Wolf-Dieter Storl – Wir sind Natur

Der Ethnobotaniker und Kulturanthropologe Dr. Wolf-Dieter Storl ist hierzulande der wahrscheinlich bekannteste Experte zum Thema Pflanzen in verschiedenen Kulturen und ihre Verbindung zu den Menschen. Im Gespräch mit Thomas Schmelzer spricht er u.a. über ihre Heilkräfte und ihr Wesen, über Neophyten, also Pflanzen, die aus anderen Ländern zu uns kamen, über Pflanzen in der Stadt und über Devas. Letztlich erinnert er daran, dass wir uns keine Sorgen machen müssen: Die Natur ist heil und wir sind ein Teil von ihr!

Am 22. April ist Earth Day 2010

Im Jahr 1970 entstand Earth Day als spontane Studentenbewegung in den USA. Mit dem Earth Day sollte dem Washingtoner Establishment und der Öffentlichkeit demonstriert werden, dass es in Nordamerika eine Umweltbewegung gab und dass die Natur jetzt über eine starke Lobby verfügen wird. Der 22. April ist seitdem der weltweit begangene Earth Day. Begründet wurde die Volksaktion von dem sozial engagierten US-Senator Gaylord Nelson. In Kanada wie in vielen anderen Ländern der Erde ist die Earth Day-Idee eng mit der nationalen Umweltpolitik verwoben. Der 25. Earth Day wurde am 22. April 1995 als Umweltaktionstag von über 200 Millionen Menschen weltweit begangen. Den Earth Day gibt es heute in mehr als 150 Ländern der Erde. Ziel dieser alle Nationen berührenden Kampagne ist es, die Bürger und insbesondere die jungen Menschen in ein kreatives Umweltprojekt einzubinden. Bis heute blieben die Earth Days stets neutral, geben Hilfestellung, vernetzen, schaffen Medienpräsenz für die vielen Umweltinitiativen vor Ort. Die deutsche Earth Day-Bewegung ist heute in einem nationalen Komitee e.V. als gemeinnützige Umwelt-Organisation mit Sitz in Frankfurt/Main zusammengefasst. Das Deutsche Komitee e.V. wurde 1994 gegründet und will vor allem die auf dem UNO-Umwelt-Gipfel 1992 in Rio verabschiedete Agenda 21 nachhaltig ausbauen und maximieren und ruft daher alle Bürger auf: „Tut was für die Erde, seid umweltfit und demonstriert euer Anliegen am Earth Day.“

2010 sind in Deutschland Veranstaltungen in München (21. April), Frankfurt (22. April) und Stuttgart (23. April) vorgesehen. Das Motto heisst: Wir haben Lust auf grüne Zukunft! Wir wollen klug verbrauchen, um nachhaltig zu leben! Earth Day Präsident Thomas Dannenmann erklärte, „Grüne Zukunft, das bedeutet für uns Umwelt- und Klimaschutz, aber das heißt nicht Verzicht, sondern Gewinn. Klimaschutz und der sorgsame Umgang mit unserer Umwelt ist der Motor für Innovationen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft!“ Dabei setzen wir auf gesunden Menschenverstand, ständiges Lernen um die Zusammenhänge unseres Lebens auf der Erde zu erkennen und die Fürsorge für die rasant wachsende Menschheit und die Erhaltung der Vielfalt unserer Natur. Damit kann die Senkung der Treibhausemissionen Gewinn an Lebensqualität bedeuten. Klug kaufen bedeutet Bio-Produkte aus der Region, Ökologische Kleidung, Reisen, die das Klima schonen, Häuser die Energie sparen, Erneuerbare Energien, die der Wirtschaft Beine machen und ökoengagierte Manager und Unternehmen, die wir in ihrer Zielsetzung und Ernsthaftigkeit zur Nachhaltigkeit unterstützen. Denken wir an das Wohlfühlerlebnis, wie sie Bewohner von Energieeffizienz- Häusern und Büros auch in energieeffizienten Hochhäusern beschreiben. Energiesparende Autos können Spaß machen, das zeigt die plötzliche „Explosion“ an neuen Ideen aus der Autobranche. „Kauft nur noch energieeffiziente Autos“, empfiehlt Earth Day Präsident Thomas Dannenmann und appelliert an die Autobauer jetzt endlich Schluss zu machen mit der Produktion völlig veralteter Techniken. Doch genau hier sehen wir große Entwicklungspotentiale. Es wird Zeit, denn das Monopol der Ölindustrie muss endlich durch einen Wettlauf für innovative Ideen hin zu einer neuen Technikrevolution fallen. Die Energie-Revolution hat erst begonnen. Die ersten Schritte hierzu sind in naher Zukunft zu erwarten. Unsere Ernährung ist klimaschonend ohne Einbuße an Genuss dann möglich, wenn sie vor allem die lokale Erzeugung und die biologisch ökologische Landwirtschaft berücksichtigt. Für die Wirtschaft bedeutet die Entwicklung neuer Technologien einen Wachstumsschub. So sind die Firmen, die im weiten Bereich der Erneuerbaren Energien tätig sind, zur Zeit eine der erfolgreichsten Branchen in Deutschland und in wachsendem Tempo auch in globalem Maßstab. Umweltorientierung bedeutet Gewinn und das ist die positive Seite eines neuen Lifestyles. Aber wir dürfen diejenigen nicht vergessen, die auf der Verliererseite stehen. Die sich entwickelnden Länder und die Schwellenländer brauchen uns. Es fällt uns schwer die konkrete Situation und den Gesamtzusammenhang in einem Blick zu erfassen. Wir müssen einerseits im Konkreten vor Ort handeln aber andererseits die übergreifenden Zusammenhänge begreifen um zu handeln.

Nachschlageseite Oeko-Wikia jetzt auch auf Deutsch

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Wikipedia kennt jeder. Den wenigsten Menschen ist dagegen Wikia Green ein Begriff, das Online-Lexikon für ökologisch bewusstes Leben mit alphabetisch geordneten Ratschlägen aus allen Bereichen des Lebens. 2008 hat der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales dieses englischsprachige Öko-Wiki auf Anregung von US-Vizepräsident Al Gore ins Leben gerufen (http://green.wikia.com). Jetzt gibt es auch eine deutschsprachige Seite: Wikia Green Germany (http://de.green.wikia.com). Im Internet soll nun die umfangreichste deutschsprachige Umweltschutz-Enzyklopädie entstehen – ein Wiki ganz in grün. „Wikia Green Germany“ funktioniert nach dem bewährten Prinzip der Wikipedia: Jeder kann Artikel schreiben, ergänzen, verbessern. Das von den Nutzern zusammengetragene Wissen bezieht sich ausschließlich auf Umweltschutz und CO2-Einsparung. Eines der Hauptziele von Wikia Green ist laut Jimmy Wales vor allem die Bündelung einfacher, aber wirkungsvoller Tipps zum eigenen umweltbewußten Verhalten: „Es existieren bereits eine Menge an Informationen, die sich mit umweltbewußtem Verhalten und Nachhaltigkeit beschäftigen. Diese sind aber an verschiedenen Stellen im Netz verstreut, so dass es für Interessierte schwierig geworden ist, einen Einstieg in das Thema zu finden. Wikia Green hat das Ziel, genau diesen Einstieg zu bieten.“ Erfreulich ist das gerade für Nutzer mit wenig Zeit: Es wird das Wichtigste in Kürze vermittelt, so dass man sich nicht durch endlos lange Artikel klicken muss. Für alle, die es genauer wissen wollen, gibt es weiterführende Links am Fuß der Seite.

Die Gründung von Wikia Green Germany begrüßt neben Wales auch der deutsche Country-Manager von Wikia Tim Bartel sehr: „Wir freuen uns, dass mit Hilfe von Wikia Green Germany jetzt auch ein Anlaufpunkt zu objektiven Informationen über das Thema in deutscher Sprache existiert. Ich glaube fest daran, dass das Thema Nachhaltigkeit in Zukunft eine noch wichtigere Rolle als bisher einnehmen wird und jeder Einzelne dazu beitragen kann.“ Im Wiki steht dazu die Rubrik „Konsum“ mit vielfältigen Verbraucher-Tipps im Mittelpunkt. Unter dem Stichwort „Auto“ findet man beispielsweise Empfehlungen für besonders CO2-sparende Alt- und Neuwagen und Tipps für eine ressourcenschonende Fahrweise. Unter „Klimarechner“ gibt es Links zu Seiten, auf denen man seine individuelle CO2-Emissionen, den sogenannten „ökologischen Fußabdruck“, ausrechnen kann. Die Nachfrage an Öko-Informationen ist vorhanden, nun kommt es darauf an, im täglich wachsenden Netz auch gefunden zu werden. Es gibt bereits über 100 Artikel, neue Leser und vor allem Schreiber werden immer gesucht. Eine gute Möglichkeit, sich am praktischen Umwelt- und Klimaschutz zu beteiligen. „Umwelt-Wiki“, das erste grüne Wiki-Angebot in deutscher Sprache, das bereits 2007 vom Biologen Claudio Tennie und dem Gymnasiallehrer Martin d’Idler gegründet wurde, geht in dem neuen „Wikia Green Germany“ auf.

Alle setzen auf die Klimakonferenz von Poznan

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Die Menschheit nähert sich der letzten Chance, um die Erwärmung unseres Klimas unter dem gefährlichen Schwellenwert von zwei Grad Celsius zu halten. Die globale Umweltorganisation ruft die auf der UN-Klimakonferenz vom 1. bis 12. Dezember im polnischen Poznan (Posen) tagenden Regierungen dringend dazu auf endlich einen tragfähigen ersten Entwurf eines neuen Klimavertrags im Hinblick auf 2009 zu entwerfen. Der WWFÖsterreich sandte heute einen offenen Brief an die österreichischen Regierungsmitglieder, namentlich an den zukünftigen Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll sowie an den designierten Umweltminister Nikolaus Berlakovich. Darin werden die gemeinsamen Wurzeln der Klimakrise und der Finanzkrise thematisiert und konkrete Maßnahmen zu deren Abwehr vorgeschlagen. Der WWF fordert von der österreichischen Regierungsdelegation ein Eintreten für die Reduktion von Klimagasen von 30 Prozent bis 2020 und 80 Prozent bis 2050.

„Die aktuellen Forschungsergebnisse bekräftigen die Vorhersagen, dass die Auswirkungen der Erwärmung heute eine Dimension erreichen, wie wir sie für dieses Jahrzehnt in dem Maße nicht erwartet hätten“, sagt der WWF-Klimaexperte Markus Niedermair, der in Poznan anwesend sein wird „Das schnelle und frühe Abschmelzen des Eises in der Arktis und in Grönland könnte schlagartig weitere gefährliche Rückkopplungseffekte haben. Das bedeutet, dass die Klimaerwärmung noch schneller und stärker voranschreitet, als bisher angenommen. Die verantwortlichen Politiker können und dürfen nicht länger auf Zeit spielen und dabei die deutlichen Warnungen der Natur ignorieren.“

Laut WWF machen Wissenschaftler jetzt schon deutlich, dass sogar eine Erwärmung von weniger als zwei Grad den Verlust des arktischen Eises sowie das Abschmelzen der Grönland-Eisdecke auslösen könnte. Folgewirkungen von unvorhersehbarem Ausmaß werden uns bei derÜberschreitung dieser kritischen Werte treffen. Ein Szenario ist der Anstieg des weltweiten Meeresspiegels um mehrere Meter, was eine Bedrohung von mehreren zehn Millionen Menschen weltweit bedeutet. „Unser Planet sieht sich heute mit einer völlig neuen Form des Wandels konfrontiert, die es immer schwieriger macht, sich anzupassen und bald auch eine Umkehr unmöglich macht“, sagt Niedermair. „Die Regierungen müssen in Poznan über den Höchstwert und die festzusetzende Senkung der globalen CO2-Emissionen bis 2020übereinkommen, um den Menschen die Hoffnung zu geben, dass die Klimaerwärmung in dem erforderlichen Maß eingedämmt werden und das Schlimmste verhindert werden kann. Zusätzlich zu konstruktiven und zielorientierten Diskussionen in Poznan erhoffen wir uns deutliche Signale für sofortiges Handeln“, so Niedermair.

Die CO2-Speicherkapazität unserer Meere und der Erdoberfläche – die so genannten natürlichen Senken unserer Erde – ist in den letzten 50 Jahren um fünf Prozent gesunken. In derselben Zeit sind die durch Fossile Brennstoffe vom Menschen verursachten CO2-Emissionen kontinuierlich gestiegen – allein in den letzten zehn Jahren vier mal schneller als in dem Jahrzehnt zuvor. Der WWF drängt die Regierungen den UN-Klimagipfel in Poznan für eine unmittelbare Kursänderung zu nutzen und einen Weg aus der Krise einzuschlagen, in der wir uns derzeit befinden. „Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem unser Klimasystem außer Kontrolle gerät“, warnt Niedermair. „Nur ein einziges Jahr bleibt uns noch für die Verabschiedung eines neuen weltweiten Abkommens, das unser Klima bewahren und schützen kann. Die UN-Verhandlungen, die nächstes Jahr in Kopenhagen stattfinden werden, können nur dann erfolgreich sein, wenn das Gipfeltreffen in Poznan in den nächsten zwei Wochen einen gerechten und ehrgeizigen Erstentwurf hervorbringt.

Gemeinsam für ein besseres Leben!

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Durch einen Kommentar bin eine auf eine Webseite gestossen, die Denkanstösse und zukunftsträchtige Projekte vorstellt. Sie heisst: Zukunfts-Allianz und gibt auch einen Newsletter heraus. Hier ein Text aus dieser Seite:

Wir wissen: Die Natur steht in einem ausgewogenen Verhältnis. Nichts wird vergeudet, was die Natur hervorbringt. Die ungeheuren Energien, die in den natürlichen Vorgängen enthalten sind, Wasserkraft, Windenergie, Wirbelstürme, Tornados, Sonnenstrahlung, die Kreisläufe von Wachstum und Rückgewinnung sind perfekt. Es stellt sich eine Balance ein, die ohne zusätzliche Entwicklung von Wärme, Schadstoffen und anderen Nachteilen die Umwelt immer wieder selbst reinigt und erneuert. Selbst die fossilen Brennstoffe und die frei werdenden Methangase aus dem Permafrost, die uns mehr und mehr Probleme in der Verbrennung bereiten, sind aus natürlichen Zerfallprozessen der Natur entstanden. Der ungehemmte Eingriff der Menschen in diese Prozesse wird am Ende zu dramatischen Veränderungen der Lebensgrundlagen führen, nicht nur im Bereich einer zerstörten Umwelt, auch bei der Ernährung, den Arbeitsbedingungen und allgemeinen Lebensgrundlagen. Die Politik steht diesen Ereignissen relativ ohnmächtig gegenüber, da die Zwänge weltwirtschaftlicher Vorgänge jede Entwicklung steuern. Daher ist es an der Zeit, wirksam daran zu arbeiten, die Natur als Vorbild einer sinnvollen Energieerzeugung, einer menschenkonformen Arbeitswelt, einer natürlichen Gesundheitspflege und einer überzeugenden Zukunftsgestaltung zu sehen.

Um die vorhandenen und absehbaren Probleme zu meistern, kann nur eine gesamtheitliche Betrachtungsweise herangezogen werden. Um Einzelprobleme auf Kosten anderer Nachteile zu lösen, wird die Zeit rasch knapp werden. Jeder Mensch, der kritisch über die Situation nachdenkt, kann nur zu dem Ergebnis kommen, dass das sorgfältige, natürliche Gleichgewicht in Unordnung geraten ist. Es kann nicht mehr als „natürlich“ hingenommen werden, dass die Finanz- und Wirtschaftssysteme in Unordnung geraten, die Umweltschäden, insbesondere der Rückgang der wichtigen Kälteklimatoren der Erde, die Entartung der Arbeitswelt überall auf der Welt und die verkommene Ignorierung der Zerstörung der Lebensgrundlage von Milliarden Menschen auf dieser Welt, einfach ignoriert und zerredet wird. Es ist auch eine dringende Aufgabe, die Heilwirkung natürlicher Substanzen den Menschen bekannt und zugänglich zu machen. Ein großes Problemfeld, das nur noch von verantwortungsbewussten Menschen gelöst werden kann. -Florian Zurheiden

Eisblockwette: Wie lange kann 1 Tonne Eis erhalten bleiben?

In mehreren europäischen Städten wurden bereits Eisblockwetten durchgeführt. Heute wurden auch in der Schweiz in sechs Städten je ein Eisblock von einer Tonne Gewicht an prominentem Orten aufgestellt. Eingepackt ist das Eis in ein Häuschen in Minergie-Bauweise. Die Bevölkerung soll nun raten, wie viel Eis am 26. September noch vorhanden ist. Zu gewinnen gibt es je nach Austragungsort der Wette Elektro-Velos, Einkaufsgutscheine oder Ausflugs- und Feriengutscheine. Wie die Initianten der «Eisblockwette» mitteilten, wurden die Eisblöcke in Zürich, Winterthur ZH, Basel, Riehen BS, Aarau und Baden AG (siehe Bild beim Aufstellen auf dem Bahnhofplatz), aufgestellt. Am 26. September werden die Eisblockhhäuschen geöffnet und das restliche Eis ausgemessen. Die Initianten wollen mit der Eisblockwette aufzeigen, dass gut gedämmte Gebäude viel weniger Energie an die Umwelt abgeben als konventionelle Isolationen. Rund um die Eisblockwette organisieren die Städte laut der Mitteilung zahlreiche Begleitveranstaltungen, die über Klimaschutz und rationelle Energienutzung in Gebäuden informieren. Das Projekt steht unter dem Patronat von Bundesrat Moritz Leuenberger sowie den Bundesämtern für Energie (BFE) und Umwelt (BAFU) und wird auch von privaten Unternehmen unterstützt. Über eine Infrarot-Webcam (sie Bild oben rechts) im Eisblockhäuschen Baden können Schweizerinnen und Schweizer das Abschmelzen des Eisblocks rund um die Uhr 24 Stunden am Tag beobachten – und an der Online-Wette mitmachen. Hier der Link zur Webcam Baden un zur Online-Wette.

Martin Vosseler durchquerte die USA zu Fuss, um Menschen für unsere Umwelt zu motivieren

Der 59jährige Basler Arzt Martin Vosseler ist ein eifriger Kämpfer für ein besseres Klima und engagiert sich seit vielen Jahren gegen die Klimaerwärmung. Mit seinem „Sunwalk 2008“, den er am  1. Januar in Los Angeles startete, will er den Menschen – und speziell natürlich in den USA – bewusst machen, dass wir in unserer Energieversorgung umdenken müssen. Seine Botschaft ist „weg von Oel, Atom und Kohle“ und hin zu erneuerbaren Energien aus Sonne und Wasser! Er ist überzeugt, dass die USA, die füt einen grossen Teil der Umweltkrise selbst verantwortlich sind, eine Führungsrolle übernehmen müssen. Bei seinem Fussmarsch durch die USA legte er 5200 Kilometer zurück und erreichte Ende Juli New York City. Hier ist eine kurze Zusammenfassung seiner Visionen:

„Der Planet Erde, das Leben, das sich darauf entwickelt hat – ist ein einzigartiges Wunder im Kosmos. Die vollkommene Kugel hat genau die richtige Distanz von der Sonne, dass wir nicht verbrennen oder erfrieren. Sie hat genau die richtige Grösse, dass Wasser und Land getrennt bleiben. Zudem hat sich eine zarte Atemhaut entwickelt, die zusammen mit dem Sonnenlicht das Leben ermöglicht. Es kann ja nicht sein, dass wir in einem so frühen Entwicklungsstadium unseres Lebenssystems aus Bequemlichkeit, Fantasie- und Mutlosigkeit die von uns verursachten Klimaveränderungen akzeptieren und die Bewohnbarkeit der Erde aufs Spiel setzen.

Friede der Menschen untereinander und mit seinen Mitgeschöpfen ist in uns angelegt. Menschen in allen Zeitaltern haben uns diese Möglichkeit des Menschseins vorgelebt. Angesichts der heutigen Bedrohung von uns allen bleibt uns gar keine Wahl, als diese Friedensmöglichkeit zu entfalten. Mit unserem Tun und Lassen sind wir für die heutige Bedrohung verantwortlich. Wir haben die Atomsphäre aufgeheizt, die Biosphäre mit Giften und Radioaktivität belastet, die Gewässer verschmutzt, die Böden ausgelaugt. Wir können uns auch wieder in die Lebenskreisläufe einfügen, die Bedingungen für die Heilung des Lebenssystems Erde schaffen. Alle Lösungen liegen bereit. Wir müssen sie nur umsetzen. Gemeinsam mit der Sonne. Jetzt.“

Ich habe mit Martin Vosseler, der z.Z. noch in New York ist Kontakt aufgenommen, und hoffe im Herbst im Rahmen meiner Interview-Serie LIFE Voices ihn vorzustellen. Gestern hat er übrigens ein weiteres Manifestations-Projekt gestartet: er wandert zusammen mit einem Freund nach Boston (geplante Ankunft: 15. August). Danach sind Besuche in New Hampshire und Maine und am 25. August fähr er mit der Bahn nach Miami, wo er den Frachter nach Italien nimmt…

Al Gores neueste Erkenntnisse zur Klimakrise – ein TED-Vortrag

Jedes Jahr findet im März im amerikanischen Monterey die mehrtägige TED-Konferenz statt, wo jeweils Referenten aus Wissenschaft, Umwelt, Technik und Kultur mit neuen Ansätzen, Ideen und Konzepten zu Wort kommen. Dieses Jahr hat u.a. auch Al Gore gesprochen und erstmals in der Oeffentlichkeit seine neue Slideshow mit den aktuellsten Zahlen und Grafiken zur Umweltkrise präsentiert. Dieser Vortrag ist ein Muss für jeden verantwortungsvollen Menschen. Du kannst ihn gleich hier auf dem Blog anschauen.  Zum Zeitpunkt des Vortrages war noch nicht bekannt, dass Barack Obama Prsäsidentschaftskanditat ist und dass Al Gore ihn voll unterstützt. Weitere Infos über diesen und alle übrigen TED-Vorträge gibt’s auf www.ted.com, wo Du auch Dutzende anderer Videos von Vorträgen mit brisanten Themen anschauen kannst.

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