirkungsgrad, weil sie sich automatisch nach der Sonne drehen. Und grosser Schneefall ist kein Problem. Die Module können fast senkrecht gestellt werden, damit der Schnee abfällt. Obschon der Lift nur 450 Meter lang ist, erschliesst er 4,5 Kilometer an präparierten Pisten. 1,35 Millionen Franken investierte die Genossenschaft Skilift Tenna. Finanziert wurde der Solarlift aus eigenen Mitteln, aus Zuwendungen von Gemeinden, Organisationen und von privaten Spendern, wie Genossenschaftspräsident Edi Schaufelberger der Nachrichtenagentur sda sagte. Offiziell eröffnet wird der Solar-Skilift am 17. Dezember mit einem Fest. Zur Feier des Tages kann der Lift gratis benutzt werden. Das Skigebiet des 110-Seelen-Dorfes Tenna gehört auch danach mit 25 Franken für eine Tageskarte zu den sehr günstigen. (Quelle: news.ch)

Markus Rüegg in den Nationalrat

Markus Rüegg ist ein Kandidat der neuen Zeit. Er schreibt zu seinem Wahlvideo für die Schweizer Nationalratswahlen 2011 vom 23. Oktober: „wir haben jetzt die chance, ein zeichen zu setzen – den kulturell kreativen und der schweigenden mehrheit (90% sind parteifrei), eine stimme zu geben. ich möchte ein ganzheitliches weltbild in die öffentlichkeit tragen. das kann ich aber nicht alleine, das geht nur wenn sehr viele mitmachen. wenn 100 aktive sieben stunden oder besser noch sieben tage ihrer kostbaren lebenszeit für das weitermailen dieses videos einsetzen, könnten wir 2-3 nationalrats-sitze gewinnen. doch dazu braucht es ca. 100’000 stimmen.“ Schau Dir das Video an und lass Dich inspirieren von einem Kanditaten, der echt neue Massstäbe für unsere Gesellschaft setzt und sie auch realisiert. Das zeigt sich auch in seinem Newsletter, in dem über den Verlauf seiner neuzeitlichen Projekte im Hinblick auf Ernährung, Gesundheit, Wohnen und Handeln regelmässig informiert. Hier noch der Link zu seiner Webseite: www.gemeinschaften.ch

Neuerscheinungen von Martin Vosseler

Da wandert einer im Hitzesommer 2003 von Basel nach Jerusalem, unter dem Motto “Es hat genug Sonne für uns alle” – für ihn ein Gebet mit Leib und Seele. Der Schweizer Arzt Martin Vosseler wandert für die Priorität Nummer eins: Erdverträglichkeit dank 100 % erneuerbaren Energien. Er läuft vier Paar Sandalen durch. Seine Tage sind reich an Überraschungen, Abenteuern. In allen durchquerten Ländern begegnet er überwältigender Gastfreundschaft. Auf Schritt und Tritt erfährt er: Das Andocken an die Sonne bietet die Chance für Gegenwart und Zukunft. Mit Pinsel und Filmkamera fängt er unterwegs Bilder ein. Leichtfüssig und schmunzelnd nimmt er Leserin und Leser mit auf die Sonnenwanderung in den Nahen Osten. Nach wenigen Zeilen schon ist man gefangen von Fernweh, Reisefieber, der Sehnsucht, aus- und aufzubrechen. Ein Plädoyer für Menschlichkeit, Toleranz, Rücksichtnahme, Mut, Neugier, Kommunikation, Denken, Bewusstsein, Bescheidenheit, Sinnlichkeit, Freude, Empathie, Demut, Verantwortung, Leben. Das Buch „Der Sonne entgegen“ enthält eine DVD mit komplettem Reisetagebuch und kurzen Filmbeiträgen!

Die zweite Neuerscheinung von Martin Vosseler heisst: „Mit Solarboot und Sandalen“. Mit dem Solarboot über den Atlantik, zu Fuss durch die USA, Zusammenarbeit mit den Kalinago (Ureinwohner auf der Karibikinsel Dominica). Auch in diesem Buch leibt und lebt er für die solare Gegenwart und Zukunft. Er nimmt uns mit auf seine weitläufigen Abenteuer auf der wunderbaren Kugel Erde. Er macht uns Mut, unsere Träume zu leben und der Quelle unserer Begeisterung nachzuspüren. Auch dieses Buch enthält eine DVD mit komplettem Reisetagebuch und kurzen Filmbeiträgen! Außerdem ist es illustriert mit Aquarellen und Farbfotosdes Autors . (emu-Verlag, Lahnstein/Rhein, 2010).

In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf mein Interview mit Martin Vosseler hinweisen:

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Heliotrop – das drehende Oeko-Heim

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Dieser TV-Beitrag stellt das faszinierende Projekt eines sich nach der Sonne drehenden Oekhauses vor, dass der Architekt Rolf Disch realisiert hat. Das Haus hält an einem Holzkern und ist beweglich auf einem Betonsockel montiert. Je nach Sonnenstand ändert sich die Position, um einen optimalen Einfallwinkel für die Solarzellen zu ermöglichen. Ist es im Sommer zu heiss, kann man natürlich den Spiess umdrehen, und das Haus im Schatten belassen. Auch Warmwasser und natürlich die ganze Elektrizität ist autark. Im Gegenteil, der nicht benötigte Strom fliesst ins öffentliche Stromnetz. Das neuartige Oekoheim ist schon seit 3 Jahren in Betrieb, ist aber immer noch höchst aktuell und ein Beispiel zur Nachahmung. Wer von weiteren ähnlichen Projekten weiss, darf sich gerne in der Kommentarspalte melden.

Grösste Solaranlage Europas eröffnet

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Energiekommissar Andris Piebalgs hat am Donnerstag der Eröffnung des grössten Sonnenturmkraftwerks Europas in der Nähe von Sevilla (Spanien) beigewohnt, die in Anwesenheit von König Juan Carlos I. und Königin Sofía stattfand, wie die Europäische Kommission mitteilt. Die neue Kraftwerksanlage trägt den Namen „PS20“ und wird genügend sauberen Strom für 10’000 Privathaushalte produzieren, wodurch sie jährlich den Ausstoss von mindestens 12’000 Tonnen CO 2 in die Atmosphäre verhindern wird. Kommissar Piebalgs erklärte dazu: „Ich sehe das solarthermische Kraftwerk PS20 als solide Antwort auf unsere klima- und energiepolitischen Herausforderungen: eine gewaltige Verringerung der CO 2 -Emissionen, ein Beitrag zur Versorgungssicherheit durch Nutzung örtlich vorhandener Energiequellen, verstärkte technologische Innovation, unternehmerische Initiative und Schaffung von Arbeitsplätzen.

Sonne als Hochtemperaturquelle

PS20 ist ein gutes Beispiel für die Multiplikatorwirkung der EU-geförderten Forschung, denn das Kraftwerk baut weitgehend auf dem Erfolg der benachbarten Anlage PS10 auf, die das erste Demonstrationsprojekt für ein solarthermisches Turmkraftwerk war und durch das europäische Forschungsprogramm mitfinanziert wurde.“ Solarthermische Turmkraftwerke sind Systeme, bei denen die Sonneneinstrahlung als Hochtemperaturquelle zur Stromerzeugung aus Wärme – wie auch bei anderen Wärmekraftwerken – genutzt wird. Die EU fördert diese Technik seit mehr als zehn Jahren und ermöglichte die Erforschung, Entwicklung, Validierung, Demonstration und Verbreitung verschiedener solarthermischer Technologien. Im Zuge des 5. und 6. Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung stellte die EU etwa 25 Mio. EUR für Forschungsprojekte zu dieser Technik bereit. Diese Fördergelder hatten eine Katalysatorwirkung und führten zu beträchtlichen privaten Investitionen, die insgesamt zehnmal höher waren als die Investitionen des europäischen Forschungsprogramms.

Das von Abengoa Solar errichtete und betriebene Sonnenkraftwerk PS20 hat eine installierte Leistung von 20 MW und ist die zweite kommerzielle Anlage ihrer Art, die nach der PS10-Erprobung fertig gestellt wird. PS20 weist eine Reihe technischer Verbesserungen gegenüber PS10 auf. Mit ihrem im April dieses Jahres verabschiedeten Energie- und Klimapaket strebt die Europäische Union eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 20 Prozent gegenüber 1990 sowie einen Anteil erneuerbarer Energien von 20 Prozent bis 2020 an. Um diese Ziele zu erreichen, wird eine breite Palette von Technologien – darunter auch die Nutzung der Sonnenenergie – benötigt.  (Quelle: news.ch)

Bringt Solarstrom Billionenumsätze?

tritec-stadeEine heute im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace präsentierte Erhebung in Deutschland geht davon aus, dass durch den weltweiten Bau solarthermischer Kraftwerke Unternehmen von 2010 bis 2050 mit einer Wertschöpfung von bis zu drei Billionen Franken massiv profitieren. Megavorhaben wie das Desertec-Projekt in der Sahara, an dem sich 15 Grossunternehmen und deutsche Institutionen wie E.ON und RWE beteiligen wollen, sind dabei wichtige Wegweiser. Man geht davon aus, dass 2050 weltweit zwischen 357’000 und 582’000 Arbeitskräfte für den Bau solarthermischer Kraftwerke nötig sind.«Dass es das Thema Solarstrom endlich auf die politische Tagesordnung geschafft hat, ist ein Erfolg. Neben den Solarfirmen selbst sind sich auch immer mehr grosse Unternehmen wie die Münchener Rück der Bedeutung des Themas bewusst», so Andree Böhling, Energie-Experte bei Greenpeace Deutschland.

Zeit für Atomkraft und Kohle vorbei

Laut dem Fachmann ist die Technologie schon weit fortgeschritten, dass ein flächendeckender Einsatz von solarthermischen Anlagen nach Windkraft und Photovoltaik zum dritten deutschen Exportschlager im Bereich der Öko-Energien werden könnte. Demnach sei die Zeit für Atomkraft und Kohle bald vorbei, meint Böhling. Obwohl sich die Kosten für Dersertec bis 2050 vorsichtigen Schätzungen nach auf rund 400 Mrd. Euro belaufen werden, winken Branchenkennern noch ungesehene Renditen. Wie das Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie im Auftrag von Greenpeace und des Club of Rome errechnet hat, könnten deutsche Unternehmer ihre starke Marktpositionierung mit dem Projekt weiter ausbauen. Gleiches gilt auch für die Firmen, die Receiver, Spiegel oder Turbinen zuliefern.  «Wenn man Projekte wie Desertec auf die Beine stellen will, geht dies nur in gemeinschaftlicher Kooperation aller Partner. Dadurch ist es möglich, die Energieversorgung in den einzelnen Wüstenstaaten zu verbessern sowie die Stromüberschüsse kostengünstig in den Eurostaaten-Energiemix einzuspeisen», sagt Böhling. Vom Ausbau und Betrieb der Anlagen profitiert auch der Arbeitsmarkt. So könnte die Zahl der Beschäftigten der deutschen Unternehmen, die am Bau beteiligt sind, gemessen an der weltweiten Beschäftigung einen Anteil von über 40 Prozent betragen. «Die Zahl der Jobs für den Betrieb und den Bau der Anlagen, die 2050 nötig sein wird, beläuft sich weltweit auf rund zwei Mio.», fügt Böhling hinzu.

Realistisch sei auch, dass Deutschland mit allen erneuerbaren Energien zukünftig über eine Mio. Arbeitsplätze schaffen könne, erläutert auch Max Schön, Präsident des Club of Rome. Damit könnte eine mit der Automobilindustrie vergleichbare Leitindustrie entstehen. Greenpeace vertritt bei Dersertec aber auch widerstrebende Positionen. So fordern wenige, Solarstrom in Europa zu fördern. Viele Öko-Anhänger befürworten hingegen eine dezentrale Solarenergie-Förderung. (Quelle: news.ch)

Schweizer Solarfirma gewinnt Energy Globe Award

1240348418Für den Bau des ersten zu 100 Prozent solar beheizten Mehrfamilienhauses Europas erhält das Oberburger Solarunternehmen Jenni Energietechnik AG den Energy Globe Award. Im Rahmen des Treffens der EU-Umweltminister in Prag wurde das im bernischen Oberburg gebaute Solar-Mehrfamilienhaus vor kurzem mit einem begehrten «Energy Globe Award» ausgezeichnet. Insgesamt waren 769 Projekte aus 111 Länder nominiert. Das Solar-Mehrfamilienhaus wurde als bestes Schweizer Projekt auszeichnet und war zudem unter den 15 weltweit besten Projekten. Auf dem Dach des Mehrfamilienhauses sind Sonnenkollektoren installiert, die den Solarspeicher im Gebäude aufheizen. Von der gespeicherten Wärme können die acht Wohnungen auch im Winter vollständig mit Warmwasser versorgt und beheizt werden. Da die Sonne gratis scheint, haben die Mieter tiefe Nebenkosten. Zudem müssen sie sich nicht vor steigenden Energiekosten fürchten. “Der Energy Globe Award ist für unser Unternehmen ein Riesenerfolg”, sagt der Geschäftsleiter Josef Jenni. Trotz Wirtschaftskrise liegen die Umsätze des Unternehmens aktuell über dem Vorjahr. “Viele Eigenheimbesitzer wollen lieber eine Solaranlage installieren, als Autos oder Aktien zu kaufen”, so Jenni.

Solarzellen auf Jungfraujoch erfolgreich getestet

solar-impulse

Bertrand Piccard hat für sein Solarflugzeug, mit dem er die Welt umfliegen will, offenbar die richtigen Solarzellen ausgewählt. Tests auf dem Jungfraujoch haben den hohen Wirkungsgrad bestätigt. Die ersten Ergebnisse zeigten einen Wirkungsgrad von 22 Prozent. Die von Piccard gewählten Solarzellen wiesen damit eine um rund 50 Prozent höhere Effizienz auf als konventionelle Solarzellen, wie das bernische Energieunternehmen BKW in einer Mitteilung schrieb. Die Angaben des kalifornischen Herstellers der Solarzellen hätten sich damit auch auf 3580 Metern über Höhe im Härtetest als richtig erwiesen. Diese Höhe entspricht gemäss Angaben der BKW etwas weniger als der Hälfte der geplanten maximalen Flughöhe von Piccards «Solar Impulse». Die BKW respektive ihre Tochtergesellschat Mont-Soleil (GMS) nehmen die Solarzellen unter die Lupe, weil die GMS seit 1992 ein internationales Solarenergie-Testzentrum auf dem Mont-Soleil im Berner Jura betreibt. Gemessen wird mit einem Testmodul aus 24 Zellen und einer Referenzzelle als Strahlungsmessgerät. Seit Beginn der Tests im Dezember herrschten auf dem Jungfraujoch extreme Temperaturschwankungen. Auch blies der Wind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern über die Zellen. Piccard hat sein Solarflugzeug bisher erst im Simulator gesteuert. Der Ballon-Rekordfahrer aus dem Waadtland versteht das Projekt auch als Vision für eine nachhaltige Energienutzung. Die Testeinrichtung auf dem Jungfraujoch bleibt voraussichtlich noch einige Monate in Betrieb. (Quelle: news.ch)

Schweizer fährt mit Solartaxi rund um die Welt

Die Weltumrundung von Louis Palmer ist auf der Zielgeraden. Der Schweizer ist nach 47’000 Kilometern in Paris eingetroffen – ohne einen Liter Sprit verbraucht zu haben. Palmer war am 3. Juli 2007 in Luzern gestartet mit dem Ziel, als erster Mensch mit einem Fahrzeug, das nur mit Sonnenenergie fährt, die Erde zu umrunden. Dabei sei er nicht einmal dem Wetter ausgeliefert, sagte Palmer.  Die Energie liefern sechs Quadratmeter Solarzellen auf einem Anhänger. Palmer ist mit seinem Taxi bereits quer durch Europa, den Nahen und Mittleren Osten, Asien, Australien und Neuseeland gefahren. In einer Zeit der hohen Benzinpreise und des Klimawandels stiess Palmer besonders in in den USA auf grosses Interesse: New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg und Berühmtheiten wie Hollywood-Regisseur James Cameron und Fernsehstar Jay Leno sassen schon in seinem Gefährt. Über 1000 Gastfahrten verbucht er sei Beginn seiner Erdumrundung. Mit vollen Batterien kommt der Zweisitzer bis zu 400 Kilometer weit und bringt es auf eine Höchstgeschwindigkeit von fast 90 Kilometern pro Stunde. In einer Massenproduktion, rechnet Palmer vor, könnte ein ähnliches Auto inklusive Solarzellen für rund 15’000 Franken auf den Markt gebracht werden. Nächste Stationen sind London, Berlin und das polnische Posen, wo im Dezember der UN-Klimagipfel stattfindet.

Prototyp eines Solar-Traktors

Open Energy, ein Verein zur Förderung von Technologien im Bereich erneuerbarer Energien in Niederösterreich, zeigt mit dem Solar-Traktor eine landwirtschaftliche Arbeitsplattform, die ausschließlich durch Elektromotoren und Strom aus Sonnenlicht angetrieben wird.

Der Solar-Traktor kann im Gegensatz zu herkömmlichen landwirtschaftlichen Maschinen ganzjährig zur Stromerzeugung, z.B für Netzeinspeisung oder Bewässerung verwendet werden. Auftraggeber und erste Kunden für den Solar-Traktor sind Bio-Landwirte und Gemüsebauern. Die 26 m2 große sonnennachgeführte Solarfläche liefert um 40% mehr Leistung als statische Anlagen. Eine satellitengestützte Steuerung ermöglicht außerdem ein genaues, schnelles und vielseitiges Arbeiten in der Landwirtschaft. Das für zwei und mehr Personen ausgelegte Fahrzeug wurde bereits zum Patent angemeldet. An einer selbstfahrenden Version wird ebenfalls gearbeitet. Die Markteinführung erfolgt ab 2010. Derzeit finden Gespräche sowohl mit Gemeinden und Ländern als auch mit Investoren statt. Ziel ist es, bis Ende November einen geeigneten Standort in NÖ zu finden, wo ein Kompetenzzentrum für Elektrofahrzeuge entstehen soll. (Quelle: Electric Mobility News)

Schweiz: Solaranlagen sollen mehr gefördert werden

Ein Programm für Gebäudesanierungen, eine CO2-Reduktion im Inland und eine stärkere Förderung der Solarenergie: Dies fordert der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse. Damit könnten auch Zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden, hält er fest. Mit Gebäudesanierungen könnten der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoss rasch und wirksam gesenkt werden, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern. Bereits aus der laufenden CO2-Abgabe stünden rund 200 Mio. Franken zur Verfügung, die sofort dafür eingesetzt werden könnten. Mit einem Gebäudesanierungsprogramm im Sinne des bundesrätlichen Aktionsprogramms zur Energieeffizienz könne der Wirtschaft bereits im Verlauf des nächsten Jahres ein Impuls gegeben werden. Das sei angesichts der drohenden Rezession dringend notwendig.

In der anstehenden Revision des CO2-Gesetzes sei eine Reduktion des CO2-Ausstosses in der Schweiz vorzusehen. Auch sei die «Förderblockade» bei der Solarenergie aufzuheben, lautet eine weitere Forderung von Travail.Suisse. Im Moment seien wegen einer mangelhaften Umsetzung der kostendeckenden Einspeisevergütung für erneuerbare Energien 500 Mio. Franken an Investitionen in Fotovoltaikanlagen blockiert. Travail.Suisse-Präsident Martin Flügel ist überzeugt, dass sowohl das Gebäudesanierungsprogramm als auch die Förderung der Solarenergie positive Auswirkungen auf den Werkplatz Schweiz hätten: Schaffung von Arbeitsplätzen in Entwicklung, Herstellung und Montage von technischen und baulichen Installationen. Dazu käme als weitere indirekte Wirkung die Einsparung von mehreren Milliarden Franken für Erdölimporte. (Quelle: sda/news.ch)

IKEA will grün werden und auch Solar-Panels verkaufen

Wie die Agenur pressetext schreibt wird der schwedische Möbelkonzern Ikea künftig mit einer eigenen Investmentgruppe die Entwicklung umwelt- und klimafreundlicher Produkte unterstützen. Ikea GreenTech wird in Unternehmen investieren, die innovative und billige ökologische Produkte herstellen. Diese sollen zugleich über einen Zeithorizont von vier bis fünf Jahren auch Chancen auf Erfolg am Massenmarkt haben. Der Schwerpunkt der Investmentaktivitäten liegt dabei auf Produkten aus den Bereichen Solarpanels, Lichtressourcen und Wasseraufbereitung, heißt es aus dem Unternehmen auf Nachfrage von pressetext. Absatzwege für die Produkte bieten sich unter anderem in Ikea-Filialen oder bei Zulieferbetrieben.

In den kommenden zwei Jahren will man bereits mit fünf bis sechs Unternehmen zusammenarbeiten. Als Ziel gibt die Investmentgruppe an, in den nächsten drei bis vier Jahren erste Produkte auf den Markt zu bringen. Rund 50 Mio. Euro sollen allein in den nächsten fünf Jahren für Investments eingeplant sein, berichtet der Industrieverband Cleantech Group. Je nach geografischer Lage könnten dann unterschiedliche Produkte in das Sortiment der Ikea-Häuser aufgenommen werden. „Natürlich wären beispielsweise Solarpanels für Kunden in Spanien oder Kalifornien interessanter als für Schweden“, zitiert der Verband John Stenebo, Managing Director bei Ikea GreenTech.

Die Investmentgruppe wurde laut Cleantech Group vor acht Monaten gegründet und beschäftigt derzeit vier Mitarbeiter. In den nächsten ein bis zwei Jahren soll sich die Mitarbeiterzahl jedoch verdoppeln. Ikea GreenTech werde laut Stenebo voraussichtlich noch in diesem Jahr seine erste Investition tätigen. In den nächsten fünf Jahren wolle man mit insgesamt fünf bis zehn Unternehmen zusammenarbeiten. Gewinne aus einem späteren Exit werden wieder in den Investmentfonds zurückgeführt.

Solarpanels sind auf jeden Fall unter den Produktgruppen, in die Ikea GreenTech investieren wird. Das Unternehmen will Herstellern dabei helfen, Produktionskosten deutlich zu senken und die Produktentwicklung weiter zu verbessern. Zudem plant der Investmentarm des Einrichtungshauses auch in die Entwicklung alternativer Lichtressourcen zu investieren. Schon seit langem forciere man den Verkauf von Energiesparlampen, wird betont. „Außerdem können wir mit mehr als 250 Geschäften der Ikea-Gruppe und über einer halben Mrd. Kunden pro Jahr alle potenziellen Verkaufswege für zumindest einen Teil der Produkte anbieten“, sagt Stenebo. Zudem deutet er an, dass auch bei Ikeas Lieferanten diverse Produktentwicklungen eingesetzt werden könnten.

Ikea will nicht nur in die Entwicklung umweltschonender Produkte investieren, sondern setzt wie viele andere Unternehmen im eigenen Konzern auf die Reduktion von Emissionen und die Steigerung der Energieeffizienz. Langfristig wolle man letztere auf Basis des Jahres 2005 um 25 Prozent senken. Zudem sollen Energiesparlampen überall eingesetzt werden, wo dies möglich ist. Alle Autos des Konzerns sollen bis 2010 „grün“ werden, die Distributoren sollen dies bereits 2009 erfüllen. In Deutschland beziehen alle Ikea-Niederlassungen seit Anfang 2008 den gesamten Strom aus Wasserkraft, in Augsburg und Oldenburg werden zudem Solarthermie für die Wassererhitzung sowie Holzpellets für Wärmeerzeugung eingesetzt.

Kraftwerke der Zukunft mit Hilfe der Wüstensonne

Wie das Schweizer Nachrichtenportal news.ch heute mitteilt, könnten solarthermische Kraftwerke in der Sahara in der Zukunft in der Energieversorgung Europas eine grosse Rolle spielen. Wie ein solches Energiesystem aussehen könnte, diskutieren Experten aus verschiedenen Disziplinen an der Uni Giessen am 9. und 10. Juni 2008 Im Rahmen der Solarenergie Partnerschaft mit Afrika SEPA08 werden Chancen und Probleme einer solchen Kooperation erläutert. «Die Energiemenge, die unser ‚Fusionsreaktor‘ Sonne an einem Tag innerhalb von sechs Stunden in die Wüstenregionen der Erde einstrahlt, entspricht dem Weltenergiebedarf eines ganzen Jahres», erklärt Organisator Michael Düren vom Zweiten Physikalischen Institut der Uni Giessen. «Ein kleiner Bruchteil der in die Wüste eingestrahlten Solarenergie könnte also die Energieprobleme der Welt lösen, wenn es gelingen würde, sie nutzbar zu machen», so der Forscher. Dabei setzt der Experte auf die so genannten solarthermischen Kraftwerke, bei denen Sonnenenergie in Wärme und diese anschliessend in Strom umgewandelt wird.

«Eine gute Idee ist dabei die Verwendung eines Salzspeichers, bei dem eine Mischung aus Natrium- und Kaliumsalz auf 400 Grad bis zum Flüssigwerden erhitzt wird.» Für Düren ist dies eine sehr wichtige Entwicklung, die grosse Vorteile biete. «Bei einem solchen Kraftwerk, werden 50 Prozent der Energie tagsüber zur Salzerwärmung und die anderen 50 Prozent sofort zur Stromerzeugung verwendet. Die gespeicherte Wärme erlaubt ein Weiterlaufen der Stromgeneratoren die ganze Nacht hindurch.» Eine andere Möglichkeit der Energiespeicherung wären auch unterirdische Druckluftspeicher oder Pumpspeicherwerke.

«Eine Solarenergie-Partnerschaft zwischen Europa und Afrika sollte überdies nicht nur zur Lösung der Energieprobleme im engeren Sinne beitragen, sondern sollte darüber hinaus in der Lage sein, die zu erwartenden politischen und humanitären Probleme der Zukunft zu entschärfen», meint Winfried Speitkamp vom Historischen Institut der Uni Giessen. Ziel des Workshops sei es, das Zusammenspiel der technischen Optionen und ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Bedingungen eingehender zu analysieren, um so die Möglichkeiten einer für beide Seiten vorteilhaften, klimafreundlichen Energieversorgung ausloten zu können.