Sri Chinmoy: Die Welt geht nicht unter

In einem von Mridanga Spencer aufgenommenen Interview nimmt Sri Chinmoy konkret Stellung zu Fragen über die Zukunft unseres Planeten. Es wird in absehbarer Zeit ein neues Zeitalter geben und bis zu diesem Punkt brauchen wir noch etwas Geduld. Mehr dazu in diesem sehr spannenden und aktuellen Interview. Englisches Original mit deutschen Untertiteln.

Die elektromobile Zukunft hat begonnen

Mit ihrer Ausstellung „Elektro-mobilität: EDAG – ÜWAG“ zeigen die beiden Fuldaer Unternehmen derzeit im ÜWAG-Kundenzentrum umfangreiche Informationen und Konzepte mit einem gemeinsamen Nenner: elektrische Energie. Bei der Ausstellungseröffnung stellten ÜWAG-Vorstand Dipl.-Ing. Günter Bury und Dipl.-Ing. (FH) Jörg Ohlsen, Sprecher der Geschäftsführung der EDAG, Zukunftsvisionen für Elektromobilität aus der Region und in der Region vor. Elektromobile haben, im Vergleich zu fossilen Fahrzeugen, weit höhere Wirkungsgrade und geringste Schadstoffemissionen- diese hängen davon ab, mit welchem Strom man tankt. Highlight der Ausstellung ist das „EDAG Light Car – Open Source“, das erstmals enthüllt wurde. Im zum „Showroom“ gewandelten Kundenzentrum ist diese Studie der EDAG, nach ihrer Premiere beim Genfer Autosalon 2009, zum ersten Mal öffentlich in der Region zu sehen. „Wirtschaftlicher, emotionaler, individueller: Mit dem ‚EDAG Light Car – Open Source’ präsentiert die Fuldaer High-Tech-Schmiede ihre Vision vom Auto der Zukunft“, erklärte Dipl.-Ing. Jörg Ohlsen, Sprecher der Geschäftsführung der EDAG. Man setze komplett auf neue Materialien, Antriebs-, Beleuchtungs- und Bedienkonzepte: „Mit ihren Concept Cars gestalten die EDAG Entwicklungs- und Design-Teams Visionen künftiger Mobilität für die Rahmenbedingungen unserer Gesellschaft in den kommenden Jahren.“

Seinen im vieldeutigen Namen („light“ bedeutet im Englischen sowohl „Licht“ als auch „leicht“) trägt das „EDAG Light Car – Open Source“ sowohl wegen seines innovativen Lichtkonzepts, als auch wegen seiner Leichtbauweise. Es ist eines der ersten Fahrzeuge, das die (O)LED-Technik – (O)LED steht für Organische Leuchtdiode, ein dünnfilmiges leuchtendes Bauelement – als variables Design- und Kommunikationselement nutzt. In die Karosserie eingearbeitete (O)LED-Folien verwandeln die gesamte Oberfläche des Wagens in eine Art Bildschirm. Die Kontur der Scheinwerfer kann der Fahrer je nach Wunsch gestalten. Zusätzlich ermöglicht der Einsatz von (O)LED in der gläsernen Heckklappe die clevere Nutzung als Projektionsfläche einer effektiven Form einer Car-2-Car-Kommunikation mit Hinweis- und Warnsignalen. Das umweltfreundliche Antriebskonzept des „EDAG Light Car“ lässt keine Abgase entstehen. Ein monovalenter Elektroantrieb wird mit einer Lithium-Ionen-Batterie kombiniert. Das „EDAG Light Car – Open Source“ erreicht Spitzengeschwindigkeiten von rund 150 km/h und hat eine Reichweite bis zu 200 km. Vier bis fünf Personen finden in dem innovativen Elektroauto bequem Platz. Der großzügige Fahrzeug-Innenraum wird durch den Verzicht auf einen herkömmlichen Verbrennungsmotor samt Getriebe möglich.

Jörg Ohlsen kündigte die Fortführung des Projekts an. „Mit dem Light Car haben wir in Genf 2009 bereits zahlreiche Innovationen angedeutet. Die äußerst positive Resonanz aus der Automobilindustrie und der Fach-presse haben uns bestärkt, das Light Car technisch weiterzuentwickeln. Wir werden bis zum Genfer Autosalon 2010 zusätzlich den Innenraum des Fahrzeugs ausgestalten und das Lichtkonzept in das Interieur des Light Cars übertragen. Zudem werden wir einen Prototypen des Aggregate-Trägers für den Elektroantrieb zeigen, der eine Kombination bekannter und neuartiger Leichtbauwerkstoffe aufweisen wird.“ „Elektromobilität ist einzentrales Zukunftsthema“, sagte ÜWAG-Vorstand Dipl.-Ing. Günter Bury. „Als innovatives Energieversorgungsunternehmen aus der Region wird die ÜWAG gerne die Entwicklung der Infrastruktur für diese umweltfreundliche Mobilitätstechnologie in unserer Heimat unterstützen!“ So sei die Planung erster ÜWAG-Stromtankstellen in Vorbereitung: Der Strom für Fahrräder mit Elektroantrieb, Elektroroller und Elektroautos, die ihre Akkus außer Haus aufladen wollen, kommt dann aus „ÜWAG-Zapfsäulen“. Mit dem Einsatz im eigenen Fuhrpark will die ÜWAG den Einsatz elektrisch betriebener leichter Nutzfahrzeuge im Betriebsalltag testen. „Dieses Pilotprojekt möchten wir gemeinsam mit der EDAG realisieren“, sagte Günter Bury. „Für unsere Kunden arbeiten wir an einem Förderprogramm für Elektroroller, um Interessenten für den konkreten Einstieg in die elektromobile Zukunft zu gewinnen.“ Für die Energiewirtschaft ist die Entwicklung von Elektrofahrzeugflotten mit großen Herausforderungen verbunden: Eine Infrastruktur für das flächendeckende „Auftanken“ mit Strom ist zu schaffen, es gilt, Stromzapfsäulen mit einheitlicher Technik zu entwickeln und nicht zuletzt müssen Abrechnungsmodalitäten für das „Stromtanken außer Haus“ geregelt werden. Darüber können sich die Besucher ebenso informieren wie über die Vision der Netzbetreiber, durch das Zusammenspiel von „intelligenten Netzen“ und Elektrofahrzeugen in Zukunft einen Beitrag zur gleichmäßigen Netzauslastung leisten zu können. Die Ausstellung „Elektromobilität: EDAG – ÜWAG“ ist noch bis Donnerstag, 9. Juli 2009, im ÜWAG-Kundenzentrum, Bahnhofstraße 2 in Fulda, zu sehen. (Quelle: oekonews.at)

Autos der Zukunft fahren elektrisch

renaultzeconcept1Dr. Eveline Steinberger, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, präsentierte heute gemeinsam mit den Studienautoren Bernhard Haider und Erwin Smole von Price Waterhouse Coopers eine Studie zu den Auswirkungen von Elektromobilität auf die österreichische Energiewirtschaft. Inhalt der Untersuchung war eine Analyse der Auswirkungen von Elektrofahrzeugen auf die österreichische Energiewirtschaft. Vorausgesetzt wurde, dass alle Batterien über das öffentliche Netz aufgeladen werden. Angenommen wurde außerdem, reine Elektroautos einzusetzen, d.h., die Fahrzeuge werden nur mit Batterien und ohne Verbrennungsmotoren betrieben. Um eine seriöse Prognose abgeben zu können, wurde das Jahr 2020 als Zeithorizont eingesetzt. Für 2020 wurde ein 20 Prozent Anteil Elektrofahrzeugen angenommen, was etwa einer Million E-Autos in Österreich zu diesem Zeitpunkt entspricht. Weiters wurde vorausgesetzt, dass alle Batterien über das öffentliche Netz aufgeladen werden. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind: Eine Energieeffizienzsteigerung um + 8,7 TWh ist möglich, womit bereits 38% der österreichischen Energieeffizienzziele 2020 erreichbar wären! Dadurch wäre eine nachhaltige Reduktion der Treibhausgase von jährlich etwa 2 Millionen Tonnen möglich.

Wesentliche Studienerkenntnisse im Detail

Die Einführung von 20% Elektrofahrzeugen (ca. 1 Mio. Fahrzeuge) würde den österreichischen Stromverbrauch um ca. 3 % erhöhen, ein Ausbau von Kraftwerken wäre aber dennoch nicht notwendig.

Die Stromverbrauchsanalyse über einen durchschnittlichen Werktag zeigt, dass die bestehende Netzinfrastruktur ausreichend ist und Adaptionen im Verteilnetzbereich nur beim Bau der Ladestationen notwendig sein werden. Eine Netzverstärkung ist bei einem Anteil von 20% Elektrofahrzeugen an den Gesamtfahrzeugen nicht notwendig.

Bei einer Einführung in ganz Österreich wären ca. 16.200 Ladestationen notwendig. Dafür müssten 650 Mio. EUR investiert werden. Setzt man den Ausbauschwerpunkt nur auf Städte, wären ca. 2.800 Ladestationen notwendig, wofür ca. 111 Mio. EUR für Ladestationen inkl. Netzanschluss investiert werden müssten.

Ausgehend von einem Stromerzeugungsmix, der in etwa der heutigen Stromerzeugung entspricht, würden sich die spezifischen CO2-Emissionen der PKWs auf 40 g/km reduzieren. Dies würde einer Reduktion um 2/3 der derzeitigen spezifischen Emissionen von konventionellen Kraftfahrzeugen entsprechen.

Die Klimabilanz (gesamte CO2 Emissionen Österreichs) würde sich um knapp 2 Mio. t CO2 verbessern. Dies entspricht einer Reduktion von 16% der CO2 Emissionen von PKWs, leichten Nutzfahrzeugen und einspurigen Fahrzeugen, wobei hier ein Stromerzeugungsmix angenommen wird, der der heutigen Stromerzeugung entspricht.

Für die Volkswirtschaft ergibt die Einführung von Elektrofahrzeugen einen positiven Nettoeffekt von rund 1,3 Mrd. EUR, wobei der Effekt für Staatsausgaben in etwa neutral ist und sich für Investitionen insgesamt ein positiver Effekt von 1,3 Mrd. EUR ergibt (ca. 10% des derzeitigen Branchenumsatzes der Energiewirtschaft).

Elektrofahrzeuge haben insgesamt einen höheren Wirkungsgrad als konventionelle Fahrzeuge. Die Einführung von 20% Elektrofahrzeugen würde ca. 8,4 TWh Energie einsparen. Das entspricht ca. 37% des Energieeffizienzziels für 2016.

Bernhard Haider PwC PricewaterhouseCoopers GmbH erklärt: “Die Studie hat gezeigt, dass eine Einführung von Elektrofahrzeugen kaum Auswirkungen auf die Kraftwerkserzeugung hat. Zwar müssen Investitionen in die Ladestationen getätigt werden, grundsätzlich ist die bestehende Netzinfrastruktur aber ausreichend. Elektrofahrzeuge würden einen positiven Beitrag zu den CO2 Emissionszielen und auch den Energieeffizienzzielen liefern, wobei dabei auch ein positiver volkswirtschaftlicher Effekt erzielt werden kann“.

Elektrofahrzeuge von Renault und Nissan

Ab Mitte 2011 werden neu konstruierte Renault-Modelle mit reinem Elektroantrieb erhältlich sein. Die abgasfreien Fahrzeuge sollen laut Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn „Fahrspaß bereiten“. Sie besitzen Lithium-Ionen-Batterien, die zusammen mit dem Allianzpartner Nissan und dem japanischen Batteriehersteller NEC entwickelt werden.

Gemeinsam für ein besseres Leben!

zukuft

Durch einen Kommentar bin eine auf eine Webseite gestossen, die Denkanstösse und zukunftsträchtige Projekte vorstellt. Sie heisst: Zukunfts-Allianz und gibt auch einen Newsletter heraus. Hier ein Text aus dieser Seite:

Wir wissen: Die Natur steht in einem ausgewogenen Verhältnis. Nichts wird vergeudet, was die Natur hervorbringt. Die ungeheuren Energien, die in den natürlichen Vorgängen enthalten sind, Wasserkraft, Windenergie, Wirbelstürme, Tornados, Sonnenstrahlung, die Kreisläufe von Wachstum und Rückgewinnung sind perfekt. Es stellt sich eine Balance ein, die ohne zusätzliche Entwicklung von Wärme, Schadstoffen und anderen Nachteilen die Umwelt immer wieder selbst reinigt und erneuert. Selbst die fossilen Brennstoffe und die frei werdenden Methangase aus dem Permafrost, die uns mehr und mehr Probleme in der Verbrennung bereiten, sind aus natürlichen Zerfallprozessen der Natur entstanden. Der ungehemmte Eingriff der Menschen in diese Prozesse wird am Ende zu dramatischen Veränderungen der Lebensgrundlagen führen, nicht nur im Bereich einer zerstörten Umwelt, auch bei der Ernährung, den Arbeitsbedingungen und allgemeinen Lebensgrundlagen. Die Politik steht diesen Ereignissen relativ ohnmächtig gegenüber, da die Zwänge weltwirtschaftlicher Vorgänge jede Entwicklung steuern. Daher ist es an der Zeit, wirksam daran zu arbeiten, die Natur als Vorbild einer sinnvollen Energieerzeugung, einer menschenkonformen Arbeitswelt, einer natürlichen Gesundheitspflege und einer überzeugenden Zukunftsgestaltung zu sehen.

Um die vorhandenen und absehbaren Probleme zu meistern, kann nur eine gesamtheitliche Betrachtungsweise herangezogen werden. Um Einzelprobleme auf Kosten anderer Nachteile zu lösen, wird die Zeit rasch knapp werden. Jeder Mensch, der kritisch über die Situation nachdenkt, kann nur zu dem Ergebnis kommen, dass das sorgfältige, natürliche Gleichgewicht in Unordnung geraten ist. Es kann nicht mehr als „natürlich“ hingenommen werden, dass die Finanz- und Wirtschaftssysteme in Unordnung geraten, die Umweltschäden, insbesondere der Rückgang der wichtigen Kälteklimatoren der Erde, die Entartung der Arbeitswelt überall auf der Welt und die verkommene Ignorierung der Zerstörung der Lebensgrundlage von Milliarden Menschen auf dieser Welt, einfach ignoriert und zerredet wird. Es ist auch eine dringende Aufgabe, die Heilwirkung natürlicher Substanzen den Menschen bekannt und zugänglich zu machen. Ein großes Problemfeld, das nur noch von verantwortungsbewussten Menschen gelöst werden kann. -Florian Zurheiden

Fliegen im Jahr 2093 – eine visionäre Studie der Finnair

finnair

Wie die FAZ heute in ihrer online-Ausgabe berichtet, hat die Finnair zum Anlass ihres 85. Geburtstags die Resultate einer Studie veröffentlicht, wie die zivile Flugfahrt im Jahre 2093, d.h. in 85 Jahren, aussehen könnte.

Um drei Mantras kreisen die Szenarien der Zukunftsforscher, Luftfahrtexperten, Unternehmensberater und Flugzeugingenieuire, die jetzt in Helsinki präsentiert worden sind: Es wird eine ganze Palette völlig neuer Flugzeugtypen geben, die eine bisher ungeahnte Flexibilität des Fliegens ermöglicht. Die Luftfahrt wird dank neuartiger, emissionsfreier Treibstoffe eine wundersame Metamorphose vom Prügelknaben zum Musterknaben des Klimaschutzes vollführen. Und wir werden eine dramatische Individualisierung des Fliegens und des Reisens überhaupt erleben. Auf den Langstrecken werden Überschallmaschinen aus nanokeramischen, restlos wiederverwertbaren Materialen unterwegs sein, die fünfhundert bis achthundertfünfzig Passagiere in drei Stunden von Europa nach Australien transportieren und mit intelligenten Sitzen ausgestattet sind; sie passen sich dem Gewicht und der Statur ihres jeweiligen Benutzers an, messen seinen Blutdruck, kontrollieren seine Körpertemperatur und massieren ihn auf Wunsch auch noch. Den Charterverkehr übernehmen kreisrunde Riesenmaschinen in der Form fliegender Untertassen mit Platz für zweieinhalbtausend Urlauber, die sich die Zeit an Bord im holographischen Theater, Schönheitssalon, Fitness-Studio oder in verschiedenen Bars und Restaurants vertreiben können. Und für den Hausgebrauch wird jeder in seiner Garage ein putziges, dreisitziges Hybridwesen aus Helikopter und Kleinflugzeug haben, das entfernt an Carlson auf dem Dach erinnert und mit dem man staufrei die Einkäufe erledigen oder die Kinder vom Musikunterricht abholen kann. Im Weltall werden wir natürlich auch Ferien machen, und zwar in fünfhundert Kilometer Höhe, wobei wir im Schnitt vier Tage lang dort oben bleiben und in jeweils neun Stunden die Erde umrunden.

Zu den einzelnen Flugapparaten wurden in Helsinki schnittige Zeichnungen gezeigt, die sehr visionär und doch seltsam vertraut wirkten – es kam einem vor, als habe man solche Kisten in „Blade Runner“, „Total Recall“ oder im „Fünften Element“ schon dutzendfach gesehen. So sind wir Menschen eben, einfältige Wesen mit einer viel zu schlichten Phantasie, um uns die Gestalt des Übermorgens vorstellen zu können. Stattdessen greifen wir lieber auf einen bewährten Bilderkanon zurück, der seit den seligen „Raumschiff Orion“-Zeiten fest zu unserem visionären Repertoire gehört. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Zukunft nichts Neues bringe – schließlich ist in ihr nichts unvermeidlich außer dem Wandel, erkannte schon vor zweieinhalbtausend Jahren Heraklit. Die Luftfahrt wird das schon deshalb zu spüren bekommen, weil sie in einem doppelten Dilemma steckt: Zum einen wird ihr klassischer Treibstoff knapp, zum anderen geht das Klima auf Dauer vor den Kohlendioxidemissionen in die Knie. Also muss sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn allein der Weg einer immer höheren Energieffizienz führt in die Sackgasse. Flugzeuge sind in den vergangenen vierzig Jahren zwar um siebzig Prozent sparsamer geworden und werden es bis 2020 noch einmal um ein Viertel. Doch wenn es kein Rohöl mehr gibt, nutzt das nichts. Es ist auch höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel, denn die Luftfahrt hat – ähnlich wie die Autoindustrie – ihre technischen Innovationen seit vielen Jahrzehnten nur systemimmanent geleistet: Das Auto ist seit Carl Benz immer noch eine Fahrgastzelle auf vier Rädern, die von fossilen Brennstoffen angetrieben wird, das Flugzeug immer noch eine Röhre mit Flügeln und Triebwerken, die Kerosin schlucken. Eine Boeing 707 aus den sechziger Jahren sieht kaum anders aus als der Airbus A350, der 2013 auf den Markt kommt. Ein Computer aus jener Zeit hingegen hat nichts mehr mit seinem Pendant von heute zu tun.

Der Weltluftfahrtverband Iata hat vollmundig verkündet, dass im Jahr 2050 das Fliegen emissionsfrei sein wird, während Airbus damit rechnet, dass schon 2020 ein Drittel der Flugzeugtreibstoffe aus alternativen Quellen stammt. Die entscheidende Rolle wird dabei wohl nicht der kapriziöse, hochexplosive, schwer zu bändigende Wasserstoff spielen, sondern Biosprit. Technisch, so hieß es in Helsinki, könne man schon heute jede Turbine mit jeder Art von Sprit antreiben, das Problem sei nur die Leistungsfähigkeit der Energieträger. Und die Zukunft hat schon begonnen: Der weltweit erste Testflug mit Biotreibstoff findet Anfang Dezember mit einem Jumbo-Jet von Air New Zealand statt. Die größten Hoffnungen der Auguren ruhen inzwischen auf Algen. Sie können mehrmals am Tag ihre Biomasse verdoppeln und pro Hektar Anbaufläche fünfzehnmal mehr Treibstoff liefern als etwa Raps oder Soja. Ganz Verwegene spekulieren außerdem auf hochleistungsfähige Solarzellen, die bis zu siebzig Prozent der Flugzeugoberfläche bedecken und damit genügend Energie für sämtliche Bordsysteme liefern könnten. Der Strom wird auch dringend benötigt, denn an Bord soll sich der Passagier wie in einem Multimedia-Paradiesgarten fühlen: Das Fenster ist ein Zoomobjektiv, mit dem man sich die Erdoberfläche heranholen kann, drahtloses Internet und problemloses Mailen sind Selbstverständlichkeiten..

Prof. Wilenius: Die Dekade des Wandels

Zur Einleitung der 4th European Futurists Conference Lucerne, die vom 26.-28. Oktober in Luzern stattfindet,  schreibt Prof. Markku Wilenius, Senior Vice President Allianz SE und Mitglied des Club of Rome über die Dekade des Wandels:

„In den nächsten zehn Jahren wird der demografische Wandel Europa wie ein Hammer treffen. Aufstrebende Länder wie Indien und China finden neue Rollen in der globalen Szene, und der Klimawandel zwingt uns zu neuen Energie-Infrastrukturen. Die Welt wartet auf Lösungen – und diese sollten besser heute als morgen auf den Tisch kommen. Ich bin der Ansicht, dass zukünftige Generationen diese anstehende Ära als eine Zeit des Wandels bezeichnen werden. In den kommenden zehn Jahren wird sich das Gleichgewicht der globalen Systeme verschieben. Wir werden darüber hinaus in ein Zeitalter der Knappheit geführt werden. Die steigenden Lebensmittelpreise sowie auch die in die Höhe schnellenden Energiepreise werden uns zur Teilnahme an einem neuen Spiel aufrufen, das uns deutlich machen wird, dass ein vollkommen neues Verständnis globaler Kräfte von Nöten ist. Die Kreditrestriktion hat uns gezeigt, wie verwundbar unsere Finanzmärkte inzwischen sind. Sie hat bewiesen, dass wir letzten Endes die Systeme, die wir nutzen, verstehen müssen. In diesem speziellen Fall haben sich die Instrumente der Risikoumverteilung auf den finanziellen Märkten in eine äußert undurchsichtige Richtung entwickelt.

Natürlich werden die Herausforderungen wie immer sehr unterschiedlich sein – je nachdem, welchen Teil der Welt wir näher betrachten. In den nächsten zehn Jahren wird der demografische Wandel Europa wie ein Hammer treffen. Die immer älter werdende Bevölkerung wird Regierungen bei deren Suche nach Möglichkeiten, das Problem Humankapital in Angriff zu nehmen, enorm unter Druck setzen. Auf der anderen Seite übernehmen sich schnell entwickelnde Länder wie China und Indien in der globalen Szene vollkommen unterschiedliche Rollen. Während China sich in der Rolle einer globalen Wirtschaftsmacht übt, wird Indien in rasantem Tempo zu einem globalen Back-Office wissensintensiver Dienstleistungen.

Kurz gesagt: vier unterschiedliche Veränderungen greifen genauso schnell an, wie wir auf das nächste Jahrzehnt zueilen. Zusätzlich zum demografischen Wandel wird uns der Klimawandel – ein Zeichen dafür, dass die Menschheit die Kapazität unserer Biosphäre überlastet – zu neuen Energieinfrastrukturen führen. Schneller als wir es uns gegenwärtig womöglich vorstellen können, werden uns diese in Richtung einer Welt nach dem Kohlezeitalter lenken. Dieser Wandel erschüttert – zusammen mit einer technologischen Revolution, die wirklich erneuerbare Energien auf den Markt bringen wird – unser Verständnis der Art von Infrastruktur, die für das langfristige Überleben unserer Spezies erforderlich ist. Alle diese Veränderungen verlangen Unmengen an Innovationen. Regierungen werden diese mit sämtlichen verfügbaren Mitteln durchsetzen. Nichtstaatliche Organisationen werden ihr Fachwissen in steigendem Maße zur Lösungsfindung einbringen. Und nicht zuletzt werden Privatunternehmen eine entscheidende Rolle bezüglich der Investitionen in neue Produkte und Dienstleistungen, die das System in eine zukunftsfähigere Richtung steuern werden, tragen. Ein gewisses Gefühl der Dringlichkeit ist unabdingbar. Die Welt wartet auf neue Lösungen – und diese sollten besser schnell auf den Tisch kommen. Das derzeitige Wirtschaftsparadigma muss durch ein Modell ersetzt werden, in dem externe Effekte zu internen Effekten werden. Da viel auf dem Spiel steht, gibt es ebenso neue Möglichkeiten, die es zu erkennen gilt. Aus diesem Grund heißen wir Sie alle willkommen mitzumachen und neue Lösungen und Landschaften zu finden, um für die kommenden 10 Jahre unseren Pfad zu ebnen – einen Pfad, der nicht nur grüner sondern auch menschlicher ist. Seien Sie herzlich willkommen zur Teilnahme an unserer Konferenz, um den Fahrplan in unsere Zukunft zu diskutieren.“

Erste mit Wasserstoff betriebene Autos ausgeliefert: 0 % Abgase!

Vor kurzem lief lief der erste Honda FCX Clarity in Tochigi/Japan vom Band. Nach 19 Jahren Entwicklung markiert die Einführung dieses für den normalen Alltagseinsatz konzipierte, mit Wasserstoff betriebene Fahrzeug den Beginn einer neuen, sauberen Ära der Mobilität. Die ersten Fahrzeuge werden in den USA im Juli und in Japan im Herbst dieses Jahres übergeben. Zu den ersten Kunden gehören die Filmschauspielerin Jamie Lee Curtis und ihr Ehemann, der Regisseur Christopher Guest, der Filmproduzent Ron Yerxa sowie John Spallino, der bereits 2005 mit dem Vorgänger des Honda FCX Clarity der weltweit erste Privatkunde eines Brennstoffzellenfahrzeugs war. Und auch Q’Orianka Kilcher, Schauspielerin Schweizer Ursprungs und bekannt aus dem Film „The New World“, ist ein Fan der von Honda entwickelten Brennstoffzellen-Fahrzeugtechnologie mit Wasserstoff als Energiequelle.Geplant sind für Japan und die USA im ersten Jahr die Auslieferung einiger Dutzend, und in den kommenden drei Jahren von insgesamt 200 Fahrzeugen. Der FCX Clarity wurde von Grund auf als Brennstoffzellenfahrzeug konzipiert. Er wird von einem äusserst kompakten, effizienten und leistungsstarken Honda V Flow Brennstoffzellen-Block mit Energie versorgt. Dieser erzeugt durch die chemische Reaktion von Wasserstoff (H2) und dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff elektrischen Strom, der in die Lithium-Ionen-Batterie eingespeist wird. Als „Abgas“ entsteht nur Wasserdampf, womit der Honda FCX Clarity weder CO2 noch andere Schadstoffe ausstösst. Die Batterie wiederum dient als Energiequelle für den 100 kW starken Elektromotor, der das Fahrzeug antreibt. So erzielt der Honda FCX Clarity mit 4,1 kg komprimiertem Wasserstoff (350 bar) eine Reichweite von rund 450 km.

Weltweit erstmalig wurde im Honda Automobile New Model Center in Tochigi eine neue, speziell auf Brennstoff – Zellen ausgerichtete Fertigungsstrasse erstellt. Diese umfasst die für Brennstoffzellen – Fahrzeuge einmaligen Produktionsprozesse, wie die Installation des Brennstoffzellen-Blocks und des Wasserstofftanks. Honda produziert, ebenfalls in Tochigi, alle Brennstoffzellen-Blocks selbst. Zur Herstellung der Brennstoffzellen wurden spezielle, automatische Anlagen durch Honda konzipiert und in Betrieb genommen. Diese stellen die Qualität und höchste Präzision sicher, die für die Herstellung der Brennstoffzellen-Blocks aus jeweils mehreren hundert Zellen notwendig sind.

Vor kurzem lief lief der erste Honda FCX Clarity in Tochigi/Japan vom Band. Nach 19 Jahren Entwicklung markiert die Einführung dieses für den normalen Alltagseinsatz konzipierte, mit Wasserstoff betriebene Fahrzeug den Beginn einer neuen, sauberen Ära der Mobilität. Die ersten Fahrzeuge werden in den USA im Juli und in Japan im Herbst dieses Jahres übergeben. Zu den ersten Kunden gehören die Filmschauspielerin Jamie Lee Curtis und ihr Ehemann, der Regisseur Christopher Guest, der Filmproduzent Ron Yerxa sowie John Spallino, der bereits 2005 mit dem Vorgänger des Honda FCX Clarity der weltweit erste Privatkunde eines Brennstoffzellenfahrzeugs war. Und auch Q’Orianka Kilcher, Schauspielerin Schweizer Ursprungs und bekannt aus dem Film „The New World“, ist ein Fan der von Honda entwickelten Brennstoffzellen-Fahrzeugtechnologie mit Wasserstoff als Energiequelle.

Geplant sind für Japan und die USA im ersten Jahr die Auslieferung einiger Dutzend, und in den kommenden drei Jahren von insgesamt 200 Fahrzeugen. Der FCX Clarity wurde von Grund auf als Brennstoffzellenfahrzeug konzipiert. Er wird von einem äusserst kompakten, effizienten und leistungsstarken Honda V Flow Brennstoffzellen-Block mit Energie versorgt. Dieser erzeugt durch die chemische Reaktion von Wasserstoff (H2) und dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff elektrischen Strom, der in die Lithium-Ionen-Batterie eingespeist wird. Als „Abgas“ entsteht nur Wasserdampf, womit der Honda FCX Clarity weder CO2 noch andere Schadstoffe ausstösst. Die Batterie wiederum dient als Energiequelle für den 100 kW starken Elektromotor, der das Fahrzeug antreibt. So erzielt der Honda FCX Clarity mit 4,1 kg komprimiertem Wasserstoff (350 bar) eine Reichweite von rund 450 km.

Weltweit erstmalig wurde im Honda Automobile New Model Center in Tochigi eine neue, speziell auf Brennstoffzellen ausgerichtete Fertigungsstrasse erstellt. Diese umfasst die für Brennstoffzellen-Fahrzeuge einmaligen Produktionsprozesse, wie die Installation des Brennstoffzellen-Blocks und des Wasserstofftanks. Honda produziert, ebenfalls in Tochigi, alle Brennstoffzellen-Blocks selbst. Zur Herstellung der Brennstoffzellen wurden spezielle, automatische Anlagen durch Honda konzipiert und in Betrieb genommen. Diese stellen die Qualität und höchste Präzision sicher, die für die Herstellung der Brennstoffzellen-Blocks aus jeweils mehreren hundert Zellen notwendig sind.

Einzigstes Probem bei der Einführung ist im Moment noch die Absenz von Waserstoff-Tankstellen. Wenn dieses Netz bereit ist, würde der glonalen Einführung dieses umweltfreundlichen Autos nichts mehr im Wege stehen, und neben Honda werden hoffentlich auch andere grosse Autohersteller realisieren, wo die Zukunft liegt. Besonders die amerikanische Autoindustrie, die seit einiger Zeit starke Verluste verzeichnet, könnte sich mit dieser Technologie eine neue Chance geben!

Zusammenlegbares Klavier für unterwegs …


Auf der Internetseite future gadgets kann man einige neue technische Zukunftsideen bewundern, so u.a. ein zusammenlegbares Piano (siehe Bild). Das sogenannte USB Roll Up Piano wird als portables Klavier der Zukunft propagiert. Benötigt wird ein Pentium 4 oder ein bauähnlicher Prozessor, der mit 2.4 GHz oder höher taktet. Mit dem mobilen Piano kann man in ähnlicher Weise experiemtieren und spielen wie mit einem elektrsichen Keyboard.